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	<title>Wehrbergen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T01:15:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wehrbergen&amp;diff=1022138&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AxelHH: /* Neuere Geschichte */ was soll die Beschreibung dieser Einzelschicksacle bringen, das ist schlimm aber nicht relevant für die Ortsgeschichte, nicht jede Info (von Gelderblom) muss in Artikel eingearbeitet werden</title>
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		<updated>2025-12-30T23:28:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Neuere Geschichte: &lt;/span&gt; was soll die Beschreibung dieser Einzelschicksacle bringen, das ist schlimm aber nicht relevant für die Ortsgeschichte, nicht jede Info (von Gelderblom) muss in Artikel eingearbeitet werden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Wehrbergen&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Hameln&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Wehrbergen.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52/07/32/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 9/18/22/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NI&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 66&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = &lt;br /&gt;
| Fläche                 = 4&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 430&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022-06-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hameln-pyrmont.de/media/custom/3767_695_1.PDF?1667305433 |titel=Nahverkehrsplan 2023 – 2027 / ANLAGE 1 – Einwohnerzahlen Ortsteile 2022 |hrsg=Landkreis Hameln-Pyrmont |seiten=3 |format=PDF; 406 kB |abruf=2024-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1973-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 31787&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 05151&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wehrbergen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil von [[Hameln]] im [[Landkreis Hameln-Pyrmont]] in [[Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Der Ort liegt in der Weseraue im [[Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln]] auf 66 m NHN direkt an der [[Weser]], ca. 3 km nordwestlich des Stadtzentrums von Hameln. Der alte Ortskern von Wehrbergen liegt entlang des Weserufers, ein jüngerer Ortsteil schließt sich nördlich des alten Dorfkerns an. Im Norden liegt als ehemaliger, mit Eichen bestandener, Weser-Prallhang das ca. 21 ha große Naturschutzgebiet [[Heineberg (Landkreis Hameln-Pyrmont)|Heineberg]] mit den Resten der mittelalterlichen Heineburg. Im Osten liegt der Aussichtspunkt Ützenburg. Im Süden liegt auf der linken Weserseite der [[Klüt (Hameln)|Klüt]] (258 m NHN). Die Gemarkung Wehrbergen grenzt im Südosten an die Hamelner Kernstadt, im Süden an die Gutsgemeinde Helpensen, von der es durch die Weser getrennt ist und im Nordwesten an die Gemeinde [[Fischbeck (Hessisch Oldendorf)|Fischbeck]]. Parallel zur Weser verläuft nördlich des Ortes in Südost-Nordwest-Richtung die Bahnlinie Hameln-Löhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Auf dem Heineberg, ca. 800 Meter nördlich von Wehrbergen liegen die Reste der abgegangenen [[Burg Heineburg|Heineburg]]. Es handelt sich um eine winkelförmige Anlage mit Wall und Graben. Der Name der Burg wird mit dem altsächsischen König [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I.]] verbunden, der in den neun Jahren des Waffenstillstands des [[Ostfrankenreich|ostfränkischen Reiches]] mit den [[Ungarneinfälle|Ungarn]] von 926 bis 934 n. Chr. und den Feldzügen gegen die [[Slawen]] in den Jahren  928/929 n. Chr. eine Burgenbauverordnung erließ,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich I.]]