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	<title>Wechselkurssystem - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wechselkurssystem&amp;diff=454360&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mützelzipfe: /* Klassifikation von Wechselkurssystemen */ - Bot</title>
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		<updated>2026-04-30T13:56:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Klassifikation von Wechselkurssystemen: &lt;/span&gt; - Bot&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Begriff Wechselkurssystem bzw. &amp;#039;&amp;#039;(Internationales) Währungssystem&amp;#039;&amp;#039;, also die Tauschrelation von Währungen; für &amp;#039;&amp;#039;Währungssystem&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Währungsordnung&amp;#039;&amp;#039;  siehe [[Währungssystem]].}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wechselkurssystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Wechselkursregime&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man die Art und Weise, wie sich ein [[Wechselkurs]], also die Tauschrelation zwischen zwei [[Währung]]en, bildet. Es lassen sich zwei Grundformen unterscheiden: Bildet sich ein Wechselkurs frei durch das Angebots- und Nachfrageverhalten auf dem [[Devisenmarkt]], liegt ein flexibler Wechselkurs vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein System fester Wechselkurse wird dagegen durch staatliche Vereinbarungen geschaffen und muss durch Interventionen abgesichert werden. Daneben existieren zahlreiche Zwischen- und Sonderformen. Die Wahl des Wechselkurssystems eines Landes wird durch politische Ziele und vorhandene internationale Verflechtungen beeinflusst. Das Wechselkurssystem ist Teil der [[Währungsordnung]] eines Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flexible Wechselkurse ==&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Devisenmarktgleichgewicht.jpeg|mini|Devisenmarktgleichgewicht im System flexibler Wechselkurse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Devisenmarktgleichgewicht&amp;quot;&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Flexibler Wechselkurs|Flexible (freie) Wechselkurse]] (wie beim [[Floating (Währungskurse)|„Floating“]]) entsprechen dem Prinzip einer [[Marktgleichgewicht|marktwirtschaftlichen Preisbildung]] auf dem [[Devisenmarkt]]. Die Kursbildung erfolgt ausschließlich durch das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage, d.&amp;amp;nbsp;h. grundsätzlich ohne staatliche Eingriffe. Der Marktmechanismus auf dem Devisenmarkt, der sogenannte [[Wechselkursmechanismus]], sorgt in der Theorie dafür, dass die Angebots- und Nachfragemengen zum Gleichgewichtskurs übereinstimmen (Devisenmarktgleichgewicht).&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Entstehung eines Gleichgewichtes auf dem Devisenmarkt muss die Bedingung der [[Zinsparität]] erfüllt sein. Diese Hypothese besagt, dass die [[Rendite|Effektivrendite]] von in- und ausländischen [[Kapitalanlage]]n gleich sein muss. Sie impliziert, dass Zinsunterschiede zwischen in- und ausländischen Kapitalanlagen allein auf erwarteten Wechselkursänderungen beruhen. D.&amp;amp;nbsp;h. beim Gleichgewichtskurs gleichen sich die erwarteten kurzfristigen Renditen an.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Blanchard, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7209-7, S. 845.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschieben sich [[Devisenangebot]] und/oder [[Devisennachfrage]] der verschiedenen Währungen im Zeitablauf, führt dies zu einer Veränderung der gleichgewichtigen Wechselkurse. Diese [[Wechselkursschwankungen|Schwankungen]] werden als „floating“ bezeichnet. Wird der Wechselkurs seitens der [[Zentralbank]]en beeinflusst, um kurzfristige Schwankungen zu glätten und für geordnete Marktverhältnisse zu sorgen, spricht man von „[[Managed Floating|managed floating]]“. Zielen die [[Devisenmarktintervention|Interventionen]] auf die Manipulation des Wechselkurstrends ab, bezeichnet man dies als „dirty floating“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 141/182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit eine Anpassung des Devisenmarktgleichgewichtes nach Störungen erfolgen kann, beispielsweise aufgrund steigender [[Import (Wirtschaft)|Importe]], müssen die Bedingungen der [[Vollkommener Markt|vollständigen Konkurrenz]] erfüllt sein. Der Devisenmarkt kommt diesem Idealmodell sehr nahe, da regelmäßig viele Anbieter und Nachfrager auf dem Markt tätig sind, die [[Markttransparenz]] sehr hoch ist sowie die sachlichen, persönlichen oder räumlichen Differenzierungen kaum Bedeutung haben.