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	<title>Weißspitzen-Riffhai - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T18:56:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wei%C3%9Fspitzen-Riffhai&amp;diff=1999033&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-08-18T17:36:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Weißspitzen-Riffhai&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Triaenodon obesus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Eduard Rüppell|Rüppell]], 1837)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Triaenodon&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Johannes Müller (Mediziner)|Müller]] &amp;amp; [[Jakob Henle|Henle]], 1838&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Requiemhaie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Carcharhinidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Grundhaie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Carcharhiniformes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Galeomorphii&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Haie&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Selachii&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Teilklasse&lt;br /&gt;
| Bild             = White tip reef shark, Triaenodon obesus in a cave at Shaab Marsa Alam, Red Sea, Egypt -SCUBA (6337742724).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Weißspitzen-Riffhai vor [[Marsa Alam]] im [[Rotes Meer|Roten Meer]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weißspitzen-Riffhai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Triaenodon obesus&amp;#039;&amp;#039;) ist die einzige [[Art (Biologie)|Art]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Triaenodon&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der [[Requiemhaie]] (Carcharhinidae). Es handelt sich um einen mittelgroßen Hai mit einer durchschnittlichen Körperlänge von etwa 1,50 Meter. Der Weißspitzen-Riffhai ist gekennzeichnet durch einen schlanken Körper mit einem breiten Kopf, charakteristisch sind zudem deutlich ausgebildete Hautlappen neben den Nasenlöchern, große ovale Augen mit vertikalen Pupillen sowie die namensgebende weiße Färbung der Spitzen der [[Rückenflosse]]n und der [[Schwanzflosse]]. Dabei handelt es sich um einen der häufigsten Haie in den [[Korallenriff]]en des [[Indopazifik]], mit einem Verbreitungsgebiet, das westlich bis [[Südafrika]] und östlich bis an die Küste [[Zentralamerika]]s reicht. Er lebt vor allem in klarem Wasser nahe dem Meeresboden in Wassertiefen von 8 bis 40 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als andere Requiemhaie können Vertreter dieser Art auf dem Meeresboden ruhen. Während des Tages ruhen Weißspitzen-Riffhaie die meiste Zeit in Riffhöhlen und -spalten. Nachts jagen diese Haie in Gruppen nach [[Knochenfische]]n, [[Krebstiere]]n und [[Kopffüßer]]n. Ihr langgezogener Körper erlaubt es ihnen, in engen Spalten und Löchern nach versteckten Beutetieren zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißspitzen-Riffhaie sind ortstreu; einzelne Individuen können sich innerhalb eines Riffgebietes über Monate oder Jahre aufhalten oder regelmäßig in diese Gebiete zurückkehren. Die Art ist lebendgebärend ([[Viviparie|vivipar]]). Bei den wenigen bislang beobachteten Paarungen verfolgte das Männchen das fruchtbare Weibchen und versuchte, die Brustflossen des Weibchens zu greifen und es in eine Paarungsposition zu manövrieren. Die Weibchen bringen nach einer Tragzeit von 10 bis 13 Monaten 1 bis 6 Junghaie zur Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der hellen Flossenspitzen wird die Art manchmal mit dem [[Silberspitzenhai]] verwechselt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://marviva.net/wp-content/uploads/2021/10/Whitetip-reef-shark-English.pdf Whitetip reef shark]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gelegentlich verwendete deutsche Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Riff-Weißspitzenhai&amp;#039;&amp;#039; und der wörtlich gleichbedeutende französische Name &amp;#039;&amp;#039;Requin pointes blanches de récif&amp;#039;&amp;#039; stehen beide für den Silberspitzenhai.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fishbase.se/ComNames/858 Common names of Carcharhinus albimarginatus]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Whitetip reef shark.JPG|mini|Weißspitzen-Riffhai]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Whitetip reef shark head.JPG|mini|Der Kopf eines Weißspitzen-Riffhais in Nahaufnahme mit deutlicher schaufelförmiger Schnauze, ovalen Augen und deutlichen Hautlappen im Bereich der Nasenlöcher.]]&lt;br /&gt;