&amp;lt;/ref&amp;gt; dem die Anlage der Heineburg entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Wilhelm Heine: &amp;#039;&amp;#039;Die ur- und frühgeschichtlichen Burgwälle im Regierungsbezirk Hannover&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 95–97; Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Schaumburger Land - Burgenland&amp;#039;&amp;#039;, Oldenburg/Oldb., 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Bezug dieser Wallburg zum nahegelegenen, 955 n. Chr. gegründeten [[Stift Fischbeck|Kloster in Fischbeck]] ist wahrscheinlich, wenngleich Belege dafür fehlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Erwähnung des Ortes geschah in der Urkunde des Bischofs Bruno zu [[Liste der Bischöfe von Minden|Minden]] von 1042 zur Stiftung des Benediktinerklosters St. Mauritius auf der Werderinsel bei Minden und ihren Gütern: „Mundiburdio eiusdem ecclesie tradidimus, […] in Wederbergon quinque mansos quos Hildiboldus frater noster dedit“ („In Mundschaft (Schutzverhältnis) dieser Kirche haben wir übergeben, […] in Wederbergon 5 Hufen (= ca. 150 ha) die unser Bruder Hildiboldus gegeben hat“).&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 7; zit. Erhard 1847, Nr. 1030 bzw. CXXXVII.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere urkundliche Erwähnungen des Ortes fanden im [[Hochmittelalter]] und [[Spätmittelalter]] statt: Am 4. November 1205 beurkundete Abt Hermann von Northeim den Tausch zweier Ministerialinnen (Dienstmädchen) mit dem Stift Fischbeck. Als Zeugen wurden „Heinricus et Hermannus iuvenis (Einwohner) de Wederberch“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 7; zit. UB Fischbeck I Nr. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das Jahr 1240 wurde Wehrbergen in der Aufstellung über die Rechtsverhältnisse des Hamelner [[Schultheiß]]en erwähnt. Darin werden u. a. 4 Hufen (= ca. 120 ha) Kapitelsgut des Hamelner Stifts St. Bonifatii in Wehrbergen angegeben, die von der „Curia Fischbeck“ abhängig seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 7; zit. UB Hameln I Nr. 22 und 169, &amp;#039;&amp;#039;Güter- und Einkunftsverzeichnis der Kanoniker des Stifts St. Bonifatii 1311-1324.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1245 wurde in einer Urkunde des Bischofs Johann von Minden ein „Ritter Otto von Wehrbergen“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 7; zit. Westfälisches UB IV Nr. 544.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1407 wurde im Streit zwischen den [[Herzogtum Braunschweig-Lüneburg|Herzögen von Braunschweig-Lüneburg]], dem [[Everstein (Adelsgeschlecht)|Grafen von Everstein]] sowie den [[Lippe (paderbornisches Adelsgeschlecht)|Herren zur Lippe]] ein „Ritter Ludolfo de Wederberghe“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 7; zit. UB Hameln II Nr. 784.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wehrbergen lag im Gerichtsbezirk [[Goe auf der Hamel]] im altsächsisch-engernschen [[Tilithigau]] und gehörte während des [[Mittelalter|Mittelalters]] und der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] zum [[Archidiakon|Archidiakonat]] Ohsen der Diözese Minden (das historische [[Bistum Minden]] wurde 1803 aufgelöst).&amp;lt;ref&amp;gt;Folgende Kartenabbildungen in der Dorfchronik „Wehrbergen im Wandel der Zeit“ von Christina Ricke illustrieren die Entwicklung des Dorfes Wehrbergen in Bezug auf die Goe auf der Hamel: Der Gau Tilithi um 1000 (Ricke, 1990, S. 10, zit. Geschichtlicher Handatlas Niedersachsen, 1939, Ausschnitt aus der Gaukarte), die Goe auf der Hamel um 1300 (Ricke, 1990, S. 11, zit. den Historiker Werner Spieß, &amp;#039;&amp;#039;Die Großvogtei Calenberg-Göttingen&amp;#039;&amp;#039;, 1933), das Amt Hallermunt-Springe um 1425 (Ricke, 1990, S. 13, zit. Spieß, 1933), das Amt Springe um 1675 (Ricke, 1990, S. 14 zit. Spieß, 1933), die Kurhannoversche Landeskarte von 1773, die Karte des „Schaumburger Knicks“ (Ricke, 1990, S. 17, Karte aus 1935, Stadtarchiv Hameln), die Rezeßkarte 1858 (Ricke, 1990, S. 60), die Topographische Karte 1983 (Ricke, 1990, S. 61) und die Flurkarte Wehrbergen (Ricke, 1990, S. 62).