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Albers: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft (HdWW)&amp;#039;&amp;#039;. Band 8, Gustav Fischer, Stuttgart 1988, ISBN 3-525-10257-7, S. 578.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Devisenangebot und -nachfrage stammen einerseits von [[Außenhandel|Außenhändlern]], die [[Export]]- und Importgeschäfte in fremder oder eigener Währung abwickeln. Zum anderen entstehen sie durch Zins[[Arbitrage|arbitrageure]], die ihre [[Finanztransaktion]]en von [[Zinsdifferenz]]en und Wechselkurserwartungen abhängig machen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Festsetzung eines durch währungspolitische Vereinbarungen vorgegebenen [[Leitkurs]]es wird in einem System flexibler Wechselkurse verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Länder mit völlig flexiblen Wechselkursen sind die [[USA]], das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]], [[Norwegen]] sowie [[Schweden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20061114_jpr/source/ref_20061114_jpr.de.pdf |autor=[[Jean-Pierre Roth]] |titel=Internationale Währungsordnung oder -unordnung? |hrsg=[[Schweizerische Nationalbank]] |datum=2006-11-14 |format=PDF; 166 kB|abruf=2023-06-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vor- und Nachteile ===&lt;br /&gt;
Der Hauptvorteil eines Systems flexibler Wechselkurse besteht darin, dass die eigenständige [[Geldpolitik]] des Landes erhalten bleibt. Es bestehen somit bessere Möglichkeiten, auf [[Schock (Volkswirtschaftslehre)|Schocks]] zu reagieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Blanchard, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7209-7, S. 621.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den Wegfall der Interventionsverpflichtungen können die Zentralbanken die volle Kontrolle über die [[Geldmenge]]nentwicklung im Inland erlangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da eine Anpassung der Wechselkurse trotzdem möglich ist, wenn die nationale [[Inflationsrate]], [[Produktivität]] oder Wirtschaftsentwicklung von der Entwicklung im [[Ausland]] abweicht, stützen flexible Wechselkurse die stetige Anpassung der [[Wirtschaft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Abwertung einer Währung werden die Exporte des betroffenen Landes erleichtert, da sie sich für das Ausland verbilligen. Dadurch wird die Wirtschaftskraft dieses Landes wieder angekurbelt, während das Ausland dessen Währung wieder verstärkt nachfragt, um seine Exporte kaufen zu können. Damit erhöht sich der Währungswert des betroffenen Landes wieder, womit seine Exporte wieder erschwert werden, die Importe dagegen erleichtert. Der Mechanismus der freien Wechselkurse hat also eine ausgleichende Wirkung auf die unausgeglichenen [[Zahlungsbilanz]]en zwischen Staaten ([[Wechselkursmechanismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits unterliegen freie Wechselkurse im Zeitablauf starken Schwankungen. Diese hohe [[Volatilität]] kann durch die Geldpolitik unter Umständen nur schwer zu kontrollieren sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Blanchard, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7209-7, S. 620–621.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachteile eines Systems flexibler Wechselkurse sind also vor allem die Instabilität und die damit einhergehende Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fixe Wechselkurse ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fester Wechselkurs}}&lt;br /&gt;
[[Datei:DOLLAR AND EURO IN THE WORLD.svg|mini|250px|Staaten mit Währungen, die an den Euro oder den US-Dollar gebunden sind:&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#099811|2=Vereinigte Staaten von Amerika}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#99FF9E|2=Andere Länder mit US-Dollar als gesetzlichem Zahlungsmittel}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#999909|2=Währungen mit fester Wechselkursbindung zum US-Dollar}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#FFFF99|2=Währungen mit enger Wechselkursbandbreite zum US-Dollar}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#092D98|2=Mitglieder der Europäischen Währungsunion mit Euro}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#98b3ff|2=Andere Länder mit Euro als gesetzlichem Zahlungsmittel}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#510999|2=Währungen mit fester Wechselkursbindung zum Euro}}&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#CC99FF|2=Währungen mit enger Wechselkursbandbreite zum Euro}}&lt;br /&gt;
