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	<title>Wehe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wehe&amp;diff=49154&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;LukeTriton: /* Wehenarten und Geburtsphasen beim Menschen */ Länge von Dauer zu Dauer gekürzt</title>
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		<updated>2024-07-13T07:55:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wehenarten und Geburtsphasen beim Menschen: &lt;/span&gt; Länge von Dauer zu Dauer gekürzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Cardiotocograph.JPG|mini|[[Wehenschreiber]]: Die Zahl links ist die Herzfrequenz des Ungeborenen.]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wehe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Muskelkontraktion]] der [[Gebärmutter]]muskulatur während der Gravidität ([[Trächtigkeit]] bzw. [[Schwangerschaft]] beim Menschen) und unter der [[Geburt]] bei [[Säugetiere]]n. Der Name leitet sich von den Schmerzäußerungen (das „Weh“) der Gebärenden ab, die die Wehe verursacht. Als Wehen werden dabei Muskelkontraktionen bezeichnet, die einen Einfluss auf die Geburt haben, sei es durch Verkürzung oder Öffnung des Gebärmutterhalses oder durch Bewegung des Fetus Richtung [[Beckenboden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wehen können bereits während der Tragzeit oder Schwangerschaft entstehen (Schwangerschaftswehen, Senkwehen) und sie treten verstärkt unmittelbar vor und bei der Geburt auf (Geburtswehen). Die einzelnen Wehen haben beim Menschen jeweils eine Länge von 20 bis 60 Sekunden Dauer, ihre Frequenz ist abhängig vom Typ der Wehen. Nicht als Wehen bezeichnet werden Kontraktionen der Gebärmutter während der [[Menstruation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der Wahl, Wehen zu messen und zu dokumentieren, ist die Tokometrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Wehen sind [[Chronobiologie|rhythmische]] [[Muskelkontraktion]]en der [[Gebärmutter]] während der Tragzeit oder Schwangerschaft und des [[Geburt|Gebärens]]. Wie jeder Muskel trainieren muss, ist auch die glatte Muskulatur des Uterus darauf angewiesen, die am Beginn der Schwangerschaft noch unzureichenden Verbindungen und schwache Ausbreitung der Erregungsleitung dieser Muskelzellen so zu optimieren, dass sie schließlich den Anforderungen der Geburt genügen. Während diese „Übungswehen“ meist kurz und schmerzlos sind und häufig auch von der Frau nur wenig wahrgenommen werden, sind Geburtswehen sehr schmerzhaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wehenarten und Geburtsphasen beim Menschen ==&lt;br /&gt;
Die Wehen sind sowohl die treibende Kraft bei der Einstellung des Fetus in den Geburtskanal wie der Austreibung des [[Fötus|ungeborenen Kindes]] aus dem Mutterleib. Einzelne Wehen sind zeitlich klar gegeneinander abgegrenzt, Stärke und Frequenz nehmen im Laufe der Geburt zu. Sie haben jeweils eine Dauer von 20 bis 60 Sekunden, ihre Frequenz ist abhängig vom Typ der Wehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Schwangerschaft und Geburt sowie danach gibt verschiedene Arten von Wehen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kardiotokogramm.jpg|mini|Ein aufgezeichnetes [[Kardiotokografie|Cardiotokogramm]] (CTG)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bookmiller 1954 176.png|mini|Phasen der Geburt beim Auspressen des Kindes]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;vorzeitige&amp;#039;&amp;#039; Wehen, auch Schwangerschaftswehen oder Senkungswehen, treten vor der 20. [[Schwangerschaft]]swoche vor allem bei Verlagerungen der Gebärmutter auf. Sie sind in der Regel schmerzfrei und machen sich durch ein leichtes Ziehen im Unterleib bemerkbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität&amp;quot; /&amp;gt; In sehr seltenen Fällen können sie sich verstärken und zu einer [[Frühgeburt]] führen. Zur Reduzierung und Wehenhemmung werden in diesen Fällen [[Tokolytikum|Tokolytika]] eingesetzt. Die Abgrenzung zu  (schmerzhaften) &amp;#039;&amp;#039;Übungswehen&amp;#039;&amp;#039; ist schwierig (s.&amp;amp;nbsp;u.).