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	<title>Webpelz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T21:06:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Webpelz&amp;diff=491406&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kürschner: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2025-08-07T17:45:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Webpelz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, häufig &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunstpelz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein dem [[Samt]] und [[Plüsch]] verwandtes Pelzimitat („Kunstfell“ bzw. Fellimitat) mit hohem [[Flor]], das auf Web- oder Rundwirkmaschinen mit Spezialeinrichtungen hergestellt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Alois Kießling, Max Matthes: Textil - Fachwörterbuch. Fachverlag Schiele &amp;amp; Schön, Berlin 1993, ISBN 3-7949-0546-6, S. 286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Grayushanka.jpg|mini|Webpelzmütze (Kunstfaser)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leo Grevelour.JPG|mini|Webpelz in Leopardenoptik]]&lt;br /&gt;
[[Datei:008 Faux fur - jacket hood hemmed with faux fur.jpg|mini|Kapuze mit Webpelz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Samt#Herstellung|titel1=„Herstellung“ im Artikel Samt}}&lt;br /&gt;
Webpelze werden aus zwei unterschiedlichen Garnen hergestellt. Zum einen ein stark verzwirntes Grundgarn meist aus Baumwolle und ein synthetisches [[Polyacrylnitril|Polyacryl-Florgarn]]. Im Florgarn sind bereits die Florfäden verzwirnt und werden beim Verweben beider Garne in Spezialwebstühlen nach oben auf die Sichtseite gebracht. Um ein Ausfallen der „Haare“ zu vermeiden, wird auf der Rückseite ein elastischer Kleber (meist [[Polyurethan]]) aufgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei der wesentlichsten Hersteller von Webpelzen in Europa sind [[Johannes Girmes &amp;amp; Co|Girmes-Niedieck]] in Deutschland und [[Tissavel]] in Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Webpelze werden zumeist in der [[Bekleidungsindustrie|Modeindustrie]] als Ersatz (Imitat) für Produkte aus echtem [[Pelz|Tierpelz]] verwendet, statt für komplette Kleidungsstücke wie Jacken und Mäntel oft auch nur für [[Pelzbesatz|Besätze]] und [[Kragen (Kleidung)|Kragen]]. Einige [[Tierschützer#Pelztiere|Tierschützer]] verweisen auf die Möglichkeit, durch Webpelze Tierpelze aus der generell oder teilweise abgelehnten Haltung und Tötung von Pelztieren abzulösen. Dies wird von Pelzliebhabern mit Hinweis auf die völlig unterschiedliche Haptik und Qualität abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Inga Griese |url=https://www.welt.de/print-welt/article289917/Weich-ums-Herz.html |titel=Weich ums Herz |werk=[[Die Welt|Welt Online]] |hrsg=Axel Springer AG |datum=2002-12-07 |abruf=2008-08-04 |zitat=Der Mensch mag es weich und warm. Und echt. Schals aus Polyester, Pelze aus Synthetik sind nur zweite Wahl. Schöner ist das Original. Egal, was die Anderen sagen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Fall der Bärenfellmützen der britischen Garden wurden aufgrund von Tierschutzprotesten die Verwendung synthetischer Stoffe vorgeschlagen. Diese wurden dann aber abgelehnt, da die Widerstandsfähigkeit der Webpelzmützen gegen Witterungseinflüsse bezweifelt wurde und möglicherweise [[Elektrostatik|statische Aufladungen]] auftreten können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fazbär&amp;quot;&amp;gt;Johannes Leithäuser: &amp;#039;&amp;#039;Tierschützer – Der Garde ans Fell.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. September 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Laut einem Lexikon von 1841 haben das Nachahmen von Pelz die Franzosen Vavasseur und Lenoir erfunden, ein Filz aus Hasen- oder Kaninchenhaaren diente als Unterlage und eine Mischung aus [[Hasenfell|Hasenhaaren]], Seidenhasen- und [[Biberfell|Biberhaaren]] als Oberfläche. Das Ergebnis war offenbar nicht zufriedenstellend, denn „&amp;#039;&amp;#039;dieses künstliche Pelzwerk hat aber kein Glück gebracht.