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	<title>Wehencocktail - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-03-08T00:53:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wehencocktail.JPG|mini|hochkant=1.4|Verzehrfertiger Wehencocktail]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wehencocktail&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine Mischung aus verschiedenen zum Teil [[arzneimittel]]wirksamen Stoffen zur Einleitung der [[Wehe|Geburtswehen]] bezeichnet, die in der [[Geburtshilfe]] zum Einsatz kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ingrid Gerhard]]|Titel=Geburtshilfe integrativ: konventionelle und komplementäre Therapie |Verlag=Elsevier, Urban &amp;amp; Fischer |Datum=2005 |ISBN=3-437-56510-9 |Seiten=467}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsweise ==&lt;br /&gt;
Arzneimittelbestandteil jedes Wehencocktails ist [[Rizinusöl]], daneben werden andere Flüssigkeiten hinzugegeben, die entweder die Wirkung verstärken oder der geschmacklichen Verbesserung des Cocktails dienen sollen. Die in Rizinus enthaltene [[Rizinolsäure]] wirkt auf die Darmfunktion und löst so Reaktionen aus (z.&amp;amp;nbsp;B. starke Kontraktionen der Darmmuskulatur). Lange wurde angenommen, dass diese dem Körper der Schwangeren signalisieren, dass sich die Lebensbedingungen des ungeborenen Kindes akut verschlechtern und aus diesem Grund zu heftigen Wehen führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Laue&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Birgit Laue |Titel=1000 Fragen an die Hebamme |Verlag=Gräfe und Unzer |Datum=2008 |ISBN=978-3-8338-1209-5 |Seiten=214}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ließ sich jedoch nachweisen, dass Rizinolsäure direkt auf [[Prostaglandin E-Rezeptor|Prostaglandinrezeptoren]] der Muskelzellen in der [[Gebärmutter]], wie auch im Darm, wirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Antje Findeklee: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spektrum.de/news/wehenfoerdernde-wirkung-von-rizinusoel-aufgeklaert/1152212 Wehenfördernde Wirkung von Rizinusöl aufgeklärt.]&amp;#039;&amp;#039; Meldung  bei spektrum.de vom 21. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sorin Tunaru, Till F. Althoff, Rolf M. Nüsing, Martin Diener, Stefan Offermanns: &amp;#039;&amp;#039;Castor oil induces laxation and uterus contraction via ricinoleic acid activating prostaglandin EP&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; receptors.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proc. Natl. Acad. Sci.&amp;#039;&amp;#039; 25. April 2012, [[doi:10.1073/pnas.1201627109]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher kommt es neben der für ein [[Abführmittel]] typischen Symptome&amp;lt;ref&amp;gt;J. L. Tenore: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.aafp.org/afp/2003/0515/p2123.html Methods for cervical ripening and induction of labor.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Am Fam Physician.&amp;#039;&amp;#039; 67(10), 15. Mai 2003, S. 2123–2128. Review. PMID 12776961&amp;lt;/ref&amp;gt; auch zu einer Anregung der Gebärmutterkontraktionen. Zur Wirksamkeit bestehen nur wenige, kleine Studien, die einen geburtbeschleunigenden Effekt andeuten, allerdings trat als sehr häufige Nebenwirkung [[Übelkeit]] und [[Durchfall]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briggs&amp;quot;&amp;gt;G. Briggs, R. Freeman, S. Yaffe: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=YOEV2w3XTxsC&amp;amp;pg=PA271&amp;amp;redir_esc=y&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false Drugs in Pregnancy and Lactation: A Reference Guide to Fetal and Neonatal Risk.]&amp;#039;&amp;#039; 8., überarb. Auflage. Lippincott Williams &amp;amp; Wilkins, 2008, ISBN 978-0-7817-7876-3, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D. Garry, R. Figueroa, J. Guillaume, V. Cucco: &amp;#039;&amp;#039;Use of castor oil in pregnancies at term.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Altern Ther Health Med.&amp;#039;&amp;#039; 6(1), Jan 2000, S. 77–79. PMID 10631825.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. Azhari, S. Pirdadeh, M. Lotfalizadeh, M. T. Shakeri: &amp;#039;&amp;#039;Evaluation of the effect of castor oil on initiating labor in term pregnancy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Saudi Med J.&amp;#039;&amp;#039; 27(7), Jul 2006, S. 1011–1014. PMID 16830021&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer systematischen Übersichtsarbeit wird die Datenlage aufgrund des schwachen Studiendesigns als nicht ausreichend zur Beurteilung der Wirksamkeit bewertet.&amp;lt;ref&amp;gt;A. J. Kelly, J. Kavanagh, J. Thomas: &amp;#039;&amp;#039;Castor oil, bath and/or enema for cervical priming and induction of labour.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cochrane Database Syst Rev.&amp;#039;&amp;#039; 2, 2001, Art. Nr. CD003099. Review. PMID 11406076&amp;lt;/ref&amp;gt; Es existieren [[Fallbericht (Medizin)|Fallberichte]] über verschiedene Komplikationen beim Einsatz von Rizinusöl in der Geburtshilfe, die jedoch nicht spezifisch für [[Geburtseinleitung]]en sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briggs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Bei Überschreitung des [[Geburtstermin|errechneten Geburtstermins]] um vierzehn Tage liegt eine [[Übertragung (Geburt)|Übertragung]] vor. Im deutschsprachigen Raum ist zudem für den Zeitraum von der 40+1 bis 41+6 Schwangerschaftswoche der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Terminüberschreitung&amp;#039;&amp;#039; etabliert. Aufgrund des bereits vor der eigentlichen Übertragung kontinuierlich ansteigenden Risikos für eine fetale [[Mortalität]] und [[Morbidität]] durch [[Plazentainsuffizienz]] soll in Deutschland eine Geburtseinleitung ab dem 3. Tag der 42. Schwangerschaftswoche (41+3 SSW)  empfohlen werden. Ab der 42+0 Schwangerschaftswoche ist eine Geburtseinleitung oder ein [[Kaiserschnitt]] [[Indikation|indiziert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{AWMF|https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-065.html|S1|Vorgehen bei Terminüberschreitung und Übertragung|[[Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe|Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe]] (DGGG)|Februar 2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den geburtseinleitenden Maßnahmen kann auch die Gabe eines Wehencocktails zählen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Klaus-Peter Schaps u. a. |Titel=Das Zweite-kompakt: Gynäkologie, Pädiatrie |Verlag=Springer |Datum=2007 |ISBN=978-3-540-46347-4 |Seiten=33}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Risiken ==&lt;br /&gt;
Wehencocktails können von medizinischen und pharmakologischen Laien hergestellt und ohne ausreichende medizinische Indikation und ärztliche Überwachung eingenommen werden. Die Hebamme [[Ingeborg Stadelmann]] distanzierte sich speziell von der Einnahme von Eisenkraut als Zutat des Cocktails.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeborg Stadelmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Hebammen-Sprechstunde.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gewünschte Effekt der Geburtseinleitung kann nur dann eintreten, wenn sich auch der [[Muttermund]] öffnet. Daher birgt die Einnahme eines Wehencocktails bei noch nicht geburtsbereiten Frauen (fehlende Muttermundreife) Gefahren für Mutter und Kind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Laue&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;O DM</name></author>
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