]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
In Systemen fixer (fester) Wechselkurse vereinbaren die beteiligten Länder einen festen Leitkurs, die sogenannte [[Wechselkursparität|Parität]], und versuchen diesen durch Interventionen konstant zu halten. Der Wechselkurs kann dabei von der Zentralbank an eine andere Währung oder aber an einen [[Währungskorb]] gebunden werden. Die Wechselkurse von Ländern mit einem System fixer Wechselkurse sind jedoch nicht grundsätzlich unveränderlich. Spricht man von festen Wechselkursen sind meist Bandbreitensysteme gemeint, bei denen die Wechselkurse innerhalb bestimmter [[Wechselkursbandbreite|Bandbreiten]] (z.&amp;amp;nbsp;B. ±1 %) von den zentralen Paritäten abweichen können.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Blanchard, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7209-7, S. 591.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Droht der Wechselkurs jedoch aus der Bandbreite auszubrechen, müssen die beteiligten Zentralbanken im Rahmen von [[Devisenmarktintervention]]en eingreifen und selbst als Anbieter bzw. Nachfrager agieren. Die entsprechenden Höchstkurse und Niedrigstkurse am Ende der Bandbreite werden als obere und untere Interventionspunkte bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wechselkursänderungen über die Bandbreiten hinaus können nur durch Paritätsänderungen, sogenannte [[Realignment]]s, bewirkt werden.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=bundesbank.de |url=http://www.bundesbank.de/bildung/bildung_glossar_w.php |wayback=20090210012402 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im System fester Wechselkurse müssen Wechselkurs und [[nominaler Zinssatz]] die Bedingung der [[Zinsparität]] erfüllen. Wenn Kapitalanleger erwarten, dass der Wechselkurs zukünftig unverändert bleibt, fordern sie in beiden beteiligten Ländern den gleichen Zinssatz. D.&amp;amp;nbsp;h. unter festen Wechselkursen und perfekter [[Kapitalmobilität]] muss der inländische Zinssatz dem ausländischen entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Blanchard, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7209-7, S. 592.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Festkurssysteme sind der [[Goldstandard]], das [[Bretton-Woods-System]] sowie das [[Europäisches Währungssystem|Europäische Währungssystem]]. Ein Extremfall der festen Wechselkursbindung ist die [[Währungsunion]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Jarchow: &amp;#039;&amp;#039;Theorie und Politik des Geldes.&amp;#039;&amp;#039; 11. Auflage. Göttingen 2003, ISBN 3-8252-2453-8, S. 446 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vor- und Nachteile ===&lt;br /&gt;
Die Vorteile eines Festkurssystems sind die Kursstabilität und die daraus folgende sichere Kalkulierbarkeit und Vorhersehbarkeit der Wechselkurse.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positiv sind auch die niedrigen [[Transaktionskosten]] zu bewerten. Da die Zentralbank ihre Politik ausschließlich auf die Wahrung eines Wechselkursverhältnisses ausrichtet, wird die Glaubwürdigkeit dieses Wechselkurssystems erhöht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidender Nachteil fester Wechselkurse ist der Verzicht auf die [[autonome Geldpolitik]] des Landes. Die Zentralbank gibt damit ein sehr wirksames Instrument auf, um Handelsungleichgewichte zu korrigieren und die [[Konjunktur]] zu beeinflussen. Die [[Fiskalpolitik]] allein reicht nicht aus. Zu berücksichtigen ist, dass Abwertungserwartungen tatsächlich [[Abwertung (Wechselkurs)|Abwertungen]] bewirken können.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Blanchard, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7209-7, S. 592–621.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Devisenmarktinterventionen der Zentralbanken werden die Wechselkurse in einem Festkurssystem letztlich immer politisch beeinflusst und somit verzerrt. Ein zu langes Festhalten an unangemessenen Paritäten macht das Wechselkursregime jedoch anfällig für [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulationen]]. Problematisch bei fixen Wechselkursen ist ebenso die Einschränkung der Handlungsfreiheit der [[Wirtschaftspolitik]]. Dies kann sich in Form von [[Inflationsimport|importierter Inflation]] oder internationaler [[Bankrott|Illiquidität]] des Landes auswirken.