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Goe auf der Hamel]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wehrberger [[Zehnt]] wurde im Spätmittelalter an das [[Kloster Möllenbeck|Kloster]] [[Kloster Möllenbeck|Möllenbeck]] in Rinteln übertragen. Dies belegen Urkunden aus den Jahren 1281/1282, 1329, 1354 und 1486.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 7; zit. UB Kloster Rinteln, Nr. 31–34, 36, 97, 132 und 199.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1492 belehnte Äbtissin Armgard von Fischbeck den Priester Hermann Ledeghe mit einem Hof und einer Hufe (= ca. 30 ha) Land in Wehrbergen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 8; zit. UB Stift Fischbeck I Nr. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Seit 1687 heißt der Ort „Wehrbergen“; frühere Ortsnamen waren „Wederbergon“ (1042), „Wederberch“ (1205), „Wederberge“ (1281), „Werbergen“ (1317), „Wedderberghe“ (1398) und „Werderbarge“ (1516).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Freydank, 1929. Siehe zur Ortsnamenforschung vor allem das Niedersächsische Ortsnamenbuch (NOB). Es ist ein langfristig angelegtes Projekt des Instituts für Historische Landesforschung an der Universität Göttingen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsname wird als „Berg über der Werre“ erklärt, wobei „Werre“ die alte Bezeichnung für die Weser ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von ca. 1550 bis 1639 wurde Wehrbergen zusammen mit den Dörfern Afferde, Behrensen, Hastenbeck und Rohrsen dem Braunschweig-Lüneburgischen Amt Hastenbeck für die Verwaltung zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Schwier-Herrmann, &amp;#039;&amp;#039;Neue Erkenntnisse von Hastenbeck&amp;#039;&amp;#039;, in: Museumsverein Hameln e. V. (Hrsg.), Hamelner Jahrbuch 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte des 16. Jahrhunderts bis Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Ort mehrmals verpfändet, u. a. im Jahr 1558 dem Philipp von Bortfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] hatte der kaiserliche [[Johann T’Serclaes von Tilly|Feldherr Tilly]] ein Feldlager zwischen Wehrbergen und [[Fischbeck (Hessisch Oldendorf)|Fischbeck]] errichten lassen. Die Soldaten plünderten die Höfe, übten Gewalt gegen die Dorfbewohner aus und mordeten. Die Menschen im Ort hungerten und verarmten. Im Herbst 1625 breitete sich zudem eine [[Pest]]epidemie vom Feldlager der kaiserlichen Truppen in die umliegenden Dörfer aus. Allein in Wehrbergen fielen ca. 40 Menschen der Epidemie zum Opfer (das war ein Drittel der etwa 120 Dorfbewohner). Im Jahr 1626 waren von den Verstorbenen aus Wehrbergen fast alle durch die Pestepidemie zu Tode gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1681 gab es einen großen Brand im Ort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuere Geschichte ===&lt;br /&gt;
Während der Belagerung Hamelns durch französische Truppen Anfang des 19. Jahrhunderts plünderten holländische Truppen Wehrbergen. Sie nahmen insbesondere „alles Leinenzeug mit, wickelten es auf der Ützenburg um die Bäume und zündeten es an“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hameln.de/de/buergerservice-verwaltung/blick-in-die-geschichte/hamelns-ortsteile/wehrbergen |titel=Wehrbergen - Der Berg über der Werre |hrsg=Stadt Hameln |sprache=de |abruf=2025-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch brannte der Wald ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 19; zit. F. Meissel: &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis Hameln&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig und Hameln, 1898.