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Übungswehen,&amp;#039;&amp;#039; sogenannte [[Braxton-Hicks-Kontraktion]], können etwa ab der 25. Schwangerschaftswoche auftreten. Dabei wird der ganze Bauch hart. Übungswehen, die länger als eine Minute dauern oder starke Schmerzen verursachen, bedürfen der Kontrolle durch Hebammen oder Ärzte. Gegen Ende der Schwangerschaft (ca. ab der 36. Woche) gehen die Übungswehen in &amp;#039;&amp;#039;Vorwehen&amp;#039;&amp;#039; über.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vorwehen&amp;#039;&amp;#039; sind unregelmäßig auftretende Wehen und unterschiedlich schmerzhaft. Sie treten in den Wochen und Tagen vor der Geburt als einleitender Teil derselben auf und werden auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Senkwehe]]n&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Stellwerken&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, da sie das ungeborene Kind in das Becken der Mutter schieben und in den [[Geburtskanal]] bringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Zeit kann beobachtet werden, dass der Bauch der Schwangeren sich allmählich &amp;#039;&amp;#039;senkt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eröffnungswehen&amp;#039;&amp;#039; sind regelmäßig wiederkehrende Wehen zu Beginn des eigentlichen Geburtsvorgangs, die an Stärke und Häufigkeit zunehmen. Sie setzen etwa 10 bis 12 Stunden vor der Geburt ein,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäffler &amp;amp; Menche&amp;quot; /&amp;gt; bei Mehrfachgebärenden auch deutlich später, und haben jeweils einen Abstand von 10 bis 15 Minuten. Sie dienen zur vollständigen Öffnung des [[Gebärmutterhals|Muttermundes]] auf die erforderlichen zehn Zentimeter Weite und führen in der Regel auch zum [[Blasensprung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäffler &amp;amp; Menche&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Press-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Austreibungswehen&amp;#039;&amp;#039; sind Wehen, welche das Kind durch den Muttermund und die [[Vagina des Menschen|Vagina]] schieben und von der Gebärenden durch starkes Pressen unterstützt werden sollten. Sie werden durch die [[Bauchmuskulatur]] unterstützt. Bei Erstgebärenden kann diese Phase bis zu 3 Stunden dauern, bei Mehrfachgebärenden teilweise nur 30 bis 60 Minuten. Die Wehenintensität und die -frequenz nehmen zu, teilweise können bis zu 5 Wehen innerhalb von 10 Minuten auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäffler &amp;amp; Menche&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nach-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Nachgeburtswehen&amp;#039;&amp;#039; sind Wehen nach dem eigentlichen Geburtsvorgang, die zur Ablösung und Ausstoßung der [[Plazenta]] führen. Dies findet meistens innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Geburt des Kindes statt und erfolgt durch ein kräftiges Zusammenziehen der Gebärmutter, wodurch sich auch die Wundfläche und damit die Blutung verringern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäffler &amp;amp; Menche&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachwehen&amp;#039;&amp;#039; sind Wehen, die in den Tagen nach der Geburt, also des [[Wochenbett]]s, auftreten und die Rückbildung der Gebärmutter &amp;#039;&amp;#039;(Involutio uteri)&amp;#039;&amp;#039; sowie die [[Blutstillung]] unterstützen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität&amp;quot; /&amp;gt; Sie treten normalerweise immer auf, sind aber bei [[Pluripara|Mehrgebärenden]] sowie bei Müttern, die ihre Kinder [[stillen]] &amp;#039;&amp;#039;(Stillwehen)&amp;#039;&amp;#039; stärker und schmerzhafter. Bei diesen dauert es dann nicht so lange, bis die Gebärmutter ihre ursprüngliche Größe wieder erreicht hat. Beim Stillen wird durch den Reiz an den Brustwarzen aus dem [[Hypophyse]]nhinterlappen [[Oxytocin]] freigesetzt, das auch nach der Geburt noch einen wehenfördernden Effekt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oxytocin.svg|mini|Das in der Hirnanhangsdrüse produzierte [[Oxytocin]] löst die Wehen und den Geburtsvorgang aus]]&lt;br /&gt;