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 154–155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifikation von Wechselkurssystemen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bandbreitensystem.jpg|mini|Bandbreitensystem&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hand-out.doc&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-03 |url=http://www.mcl.fh-osnabrueck.de/~articles/Edling/Hand-out.doc |text=Hand-out }}, mcl.fh-osnabrueck.de, [[Microsoft Word|doc-Datei]].&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Crawling Peg.jpg|mini|Crawling Peg&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hand-out.doc&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Adjustable Peg.jpg|mini|Adjustable Peg&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hand-out.doc&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis existieren innerhalb des durch fixe und flexible Wechselkurse abgesteckten Spektrums in abgestufter Form eine Reihe weiterer Wechselkursarrangements:&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 142–143.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wechselkursregelung ohne eigenes gesetzliches Zahlungsmittel: mehrere Länder einigen sich, das gleiche gesetzliche Zahlungsmittel zu verwenden ([[Währungsunion]]) oder ein Land wählt die [[Währung]] eines anderen Landes als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel (sogenannte [[Dollarisierung]])&lt;br /&gt;
* Wechselkursregelung in Form eines [[Currency Board]] (Währungsamt): ein Land verpflichtet sich, die Inlandswährung zu einem festen Wechselkurs gegen eine bestimmte ausländische Währung umzutauschen, wobei die Beschränkung der [[Geldpolitik]] per [[Gesetz]] oder [[Verfassung]] festgelegt wird und somit eine Veränderung des Wechselkurses ausgeschlossen ist&lt;br /&gt;
* Feste Wechselkurse mit Bindung an eine Einzelwährung oder einen Währungskorb: die Währung wird formell oder de facto mit einer festen Parität an eine große Währung oder einen [[Währungskorb]] gebunden; der Wechselkurs kann dabei innerhalb einer Bandbreite (zum Beispiel 1 %) um den Leitkurs schwanken&lt;br /&gt;
* Stufenweise Kursanpassungen bzw. Bandbreitenanpassungen&lt;br /&gt;
** [[Crawling Peg]]: der Wechselkurs wird regelmäßig in kleinen Schritten mit einem festen, vorher durch die [[Zentralbank]] angekündigten Prozentsatz angepasst&lt;br /&gt;
** Adjustable Peg: der Wechselkurs wird innerhalb einer bestimmten Bandbreite gehalten, die mit der Parität nach oben oder unten verschoben werden kann&lt;br /&gt;
* Kontrolliertes Floating ([[Managed Floating]]): relativ flexible Wechselkurse, bei denen sich die Währungsbehörde jedoch vorbehält, die Wechselkursentwicklung durch freiwillige Interventionen am Devisenmarkt zu beeinflussen&lt;br /&gt;
* unabhängiges Floating (frei flexible Wechselkurse): die Wechselkursbildung wird generell den Marktkräften überlassen, Devisenmarktinterventionen erfolgen höchstens, um kurzfristige Schwankungen zu glätten bzw. übermäßige Kursschwankungen zu vermeiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert nahm aus zahlreichen Gründen der [[Außenhandel]] (Handel über eine oder mehrere Landesgrenzen hinweg) stark zu (siehe auch [[Globalisierung]]):&lt;br /&gt;
* erhebliches [[Bevölkerungswachstum]] in den meisten Ländern der Welt&lt;br /&gt;
* Industrialisierung (zunächst in Großbritannien, dann in vielen anderen Ländern)&lt;br /&gt;
* Bau des Eisenbahnnetzes&lt;br /&gt;
* Aufkommen der Dampfschifffahrt&lt;br /&gt;
* Bau zahlreicher schiffbarer Kanäle; Verbesserung der Schiffbarkeit von Flüssen&lt;br /&gt;
* [[Kolonialisierung]] zahlreicher überseeischer Länder (siehe [[Imperialismus#Zeitalter des Imperialismus|Zeitalter des Imperialismus]], [[Wettlauf um Afrika]])&lt;br /&gt;
* die [[Telegrafie]] und später das [[Telefon]] erleichterten die Kommunikation und den Handel&lt;br /&gt;
* mehr internationale Arbeitsteilung&lt;br /&gt;