Der Weißspitzen-Riffhai ist ein vergleichsweise kleiner Requiemhai, der nur selten eine Körperlänge von 1,60 Meter überschreitet. Die maximale Körperlänge wird in der Regel mit 2,10 Meter angegeben, wobei diese auf der Abschätzung einer Sichtung basiert und zweifelhaft sein kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt; Das nachgewiesene Maximalgewicht lag bei 18,3 Kilogramm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fishbase&amp;quot;&amp;gt;{{fishbase|g=Triaenodon|s=obesus}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Hai hat einen schlanken Körper mit einem kurzen und breiten Kopf, die Schnauze ist abgeflacht und gerundet. Die Rückenfarbe ist grau bis bräunlich mit einer individuellen Zeichnung aus schwarzen Flecken, der Bauch ist weiß. Die Spitzen der ersten Rückenflosse und des oberen Schwanzflossenlobus, manchmal auch die der zweiten Rückenflosse und des unteren Schwanzflossenlobus, sind leuchtend weiß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der Nasenlöcher befinden sich verlängerte, [[Barteln|bartelähnliche]] Hautlappen. Die Augen sind klein und oval mit senkrechter Pupille und deutlichen Stegen über den Augen; häufig befindet sich hinter den Augen ein kleiner, deutlicher Knoten. Das Maul ist deutlich abwärts gebogen, wodurch der Hai einen „grimmigen Ausdruck“ bekommt, und besitzt kurze Gruben in den Mundwinkeln. Das Gebiss besteht im Oberkiefer aus 42 bis 50 und im Unterkiefer aus 42 bis 48 Zähnen, wobei jeder Zahn eine einzelne schmale und ungezähnte, glatte Mittelspitze besitzt, die beidseitig von deutlich kleineren Seitenspitzen flankiert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt; Wie bei anderen Haien liegen hinter diesen Zähnen weitere Zahnreihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste der beiden Rückenflossen liegt vergleichsweise weit hinten und damit näher an den Bauchflossen als den Brustflossen. Die zweite Rückenflosse und die Afterflosse sind groß und haben eine Höhe von etwa der Hälfte bis Dreiviertel der Höhe der ersten Rückenflosse. Ein [[Interdorsalkamm]] zwischen beiden Rückenflossen ist nicht vorhanden. Die breiten, dreieckigen Brustflossen beginnen am oder kurz vor der 5. Kiemenspalte. Der untere Lobus der Schwanzflosse ist etwa halb so lang wie der obere, der eine deutliche Kerbe nahe dem oberen Ende aufweist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt; Die [[Placoidschuppe|Hautzähnchen]] sind klein und überlappen sich. Sie besitzen in der Regel sieben horizontale Schuppenkiele, wodurch die Haut eine samtglatte Oberfläche hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Carcharhinus]]&amp;#039;&amp;#039; und die meisten anderen Arten der [[Requiemhaie]] verfügt der Weißspitzen-Riffhai über ein [[Spritzloch]]. Während seine Verwandten durchgehend schwimmen müssen, damit die Kiemen von Wasser umspült werden, kann dieser Hai das Atemwasser in den Kiemenraum pumpen und so ruhig auf dem Meeresboden liegen. Durch das Spritzloch minimiert er dabei die Aufnahme von Sand durch das Maul.&amp;lt;ref&amp;gt;Jeremy Stafford-Deitsch: &amp;#039;&amp;#039;Red Sea Sharks&amp;#039;&amp;#039;, Trident Press 1999, S. 26 ([https://www.google.at/books/edition/Red_Sea_Sharks/0yDMbkKdt-oC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22reef+shark%22+%22spiracle%22&amp;amp;pg=PA26&amp;amp;printsec=frontcover Vorschau])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Triaenodon obesus distmap.png|mini|Verbreitungsgebiet des Weißspitzen-Riffhais]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Carcharhinus albimarginatus-shark.jpg|mini|Weißspitzen-Riffhai]]&lt;br /&gt;
Das Verbreitungsgebiet des Weißspitzen-Riffhais umfasst ein großes Gebiet des [[Indopazifik]]s. Es reicht im [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]] von [[KwaZulu-Natal]] in [[Südafrika]] über die ostafrikanische Küste bis zum [[Rotes Meer|Roten Meer]] und zum [[Indien|Indischen Subkontinent]] einschließlich der Gebiete um [[Madagaskar]], [[Mauritius]], die [[Komoren]], die [[Aldabra-Gruppe]], die [[Seychellen]], [[Sri Lanka]], die [[Malediven]] und den [[Chagos-Archipel]]. Im westlichen und Zentral[[Pazifischer Ozean|pazifik]] reicht es vom südlichen [[China]], [[Taiwan (Insel)|Taiwan]] und den [[Ryūkyū-Inseln]] bis nach Südostasien einschließlich der [[Philippinen]], [[Indonesien]] sowie der Nordküste [[Australien]]s. Außerdem lebt er im Bereich zahlreicher pazifischer Inselgruppen wie [[Melanesien]], [[Mikronesien]] und [[Polynesien]] bis nach [[Hawaii]] im Norden sowie die [[Pitcairninseln]] im Südosten. Im östlichen Pazifik ist er zudem in den Küstenregionen [[Costa Rica]]s bis [[Panama]] verbreitet, und eine Randpopulation lebt in der Region der Galapagosinseln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;&amp;gt;{{cite book |author=Compagno, L.J.V. |date=1984 |title=Sharks of the World: An Annotated and Illustrated Catalogue of Shark Species Known to Date |location=Rome |publisher=Food and Agricultural Organization |isbn=9251013845 |pages=535–538 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haie sind fast immer in [[Korallenriff]]en anzutreffen, wo sie vor allem im Bereich des Riffdachs und der vertikalen Riffhänge sowie über Sandbänken, in Lagunen und in der Nähe von Abhängen in tiefere Meeresbereiche leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hobson&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal | author=Hobson, E.S. | date=1963 | title=Feeding Behavior in Three Species of Sharks | journal=Pacific Science | volume=17 | pages=171–194 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie bevorzugen klares, sauberes Wasser und schwimmen selten sehr weit oberhalb des Meeresbodens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal | author=Randall, J.E. | title=Contribution to the Biology of the Whitetip Reef Shark (&amp;#039;&amp;#039;Triaenodon obesus&amp;#039;&amp;#039;) | journal=Pacific Science | date=1977 | volume=31 | issue=2 | pages=143–164 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei ist diese Art in Tiefen von 8 bis 40 Metern besonders häufig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt; Gelegentlich begeben sich einzelne Individuen in Flachwasserbereiche mit weniger als einem Meter Wassertiefe. Die maximale Tiefe, in der ein Weißspitzen-Riffhai bislang gefangen wurde, lag bei etwa 330 Metern im Bereich der Ryūkyū-Inseln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Triaenodon obesus guam.jpg|mini|Weißspitzen-Riffhaie (hier in einem Aquarium) verbringen einen großen Teil des Tages auf dem Meeresgrund liegend.]]&lt;br /&gt;
Der Weißspitzen-Riffhai ist neben dem [[Schwarzspitzen-Riffhai]] (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus melanopterus&amp;#039;&amp;#039;) und dem [[Grauer Riffhai|Grauen Riffhai]] (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus amblyrhynchos&amp;#039;&amp;#039;) eine der drei häufigsten Arten der Korallenriffe des Indopazifiks. Dabei überschneidet sich der Lebensraum der drei Arten stark, allerdings bevorzugt der Schwarzspitzen-Riffhai flache Meeresbereiche, während der Graue Riffhai häufig in den Randbereichen der Korallenriffe auftritt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt; Der Weißspitzen-Riffhai bewegt sich durch starke Schlängelbewegungen seines Körpers vorwärts und kann – anders als andere Requiemhaie – längere Zeit bewegungslos auf dem Meeresboden liegen, wobei er aktiv Atemwasser durch seine Kiemen pumpt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art ist weitgehend nachtaktiv und verbringt einen großen Teil des Tages ruhend in Höhlen liegend, wobei sie einzeln oder auch mit mehreren Individuen nebeneinander liegen können. Im Bereich um Hawaii ruhen sie häufig in unterseeischen Vulkanschloten, während sie bei Costa Rica auch offen auf Sandbänken liegen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;martin&amp;quot;&amp;gt;Martin, R.A. [http://elasmo-research.org/education/ecology/coral-whitetip.htm Coral Reefs: Whitetip Reef Shark]. ReefQuest Centre for Shark Research. Abgerufen am 7. August 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Alberto Siliotti u.