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	<title>Weißgerber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T03:57:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wei%C3%9Fgerber&amp;diff=2421923&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Relikte des alten Handwerks */ Leerzeichen entfernt</title>
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		<updated>2026-04-15T10:34:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Relikte des alten Handwerks: &lt;/span&gt; Leerzeichen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df tg 0008648 Ständebuch ^ Beruf ^ Handwerk ^ Gerber.jpg|mini|Der Weißgerber in einem Ständebuch von 1698]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weißgerber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Ircher&amp;#039;&amp;#039; genannt,  ist ein [[Handwerk]]er, der mit der Weißgerberei eine spezielle, ehemals häufige Art der [[Gerben|Gerberei]] ausübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handwerk der Weißgerberei ==&lt;br /&gt;
Die Weißgerberei ist ein [[Gerben|Gerbverfahren]], bei dem die Umwandlung zu Leder durch die Stabilisierung und Konservierung mit [[Mineralien]] bewirkt wird, wie [[Alaun]] oder [[Natriumchlorid|Kochsalz]]. Das Weißgerben, auch Mineralgerbung genannt, erzeugt ein besonders helles, fast weißes Leder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weißgerben wurde vor allem für feinere und dünnere Leder von Kalb, Schaf und Ziege eingesetzt. Die daraus gewonnenen Lederqualitäten [[Glacéleder|Glacé]] (Kalbsleder), [[Chevreauleder|Chevreau]] oder [[Ziegenfell#Zickelfell|Kid]] (beides Ziegenleder), wurden vorzugsweise zu [[Handschuhe]]n, [[Beutel]]n, [[Buchdecke]]n und [[Etui]]bezügen weiterverarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verwandt mit der Weißgerberei – da sie ebenfalls bei dünneren Ledersorten zum Einsatz kam – ist die vor allem in Skandinavien und dem Baltikum verbreitete [[Sämischgerbung]], bei der als Gerbstoffe tierische Fette (vor allem Wal-, Seehund-, Fisch- und Lebertran) zum Einsatz kamen. Sämischleder – auch &amp;#039;&amp;#039;Waschleder&amp;#039;&amp;#039; genannt – ist sehr weich und widerstandsfähig gegen Wasser, sodass es bevorzugt zu [[Handschuhe]]n, [[Reithose]]n oder Arbeits[[schürze]]n verarbeitet wurde. Auch das sogenannte Putz- oder [[Fensterleder]] war ursprünglich sämisch gegerbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steyr Haratzmüllerstraße 15 Fenstergitter (Bildausschnitt).jpg|mini|Wappen der Weißgerber an einem Haus in [[Steyr]], Oberösterreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Weißgerberei ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu vielen anderen Handwerken entwickelte sich in der Gerberei bereits im Mittelalter eine Spezialisierung anhand von Verfahren und zu verarbeitendem Material. So entstanden die Gewerke der [[Lohgerber]] oder Rotgerber, Sämischgerber, [[Corduan]]er und eben der Weißgerber. In der [[Handwerk]]erhierarchie des [[Mittelalter]]s und der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] standen die Weißgerber hinsichtlich Ansehen, Ruf und Einkommen unter den Rot- oder Lohgerbern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1813 wurde als ein Zentrum besonders guter Weißgerbereien [[Erlangen]] hervorgehoben, wo sich zudem gute Handschuhmanufakturen befanden, sowie [[Idstein]] mit großen Weißgerbereien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schedel&amp;quot;&amp;gt;Johann Heinrich Moritz Poppe: &amp;#039;&amp;#039;Johann Christian Schedels neues und vollständiges, allgemeines Waaren-Lexikon […]&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Teil M bis Z. Vierte  durchaus verbesserte Auflage, Verlag Carl Ludwig Brede, Offenbach am Mayn 1814. Stichwort Leder, S.&amp;amp;nbsp;581.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn der Mechanisierung in der Gerberei und der Einführung der Gerbung mit Metallsalzen ([[Chromgerbung]]) im 19. Jahrhundert verschwanden zunächst in den Städten, dann auch im ländlichen Raum die spezialisierten Gerberhandwerke und damit auch die Weißgerber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relikte des alten Handwerks ==&lt;br /&gt;