* weniger Kleinstaaten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Italien]] ab 1861, [[Deutsches Kaiserreich|Deutsches Reich]] ab 1871)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1880 und 1914 herrschte als Wechselkurssystem der klassische [[Goldstandard]], der sich gegenüber dem [[Bimetallismus]] (Gold-Silber-Währung) bzw. dem [[Silberstandard]] durchsetzte. Der Preis der eigenen Währung eines Landes wurde in Einheiten von Gold fixiert, und es bestand die Verpflichtung, zu diesem Kurs jederzeit Gold gegen die eigene Währung zu tauschen. Die Wechselkurse der Goldstandardländer blieben also während dieser Phase konstant. Praktisch alle wirtschaftlich bedeutenden Länder gehörten dem Goldstandard an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] der Goldstandard suspendiert worden war, versuchte man in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, den Goldstandard in einer modifizierten Form wiederherzustellen. Nach einer Phase flexibler Wechselkurse kehrten die meisten Länder zu festen Goldparitäten zurück.&lt;br /&gt;
Man praktizierte nun den Golddevisenstandard: entsprechend den Empfehlungen der [[Konferenz von Genua|Internationalen Wirtschaftskonferenz in Genua]] (1922) wurden neben Gold Devisen als [[Währungsreserve]]n gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unkoordinierte Rückkehr zu Goldparitäten mit der Folge von Über- und Unterbewertungen bei wichtigen Währungen führte zum Zusammenbruch des restaurierten Goldstandards als internationales Währungssystem. Auslöser war die Suspendierung der Goldeinlösepflicht der [[Bank of England|Bank von England]] für das [[Pfund Sterling|britische Pfund]] am 21. September 1931. In der folgenden Zeit kam es zu [[Abwertung (Wechselkurs)|Abwertungen]] anderer Währungen und es herrschte währungspolitische Desintegration. Diese Phase war gekennzeichnet durch die Bildung von Währungsblöcken:&lt;br /&gt;
* Einige Länder stabilisierten ihre Wechselkurse gegenüber dem [[Pfund Sterling]], so dass ein Sterlingblock entstand (z.&amp;amp;nbsp;B. die Mitglieder des [[Commonwealth of Nations|britischen Commonwealth]], [[Portugal]] und die [[Skandinavien|skandinavischen Länder]]).&lt;br /&gt;
* die Länder des Goldblocks behielten dagegen nach Beginn der Abwertungen die Goldparität ihrer Währungen bei (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Frankreich]], [[Schweiz]], [[Niederlande]]). &amp;lt;!-- Was war mit Österreich und Deutschland ? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Increasing Bipolarity.jpeg|mini|Entwicklung der Wechselkurssysteme hin zu den beiden Extremen&amp;lt;ref name=&amp;quot;anhaltende Polarisierung der Wechselkurssysteme&amp;quot;&amp;gt;[http://www.imf.org/external/pubs/ft/survey/so/2007/RES1127A.htm imf.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde begonnen, die Grundlagen für ein neues internationales Wechselkurssystem zu schaffen. Auf der internationalen Währungs- und Finanzkonferenz der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] am 22. Juli 1944 wurde der [[Internationaler Währungsfonds|Internationale Währungsfonds (IWF)]] gegründet sowie das [[Bretton-Woods-System]] als Wechselkurssystem beschlossen. Es handelt sich dabei um ein System fester Wechselkurse, bei dem die Wechselkurse innerhalb einer Bandbreite von 1 % von der Parität abweichen durften. [[Leitwährung]] (die sogenannte [[Ankerwährung]]) war der [[United States Dollar|US-Dollar]], der mit Gold als Reservewährung hinterlegt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Abwertung des US-Dollars 1971 und der folgenden Aufhebung der [[Goldeinlösegarantie|Goldeinlösepflicht]] für diese Währung brach das Festkurssystem von Bretton Woods im März 1973 zusammen. In der Folge gingen die wichtigsten Welthandelsländer zu mehr oder weniger flexiblen Wechselkurssystemen über. In vielen Industrieländern folgten, begünstigt durch zwei [[Ölkrise]]n, Jahre der [[Stagnation (Wirtschaft)|Stagnation]] und relativ hoher [[Inflation]] (zusammenfassend [[Stagflation]] genannt).&lt;br /&gt;
1978 wurde den Mitgliedern des IWF die Wahl des Wechselkurssystems per Gesetz freigestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;H.-J. Jarchow, P. Rühmann: &amp;#039;&amp;#039;Monetäre Außenwirtschaft II Internationale Währungspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-8252-1335-8, S. 15–163.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1979 trat das [[Europäisches Währungssystem|Europäische Währungssystem]] in Kraft, welches die Wechselkurse innerhalb der [[Europäische Union|Europäischen Union]] bis 1998 in Form eines Bandbreitensystems regelte. Die meisten beteiligten Länder führten im Januar 1999 eine gemeinsame Währung ein, den [[Euro]].&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Blanchard, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7209-7, S. 591–592.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 1. Januar 1999 war der Euro [[Buchwährung]]; im Januar 2002 wurde er als Bargeld eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren ging die Tendenz bei den Wechselkurssystemen weg von den Zwischenlösungen (Intermediate) hin zu den beiden Extremen:&lt;br /&gt;