&amp;amp;nbsp;a., &amp;#039;&amp;#039;Memofish Book – Die Fische des Roten Meeres&amp;#039;&amp;#039;, Geodia Verlag Verona, 2002, ISBN 88-87177-43-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißspitzen-Riffhaie sind ortstreu und einzelne Individuen können sich innerhalb eines Riffgebietes über Monate oder Jahre aufhalten oder regelmäßig in diese Gebiete zurückkehren. Nur selten schwimmen sie längere Strecken und lassen sich an anderen Stellen nieder. Durch eine Studie am [[Johnston-Atoll]] wurde ermittelt, dass sich innerhalb eines Zeitraums bis zu einem Jahr keiner der markierten Haie mehr als 3 Kilometer von dem Ort des ersten Fangs entfernt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt; Eine weitere Studie im [[Rangiroa]]-Atoll in [[Französisch-Polynesien]] konnte belegen, dass nach mehr als 3 Jahren etwa 40 % der gefangenen Haie noch immer im selben Riff lebten. Einzelne Individuen ruhen über Monate bis Jahre regelmäßig in derselben Höhle. Der Aufenthaltsbereich eines Weißspitzen-Riffhais umfasst tagsüber etwa 0,05&amp;amp;nbsp;km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; und nachts etwa 1&amp;amp;nbsp;km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;martin&amp;quot;/&amp;gt; Die Haie sind dabei nicht territorial und teilen ihr Aufenthaltsgebiet mit Artgenossen; Drohgebärden gegenüber diesen kommen nicht vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hobson&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Triaenodon obesus malaysia.jpg|mini|Der Weißspitzen-Riffhai lebt und jagt vor allem in Korallenriffen]]&lt;br /&gt;
Der Weißspitzen-Riffhai ernährt sich vor allem von kleinen Knochenfischen, die im Korallenriff leben. Dazu gehören vor allem [[Aale]], [[Soldaten- und Husarenfische]], [[Schnapper]], [[Riffbarsche]], [[Doktorfische]], [[Papageifische]], [[Drückerfische]] und [[Meerbarben]]. Außerdem jagt er nach [[Kopffüßer]]n und Krebstieren wie [[Langusten]] und [[Krabben]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt; Aufgrund seines schlanken und beweglichen Körpers ist der Hai in der Lage, sich in die Felsspalten und Höhlen des Riffs zu pressen und auf diese Weise Beutetiere zu erreichen, die für andere Riffhaie unerreichbar sind. Bei der Jagd im Freiwasser sind sie dagegen vergleichsweise ungeschickt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt; Der Hai reagiert sehr empfindlich auf [[Olfaktorische Wahrnehmung|olfaktorische]], akustische und auch elektrische Reize, die von seinen Beutetieren ausgehen, während seine optische Wahrnehmung vor allem der Fortbewegung und der Kontrastwahrnehmung dient.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hobson&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nelson, D.R. and R.H. Johnson. (1970). Acoustic studies on sharks: Rangiroa Atoll, July 1969. ONR Technical Report 2, No. N00014-68-C-0138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | author=Yano, K., H. Mori, K. Minamikawa, S. Ueno, S. Uchida, K. Nagai, M. Toda and M. Masuda | title=Behavioral response of sharks to electric stimulation | journal=Bulletin of Seikai National Fisheries Research Institute | date=2000-06 | volume=78 | pages=13–30 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist vor allem empfindlich bei der Wahrnehmung von Frequenzen im Bereich von 25 bis 100 Hertz, die beispielsweise von kämpfenden und zappelnden Fischen ausgehen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;martin&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißspitzen-Riffhaie jagen vor allem nachts, wenn die Beutefische ruhen und leicht zu erbeuten sind. Nach Einbruch der Dunkelheit durchkämmen Gruppen von Haien methodisch das Riff und brechen bei der Verfolgung von Beute auch Teile der Korallen ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ferrari&amp;quot;&amp;gt;{{cite book |author=Ferrari, A. and A. Ferrari |title=Sharks |publisher=Firefly Books |date=2002 |isbn=1552096297 |pages=186–187 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Haie jagen dabei nach denselben Beutetieren und versperren diesen jeden möglichen Fluchtweg aus den Riffspalten. Dabei jagt jeder Hai für sich und steht mit allen anderen in direkter Nahrungskonkurrenz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hobson&amp;quot;/&amp;gt; Anders als Schwarzspitzen- und Graue Riffhaie werden Weißspitzen-Riffhaie nicht aufgeregter, wenn sie mit mehreren Haien jagen, und bekommen keinen Fressrausch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hobson&amp;quot; /&amp;gt; Neben ihrer Nachtjagd erbeuten die Haie tagsüber ebenfalls Beutetiere, jagen jedoch nicht systematisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt; Vor [[Borneo]] halten sich Individuen dieser Art an Riffkanten auf, um Beutetiere aus den aufsteigenden Wasserströmen zu erbeuten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author=Bight, M. |title=The Private Life of Sharks: The Truth Behind the Myth |publisher=Stackpole Books |date=2000 |isbn=0811728757 |pages=123–124 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor [[Hawaii]] verfolgen sie [[Hawaii-Mönchsrobbe|Mönchsrobben]] (&amp;#039;&amp;#039;Monachus