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus 1841&amp;quot;&amp;gt;F. A. Brockhaus: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von J. S. Ersch und I. G. Gruber, Leipzig 1841. Dritte Section O–Z, Stichwort „Pelze“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den beiden Jahren vor 1932, einer Zeit erheblicher Rezession und Arbeitslosigkeit, hatte sich in der deutschen Textilwirtschaft mit der Fabrikation von künstlichen Pelzen ein neuer Fabrikationszweig herausgebildet, der zu den Gewerben gehörte, der vollauf beschäftigt waren. Diese Artikel hatten davor viele Jahre hindurch nur geringe Absatzchancen und wurden nur wenig angeboten. Ein Mitglied der [[Pelzbranche]] schrieb: „Seitdem das Tragen von Pelzwerk aber auch den früher begüterten Kreisen teilweise zur Unmöglichkeit geworden ist und technische Verbesserungen den künstlichen Pelz mehr und mehr vervollkommnet haben, ist hier aus kleinen Anfängen heraus ein aussichtsreicher Wirtschaftszweig entstanden. […] Der künstliche Pelz besteht aus Kunstseide, Wolle oder Baumwolle […].“ Imitiert wurden zu der Zeit vor allem [[Breitschwanz]], [[Persianer]], [[Bueno-Lamm]] und, aus Wolle, [[Lammfell]]e für Kinderbekleidung.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Edelscharf: &amp;#039;&amp;#039;„Künstliche Pelze“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Rauchwaren-Zeitung und Kürschner-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 1932, S. 405. Primärquelle: Kürzlich in einem Berliner Abendblatt (Originalabdruck).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa seit um die Wende zum 2. Jahrtausend entwickelte sich der Webpelz zunehmend von einem Pelzimitat zu einem eigenen Modeartikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile ==&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
* Kein Tierleid in der Herstellung&lt;br /&gt;
* Kleidung mit der Optik geschützter Tierarten herstellbar&lt;br /&gt;
* Kostengünstiger in der Herstellung und Anschaffung als hochwertige Pelze&lt;br /&gt;
* Waschbar; Pelze werden in der Regel mit Holzmehl gereinigt ([[Läutern (Pelz)|„geläutert“]])&lt;br /&gt;
* Der Energieverbrauch zur Herstellung eines Pelzmantels aus synthetischem Pelz wurde in einer Studie der Forschungsabteilung des Automobilkonzerns [[Ford]] im Jahr 1979 mit 120&amp;amp;nbsp;[[British thermal unit|MBtu]] (35 kWh) angegeben, gegenüber 433&amp;amp;nbsp;MBtu (127 kWh) bei mit einer Falle gefangenen Tieren und 7.965&amp;amp;nbsp;MBtu (2334 kWh) bei in einer Pelztierfarm gehaltenen Tieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=The Humane Society of the United States |Titel=Questions and Answers about Fur |Ort=Washington D. C. |Datum=1998 |Seiten=2 |Sprache=en |Online=https://www.humanesociety.org/sites/default/files/archive/assets/pdfs/WILD_Questions_and_Answers_about_Fur.pdf |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2015-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Webpelz riecht nicht, wenn er feucht wird, im Gegensatz zu manchen Wildtierfellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
* Verbrauch begrenzter Rohstoffe ([[Erdöl]])&lt;br /&gt;
* Aufwändige industrielle Herstellung mit komplexen und in der Anschaffung teuren Maschinen&lt;br /&gt;
* Irreversible [[Thermoplastik|thermoplastische Verformung]] ab 60&amp;amp;nbsp;°C&lt;br /&gt;
* Statische Aufladung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krimmer ==&lt;br /&gt;
Die Nachahmung der lockigen [[Lammfell#Merinolamm und Schmaschen|Halbpersianersorte]] Krimmer wurde ebenfalls als „Krimmer“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fränkel&amp;quot;&amp;gt;Christian Franke, Johanna Kroll: &amp;#039;&amp;#039;[[Jury Fränkel]]’s Rauchwaren-Handbuch 1988/89&amp;#039;&amp;#039;. 10. überarbeitete und ergänzte Neuauflage, Rifra-Verlag Murrhardt, S. 297.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um einen [[Plüsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet:&lt;br /&gt;
* Persianerkrimmer (für Mantel- und Jackenkrägen)&lt;br /&gt;
* Slinkkrimmer&lt;br /&gt;
* Karakulplüsch mit flachgepressten Locken&lt;br /&gt;
* Uralkrimmer mit aufgeschnittenen Locken.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Meyer zur Capellen: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Gewebe. Technik, Bindungen, Handelsnamen&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Fachverlag, 4., grundl. akt. u. erw. Aufl., Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-86641-258-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krimmer wurde ab 1850 unter anderem von der &amp;#039;&amp;#039;[[Davistan|Davistan Krimmer-, Plüsch- und Teppichfabriken AG]]&amp;#039;&amp;#039; hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Faked furs|Webpelz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Florgewebe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kürschner</name></author>
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