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Dreißigjährige Krieg, der [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährige Krieg]] sowie die französische Belagerung und Besetzung von Hameln und Umgebung während der [[Koalitionskriege]] führten zu hohen Belastungen durch Einquartierungen von Soldaten, Geld- und Sachleistungen und Plünderungen und brachten viel Leid über die Bewohner von Wehrbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1833 bis 1850 wurde in Wehrbergen die [[Ablösungsrecht|Ablösung]] aller bäuerlichen Lasten vollzogen, 1843 fand die Generalteilung der Ostermark statt. Kurz vor 1852 kam der Ort vom Amt [[Springe]] zum Amt Hameln. 1855 wurde eine Fährverbindung zwischen Wehrbergen und Helpensen eingerichtet. Von 1858 bis 1873 wurde im Rahmen der Spezialteilung die Gemeinheitsteilung und [[Separation (Flurbereinigung)|Verkoppelung]] von Acker- und Wiesenflächen in der Gemarkung Wehrbergen durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]], kurz vor Ostern im März 1945, errichtete der Wehrberger „[[Volkssturm]]“ eine [[Panzersperre]] im Dorf. Ab dem 4. April 1945 rückten Panzereinheiten der Alliierten auf der anderen Weserseite auf Hameln vor, und etliche Häuser in Wehrbergen wurden durch Einschüsse beschädigt. Am 8. April 1945 besetzte eine aus Fischbeck Richtung Hameln vorrückende US-amerikanische Panzereinheit Wehrbergen, ohne dass es zu weiteren Kampfhandlungen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wehrberger Warte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Landwehr Hameln Wehrberger Warte.jpg|mini|Die Wehrberger Warte, ursprünglich eine [[Warte]] der [[Hamelner Landwehr]], danach Gasthaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wehrbergen, das bereits im Mittelalter an einem Verkehrsweg entlang der Weser nach [[Minden]] lag, befand sich eine [[Warte]].&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nelson: &amp;#039;&amp;#039;Landwehren, Warten, Hohlwege und Kreuzsteine in Hameln&amp;#039;&amp;#039;. In: G. Zipf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;An Weser und Leine. Ausflüge zwischen Hannover, Hildesheim, Schaumburg und Hameln&amp;#039;&amp;#039;, Band 59, Darmstadt, 2015, S. 135–138.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wehrberger Warte hatte eine militärische Funktion und gehörte zur 1385 erstmals urkundlich erwähnten [[Hamelner Landwehr]], welche die Stadt Hameln als vorgeschobenes Grenzsicherungssystem und Beobachtungspunkt nach Westen schützte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Pieper: &amp;#039;&amp;#039;Die Festung Hameln. Geschichte, Bauwerke und Institutionen,&amp;#039;&amp;#039; Hameln, 2006, ISBN 978-3-8271-9303-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch Stadtarchiv Hameln, V 72, „Warten“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Landwehr bei Wehrbergen diente hauptsächlich dem Schutz der Handelsstraße mit Zollabgabe, Kontrolle der Holz-, Hude- und Weidenutzung sowie der Grenzmarkierung von Hameln gegenüber seinem westlichen Umland. Rudolf Feige gibt an, dass eine Warte an der Gemarkungsgrenze Hameln-Wehrbergen nachweisbar sei, die schon im Jahre 1312 bestanden habe; 1761 sei dort aber nur noch die Ruine eines ziemlich weiten Turmes vorhanden gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 163; zit. Rudolf Feige, Moritz Oppermann, Hermann Lübbers: &amp;#039;&amp;#039;Heimatchronik der Stadt Hameln und des Landkreises Hameln-Pyrmont&amp;#039;&amp;#039;, Köln, 1961. Rudolf Feige war von 1953 an Leiter des Stadtarchivs Hameln.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch DWZ vom 1. Oktober 1964, zit. Pastor Primasius Herr: &amp;#039;&amp;#039;Collectanea zur Geschichte der Stadt Hameln.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Mittelalter]] verlor die Landwehr allmählich ihre militärische Bedeutung. Die Hamelner Landwehr und die Wehrberger Warte an der östlichen Grenze der Gemarkung Wehrbergen hatten nichts mit der als „Schaumburger Knick“ bezeichneten Grenzbefestigung zwischen dem Fürstentum Calenberg und der Grafschaft Schaumburg aus dem 15. Jahrhundert und der Frühen Neuzeit zu tun, der aus Nordosten vom Süntel entlang der westlichen Grenze der Gemarkung Wehrbergen bis zur Weser verlief.