schauinslandi&amp;#039;&amp;#039;) und versuchen, ihnen ihre Beute zu entwenden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fressfeinde, Parasiten und Putzerorganismen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Scarface-tigershark.jpg|mini|Der [[Tigerhai]] ist einer der wichtigsten Fressfeinde des Weißspitzen-Riffhais]]&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Fressfeinde des Weißspitzen-Riffhais sind vor allem größere Haiarten wie der [[Tigerhai]] (&amp;#039;&amp;#039;Galeocerdo cuvier&amp;#039;&amp;#039;), der [[Galapagoshai]] (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus galapagensis&amp;#039;&amp;#039;) und wahrscheinlich auch der [[Silberspitzenhai]] (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus albimarginatus&amp;#039;&amp;#039;), obwohl diese in der Regel in größeren Wassertiefen als der Weißspitzen-Riffhai vorkommen. Ein Individuum mit einer Körperlänge von etwa 80 Zentimetern wurde zudem im Magen eines [[Dunkler Riesenzackenbarsch|Dunklen Riesenzackenbarsches]] (&amp;#039;&amp;#039;Epinephelus lanceolatus&amp;#039;&amp;#039;) gefunden; diese Fische sind aufgrund ihres seltenen Vorkommens allerdings keine signifikanten Feinde des Weißspitzen-Riffhais.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Parasit]]en des Weißspitzen-Riffhais wurden innerhalb der Krebstiere der [[Ruderfußkrebse|Ruderfußkrebs]] &amp;#039;&amp;#039;Paralebion elongatus&amp;#039;&amp;#039; und die parasitische Larve der [[Asseln|Assel]] &amp;#039;&amp;#039;Gnathia grandilaris&amp;#039;&amp;#039; nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bester&amp;quot;&amp;gt;Bester, C. [https://www.flmnh.ufl.edu/fish/Gallery/Descript/WTReefShark/WTReefShark.html Biological Profiles: Whitetip Reef Shark]. Florida Museum of Natural History Ichthyology Department. Abgerufen am 7. August 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | author=Coetzee, M., N.J. Smit, A.S. Grutter and A.J. Davies | title=A new gnathiid (Crustacea: Isopoda) parasitizing two species of requiem sharks from Lizard Island, Great Barrier Reef, Australia | journal=The Journal of Parasitology | date=2008-06 | volume=94 | issue=3 | pages=608–615 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ihrer Ruhepausen werden die Haie von verschiedenen [[Putzerfisch]]en wie den Jungfischen des [[Lippfische|Lippfischs]] &amp;#039;&amp;#039;[[Bodianus diplotaenia]]&amp;#039;&amp;#039; und der [[Grundeln|Grundel]] &amp;#039;&amp;#039;[[Elacatinus puncticulatus]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Ektoparasit]]en gereinigt. Darüber hinaus existiert ein Bericht über sieben Weißspitzen-Riffhaie, die sich mit offenem Maul und gespreizten Kiemen innerhalb eines Schwarms von nichtreinigenden [[Flohkrebse]]n aus der Gruppe der [[Hyperiidea]] befanden; es wird angenommen, dass diese üblicherweise für Putzerorganismen eingenommene Haltung durch die Bewegungen der Kleinkrebse stimuliert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | author=Whitney, N.M. and P.J. Motta | title=Cleaner host posing behavior of whitetip reef sharks (&amp;#039;&amp;#039;Triaenodon obesus&amp;#039;&amp;#039;) in a swarm of hyperiid amphipods | journal=Coral Reefs | volume=27 | issue=2 | date=2008-06 | pages=363 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
Wie die meisten Arten der Requiemhaie ist auch der Weißspitzen-Riffhai lebendgebärend ([[Viviparie|vivipar]]), wobei der [[Embryo]] nach dem Verbrauch des [[Dotter]]s im [[Uterus]] eine [[Dottersack-Plazenta]] zu dem Muttertier ausbildet. Auf diese Weise versorgt das Muttertier den Embryo weiterhin mit Nahrung bis zum Ende der Tragzeit. Die Weibchen haben nur einen funktionstüchtigen [[Eierstock]] sowie paarig zwei Ausführgänge mit entsprechend zwei Uteri. Der Reproduktionszyklus läuft zweijährig ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;robbins&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Triaenodon obesus whitetip reef shark.JPG|mini|Ein Weißspitzen-Riffhai in einer Riffhöhle]]&lt;br /&gt;