Das wehenauslösende Hormon ist das [[Oxytocin]], das in der Hirnanhangsdrüse ([[Hypophyse]]nhinterlappen) produziert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994&amp;quot; /&amp;gt; Die Ausschüttung des Oxytozin und die Wehen selbst werden durch verschiedene Faktoren ausgelöst, darunter auch die Abnahme der [[Progesteron]]konzentration und die Zunahme der [[Prostaglandine]] im Blut sowie nervale Stimulationen aus dem Bereich der Vagina und der Gebärmutter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994&amp;quot; /&amp;gt; Dies geschieht in der Regel etwa 250 bis 285 Tage nach der [[Befruchtung]] in der 38. bis 42. Schwangerschaftswoche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäffler &amp;amp; Menche&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Schwangerschaft steigt die Anzahl der Oxytozin-Rezeptoren der Gebärmutterwand und die Muskulatur der Gebärmutter wird durch den während der Schwangerschaft sehr hohen [[Estrogene|Östrogenspiegel]] im Blut auf die Geburt vorbereitet, indem sie das [[Membranpotential|Membranpotenzial]] der [[Glatte Muskulatur|glatten Uterusmuskulatur]] senkt. Durch die vermehrte Ausschüttung von Prostaglandinen direkt vor der Geburt werden der Gebärmutterhals und der [[Gebärmutterhals|Muttermund]] aufgeweicht, sodass sie sich unter der Geburt für den Durchtritt des Kindes öffnen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäffler &amp;amp; Menche&amp;quot; /&amp;gt; Durch diese hormonelle Vorbereitung ist die Gebärmutter zum Zeitpunkt der Geburt auf diese vorbereitet. Die Erregbarkeit und die Fähigkeit zu koordinierter Kontraktion sowie die Kontraktionskraft der Muskulatur sind erhöht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994 503&amp;quot; /&amp;gt; Der finale Auslöser für die Oxytozinausschüttung geht wahrscheinlich vom Kind aus, das bei korrekter Geburtslage mit dem Kopf auf die Dehnungsrezeptoren des Gebärmutterhalses drückt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994 503&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Oxytozin wird aus der Hypophyse in den Blutkreislauf gegeben und dockt an die Rezeptoren der Gebärmuttermuskulatur an. Es erregt diese stoßweise, da es durch das Enzym [[Oxytocinase]] nach jeder Aktivierung sehr schnell wieder abgebaut wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994 503&amp;quot; /&amp;gt; Zudem stimuliert das Oxytozin die weitere Bildung von Prostaglandinen, die ebenfalls aktivierende Wirkung auf die Muskulatur haben. Der [[Tonus]] des [[Sympathikus]] ist zudem erhöht und unterstützt die Frau bei der Wehenarbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994 503&amp;quot; /&amp;gt; Die Wehen selbst gehen von einem Schrittmacherzentrum spontan aktivierter Muskelzellen aus, die die Erregung mit einer Geschwindigkeit von etwa 2 Zentimeter pro Sekunde an weitere Zellen und damit das gesamte Organ weitergeben, was zur koordinierten Kontraktion führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994 503&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemessen werden die Wehenaktivitäten in [[Montevideo-Einheit]]en (ME), die die Wehenaktivität als [[Produkt (Mathematik)|Produkt]] der Wehenanzahl pro zehn Minuten und dem maximalen Druck (intrauteriner Druck in mmHg) angeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994 503&amp;quot; /&amp;gt; Die Vorwehen erreichen dabei etwa 20 ME, entsprechend einer Wehe pro zehn Minuten mit einem Druck von 20 mmHg. Mit der Eröffnungsphase steigt die Wehenfrequenz auf 3 Wehen pro zehn Minuten mit 30 bis 50 mmHg Druck, wobei der Kopf in den Muttermund gedrückt wird und sich der Zervixkanal zunehmend öffnet. Durch die Dehnung der Gewebe und des umliegenden [[Becken (Anatomie)|Beckens]] werden Schmerzen verursacht. In der weiteren Austreibungsphase und der Dehnung des Muttermundes kommt es zu weiteren Nervenimpulsen der Dehnungsrezeptoren und die Ausschüttung von Oxytocin wird weiter stimuliert ([[Ferguson-Reflex]]), zugleich kommt es zur weiteren Aktivierung des Schrittmacherzentrums und zur reflektorischen Pressmotorik der Bauch- und [[Zwerchfell]]muskulatur, um den Pressvorgang zu unterstützen. Bei den Presswehen werden Druckwerte von 40 bis 80 mmHg erreicht und die typische Wehenfrequenz liegt bei 4 bis 5 Wehen pro 10 Minuten, dies entspricht als etwa 270 ME.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994 503&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wehenmessung ==&lt;br /&gt;
