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	<title>Weiblichkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weiblichkeit&amp;diff=111324&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Weiblichkeit im kulturübergreifenden Raum */ BKL Fix</title>
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		<updated>2026-04-21T09:32:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weiblichkeit im kulturübergreifenden Raum: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:VenusWillendorf.jpg|mini|[[Venus von Willendorf]], um 25.000 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weiblichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seltener &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fraulichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Femininität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feminität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Adjektiv]]: &amp;#039;&amp;#039;feminin&amp;#039;&amp;#039;), umfasst kulturell und gesellschaftlich der [[Frau]] zugeschriebene Eigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das Wort ‚Weiblichkeit‘&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm-Weiblichkeit&amp;quot;&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Weiblichkeit |Wortart=f. |Band=28 |Sp=438 |lemid=W12775}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist schon seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bezeugt (spät[[Mittelhochdeutsch|mhd.]] &amp;#039;&amp;#039;wîplicheit&amp;#039;&amp;#039;) und in seiner Ursprungsbedeutung nach Grimm {{&amp;quot; |Charakter, Eigenschaft als Frau}}, synonym zu einem noch älteren [[althochdeutsch]]en &amp;#039;&amp;#039;wîbheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm-Weibheit&amp;quot;&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Weibheit |Wortart=f. |Band=28 |Sp=420 |lemid=W12762}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ‚weibliche Wesensart‘, beide zum Wort &amp;#039;&amp;#039;[[Weib]],&amp;#039;&amp;#039; dem ursprünglichen Allgemeinbegriff der Frau. Letzteres wird im Laufe des Mittelalters in der Hochsprache zunehmend [[Pejoration|pejoriert]] (nicht aber in vielen Dialekten), während die eigenschaftszeigende ‚-lich‘-Bildung insgesamt ihren neutralen Charakter bewahrt. ‚Fraulichkeit‘ ist eine Ersatzbildung jüngeren Datums, und gehobeneren Stils ‚feminin‘ aus dem Französischen &amp;#039;&amp;#039;féminin&amp;#039;&amp;#039; (zu {{laS|femina}} ‚Frau‘) ist erst über die Modesprache des vorvorigen Jahrhunderts ins Deutsche übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Näheres zum Begriffsfeld ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Innerhalb [[Binäre Geschlechterordnung|binärer Geschlechterordnungen]] steht Weiblichkeit als Begriff (oder [[Schlagwort (Sprachwissenschaft)|Schlagwort]]) dem Begriffspol „[[Männlichkeit]]“ gegenüber; entweder &amp;#039;&amp;#039;konträr&amp;#039;&amp;#039; (dann gibt es Zwischenformen) oder &amp;#039;&amp;#039;[[Kontradiktion|kontradiktorisch]]&amp;#039;&amp;#039; (dann schließt Eines das Andere aus: Was „nichtweiblich“ ist, ist dann immer „männlich“). Weiblichkeit ist wie Männlichkeit ein kulturell-ideologisch verdichtetes Verständnis. Die über Weiblichkeit „den“ Frauen zugeschriebenen Eigenschaften unterliegen unter anderem dem kulturellen und sozialen Wandel; manchmal werden sie mit den [[Biologie|biologisch]] weiblichen Merkmalen als verbunden angesehen (vgl. [[Weibchen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuschreibungen an geschlechtsspezifisch weiblichen Eigenschaften, Aufgaben und Neigungen (und damit einhergehende ökonomische und politische Geschlechterverhältnisse) waren historisch in vielen, insbesondere in antiken [[Patriarchat (Soziologie)|androkratischen]] Gesellschaften verbreitet und erklärt durch Philosophien, unter Weiblichkeit gefaßte Eigenschaften seien infolge des Geschlechts naturgegeben (oder sogar „göttlich gewollt“). Während diesen alten Konstruktionen im westlichen Kulturraum des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zunächst entgegenstellt wurde, dass geschlechtsspezifische Eigenschaften und [[Disposition (Medizin)|Dispositionen]] [[sozialisation]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;bedingt &amp;lt;/nowiki&amp;gt;entwickelt werden, wird heute der biologischen Weiblichkeit &amp;#039;&amp;#039;([[Weibliches Geschlecht|sex]]&amp;#039;&amp;#039;) die neue Konstruktion der sozialen Weiblichkeit als gesellschaftlich konstituiertes Geschlecht im Geschlechterverhältnis (&amp;#039;&amp;#039;[[gender]]&amp;#039;&amp;#039;) gegenübergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gender Studies ===&lt;br /&gt;