Bei der Paarung verfolgen bis zu fünf Männchen ein einzelnes Weibchen und beißen es in die Flossen und den Körper, um es festzuhalten. Wahrscheinlich werden die Männchen dabei durch ein [[Pheromon]] angelockt, das die Paarungsbereitschaft signalisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | author=Johnson, R.H. | title=Copulation and possible olfaction-mediated pair formation in two species of carcharhinid sharks | journal=Copeia | volume=1978 | issue=3 | pages=539–542 | date=1978 | doi=10.2307/1443626 | coauthors=Nelson |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedes Männchen versucht, mit dem Maul die Brustflossen des Weibchens zu greifen und es in eine Paarungsposition zu manövrieren. Dabei kommt es dazu, dass ein Weibchen zugleich von zwei Männchen an jeweils einer Flosse festgehalten wird. Sobald ein Männchen das Weibchen gepackt hat, sinkt das Paar zum Meeresboden ab und das (oder die) Männchen dreht einen seiner [[Klasper]]n, die männlichen Paarungsorgane, nach vorn. Dabei füllt es den angrenzenden Wassersack mit Seewasser, um die [[Spermium|Spermien]] in die weibliche Genitalöffnung spülen zu können. Das Männchen versucht nun, in Bauchkontakt mit dem Weibchen zu kommen; dieser wird häufig durch das Aufpressen des Weibchens auf den Meeresboden verhindert, wobei es sich um eine Form der Partnerwahl durch das Weibchen handeln könnte. Das Männchen hat nur eine begrenzte Zeit für die Kopulation, da es während der Zeit, in der es die Flosse des Weibchens im Maul behält, nicht atmen kann. Wenn das Weibchen der Paarung zustimmt, legen sich die Partner nebeneinander mit dem Kopf auf den Meeresboden und pressen ihre Körper gegeneinander, wobei die hintere Körperhälfte nach oben weist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;whitney et al&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal | author=Whitney, N.M., H.L. Pratt (Jr.) and J.C. Carrier | title=Group courtship, mating behaviour and siphon sac function in the whitetip reef shark, Triaenodon obesus | journal=Animal Behavior | date=2004 | volume=68 | pages=1435–1442 | doi=10.1016/j.anbehav.2004.02.018 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;tricas and le feuvre&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal | author=Tricas, T.C. and E.M. Le Feuvre | title=Mating in the reef white-tip shark Triaenodon obesus | journal=Marine Biology | volume=84 | pages=233–237 | date=1985 | doi=10.1007/BF00392492 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weibchen bringen nach einer Tragzeit von 10 bis 13 Monaten 1 bis 6 Junghaie zur Welt. Die Anzahl der Jungtiere ist dabei unabhängig von der Größe des Weibchens, und jedes Weibchen bringt im Laufe seines Lebens durchschnittlich 12 Junghaie zur Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;robbins&amp;quot;/&amp;gt; Die Geburt der Junghaie erfolgt im Bereich von Französisch-Polynesien vom Mai bis August (Herbst bis Winter), am [[Eniwetok]]-Atoll im Juli (Sommer) und um Australien im Oktober (Sommer).&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;robbins&amp;quot;/&amp;gt; Die Geburt erfolgt schwimmend, wobei sich das Weibchen stark verbiegt und dreht. Jedes Jungtier braucht nach Aquarienbeobachtungen weniger als eine Stunde für die Geburt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | author=Schaller, P. | title=Husbandry and reproduction of Whitetip reef sharks &amp;#039;&amp;#039;Triaenodon obesus&amp;#039;&amp;#039; at Steinhart Aquarium, San Francisco | journal=International Zoo Yearbook | volume=40 | issue=1 | pages=232–240 | date=2006 | doi=10.1111/j.1748-1090.2006.00232.x |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Junghaie sind 52 bis 60 Zentimeter lang und haben verglichen mit den ausgewachsenen Tieren relativ längere Schwanzflossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verglichen mit anderen Requiemhaien wächst diese Art nur sehr langsam. Die Neugeborenen wachsen etwa 16 Zentimeter im Jahr, während die geschlechtsreifen Tiere eine Wachstumsrate von 2 bis 4 Zentimeter pro Jahr haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt; Die Tiere werden mit etwa 1,1 Metern nach etwa 8 bis 9 Jahren geschlechtsreif; dabei können regionale Unterschiede vorkommen, und es wurden bereits geschlechtsreife männliche Tiere mit 0,85 Meter Körperlänge von den [[Malediven]] dokumentiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fowler et al&amp;quot;/&amp;gt; Im [[Great Barrier Reef]] bei Australien werden die Männchen bis 14 Jahre und die Weibchen bis 19 Jahre alt; das maximale Alter wird auf etwa 25 Jahre geschätzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;robbins&amp;quot;/&amp;gt; 2008 wurde ein Fall von potenzieller [[Asexuelle Fortpflanzung|asexueller Fortpflanzung]] aus dem Nyiregyhaza Centre in [[Ungarn]] berichtet; ältere Berichte von potenzieller asexueller Fortpflanzung bei Haien beziehen sich auf den [[Schaufelnasen-Hammerhai]] (&amp;#039;&amp;#039;Sphyrna