* Regime mit völlig flexiblen Wechselkursen ([[Floating (Währungskurse)|Float]]) oder&lt;br /&gt;
* Währungsintegration, also zur extremstmöglichen Form fixer Wechselkurse (Hard Peg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1990 und 2004 ist die Zahl der Länder, die zu einem völlig flexiblen oder extrem rigiden Wechselkursregime übergegangen ist, stark angestiegen. Der Anteil unter den [[Internationaler Währungsfonds|IWF]]-Mitgliedsländern ist von etwa einem Drittel auf etwas mehr als die Hälfte angestiegen. Als Hauptgrund dafür gilt bzw. galt, dass man die beiden Extremformen als krisenresistenter ansah als die Zwischenformen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahl des Wechselkurssystems ==&lt;br /&gt;
Grundlegend wird die Wahl des Wechselkurssystems von nationalen Interessen und internationalen Verflechtungen bestimmt. So wird beispielsweise ein Land, das enge Handelsbeziehungen zu den Nachbarländern unterhält sowie stark von [[Export]]en abhängig ist und in dem der Exportsektor politisch sehr viel Einfluss hat, ein System fester Wechselkurse bevorzugen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.weltpolitik.net/Sachgebiete/Weltwirtschaft%20und%20Globalisierung/Grundlagen/Fortsetzung1:%20Internationaler%20Kaptialverkehr.html weltpolitik.net]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgt eine Abwägung verschiedener [[Wirtschaftlichkeit|Effizienzkriterien]], wie zum Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Außenhandelsabhängigkeit&lt;br /&gt;
* Breite des Exportsortiments&lt;br /&gt;
* Internationale [[Liquidität]]&lt;br /&gt;
* Priorität für interne oder externe Stabilität sowie&lt;br /&gt;
* Anpassungsfähigkeit der [[Arbeitsmarkt|Arbeitsmärkte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Entscheidung für ein bestimmtes Wechselkurssystem versuchen die Zentralbanken implizit oder explizit Wechselkursziele zu verwirklichen. Dabei ist zu beachten, dass die drei Ziele&lt;br /&gt;
[[Datei:unmögliche Dreiheit.jpeg|mini|Die unmögliche Dreiheit]]&lt;br /&gt;
* Wechselkursstabilität&lt;br /&gt;
* [[Kapitalverkehrsfreiheit]] (bzw. Währungskonvertibilität) und&lt;br /&gt;
* Autonomie der [[Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht gleichzeitig und nicht vollständig erreicht werden können. Diesen Zielkonflikt bezeichnet man als „unmögliche Dreiheit“ (engl.: impossible trinity) oder Unmöglichkeitsdreieck. Sollen die Wechselkurse stabil gehalten werden (System fester Wechselkurse), muss entweder auf die eigenständige Geldpolitik oder die Kapitalverkehrsfreiheit verzichtet werden. Bevorzugt ein Land dagegen Kapitalverkehrsfreiheit und eine autonome Geldpolitik, geht dies zu Lasten der Wechselkursstabilität und bedeutet eine Entscheidung für flexible Wechselkurse.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5, S. 150–158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt herrscht unter den [[Wirtschaftswissenschaftler|Ökonomen]] Übereinstimmung, dass ein System flexibler Wechselkurse im Allgemeinen einem Festkurssystem vorzuziehen ist. Von diesem Grundsatz gibt es zwei Ausnahmen:&lt;br /&gt;
# Für eine Gruppe von stark integrierten Ländern kann eine gemeinsame Währung der richtige Weg sein, also eine Währungsunion wie beim Europäischen Währungssystem.&lt;br /&gt;
# Extrem feste Wechselkurse wie ein Currency Board oder die Dollarisierung können eine Lösung darstellen, wenn die Zentralbank unter flexiblen Wechselkursen nicht in der Lage ist, eine verantwortungsbewusste Geldpolitik zu betreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Blanchard, Gerhard Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7209-7, S. 621.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersicht ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Regimetypen, sortiert von fix nach flexibel.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Regimetyp !! Besonderheiten !! Beispiel !! Spezifische Vorteile&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Währungsunion]]&lt;br /&gt;
| Mindestens zwei Länder schaffen eine gemeinsame, unter Umständen neue Währung || [[Euro]], [[DDR]] und [[Bundesrepublik Deutschland]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fremdwährung]]&lt;br /&gt;
