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	<title>Weicher Stil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T11:55:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weicher_Stil&amp;diff=722716&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: /* Merkmale */</title>
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		<updated>2026-04-11T08:56:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Merkmale&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Horb Stiftskirche Horber Madonna.jpg|mini|hochkant|„Horber Madonna“, um 1400]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;weiche Stil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Stilrichtung in der [[Gotik|spätgotischen]] Malerei und [[Plastik (Kunst)|Plastik]] um 1400. Typische Beispiele des weichen Stils sind [[Marienbildnis|Marienfiguren]], die auch „schöne Madonnen“ genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung zum weichen Stil ==&lt;br /&gt;
In der Zeit der Entwicklung zum &amp;#039;&amp;#039;weichen Stil&amp;#039;&amp;#039; besaß für die Kultur vor allem die Achse Prag–Paris Bedeutung, was auf die besonders engen Beziehungen der Luxemburger zu den französischen Königen zurückzuführen ist. Der aus dem [[Haus Luxemburg|Geschlecht der Luxemburger]] stammende römisch-deutsche Kaiser [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]] (1346–1378) setzte sich erfolgreich dafür ein, [[Prag]] zum künstlerischen Zentrum Mitteleuropas zu machen. Für den Bau des [[Veitsdom]]es in Prag holte Karl IV. [[Peter Parler]]. Dieser war als Architekt und Bildhauer tätig. Er führte das Grabmal [[Ottokar I. Přemysl|Ottokars I. Premysl]] aus, wofür er 900 Silbergroschen nahm. Die Figur des heiligen [[Wenzel von Böhmen|Wenzel]] im Veitsdom entstammt ebenfalls dem Parlerkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stefan Lochner Madonna im Rosenhag.jpg|mini|„Maria im Rosenhag“ (&amp;#039;&amp;#039;Hortus conclusus&amp;#039;&amp;#039;), [[Stefan Lochner]], um 1448, [[Köln]], [[Wallraf-Richartz-Museum]]]]&lt;br /&gt;
Charakteristisch ist die Betonung der in runden, fließenden Mulden herabfallenden, zunehmend dreidimensional wirkenden Gewänder der Figuren und die breit auf dem Boden aufliegenden Stoffbahnen, deren Saumkanten in weichen fließenden Formen gestaltet sind. Ebenfalls charakteristisch sind der zarte, verträumte Ausdruck und die zierliche Gestalt, gepaart mit Detailschilderungen. Der &amp;#039;&amp;#039;weiche Stil&amp;#039;&amp;#039; war bereits um 1380 ausgebildet (siehe [[André Beauneveu]]) und ein Jahrzehnt später weit verbreitet. „Schöne Madonnen“ entstanden fast während des gesamten 15. Jahrhunderts, doch gehören die späteren Werke, die so bezeichnet werden, nicht mehr zum &amp;#039;&amp;#039;weichen Stil&amp;#039;&amp;#039;, der um 1450 endet. Er wird durch neue realistische Einflüsse aus den Niederlanden verdrängt. Im Faltenstil ist dies am Übergang zum „eckigen Stil“ mit hart umbrechenden Falten zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1400 wurden in einigen Kunstzentren Ton und [[Kunststein]] zu den allgemein verwendeten Werkstoffen, da diese weniger kostspielig und leichter zu verarbeiten waren als die anderen gewöhnlichen Werkstoffe wie [[Naturstein]], [[Marmor]] und Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „schönen Madonnen“ zeichnen sich durch eine gelöste Beweglichkeit aus. Charakteristisch ist zudem die hohe Stirn, die schmale gerade Nase, der kleine Mund und das über die Ohren zurückgelegte Haar. Ihre leicht geneigten Häupter sind von zarter Armut gekennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dagmar Regina Täube |Titel=Zwischen Tradition und Fortschritt. Stefan Lochner und die Niederlande |Hrsg=F. G. Zehnder |Sammelwerk=Stefan Lochner. Meister zu Köln. Herkunft - Werke - Wirkung |Band= |Nummer= |Auflage=4. |Verlag=Verlag Lochner |Ort=Köln |Datum=1993 |ISBN=3-9801801-1-5 |Seiten=55-67, hier S. 63}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die innige Beziehung der Muttergottes zum [[Jesuskind]] ist hierbei besonders auffallend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weiche Stil findet sich in Werken der Schildermaler, der Buchmalkunst und der Bildhauerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Schöne Madonna von Breslau]]&lt;br /&gt;
* [[Schöne Madonna von Danzig]]&lt;br /&gt;
* [[Schöne Madonna von Krużlowa]]&lt;br /&gt;
* [[Meister der Thorner Madonna]]&lt;br /&gt;
* [[Friesentormadonna]]&lt;br /&gt;