tiburo&amp;#039;&amp;#039;), den [[Kleiner Schwarzspitzenhai|Kleinen Schwarzspitzenhai]] (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus limbatus&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | author=Holtcamp, W. | title=Lone Parents: Parthenogenesis in Sharks | journal=BioScience | volume=59 | issue=7 | pages=546–550 | date=2009 | doi=10.1525/bio.2009.59.7.3 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und den [[Weißgepunkteter Bambushai|Weißgepunkteten Bambushai]] (&amp;#039;&amp;#039;Chiloscyllium plagiosum&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | author=Kevin A. Feldheim, Demian D. Chapman, Doug Sweet, Seán Fitzpatrick, Paulo A. Prodöhl, Mahmood S. Shivji, Bob Snowden | title=Shark Virgin Birth Produces Multiple, Viable Offspring| journal=Journal of Heredity| volume=101| issue=3| pages=374–377| date=2010 | doi=10.1093/jhered/esp129 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution und Systematik ==&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche [[Erstbeschreibung]] des Weißspitzen-Riffhais erfolgte 1837 als &amp;#039;&amp;#039;Carcharias obsess&amp;#039;&amp;#039; durch den deutschen Naturforscher [[Eduard Rüppell]] in dessen Buch „Fische des Rothen Meeres“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot; /&amp;gt; Im gleichen Jahr wurde die Art von [[Johannes Müller (Mediziner)|Johannes Müller]] und [[Jakob Henle]] als einzige Art in die von ihnen beschriebene Gattung &amp;#039;&amp;#039;Triaenodon&amp;#039;&amp;#039; überstellt, deren Name sich von der dreizackartigen Zahnform des Hais ableitet (von [[Altgriechische Sprache|griech.]] {{lang|grc|τρίαινα}}, &amp;#039;&amp;#039;tríaina&amp;#039;&amp;#039; für „Dreizack“ und {{lang|grc|ὀδούς}}, &amp;#039;&amp;#039;odoús&amp;#039;&amp;#039; für „Zahn“). Da Rüppell keinen [[Holotypus]] festlegte, wurde 1960 ein 31 Zentimeter langes Exemplar, das vor [[Dschidda]] in [[Saudi-Arabien]] gefangen wurde, als [[Lectotyp]] bestimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemals in die Familie [[Triakidae]] eingeordnete Weißspitzen-Riffhai wird heute aufgrund anatomischer Merkmale von der überwiegenden Zahl der Autoren der Familie der [[Requiemhaie]] (Carcharhinidae) zugeordnet. Zu den kennzeichnenden Merkmalen gehören hierbei die vollausgebildete [[Nickhaut]], die sehr gut ausgebildete Grube vor der Schwanzflosse, der deutlich kleinere untere Schwanzflossenlobus sowie der Bau des Darms.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt; Auf der Basis von morphologischen und molekularbiologischen Merkmalen bildet der Weißspitzen-Riffhai wahrscheinlich ein [[Taxon]] mit den [[Zitronenhaie]]n (&amp;#039;&amp;#039;Negation&amp;#039;&amp;#039;) und den [[Schlitzaugenhaie]]n (&amp;#039;&amp;#039;Loxodon&amp;#039;&amp;#039;), die innerhalb der Requiemhaie zwischen den basalen Taxa der [[Tigerhaie]] (&amp;#039;&amp;#039;Galeocerdo&amp;#039;&amp;#039;), der [[Scharfnasenhaie]] (&amp;#039;&amp;#039;Rhizoprionodon&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Spatennasenhai]]e (&amp;#039;&amp;#039;Scoliodon&amp;#039;&amp;#039;) und den weiter abgeleiteten Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Carcharhinus]]&amp;#039;&amp;#039; und den [[Hammerhaie]]n (&amp;#039;&amp;#039;Sphyrna&amp;#039;&amp;#039;) einzuordnen ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;carrier et al&amp;quot;&amp;gt;{{cite book |title=Biology of Sharks and Their Relatives |author=Carrier, J.C., J.A. Musick and M.R. Heithaus |publisher=CRC Press |date=2004 |isbn=084931514X |pages=52, 502 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zum Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Triaenodon obesus group.jpg|mini|Weißspitzen-Riffhaie sind häufig in Gruppen anzutreffen, hier fünf Individuen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Triaenodon obesus moc.jpg|mini|Die Haie sind Tauchern gegenüber neugierig und kommen nah an die Kamera heran]]&lt;br /&gt;