Verschiedene Religionen, Weltanschauungen und gesellschaftswissenschaftliche Positionen gehen gleichwohl von unterschiedlichsten [[Modell]]en aus; verschiedene politische Systeme begründeten ihre Politikentwürfe zu gesellschaftlichen Geschlechterordnungen und -verhältnissen entsprechend ihrer jeweiligen normativen (legislativen wie judikativen) Zuschreibung von weiblichen Pflichten und weiblichen Rechten unterschiedlich (vgl. beispielsweise für Deutschland die [[Frauen im Nationalsozialismus|nationalsozialistische]], die [[Frauen- und Familienpolitik der DDR|DDR-]]&amp;lt;!--die Annahme, vorhandene Geschlechterunterschiede seien lediglich als Erbe des Kapitalismus anzusehen und würden sich gleichsam mit der Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln und deren Übernahme durch die herrschende Arbeiterklasse im Sozialismus von selbst auflösen--&amp;gt;, verschiedene [[Feminismus|feministische]] Ansätze, aktuelle [[Androzentrismus|androzentrische]] oder [[Geschlechterdemokratie|geschlechterdemokratische]] [[Geschlechterpolitik]]en). Die [[Geschlechtersoziologie]] sowie die &amp;#039;&amp;#039;[[Gender Studies]]&amp;#039;&amp;#039; verschiedener gesellschaftswissenschaftlicher Disziplinen beschäftigen sich mit diesen feministisch geprägten Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== FLINT ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|FLINTA*}}&lt;br /&gt;
Als Erweiterung des Begriffs „Frau“ wird im feministischen Zusammenhängen die Abkürzung „FLINT“ verwendet (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;F&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rauen, [[Lesbisch|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;esben]], [[Intersexualität|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ntergeschlechtliche]], [[Nichtbinäre Geschlechtsidentität|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ichtbinäre]] und [[Transgender|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;T&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ransgender]]), auch mit [[Gendersternchen#Trans-Sternchen|Trans-Sternchen]] für weitere Identitäten: FLINT*.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OettlerAnika2021&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anika Oettler |Titel=Gender und der überfrachtete kolumbianische Frieden |Sammelwerk=Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung |Datum=2021-01 |DOI=10.1007/s42597-020-00056-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere wird die Bezeichnung verwendet, um Zielgruppen von Veranstaltungen oder von [[queer]]er [[Sexarbeit]] zu beschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BrownMary2020&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mary Brown |Titel=Hope in the Hambach; A case study on the interplay between human and nature entanglements, eco-activism, and future making, as sustained by tools of direct democracy and hope within the Hambi Bleibt occupation |Sammelwerk=Faculty of Social and Behavioural Sciences Theses |Datum=2020 |Seiten=2, 11 |Online=https://dspace.library.uu.nl/handle/1874/400017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bettina Martetschläger |Titel=Queer_ing Sex_work |Sammelwerk=University of Vienna. Fakultät für Sozialwissenschaften |Datum=2018 |Seiten=13 |DOI=10.25365/thesis.55461}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 2022 erklärt das &amp;#039;&amp;#039;Queer-Lexikon&amp;#039;&amp;#039; der Berliner Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]:&amp;#039;&amp;#039; „Der Begriff FLINTA* wird oftmals verwendet, um deutlich zu machen, wer in bestimmten Räumen und bei bestimmten Veranstaltungen willkommen ist.