* [[Konrad Kuene van der Hallen]], als bedeutender Bildhauer und Kölner Dombaumeister mit weichem Stil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;weicher Stil&amp;#039;&amp;#039; wurde 1907 von Hans Börger geschaffen und erfuhr in den 1920er bis 30er Jahren durch [[Wilhelm Pinder]] weite Verbreitung. Da er fast nur von der deutschen Kunstwissenschaft verwendet wird, gibt es umstrittene Versuche, die Ersatzbezeichnung „internationale Gotik“ einzuführen. Diese entspringt der Feststellung, dass der &amp;#039;&amp;#039;weiche Stil&amp;#039;&amp;#039; einem regen internationalen Austausch von Formen und Idee und einer in der Geschichte Europas bis dahin einmaligen Einheitlichkeit unterworfen war. Die von der tschechischen Kunstforschung ausgehende Bezeichnung „schöner Stil“ ist ein weiteres Synonym für den &amp;#039;&amp;#039;weichen Stil&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „schöne Madonna“ wird sowohl Pinder (1923) als auch A. Stix zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;4&amp;quot; widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;200px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:André Beauneveu 002.jpg|Madonna aus den &amp;#039;&amp;#039;[[Très Belles Heures de Notre-Dame]]&amp;#039;&amp;#039; eines unbekannten Künstlers (um 1402)&lt;br /&gt;
Datei:Hallgartener Madonna mit der Scherbe Schrötermuttergottes Schöne Hallgartenerin Rheingau (2).jpg|„Schöne Hallgartenerin“ (um 1415) in der Pfarrkirche [[Mariä Himmelfahrt (Hallgarten)|Mariä Himmelfahrt]] in Hallgarten im Rheingau&lt;br /&gt;
Datei:Meister Francke 005.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Frauen unter dem Kreuz&amp;#039;&amp;#039; aus dem Thomasaltar von [[Meister Francke]] (um 1424)&lt;br /&gt;
Datei:Veringenstadt - Altstadt - St.-Nikolaus-Kirche - Muttergottes-Figur von 1430.jpg|Muttergottes (ca. 1430) in [[St. Nikolaus (Veringenstadt)|St. Nikolaus]] in Veringenstadt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Clasen]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Meister der Schönen Madonnen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin / New York 1974. &lt;br /&gt;
** [[Robert Suckale]]. In: &amp;#039;&amp;#039;Kunstchronik&amp;#039;&amp;#039; 1976, S. 244–255.&lt;br /&gt;
** In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 1978, S. 61–92.&lt;br /&gt;
* Burkhard Kunkel: &amp;#039;&amp;#039;Die Stralsunder Junge-Madonna als Ebenbild der Schönen Madonna von Thorn? – Überlegungen zur Herkunft eines Marienbildes aus Stralsunder Perspektive&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gerhard Eimer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Terra sanctae Mariae. Mittelalterliche Bildwerke der Marienverehrung im Deutschordensland Preußen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen.&amp;#039;&amp;#039; Band 7). Bonn 2009, S. 257–278.&lt;br /&gt;
* NN: &amp;#039;&amp;#039;Weicher Stil&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schöne Madonnen.&amp;#039;&amp;#039; In: Harald Olbrich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1991, ISBN 3-423-05906-0.&lt;br /&gt;
* NN: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_9601.html Weicher Stil]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8035.html Schöne Madonna].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das grosse Kunstlexikon von P. W. Hartmann.&amp;#039;&amp;#039; Hartmann, Sersheim 1997, ISBN 3-9500612-0-7.&lt;br /&gt;
* [[Anton Legner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Parler und der Schöne Stil. Europäische Kunst unter den Luxemburgern.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände. Ausstellungskatalog. Schnütgen-Museum, Köln 1978.&lt;br /&gt;
* [[Michael Viktor Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Höfische Skulptur im 14. Jahrhundert. Entwicklungsphasen und Vermittlungswege im Vorfeld des weichen Stils&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Manuskripte für Kunstwissenschaft in der Wernerschen Verlagsgesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1986. ISBN 978-3-88462-905-5.&lt;br /&gt;
* Ulrich Söding: &amp;#039;&amp;#039;Schöne Madonnen. Standbilder und Sitzfiguren.&amp;#039;&amp;#039; München 2008.&lt;br /&gt;
* Robert Suckale (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schöne Madonnen am Rhein.&amp;#039;&amp;#039; Ausstellungskatalog. Seemann, Leipzig 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Soft style (Gothic art)|Weicher Stil}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134184-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunststil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Malerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Skulptur|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maria (Bildende Kunst)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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