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 17 f.; zit. Hann. 74 Springe Nr. 86 und Karte aus dem Jahre 1635 im Stadtarchiv Hameln.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ekkehard Wassermann |Titel=Landwehren in Schaumburg |Verlag=Verlag für Regionalgeschichte ein Imprint von Aschendorff Verlag GmbH &amp;amp; Co KG |Datum=2016 |ISBN=978-3-7395-1001-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Gemarkung Wehrbergen gab es also zwei verschiedene historische Grenzbefestigungen: eine zwischen zwei territorialen Herrschaftsgebieten sowie eine der Stadt Hameln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Wehrberger Warte wurde 1638 ein Wohnhaus errichtet. Seither ist die Wehrberger Warte als einzig erhalten gebliebene Warte der spätmittelalterlichen Hamelner Landwehr ein Gasthaus, das verpachtet wurde. Während der [[Vierter Koalitionskrieg|Koalitionskriege]] unterzeichneten die französischen Generäle [[Anne-Jean-Marie-René Savary, duc de Rovigo|Savary]] und Dumenceau und der preußische Offizier [[Johann Friedrich Wilhelm von Schoeler|von Schoeler]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hameln.de/stadtportal/stadtentwicklung/ortschaften/wehrbergen.htm |text=Wehrbergen |wayback=20060522213328}} bei Stadt Hameln.&amp;lt;/ref&amp;gt; am 20. November 1806 in der Wehrberger Warte die [[Kapitulation]] der [[Stadtbefestigung Hameln|Festung Hameln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Sprenger zählte 1826 in seiner &amp;#039;&amp;#039;Stadtgeschichte von Hameln&amp;#039;&amp;#039; die Warten unter die „Vergnügungsörter, welche man im Sommer häufig besuchte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christina Ricke, 1990, S. 164; zit. Friedrich Sprenger: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;der Stadt Hameln&amp;#039;&amp;#039;, Hannover, 1826, S. 222 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1896 ist die Wehrberger Warte in Privatbesitz der Nachfahren des letzten Pächters des Gasthauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerentwicklung ==&lt;br /&gt;
=== Entwicklung der Einwohnerzahlen in Wehrbergen seit 1689 ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!1689&amp;lt;ref&amp;gt;Max Burchard: &amp;#039;&amp;#039;Die Kopfsteuerbeschreibung der Fürstentümer Calenberg-Göttingen und Grubenhagen von 1689,&amp;#039;&amp;#039; 13 Bände&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039; Schaper, Hildesheim, 1961.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!1766&lt;br /&gt;
!1821&lt;br /&gt;
!1830&lt;br /&gt;
!1848&lt;br /&gt;
!1855&lt;br /&gt;
!1864&lt;br /&gt;
!1871&lt;br /&gt;
!1885&lt;br /&gt;
!1905&lt;br /&gt;
!1925&lt;br /&gt;
!1933&lt;br /&gt;
!1939&lt;br /&gt;
!1946&lt;br /&gt;
!1950&lt;br /&gt;
!1956&lt;br /&gt;
!1960&lt;br /&gt;
!1965&lt;br /&gt;
!1972&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|127&lt;br /&gt;
|187&lt;br /&gt;
|204&lt;br /&gt;
|218&lt;br /&gt;
|232&lt;br /&gt;
|212&lt;br /&gt;
|226&lt;br /&gt;
|241&lt;br /&gt;
|231&lt;br /&gt;
|246&lt;br /&gt;
|288&lt;br /&gt;
|292&lt;br /&gt;
|301&lt;br /&gt;
|605&lt;br /&gt;
|602&lt;br /&gt;
|491&lt;br /&gt;
|470&lt;br /&gt;
|421&lt;br /&gt;
|492&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!1985&lt;br /&gt;
!1990&lt;br /&gt;
!2000&lt;br /&gt;
!2009&lt;br /&gt;
!2016&lt;br /&gt;
!2022&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|468&lt;br /&gt;
|440&lt;br /&gt;
|465&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|413&lt;br /&gt;
|430&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quellen: Einwohnermeldedatei; Christina Ricke, 1990, S. 66; Max Burchard, &amp;#039;&amp;#039;Kopfsteuerbeschreibung von 1689&amp;#039;&amp;#039;, 1961.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof- und Hausstellen in Wehrbergen seit 1585 ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!1585&lt;br /&gt;