Wie alle Gerber hatten auch die Weißgerber einen hohen Wasserbedarf, sodass sie ihre Werkstätten meist an Wasserläufen hatten. Da durch das Waschen des Leders das Wasser stark verschmutzt wurde, ordneten viele mittelalterliche [[Stadtordnung]]en ihre Ansiedlung am Ortsrand an den Unterläufen der Flüsse an. Straßennamen in den alten Innenstädten zeugen bis heute von diesen Standorten:&lt;br /&gt;
* [[Weißgerbergasse (Nürnberg)]],&lt;br /&gt;
* Weißgerbergraben ([[Regensburg]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Freitag |Titel=Regensburger Straßennamen |Verlag= Mittelbayerische Verlagsgesellschaft mbH |Ort=Regensburg |Datum=1997 |ISBN=3-931904-05-9 |Seiten=136}}&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
* Weißgerbersteig ([[Bad Abbach]]),&lt;br /&gt;
* Weißgerberstraße ([[Greifswald]], [[Lupburg]], [[Mühldorf am Inn]], [[Rostock]]) oder&lt;br /&gt;
* Weißgerberweg ([[Beratzhausen]], [[Erkheim]], [[Markt Schwaben]], [[Prien am Chiemsee]], [[Wangen im Allgäu]])&lt;br /&gt;
* [[Weißgerberlände]], Weißgerberstraße ([[Wien]])&lt;br /&gt;
* Irchergasse im 16. bis 18. Jahrhundert in München, heute: [[Ledererstraße (München)|Ledererstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Ein Stadtteil in Wien trägt den Namen [[Weißgerber (Wien)|Weißgerber]]; auch Familiennamen wie „Weißgerber“ bzw. „Weisgerber“ leiten sich von diesem Handwerk ab.&lt;br /&gt;
* Ein literarisches Denkmal in Form einer beeindruckenden Milieustudie vom 19. Jahrhundert bekam die &amp;#039;&amp;#039;Weißgerberohle&amp;#039;&amp;#039; zu [[Breslau]] in dem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Soll und Haben (Roman)|Soll und Haben]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Gustav Freytag]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Mendel II 156 v (Ausschnitt).jpg|mini|Weißgerber Barthel aus [[Nürnberg]] mit ungewöhnlich geformten Fleischeisen (1670)]]&lt;br /&gt;
* In [[Doberlug-Kirchhain]] ist diesem der Vergangenheit angehörenden Handwerk in eigenes Museum gewidmet, im [[Freilichtmuseum Hagen]] gibt es ein Weißgerber- und Kürschnerhaus, in dem dieses Handwerk ebenfalls anschaulich dokumentiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Freytag, Gustav: &amp;#039;&amp;#039;Soll und Haben. &amp;#039;&amp;#039; Ausgabe in zwei Bänden. Berlin, Verlag der Schiller-Buchhandlung o.&amp;amp;nbsp;J.&lt;br /&gt;
* Kühnel, Harry (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alltag im Spätmittelalter. &amp;#039;&amp;#039; Graz, Wien, Köln Styria 1986 (3); ISBN 3-222-11528-1&lt;br /&gt;
* [[Rudi Palla|Palla, Rudi]]: &amp;#039;&amp;#039;Verschwundene Arbeit. Ein Thesaurus der untergegangenen Berufe. &amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main, Wien Büchergilde 1995, ISBN 3-7632-4412-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tanners|Gerber und Weißgerber}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tanners in art|Gerber und Weißgerber in alten Bildern}}&lt;br /&gt;
* [http://opac.regesta-imperii.de/lang_de/suche.php?qs=&amp;amp;ts=Wei%C3%9Fgerber*&amp;amp;ps=&amp;amp;tags=&amp;amp;sprache=&amp;amp;objektart=alle&amp;amp;pagesize=20&amp;amp;sortierung=d&amp;amp;ejahr= Veröffentlichungen zu Weißgerbern] im [[RI-Opac]]&lt;br /&gt;
* [http://www.weissgerbermuseum.de/ Weißgerbermuseum Doberlug-Kirchhain]&lt;br /&gt;
* [http://www.lwl.org/LWL/Kultur/LWL-Freilichtmuseum_Hagen/ Freilichtmuseum Hagen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4632614-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Weissgerber}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerber|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerksberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;/div&gt;</summary>
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