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;TAGESSPIEGEL 2022-03-03&amp;quot;&amp;gt;Jasmin Ehbauer: [https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/das-queer-lexikon-was-bedeutet-flinta/28127346.html &amp;#039;&amp;#039;Das Queer-Lexikon: Was bedeutet FLINTA*?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 3. März 2022, abgerufen am 4. März 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung steht unter anderem in Konkurrenz mit der Schreibweise „[[Gendersternchen#Genderstern bei „Frauen*“|Frauen*]]“, bei der das Trans-Sternchen auch weibliche [[Geschlechtsidentität]]en im Allgemeinen einbeziehen will.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HahmannKnobloch2020&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julia Hahmann, Ulrike Knobloch, Melanie Kubandt, Anna Orlikowski, Christina Plath |Titel=Geschlechterforschung in und zwischen den Disziplinen: Gender in Soziologie, Ökonomie und Bildung |Verlag=Verlag Barbara Budrich |Datum=2020 |ISBN=978-3-8474-1484-1 |Seiten=31 |Online={{Google Buch |BuchID=cuPvDwAAQBAJ}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologie ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Psychologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen #Biologie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Biologie]] wird „Weiblichkeit“ als „die Zugehörigkeit zum [[Weibliches Geschlecht|weiblichen Geschlecht]]“ im Sinne eines von zwei Geschlechtern verstanden, die anhand von Körperlichkeiten, Blütenformen u.&amp;amp;nbsp;a. historisch durch die Biologie selbst und einzelne ihrer Vertreter definiert wurden, oder über die Produktion weiblicher [[Gamet]]en, welche bei [[Vielzellige Tiere|vielzelligen Tieren]] in der Regel mit dem Legen von Eiern oder der Geburt von Nachwuchs einhergeht. [[Zoologie|Zoologisch]] vgl. [[Weibchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher, noch vor der wissenschaftlichen Erkenntnis von den Geschlechtsunterschieden bei Pflanzen im 17. Jahrhundert,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emil Werth]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie alt ist die Erkenntnis der Sexualität der Pflanzen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte der deutschen Botanischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 47, 1929, S. 608–613.&amp;lt;/ref&amp;gt; nämlich 1694,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Jacob Camerarius]]: &amp;#039;&amp;#039;De sexu plantarum epistola.&amp;#039;&amp;#039; 1694.&amp;lt;/ref&amp;gt; unterschied man gelegentlich weibliche und männliche Pflanzen(arten), wobei meist die Wuchsform ausschlaggebend war. So unterschied man geschlechtlich bei der ohnehin „anthropomorphen“ [[Gemeine Alraune|Mandragora]]. Auch unterschied man Geschlechter nach Farben, wie beim Gauchheil, der rotblühend ([[Acker-Gauchheil]]) als männlich und blaublühend (Variante bzw. [[Blauer Gauchheil]], lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Anagallis femina&amp;#039;&amp;#039;, noch heute &amp;#039;&amp;#039;Anagallis foemina&amp;#039;&amp;#039; genannt) als weiblich beschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 45–48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit langem in der Biologie bekannt sind Zweigeschlechtlichkeit eines Lebewesens (siehe [[Hermaphroditismus]]), nicht-bipolare Geschlechtszuordnungen u.&amp;amp;nbsp;ä. Manches als weiblich bzw. männlich gesehene Verhalten lässt sich unter biologischen Interpretationen auf hormonelle Unterschiede bei Männern und Frauen zurückführen. So ergab eine Metastudie der &amp;#039;&amp;#039;[[University of California]]&amp;#039;&amp;#039;, dass bei Menschen und Tieren unter [[Stress]] [[Oxytocin]] freigesetzt wird, das eine beruhigende, beziehungsfördernde Wirkung hat. Das weibliche Hormon [[Östrogen]] verstärkt diese Wirkung, während das männliche Hormon [[Testosteron]] die Oxytocin-Wirkung abschwächt, was bei Männern eher zu den typischen Stressreaktionen wie [[Aggressivität]] oder Flucht führt, während Frauen unter Stress eher betreuende Funktionen oder soziale Bindungen verstärken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.johnupdegraff.net/pdf/TKLGGU-00.pdf |text=Shelley E. Taylor: &amp;#039;&amp;#039;Biobehavioral Responses to Stress in Females: Tend-and-Befriend, not Fight-or-Flight&amp;#039;&amp;#039;, Psychological Review, 2000, Vol. 107, No. 3, 411-429 |wayback=20070927224023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Soziobiologie]] werden Geschlechterunterschiede mit den unterschiedlich hohen Investitionen in den Nachwuchs erklärt. Frauen investieren mehr in ihren Nachwuchs als Männer. Demzufolge könnte sich ein weibliches Verhalten entwickelt haben, das eher eine hohe „Qualität“ einiger weniger Nachkommen gegenüber einer hohen Anzahl an Nachkommen favorisiert, also ein sexuell wählerisches Verhalten und Bevorzugung verpflichtender Beziehungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard A. Lippa |Hrsg= |Titel=Gender, Nature, and Nurture |Auflage=2. |Verlag=Routledge |Ort= |Datum=2005 |ISBN=1-4106-1294-5 |Seiten=88 |DOI=10.4324/9781410612946}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziologie und Sozialpsychologie ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Soziologie|Soziologisch]] bzw. [[Sozialpsychologie|sozialpsychologisch]] gesehen kommt biologischen und sozialen Geschlechterfaktoren eine gleich große Bedeutung zu, wobei man teilweise den gesellschaftlichen Erwartungen an [[Geschlechtsrolle]]nkonformität (vgl.: [[Soziale Rolle]]) einen größeren Einfluss zumisst. Als &amp;#039;&amp;#039;weiblich,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;fraulich&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;feminin&amp;#039;&amp;#039; gelten die – und nur die – Frauen, die den [[Vorstellung]]en des jeweiligen soziokulturellen Umfeldes von „Weiblichkeit“ entsprechen. Auf diese Weise entstehen [[Paradoxon|Paradoxa]] wie das Attribut „unweibliche Frau“ oder der Begriff „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mannweib&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;!--fett wegen Weiterleitung hierher--&amp;gt;. Da es für manche Menschen schwer ist, zu verstehen, dass sich Menschen nicht in dieses binäre Raster einteilen lassen, werden Erklärungen für nicht-konforme Frauen (und Männer) in der Biologie gesucht. Die Nicht-Konformität des Genders mit dem biologischen Geschlecht wird zumeist negativ bewertet. Ein Beispiel ist die Vorstellung der „[[Virago]]“, mit welchem Frauen diffamiert werden, welche körperlich oder durch ihr Verhalten nicht der „Weiblichkeitsnorm“ entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Weiblichkeit“ bedeutet auch die [[Projektion (Psychoanalyse)|Projektion]] eines Bündels von [[Soziale Norm|Normen]], die von der [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] oder Gruppen einer Gesellschaft für [[Mädchen]] und Frauen gesetzt werden. Wie andere Normen kann man sie für sich zum Beispiel auch anders [[Definition|definieren]], sich mit ihnen sogar vollkommen [[Identität#Personale Identität|identifizieren]] oder sie ganz ablehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Normen bezüglich der Weiblichkeit betreffen Aussehen, Verhalten, Fähigkeiten, Bedürfnisse, Rechte und Funktionen in der Gesellschaft usw. und leiten sich aus den Geschlechtermodellen, bei Menschen weiblichen Geschlechts dem Frauenbild usw. ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Weiblichkeit“ unterliegt dem [[Sozialer Wandel|sozialen Wandel]] – so wie auch die Vorstellungen von [[Männlichkeit]] einem Wandel unterliegen (vgl. [[Zeitgeist]]). So werden in den letzten Jahrzehnten seit der [[68er-Bewegung]] so genannte [[Androgynie|androgyne]] Ausdrucks- und Verhaltensweisen von Frauen in der westlichen Welt geduldet und teilweise anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Soziologe]] [[Ferdinand Tönnies]], der die [[Frauenbewegung]] begrüßt hat, hielt in &amp;#039;&amp;#039;[[Gemeinschaft und Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; 1887 die Beobachtung fest, dass gerade zu seiner Zeit, aber auch sonst in vielen Kulturen das „[[Weibliches Geschlecht|Weibliche]]“ der „[[Gemeinschaft]]“, das „[[Männlichkeit|Männliche]]“ der „[[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]]“ zugeordnet wird. Die frühe deutsche [[Soziologie]] umging das Thema größtenteils, ungeachtet subtiler Beiträge z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Georg Simmel]]. &amp;lt;!