!1689&lt;br /&gt;
!1773&lt;br /&gt;
!1823&lt;br /&gt;
!1899&lt;br /&gt;
!1926&lt;br /&gt;
!1955&lt;br /&gt;
!1972&lt;br /&gt;
!1989&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
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|27&lt;br /&gt;
|38&lt;br /&gt;
|46&lt;br /&gt;
|53&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: Christina Ricke, 1990, S. 67.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1973 wurde Wehrbergen im Zuge der [[Gebietsreform in Niedersachsen|Gebietsreform]] in die Kreisstadt [[Kreis Hameln|Hameln]] eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Verlag=W. Kohlhammer GmbH |Ort=Stuttgart/Mainz |Datum=1983 |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=189}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Krüger, Wilhelm Beissner und Ernst Meyer haben 1992 einen Bildband zur Geschichte Wehrbergens erstellt: „Wehrbergen gestern und heute als Bildband“, hrsg. vom Verein für Kultur- und Heimatpflege Wehrbergen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ortsbürgermeister]] ist seit November 2021 Lars Krückeberg als Nachfolger von Karsten Meyerhoff.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ris.hameln.de/ris/hameln/organization/details/112Ortsrat Wehrbergen], Bürger- und Ratsinfosystem Hameln, abgerufen am 11. April 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Auf silbernem Grund befindet sich ein grüner Flechtzaun mit Durchgang über Wasserwellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Kirche ===&lt;br /&gt;
Wehrbergen gehörte zum Kirchspiel Fischbeck,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Ev.-Luth. Kirchengemeinde Fischbeck: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenbücher&amp;#039;&amp;#039; ab 1602.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde aber von 1540 bis 1559 von der [[Pfarrkirche]] in Holtensen betreut, da die Reformation dort früher als in Fischbeck durchgeführt wurde, bevor Wehrbergen noch in der vorreformatorischen Zeit wieder zum Kirchspiel [[Fischbeck (Hessisch Oldendorf)|Fischbeck]] kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/holtensen-hameln/ |titel=Artikel Holtensen (Hameln) |hrsg=HKLH |sprache=de |abruf=2025-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gab im 16. Jahrhundert in Wehrbergen eine Kapelle, die bei der großen Feuersbrunst im Ort im Jahr 1681 abbrannte. Sie wurde wieder aufgebaut, war aber bald baufällig und stürzte im Jahr 1785 ein. Seitdem fanden die Gottesdienste im Schulhaus in Wehrbergen statt. Eine neue Kapelle wurde nie gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friedhöfe ===&lt;br /&gt;
1946 wurde das außerhalb von Wehrbergen im Norden am Waldrand liegende Friedhofsgelände des Waldfriedhofs von Wehrbergen gestiftet. Zuvor wurden die Verstorbenen des Ortes noch auf dem Fischbecker Friedhof beigesetzt. 1959 wurde auf dem Waldfriedhof eine Friedhofskapelle errichtet. Ein großes rötliches Sandsteinkreuz steht als Gefallenendenkmal oberhalb des Friedhofs auf einem runden Platz. Um das Kreuz stehen im Halbkreis mehrere Gedenksteine mit Namen der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges herum. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gab es 9 Gefallene aus Wehrbergen, im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gab es 26 Gefallene und 14 Vermisste. Auf dem Fischbecker Friedhof an der Lachemer Straße steht ein 1922 errichtetes [[Kriegerdenkmal|Ehrenmal]] der Gemeinden Fischbeck und Wehrbergen für die Opfer des Ersten Weltkrieges, mit einer Erweiterung für die Opfer des Zweiten Weltkrieges aus Fischbeck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde im Jahr 1663 erstmals ein Schulmeister in Wehrbergen erwähnt. 1681, 1734 und 1845 wurde jeweils die Schulpflicht per obrigkeitlicher Anordnung geregelt. 1870 wurde das alte Schulhaus abgebrochen, und eine neue Schule wurde gebaut. 