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	<title>Weender Bummel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T21:06:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Weender_Bummel&amp;diff=2219185&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grubenhagener: Ergänzung und Literaturangabe.</title>
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		<updated>2023-08-23T21:25:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung und Literaturangabe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Göttingen - Weenderbummel.jpg|mini|Postkarte (um 1910): Studenten auf dem Weender Bummel]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weender Bummel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein regionaler [[Studentisches Brauchtum|studentischer Brauch]], der im [[19. Jahrhundert]] in [[Göttingen]] entstand und bis in die frühen 1930er Jahre hinein lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Spaziergang|Bummel]] fand als sog. &amp;#039;&amp;#039;Weender Bummel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Heye: &amp;#039;&amp;#039;Nachzügler.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1919, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; jeden Sonntag, später dann auch samstags, von elf bis gegen ein Uhr mittags statt und verlieh der &amp;#039;&amp;#039;[[Weender Straße]]&amp;#039;&amp;#039; in Göttingen das Flair einer [[Promenade|Kurpromenade]]. Dabei lief er stets nach einem bestimmten Muster ab: Er begann immer nach Ende der Gottesdienste, setzte auf der Ostseite der Weender Straße am Göttinger &amp;#039;&amp;#039;Nabel&amp;#039;&amp;#039; ein und ging bis zur Ecke der &amp;#039;&amp;#039;Roten Straße&amp;#039;&amp;#039;. Die angrenzenden Straßenabschnitte vor den Kirchen mussten ausgespart bleiben, da dort [[Sonntagsruhe]] zu herrschen hatte. Die andere Straßenseite der Weender Straße war als &amp;#039;&amp;#039;Groner&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Zehnpfennigseite&amp;#039;&amp;#039; verpönt und wurde den nicht akademischen Bürgern überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Otto von Bismarck]] nahm während seiner [[Otto von Bismarck als Student|Göttinger Studentenzeit]] (1832–1833) regelmäßig am Weender Bummel teil und erkundigte sich noch Jahrzehnte später als [[Reichskanzler (Deutsches Kaiserreich)|Reichskanzler]] gegenüber Göttinger Besuchern, ob es den Bummel noch gebe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Meinhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Bullerjahn – Alt-Göttinger Studenten-Anekdoten.&amp;#039;&amp;#039; [[Muster-Schmidt]], Göttingen 1974, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] waren es vor allem die [[Couleur|farbentragenden]] [[Korporierter|Verbindungsstudenten]], die gemächlich im Gespräch die Weender Straße entlang bummelten und ab und zu für ein mehr oder weniger anspruchsvolles Gespräch stehen blieben; wer sehen und gesehen werden wollte, der ging auf den Weender Bummel. [[Erich Hückel]] schreibt dazu: &amp;#039;&amp;#039;Bei diesem flanierten die Studenten auf der Straße hin und her und begrüßten sich bei der xten Begegnung zum xten Mal.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Hückel: &amp;#039;&amp;#039;Ein Gelehrtenleben. Ernst und Satire.&amp;#039;&amp;#039; Weinheim 1975, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen der steigenden Zahl der Studenten wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine zweite Bummelstunde zwischen 17 und 18 Uhr am Sonntagabend eingeführt, die aber längst nicht die Bedeutung der morgigen erreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Meinhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Bullerjahn – Alt-Göttinger Studenten-Anekdoten.&amp;#039;&amp;#039; [[Muster-Schmidt]], Göttingen 1974, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt; Spaßeshalber wurden die Frauen, die sich auf dem Weender Bummel befanden, wegen ihrer Vorliebe für das Schaufensterbetrachten von den Studenten als &amp;#039;&amp;#039;Verkehrshindernis&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weender Bummel blühte nach dem Ersten Weltkrieg, in den [[Goldene Zwanziger|goldenen Zwanzigern]], noch einmal für einige Jahre auf. Er fand jedoch zu Beginn der 1930er Jahre ein jähes Ende, als diese gemütliche und zwanglose Art der bürgerlichen Kommunikation den organisierten Massenaufzügen der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] weichen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Günther Meinhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Bullerjahn – Alt-Göttinger Studenten-Anekdoten.&amp;#039;&amp;#039; [[Muster-Schmidt]], Göttingen 1974, S. 44–47.&lt;br /&gt;
* [[Walter Nissen]], [[Waldemar R. Röhrbein|Waldemar Röhrbein]]: &amp;#039;&amp;#039;Göttingen so wie es war.&amp;#039;&amp;#039; Düsseldorf 1975, S. 32 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentisches Brauchtum und Ritual]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Göttinger Studentengeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grubenhagener</name></author>
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