| Übernahme einer fremden Währung, „einseitige Währungsunion“, „Dollarisierung“, „Euroisierung“ || [[Ecuador]] seit 2000 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Currency Board]]&lt;br /&gt;
| institutionalisierte Kopplung mit fester Deckung || [[Argentinien]] von 1991 bis 2002, [[Hongkong]] seit 1983 || schafft durch Institutionalisierung großes Vertrauen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| fixer Wechselkurs zu Ankerwährung&lt;br /&gt;
| fixierter Kurs zu einer anderen Währung, den die Zentralbank durch Interventionen sichert||  || sinnvoll bei Abhängigkeit von einem großen Handelspartner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| fixer Wechselkurs zu Währungskorb&lt;br /&gt;
| fixierter Kurs zu einem Korb von Währungen, den die Zentralbank durch Interventionen sichert||  || sinnvoll bei Abhängigkeit von mehreren großen Handelspartnern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wechselkursbandbreite|Bandbreite]]&lt;br /&gt;
| fixierter Kurs mit Schwankungsbandbreite || [[Bretton-Woods-System|Bretton Woods]], [[Europäisches Währungssystem|EWS]] || Übergangslösung bei Wechsel zwischen flexibel und fix&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Crawling Peg]]&lt;br /&gt;
| fester Kurs, regelmäßige und angekündigte Ab-/Aufwertung || [[Polen]] von 1991 bis 2000 || Vertrauen durch Berechenbarkeit, reale Überbewertung durch Inflation kann vermieden werden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Adjustable Peg]]&lt;br /&gt;
| fester Kurs, unregelmäßige und angekündigte Ab-/Aufwertung ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Managed Floating]]&lt;br /&gt;
| offiziell freier Kurs, jedoch regelmäßig unangekündigte Interventionen  ||  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dirty Floating]]&lt;br /&gt;
| offiziell freier Kurs, jedoch seltene, unangekündigte Interventionen zur (groben) Erreichung eines Zielkurses|| zahlreiche Südostasiatische Länder, Iran, $-€-Kurs || es muss kein offizieller Kurs verteidigt werden, deswegen weniger anfällig für Schocks und Spekulation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| flexibler Kurs&lt;br /&gt;
| nur durch privates Angebot und Nachfrage bestimmt|| Kurs zwischen [[Dänische Krone|DKK]] und [[Argentinischer Peso|ARS]] (für beide Zentralbanken irrelevant) ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
(neueste zuerst)&lt;br /&gt;
* O. Blanchard, G. Illing: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Studium, München 2006, ISBN 3-8273-7209-7.&lt;br /&gt;
* R. Caspers: &amp;#039;&amp;#039;Zahlungsbilanz und Wechselkurse&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag, München 2002, ISBN 3-486-25924-5.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Jarchow]], P. Rühmann: &amp;#039;&amp;#039;Monetäre Außenwirtschaft II Internationale Währungspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-8252-1335-8.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Werner Sinn]] (Hrsg.), [[Ernst Baltensperger]]: &amp;#039;&amp;#039;Exchange-Rate Regimes and Currency Unions&amp;#039;&amp;#039;. Palgrave Macmillan, 1992, ISBN 0-333-56943-1.&lt;br /&gt;
* W. Albers: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft (HdWW)&amp;#039;&amp;#039;. Band 8. Gustav Fischer, Stuttgart 1988, ISBN 3-525-10257-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.rmoser.ch/downloads/t27.pdf Grafische Darstellung der flexiblen und fixen Wechselkurse] (PDF; 14&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.diw.de/deutsch/produkte/publikationen/wochenberichte/docs/02-38-1.html Häufigkeit unter Schwellenländern]&lt;br /&gt;
* [http://www.imf.org/ Website des Internationalen Währungsfonds]&lt;br /&gt;
* [http://www.ecb.int/ Europäische Zentralbank]&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_veroeffentlichungen_beiheft5.php Devisenkursstatistik der Deutschen Bundesbank]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Währungspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mützelzipfe</name></author>
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