1905 wurde in der Schule ein zweiter Klassenraum eingerichtet. Die Schule wurde 1934 renoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1962 mussten alle Wehrberger Schüler nach der 8. Klasse in die Fischbecker Schule wechseln. Ab Mitte der 1960er Jahre gingen die Schüler bereits ab der 5. Klasse nach Fischbeck und ab 1970 auch die Schüler der 4. Klasse. 1973 wurde die Wehrberger Schule schließlich aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. A. Wedemeyer, &amp;#039;&amp;#039;Schulchronik&amp;#039;&amp;#039;, 1898 und das &amp;#039;&amp;#039;Protokollbuch&amp;#039;&amp;#039; der Wehrberger Schule.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dieser Zeit gehen die Schüler aus Wehrbergen in Schulen der Kernstadt von Hameln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft und Verkehrsinfrastruktur ===&lt;br /&gt;
1965 wurde der Bau der Kanalisation mit Anschluss an die städtische [[Kläranlage]] Hamelns durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Ort führte bis Ende Mai 2009 die [[Bundesstraße 83]] von [[Hameln]] nach [[Hessisch-Oldendorf]]. Seit dem 5. Juni 2009 ist die Umgehungsstraße im [[Autobahnähnliche Straße#2+1-System|2+1-System]] nordöstlich von Wehrbergen eröffnet. Sie ist versuchsweise mit einem grün gefärbten asphaltierten 75 cm breiten Mittelstreifen ausgestattet, der nicht überfahren werden darf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=21056&amp;amp;article_id=78345&amp;amp;_psmand=135 Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: &amp;#039;&amp;#039;Farbige Fahrbahnmarkierung. Forschungsprojekt auf der Ortsumgehung Wehrbergen (B 83).&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt jeweils eine Anbindung des Ortes aus Richtung Hessisch-Oldendorf sowie aus Richtung Hameln an die Umgehungsstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichen Personennahverkehr]] stellen die Busse der „Nahverkehr Hameln-Pyrmont“ sicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forstgenossenschaft ===&lt;br /&gt;
Während des Mittelalters durften die Bewohner der Dörfer in der [[Goe auf der Hamel]], eines Untergaus des altsächsischen [[Tilithigau]]s, zu dem der Ort Wehrbergen zählte, die Wälder der Ostermark nutzen.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Auf dem Eichberg bei [[Hilligsfeld|Klein Hilligsfeld]] als Gerichtsstätte der Goe auf der Hamel waren das [[Holzgericht|Holting]] und das [[Gogericht]] vereint, das die Nutzung der Ostermark regelte und an dem die Bewohner von Wehrbergen, die einen eigenen „Rauch“ hatten, teilnehmen mussten. In der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] wurden die altgermanischen, mündlich überlieferten Rechte durch den Landesherrn zunehmend beschnitten, und dieser bestimmte nunmehr die Abläufe in der Goe auf der Hamel.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem 16. Jahrhundert hüteten die Bauern aus Wehrbergen ihre Schweine auch im Süntelwald ([[Hutewald|Waldhude]]). Nach alten Akten hatte Wehrbergen noch in den Jahren 1740/1741 und 1828/1829 Rechte am „hessischen [[Süntel]]“&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Die verwendete Bezeichnung „hessischer Süntel“ für einen Abschnitt des östlichen Süntelberges rührt daher, dass die alte Grafschaft Schaumburg nach dem Aussterben der männlichen Hauptlinie des Grafenhauses 1648 geteilt wurde und der östliche Teil der Grafschaft an die Landgrafschaft Hessen-Kassel kam.&amp;lt;/ref&amp;gt; (an Teilen des Ostsüntels östlich Hessisch-Oldendorf und nördlich Fischbeck).&amp;lt;ref&amp;gt;Adolf Krüger, 2002, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zeitlichen und sachlichen Zusammenhang der Ostermarkteilung 1843 entstand die noch heute bestehende [[Waldgenossenschaft|Forstgenossenschaft]] Wehrbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiwillige Feuerwehr ===&lt;br /&gt;
