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	<title>Wegzoll - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-01-18T20:03:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; LCCN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wegzoll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Wegezoll&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Wegegeld&amp;#039;&amp;#039;) war eine [[Zoll (Abgabe)|Abgabe]] an den jeweiligen [[Grundherr]]n von Reisenden und [[Kaufleute]]n, damit dieser Personenkreis die [[Straße]]n und [[Wasserwege]] des Landes nutzen durfte. Wegzoll, auch durchgesetzt durch den [[Straßenzwang]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Kühtreiber]]: [https://www.academia.edu:443/1496344/Strasse_und_Burg._Anmerkungen_zu_einem_vielschichtigen_Verhaltnis._In_Kornelia_Holzner-Tobisch_Thomas_Kuhtreiber_Gertrud_Blaschitz_Hg._Die_Vielschichtigkeit_der_Strasse._Kontinuitat_und_Wandel_in_Mittelalter_und_fruher_Neuzeit_Veroffentlichungen_des_Instituts_fur_Realienkunde_des_Mittelalters_und_der_fruhen_Neuzeit_22_Wien_2012_263-301 &amp;#039;&amp;#039; Straße und Burg. Anmerkungen zu einem vielschichtigen Verhältnis&amp;#039;&amp;#039;], S. 286ff. In: Kornelia Holzner-Tobisch, Thomas Kühtreiber, Gertrud Blaschitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Vielschichtigkeit der Straße. Kontinuität und Wandel in Mittelalter und früher Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;, Veröffentlichungen des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit 22, Wien 2012, S. 263–301.&amp;lt;/ref&amp;gt; war besonders im [[Mittelalter]] stark verbreitet und neben den Zahlungen aus dem [[Stapelrecht]] eine wichtige Einnahmequelle. Heute ist der artverwandte Begriff [[Maut]] geläufiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:22 William England - Entrance of Niagara Suspension bridge.jpg|mini|hochkant|Brückenzoll bei der [[Niagara Falls Suspension Bridge]] (1859)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vignetten Schweiz 1985 - 2015.jpg|mini|hochkant|Vignetten bzw. deren Specimen, 1985–2015]]&lt;br /&gt;
Wegzoll musste meist an strategischen Stellen wie [[Brücke]]n oder [[Stadttor]]en entrichtet werden. In [[Europa]] geht der Wegzoll auf [[germanische Stämme]] zurück, die Abgaben von Reisenden verlangten, wenn sie Gebirgspassagen durchqueren wollten. Wegzoll musste dann seit dem [[Mittelalter]] besonders im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] gezahlt werden. Hierfür bildete sich ein Passagesystem heraus: Es gab an einer Route mehrere Zollstellen, an denen geringe Abgaben erhoben wurden. Beispiele waren der [[Ochsenweg]] in [[Schleswig-Holstein]] mit den Zollstätten an der [[Kongeå|Königsau]] sowie in [[Rendsburg]], [[Neumünster]], [[Bramstedt (Hagen im Bremischen)|Bramstedt]] und [[Ulzburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt, Ortwin Pelc (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das neue Schleswig-Holstein Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 2006, Lemma Zoll.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die [[Gabler Straße]] mit der Burg [[Karlsfried]] als Zollstelle. Eine weitere Form des Wegzolls war das [[Liniengeld]], welches beim Einfahren in die Stadt [[Wien]] ab Beginn des 18. Jahrhunderts entrichtet werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spezielle Form des Wegzolls war der [[Pflasterzoll]], der für die erstmalige Pflasterung und den anschließenden Unterhalt gezahlt werden musste. In [[Lünen]] gab es an einer Straßenanhöhe beim Passieren  den &amp;#039;&amp;#039;Siebenpfennigsknapp&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Erheben des Wegzolls gab es keine bindenden Vorschriften, weshalb oft Willkür herrschte. Der Übergang vom Zoll zum Raub war gleitend.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Timothy Reuter]], &amp;#039;&amp;#039;Die Unsicherheit auf den Straßen im europäischen Früh- und Hochmittelalter: Täter, Opfer und ihre mittelalterlichen und modernen Betrachter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Träger und Instrumentarien des Friedens im hohen und späten Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, Sigmaringen 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar standen die Zölle den [[Landesherr]]en zu, doch die von ihnen auf den [[Zollburg]]en eingesetzten [[Ministerialen]] entschieden oft selbständig über ihre Höhe und das von ihnen einbehaltene [[Entgelt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Mautverbot von [[Verfassungsrang]] in der Schweiz ({{Art.|82|BV|ch}} Abs. 3 [[Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft|BV]]) ist eine Folge der Wegzölle im 19. Jahrhundert, die den Handel und Wirtschaft übermäßig behinderten.&amp;lt;ref&amp;gt;Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK: [https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/29170.pdf &amp;#039;&amp;#039;Auslegeordnung Strassenbenutzungsgebühren&amp;#039;&amp;#039;] (Kapitel 3.3 &amp;#039;&amp;#039;Rechtliche Voraussetzungen für Strassenbenutzungsgebühren&amp;#039;&amp;#039;, S. 8–9).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schiffszoll ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfalzgrafenstein001.JPG|mini|Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub im Rhein]]&lt;br /&gt;
Eine weitere Form des Wegzolls war der Schiffszoll, der für die Nutzung eines Wasserweges erhoben wurde. Außerhalb der Städte gab es als Zollstationen auch spezielle Anlagen, die [[Zollburg]]en: So wurde etwa [[Schloss Loevestein]] in den [[Niederlande]]n an einem strategischen Punkt errichtet, an dem sich zwei Flüsse trafen. Hier mussten Schiffe und Boote einen Schiffszoll zahlen, um weiter den Fluss nutzen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Königreich [[Dänemark]] ließ für die Durchsetzung des [[Sundzoll]]s das [[Schloss Kronborg]] erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer auf die [[Reichsburg Cochem|Burganlage in Cochem]] bezogenen Urkunde vom 17.&amp;amp;nbsp;März 1130, die der Pfalzgraf [[Wilhelm (Weimar-Orlamünde)|Wilhelm von Ballenstedt]] ausstellen ließ, wird ein an der [[Mosel]] üblicher Schiffszoll genannt. Die im [[Rhein]] gelegene [[Burg Pfalzgrafenstein]] bei [[Kaub]] diente der Erhebung eines Schiffszolls. Eine weitere bekannte Zollstätte am Rhein war seit 1174 die [[Kaiserpfalz Kaiserswerth]].&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Rheinzoll|Elsflether Weserzoll}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4312438-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4312438-0|LCCN=sh85135900}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrecht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Straßenverkehrs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diopuld</name></author>
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