-- Quelle? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1960er Jahre untersuchte [[Betty Friedan]] (USA) in ihrem Werk &amp;#039;&amp;#039;Der Weiblichkeitswahn&amp;#039;&amp;#039; die Produktion und Reproduktion traditioneller Frauen- und Mutterrollen beispielsweise durch [[Werbung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Die männliche Herrschaft&amp;#039;&amp;#039; beschreibt der französische Soziologe [[Pierre Bourdieu]] 1998 den langwährenden Prozess der &amp;#039;&amp;#039;Vergesellschaftung des Biologischen und der Biologisierung des Gesellschaftlichen in den Körpern und in den Köpfen&amp;#039;&amp;#039;. Demnach sind die Geschlechter vergesellschafteter [[Habitus (Soziologie)|Habitus]]. Weiblichkeit ist konstruiert und wird durch symbolische Wege der Kommunikation und Machtausübung sowie durch Anerkennung männlicher Dominanz [[Perpetuierung|perpetuiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Vorstellung von „Weiblichkeit“ ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiblichkeit im westlichen Kulturraum ===&lt;br /&gt;
Als Nachwirkung der [[Frauenbewegung]] kann man heute nur noch begrenzt von einem „bestimmenden Rollenbild“ sprechen. Überblicksweise kann man folgende Ansichten im Kulturraum Mitteleuropas als weit verbreitete Vorurteile über das, was „besonders weiblich“ sei, aufführen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Konformität]] mit dem jeweils (oft nur teilweise) geltenden Schönheitsideal.&lt;br /&gt;
* Konformität mit dem gesellschaftlich erwarteten [[Geschlechterrolle|Geschlechtsrollenverhalten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber tritt, im Gegensatz zu den meisten anderen Kulturen, seit dem 20. Jahrhundert „Fruchtbarkeit“ zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiblichkeit im Islam ===&lt;br /&gt;
==== Zur theologischen Grundlegung ====&lt;br /&gt;
Der [[Koran]] erkennt die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau (&amp;#039;&amp;#039;Fürwahr, eure Aufgabe ist in der Tat verschieden.&amp;#039;&amp;#039; [[Sure 92]]:4) und betont die Unterordnung der Frau unter den Mann (&amp;#039;&amp;#039;Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben.&amp;#039;&amp;#039; [[Sure 4:34]], &amp;#039;&amp;#039;Doch die Männer stehen eine Stufe über ihnen.&amp;#039;&amp;#039; Sure 2:228). Zu der Unterschiedlichkeit gehört, dass es Aufgabe der Frau sei, Nachwuchs zu gebären (&amp;#039;&amp;#039;Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch; darum bestellt euer Saatfeld wie ihr wollt.&amp;#039;&amp;#039; [[Sure 2]]:223), während der Mann für den Unterhalt zuständig ist. [[Soziale Sanktion]]en gegen Ehefrauen werden gerechtfertigt (&amp;#039;&amp;#039;Und jene, deren [[Widerspenstigkeit]] ihr befürchtet: Ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!&amp;#039;&amp;#039; Sure 4:34).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Interpretationen des Korans und der betreffenden, erklärenden Hadithe sind feministischer, wenn auch ohne Frau und Mann gleichzustellen. So wird das Wort &amp;#039;&amp;#039;ḍaraba&amp;#039;&amp;#039; in Sure 4:34 nach neuer Auslegung nicht mehr nur als „schlagen“ übersetzt, sondern beispielsweise auch als „fortgehen“, „trennen“ oder „schmerzlos klappsen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.al-sakina.de/inhalt/artikel/frauen_islam/4_34/4_34.html al-sakina.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Wertingen/Lokalnachrichten/Artikel,-Der-Koran-verbietet-das-Verpruegeln-aber-er-erlaubt-Schlagen-als-Signal-_arid,1328448_regid,16_puid,2_pageid,4506.html augsburger-allgemeine.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.womeninislam.ws/de/islam_sorgt_fur_die_frau_als_mutter.aspx womeninislam.ws]&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus werden insbesondere Hadithe mit feministischer Aussage betont. („Das Paradies liegt zu Füßen der Mütter“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.womeninislam.ws/de/islam_sorgt_fur_die_frau_als_mutter.aspx womeninislam.ws]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reale Kulturdifferenzen ====&lt;br /&gt;