Die Kontrolle der Wehen erfolgt durch [[Palpation|Betasten]] des Bauches mit der Hand oder mittels eines drucksensiblen Gerätes, dem [[Kardiotokografie|Tokographen]] (Wehenschreiber). Parallel zur Wehenmessung erfolgt die Kontrolle und Beurteilung des Herzschlags des Kindes in regelmäßigen Abständen vor der Geburt entweder durch das [[Pinard-Rohr|Holztonrohr nach Pinard]] oder mittels der [[Pulsed-Wave-Doppler|Ultraschallabnehmer]] eines [[Kardiotokografie|Cardiotokographen]] (CTG) oder [[Dopton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wehenförderung und -minderung ==&lt;br /&gt;
Im Regelfall wird medizinisch in den Geburtsprozess nicht eingegriffen, da es sich um einen natürlichen Prozess handelt. In Einzelfällen sind jedoch medizinische Maßnahmen notwendig, um die Wehenaktivität abzuschwächen oder zu fördern. Dies kann bei verschiedenen Wehenanomalien (Wehendystokien) notwendig werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Wehendystokie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tokolyse|Wehenhemmung]] (Tokolyse) wird vor allem eingesetzt, wenn die Wehenaktivität zu früh in der Schwangerschaft einsetzt und die Gefahr einer [[Frühgeburt]] besteht. Sie kann auch notwendig werden bei einem zu früh erfolgten [[Blasensprung]], also dem Einreißen der [[Fruchtblase]], bei sehr starker Wehenbildung während der frühen Geburt sowie bei operativen Eingriffen an der Gebärmutter während der Schwangerschaft. In der Regel erfolgt eine Wehenhemmung durch Beruhigung und [[Bettruhe]] sowie medikamentös durch die Gabe von wehenhemmenden Medikamenten wie dem [[Sympathomimetikum]] [[Fenoterol]], [[Sedierung|Sedativa]] und [[Magnesiumsulfat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität WH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Wehenförderung]] kann notwendig werden, wenn eine Geburt aufgrund einer zu langen [[Übertragung (Geburt)|Übertragung]] über den erwarteten Geburtstermin hinaus oder aus anderen Gründen eingeleitet werden soll oder wenn die natürliche Wehenintensität bei der Geburt zu schwach ist oder durch Muskelermüdung wieder abnimmt ([[Wehenschwäche]]),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität Schwäche&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Wehendystokie&amp;quot; /&amp;gt; sodass der Geburtsvorgang und das Kind gefährdet sind. Zur Weheninitialisierung werden verschiedene Mittel und Methoden eingesetzt. Wehenauslösend können verschiedene Genussmittel wie [[Kaffee]] und [[Schwarzer Tee]] sowie [[Nicotin|Nikotin]] sein. Auch warme Bäder, Einläufe oder auch ein [[Orgasmus]] können weheneinleitend sein. Als Haus- und [[Hebamme]]nmittel werden zudem [[Wehencocktail]]s aus verschiedenen Stimulantien gemischt und getrunken. Medikamentös erfolgt die Wehenverstärkung durch das [[Sexualhormone|Sexualhormon]] [[Oxytocin]], das intravenös über einen sogenannten [[Wehentropf]] verabreicht wird und die Gebärmutter stimulieren soll,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Wehenmittel&amp;quot; /&amp;gt; oder durch [[Prostaglandine]], die in Form eines Gels oder Zäpfchens vor den Muttermund platziert werden und geburtseinleitend sind. Zur Blutungsstillung nach der Geburt können zudem [[Ergotamin]]e eingesetzt werden, die eine Dauerkontraktion der Gebärmutter auslösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität WF&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Wehenmittel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Überdosierung von wehenfördernden Mittel und auch bei natürlichen Wehen kann es in seltenen Fällen zu einem [[Wehensturm]] oder &amp;#039;&amp;#039;Krampfwehen&amp;#039;&amp;#039; kommen, bei dem die Gebärmutter [[Krampf|verkrampft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität Sturm&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Objektiv kann der Wehenschmerz durch verschiedene [[Arzneimittel|Medikamente]] oder [[Anästhesie]]verfahren (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Periduralanästhesie]]) gelindert werden. Allerdings können Medikamente und Verfahren eine negative Auswirkung auf die Geburt haben. Zum einen auf die Geburtsdauer, da sie die Effektivität der Wehen selbst verringern können und die Mitarbeit der Gebärenden erschweren. Zum anderen aber auch auf das Kind, da die schmerzstillenden Substanzen auch in den Blutkreislauf und somit auch in die Blutbahn des Kindes gelangen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Geburt