1838 wurde für Wehrbergen eine erste Feuerwehrspritze gekauft. Am 1. April 1902 wurde im Ort eine Pflichtfeuerwehr gegründet. Am 1. Juli 1924 wurde die „[[Freiwillige Feuerwehr]] Wehrbergen“ gegründet. Im Zuge der [[Gebietsreform in Niedersachsen|Gebietsreform]] ging diese 1973 schließlich in die „Freiwillige Feuerwehr Hameln Ortsfeuerwehr Wehrbergen“ über. Am 4. Mai 1971 wurde die [[Jugendarbeit in der Feuerwehr|Jugendfeuerwehr]] Wehrbergen gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
* 1896 wurde der „Männergesangverein Wehrbergen“ gegründet.&lt;br /&gt;
* Am 16. Februar 1933 wurde der „Netz- und Sportfischereiverein Wehrbergen-Helpensen“ gegründet.&lt;br /&gt;
* Die „DRK-Ortsgruppe Wehrbergen“ ging 1938 oder 1948 aus dem am 23. August 1914 gegründeten „Vaterländischen Frauen-Verein Wehrbergen“ hervor.&lt;br /&gt;
* Am 15. April 1967 wurde der „Heimat- und Kulturverein Wehrbergen“ gegründet.&lt;br /&gt;
* Am 1. April 1982 wurde der „Turnverein Wehrbergen“ gegründet.&lt;br /&gt;
* 1985/1986 entstand nach dem Umbau der ehemaligen Schule im Ort das [[Dorfgemeinschaftshaus]], das von den Bürgern und den Vereinen im Ort genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedhelm Biermann: &amp;#039;&amp;#039;Der Weserraum im hohen und späten Mittelalter: Adelsherrschaften zwischen welfischer Hausmacht und geistlichen Territorien&amp;#039;&amp;#039;, Bielefeld, 2007.&lt;br /&gt;
* Max Burchard: &amp;#039;&amp;#039;Die Bevölkerung des Fürstentums Calenberg-Göttingen gegen Ende des 16. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig, 1935, S. 129 f. (Einwohnerverzeichnis)&lt;br /&gt;
* Max Burchard, Herbert Mundhenke: &amp;#039;&amp;#039;Die Kopfsteuerbeschreibung der Fürstentümer Calenberg-Göttingen und Grubenhagen von 1689&amp;#039;&amp;#039;, Teil 5, Hildesheim, 1961.&lt;br /&gt;
* S. D. G. Freydank, &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Ortsnamen des Kreises Hameln-Pyrmont&amp;#039;&amp;#039;, Hameln, 1929.&lt;br /&gt;
* Hans-Wilhelm Heine: &amp;#039;&amp;#039;Die ur- und frühgeschichtlichen Burgwälle im Regierungsbezirk Hannover&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 95–97.&lt;br /&gt;
* Adolf Krüger, Wilhelm Beissner, Ernst Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Wehrbergen - gestern und heute als Bildband&amp;#039;&amp;#039;, Verein für Kultur- und Heimatpflege Wehrbergen (Hrsg.), Selbstverlag, 1992.&lt;br /&gt;
* Adolf Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Wehrbergen. Beiträge zur Dorfgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Wehrbergen, 2002, S. 3.&lt;br /&gt;
* Ernst Natermann: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Talbodens von Hameln und ihr Einfluß auf den Werdegang der Altstadt&amp;#039;&amp;#039;, in: Geschichte der Stadt Hameln. Verlag der Bücherstube Fritz Seifert, Hameln, 1983.&lt;br /&gt;
* Niedersächsische Landgesellschaft mbH: &amp;#039;&amp;#039;Dorferneuerung Wehrbergen&amp;#039;&amp;#039;, Hannover, 1985.&lt;br /&gt;
* Christina Ricke: &amp;#039;&amp;#039;Wehrbergen im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag, im Auftrag der Stadt Hameln, Hameln 1990, siehe Einzelnachweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.hameln.de/de/buergerservice-verwaltung/blick-in-die-geschichte/hamelns-ortsteile/wehrbergen Wehrbergen im Stadtportal von Hameln]&lt;br /&gt;
* [http://www.wehrbergen-an-der-weser.de/ Homepage zum Stadtteil Wehrbergen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Hameln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7745682-8|VIAF=248795197}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Hameln-Pyrmont]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Hameln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hameln-Pyrmont)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Weser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1040]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AxelHH</name></author>
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