Weißspitzen-Riffhaie verhalten sich nur selten aggressiv gegenüber Menschen, obwohl es immer wieder vorkommt, dass sie sich Schwimmern nähern und sie beobachten. Gefahr droht am ehesten [[Speerfischen|Speerfischern]]; zu Bissattacken kommt es mitunter, wenn Haie ihnen die Beute entwenden wollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt; In einigen Gebieten haben die lokalen Haipopulationen gelernt, das Geräusch der Harpune oder eines heruntergelassenen Ankers mit Nahrung zu assoziieren und binnen Sekunden darauf zu reagieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;martin&amp;quot;/&amp;gt; 2008 listete das [[International Shark Attack File]] zwei provozierte und drei unprovozierte Haiunfälle mit dieser Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weißspitzen-Riffhaie eignen sich aufgrund ihrer Ortstreue und ihrer Lernfähigkeit, sich von den Tauchern füttern zu lassen, sehr gut für [[Tourismus|touristische]] Zwecke.&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt; In der [[Mythologie]] [[Hawaii]]s führte die Ortstreue der Haie zu dem Glauben an die nā ʻaumākua, die Geister der Ahnen, die Tiergestalt annehmen und ihre Nachkommen beschützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taylor&amp;quot;&amp;gt;{{cite book |title=Sharks of Hawaii: Their Biology and Cultural Significance |author=Taylor, L.R. |publisher=University of Hawaii Press |date=1993 |isbn=0824815629 |pages=20–21 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kommerzielle Haifang des Weißspitzen-Riffhais wird vor allem vor [[Pakistan]], [[Indien]], [[Sri Lanka]] und [[Madagaskar]] sowohl mittels Langleinen als auch mittels Schleppnetzen betrieben. Die Art wird zum Verzehr des Fleisches und der Leber gefangen, allerdings sind Berichte von [[Fischvergiftung]]en durch [[Ciguatera]] speziell durch die Leber, die hohe Konzentrationen der Giftstoffe enthalten kann, bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;randall&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;compagno&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Roten Liste der [[International Union for Conservation of Nature]] (IUCN) wird der Weißspitzen-Riffhai als Art der Vorwarnliste (Near Threatened) eingestuft, da die [[Population (Biologie)|Population]] wegen der unregulierten Fischerei in ihrem Verbreitungsgebiet in den letzten Jahrzehnten abnimmt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;iucn&amp;quot;&amp;gt;{{IUCN|Year=2006|ID=39384|ScientificName=Triaenodon obesus|YearAssessed=2000|Assessor=Smale|Download=11. Mai 2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;fowler et al&amp;quot;&amp;gt;{{cite book |author=Fowler, S.L., R.D. Cavanagh, M. Camhi, G.H. Burgess, G.M. Cailliet, S.V. Fordham, C.A. Simpfendorfer, and J.A. Musick |title=Sharks, Rays and Chimaeras: The Status of the Chondrichthyan Fishes |publisher=International Union for Conservation of Nature and Natural Resources |date=2005 |isbn=2831707005 |page=314 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund ihrer relativ geringen Reproduktion und ihrer limitierten Habitate wird die Art als empfindlich gegenüber einer [[Überfischung]] eingestuft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;iucn&amp;quot;/&amp;gt; Im Great Barrier Reef nahmen die Populationen des Weißspitzen-Riffhais in Gebieten mit starkem Fischereidruck um 80 % gegenüber den Schutzgebieten ab. Darüber hinaus wurden in Gebieten, in denen Boote erlaubt, die Fischerei jedoch verboten ist, Rückgänge in vergleichbarer Höhe durch [[Wilderei]] festgestellt. Ohne einen verbesserten Schutz werden die Bestände demographischen Modellen entsprechend in den nächsten Jahren um weitere 6,6 bis 8,3 % zurückgehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;robbins&amp;quot;&amp;gt;Robbins, W.D. (2006). Abundance, demography and population structure of the grey reef shark (&amp;#039;&amp;#039;Carcharhinus amblyrhynchos&amp;#039;&amp;#039;) and the white tip reef shark (&amp;#039;&amp;#039;Triaenodon obesus&amp;#039;&amp;#039;) (Fam. Charcharhinidae). PhD thesis, James Cook University.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Triaenodon_obesus|Weißspitzen-Riffhai}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Fishbase|g=Triaenodon|s=obesus}}&lt;br /&gt;
* [https://hai.swiss/datenbank/suche/arten?spec=1039 Weißspitzen-Riffhai] in der hai.swiss-Datenbank (deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://www.flmnh.ufl.edu/fish/Gallery/Descript/WTReefShark/WTReefShark.html Artporträt] am [https://www.flmnh.ufl.edu/fish/ Florida Museum of Natural History Ichthyology Department]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;References /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Exzellent|26. Juli 2010|76962668}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weissspitzenriffhai}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Requiemhaie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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