mit PDA (PeriDualAnästhesie) |Sammelwerk=Hallo Eltern |Datum=2016-01-11 |Online=https://www.hallo-eltern.de/schwangerschaft/periduralanaesthesie-pda/ |Abruf=2018-07-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher gab es frühzeitig Bestrebungen von Gynäkologen wie [[Frédérick Leboyer]], [[Fernand Lamaze]] oder [[Dick-Read]] durch Entspannungs- und Atmungstechniken sowie intensiver mentaler Einstimmung Frauen auf die Geburtswehen vorzubereiten, was heute häufig Teil von Geburtsvorbereitungskursen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wehen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pschyrembel Wörterbuch Sexualität.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2006, S. 1586.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität WH&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wehenhemmung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pschyrembel Wörterbuch Sexualität.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2006, S. 1586.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität WF&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wehenförderung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pschyrembel Wörterbuch Sexualität.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2006, S. 1586.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität Schwäche&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wehenschwäche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pschyrembel Wörterbuch Sexualität.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2006, S. 1586.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Sexualität Sturm&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wehensturm&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pschyrembel Wörterbuch Sexualität.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2006, S. 1586.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wehen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pschyrembel Medizinisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 257. Auflage. De Gruyter, Berlin 1993, ISBN 3-933203-04-X, S. 1658.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Wehendystokie&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wehendystokie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pschyrembel Medizinisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 257. Auflage. De Gruyter, Berlin 1993, ISBN 3-933203-04-X, S. 1658–1659.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pschyrembel Wehenmittel&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wehenmittel&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pschyrembel Medizinisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 257. Auflage. De Gruyter, Berlin 1993, ISBN 3-933203-04-X, S. 1658–1659.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schäffler &amp;amp; Menche&amp;quot;&amp;gt;Arne Schäffler, Nicole Menche: &amp;#039;&amp;#039;Mensch – Körper – Krankheit.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer, München 1999, S. 416–418.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994&amp;quot;&amp;gt;Rainer Klinke, Stefan Silbernagl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Physiologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 1994, ISBN 3-13-796002-9, S. 451.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klinke &amp;amp; Silbernagl 1994 503&amp;quot;&amp;gt;Rainer Klinke, Stefan Silbernagl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Physiologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Thieme, Stuttgart 1994, ISBN 3-13-796002-9, S. 503–505.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Wehe}}&lt;br /&gt;
* [http://www.familie.de/schwangerschaft/artikel/alles-ueber-wehen/alles-ueber-wehen/ Alles über Wehen] – Ursachen des Wehen-Schmerzes u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
* [http://www.uebungswehen.de/ weiterführende Informationen über Übungswehen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4189378-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pränatalmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebärmutter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LukeTriton</name></author>
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