In der Realität weitgehend islamischer Gesellschaften gibt es durchaus unterschiedliche [[Soziale Rolle|Frauenrollen]], wenn man sich vergleichend z.&amp;amp;nbsp;B. Algerien, dem nördlichen Teil Nigerias, Saudi-Arabien, Pakistan oder Indonesien zuwendet. Auch innerhalb einzelner Staaten – etwa Ägypten – finden sich große Differenzen zwischen einer Weltstadt wie Kairo und den [[Beduinen]] der Wüste. Diese Differenzen sind auch in anderen [[Kulturkreis]]en auffindbar, etwa Nordeuropas oder Chinas, wenngleich mit anderen sozialen Differenzierungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kritik des islamischen Feminismus am westlichen Feminismus ====&lt;br /&gt;
Die wesentliche Kritik des islamischen [[Feminismus]] am westlichen Feminismus ist dessen Postulierung einer Gleichheit zwischen Mann und Frau, die es so gar nicht gebe, und die in der Praxis nur dazu führe, dass Frauen an männlichen Maßstäben gemessen würden (z.&amp;amp;nbsp;B. Erfolg im Beruf und [[Karriere]]). Solche Kritik ähnelt einigen christlichen oder konservativen Standpunkten im &amp;#039;Westen&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiblichkeit im kulturübergreifenden Raum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sex differences in personality.R.png|mini|Normative Unterschiede der Persönlichkeit in den 16 grundlegenden Persönlichkeitsfaktoren nach dem Modell von [[Raymond Bernard Cattell]]. (Basierend auf Daten von M. Del Giudice, T. Booth, &amp;amp; P. Irwing, 2012&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marco Del Giudice, Tom Booth, Paul Irwing |Titel=The Distance Between Mars and Venus: Measuring Global Sex Differences in Personality |Sammelwerk=PLOS ONE |Band=7 |Nummer=1 |Datum=2012-01-04 |ISSN=1932-6203 |Seiten=e29265 |DOI=10.1371/journal.pone.0029265 |PMC=3251566 |PMID=22238596 |bibcode=2012PLoSO...729265D}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Psychologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen #Psychologische Merkmale}}&lt;br /&gt;
Verschiedene [[Metaanalyse|Meta-Studien]] konnten kulturübergreifende Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Verhalten feststellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Patriarchat (Soziologie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Simone de Beauvoir]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das andere Geschlecht]]&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1988, ISBN 3-499-16621-6.&lt;br /&gt;
* [[Silvia Bovenschen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die imaginierte Weiblichkeit. Exemplarische Untersuchungen zu kulturgeschichtlichen und literarischen Präsentationsformen des Weiblichen&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1979.&lt;br /&gt;
* [[Pierre Bourdieu]]: &amp;#039;&amp;#039;Die männliche Herrschaft&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005.&lt;br /&gt;
* [[Judith Butler]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Körper von Gewicht]]. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1995.&lt;br /&gt;
* Judith Butler: &amp;#039;&amp;#039;Das Unbehagen der Geschlechter&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991.&lt;br /&gt;
* [[Hélène Cixous]]: &amp;#039;&amp;#039;Weiblichkeit in der Schrift&amp;#039;&amp;#039;. Merve, Berlin 1980.&lt;br /&gt;
* [[Jacques Derrida]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschlecht. Sexuelle Differenz, ontologische Differenz&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1988.&lt;br /&gt;
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* [[Edith Saurer]]: &amp;#039;&amp;#039;Liebe, Geschlechterbeziehungen und Feminismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Homme. Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. 8. Jahrgang. Heft 1, 1997, S. 6ff.&lt;br /&gt;
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* Nicole Wachter: &amp;#039;&amp;#039;Interferenzen. Genderforschung&amp;#039;&amp;#039;. Passagen, Wien 2001, ISBN 3-85165-506-0.&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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