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	<title>Wattwiller - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Skipper69: /* Geografie */ retour</title>
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		<updated>2026-03-17T12:41:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geografie: &lt;/span&gt; retour&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Frankreich&lt;br /&gt;
|nomcommune = Wattwiller&lt;br /&gt;
|région = [[Grand Est]]&lt;br /&gt;
|armoiries = Blason de la ville de Wattwiller (68).svg&lt;br /&gt;
|département = [[Département Haut-Rhin|Haut-Rhin]]&lt;br /&gt;
|arrondissement = [[Arrondissement Thann-Guebwiller|Thann-Guebwiller]]&lt;br /&gt;
|canton = [[Kanton Cernay|Cernay]]&lt;br /&gt;
|insee = 68359&lt;br /&gt;
|cp = 68700&lt;br /&gt;
|intercomm= [[Communauté de communes Thann-Cernay|Thann-Cernay]]&lt;br /&gt;
|longitude = 07/10/49/E&lt;br /&gt;
|latitude = 47/50/11/N&lt;br /&gt;
|alt moy = 355&lt;br /&gt;
|alt mini = 266&lt;br /&gt;
|alt maxi = 1121&lt;br /&gt;
|km² = 13.61&lt;br /&gt;
|image = Wattwiller, Mairie.jpg&lt;br /&gt;
|image-desc = [[Mairie]] Wattwiller&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wattwiller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|vat.vi.lɛʁ|Tondatei=LL-Q150 (fra)-Visiteuse JEP (Madehub)-Wattwiller.wav}} ({{deS|Wattweiler}}, [[elsässisch]] &amp;#039;&amp;#039;Wăttwillr&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Frankreich|französische]] [[Gemeinde (Frankreich)|Gemeinde]] mit {{EWZT|FR|68359}} Einwohnern (Stand {{EWD|FR|68359}}) im [[Arrondissement Thann-Guebwiller]] im [[Département]] [[Département Haut-Rhin|Haut-Rhin]] in der [[Region (Frankreich)|Region]] [[Grand Est]] (bis 2015 [[Elsass]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort ist durch seine schon von den [[Römisches Reich|Römern]] genutzten Quellen und sein [[Mineralwasser]] bekannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wattwillerpanoramix.jpg|mini|hochkant=1.2|Blick auf das Dorf mit Bergkulisse]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wattwillerpanorama.jpg|mini|hochkant=1.2|Blick auf das Dorf vom Nodelberg aus]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Der Ort liegt am Fuß des [[Hartmannswillerkopf]]es, eines der am meisten umkämpften Kriegsschauplätze im Elsass während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Das Gemeindegebiet gehört zum [[Regionaler Naturpark Ballons des Vosges|Regionalen Naturpark Ballons des Vosges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt an den unteren Ausläufern der Süd[[vogesen]], in einem Übergangsbereich zwischen Berghängen und Rheinebene. Die [[Besiedlung]] hatte ursprünglich an dem sanften Hang neben einem Bergbach (Siehlbach) begonnen. Der kegelförmige Hirtzenstein (571&amp;amp;nbsp;m) mit seinem Fels, die felsige Erhebung Herrenfluh (857&amp;amp;nbsp;m) mit ihrem langgezogenen Vorsprung Eichwald-Nodelberg-Mamberg und, etwas weiter, die Hänge des Molkenrains (1126&amp;amp;nbsp;m) und des Hartmannswillerkopfs (956&amp;amp;nbsp;m) stellen zusammen die im Hintergrund liegende Bergkulisse dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tal des Siehlbachs bildet zugleich das [[Einzugsgebiet]] der oberflächlichen sowie auch der einsickernden Gewässer, die dann nach langer Zeit durch ihren unterirdischen Lauf zu Mineralwasser werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ortskern]] befindet sich in einer Höhe von etwa 360 Metern, doch das [[Collectivité territoriale|Gemeindegebiet]] erstreckt sich nach oben bis zu den Höhen des Molkenrains (1125&amp;amp;nbsp;m). Die [[Wald|Bewaldung]] der Berghänge besteht aus einem [[Mischwald]], worin die [[Laubbaum|Laubbäume]] überwiegen. Landwirtschaftliche Böden befinden sich auf dem südlichen und östlichen Teil der Gemeinde im flacheren Gelände und werden für [[Ackerbau]] und [[Rinderzucht]] genutzt. Die [[Vorberge (Geomorphologie)|Vorgebirgshügel]] Weckenberg und Nodelberg eignen sich für den [[Weinbau]] und wurden schon von alters her mit [[Weinreben]] und Obstbäumen bepflanzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Gewerbegebiet|Gewerbefläche]] an der Weinstraße (D&amp;amp;nbsp;5) entlang befinden sich die Niederlassung Frankreich des Loos-International-Konzerns (Kesselsysteme für Dampf und Heißwasser) und die moderne Einrichtung der Wasserabfüllanlage. Außerdem beziehen sich die einzelnen gewerblichen Betriebe vorwiegend auf das Bauwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein 4-Sterne-Campingplatz ist oberhalb des Dorfes mitten im Wald angelegt. Etwa 150 schattige Stellplätze, Mietwohnungen, mehrere Freizeitsportanlagen, zwei Schwimmbecken, eine Reitschule und ein Restaurant sind auf einer Fläche von 15&amp;amp;nbsp;ha verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die geologischen Grundlagen der [[Gemarkung]] Wattwiller können nur in Zusammenhang mit der [[Tektonik]] des [[Vogesen]]massivs und des [[Oberrheinische Tiefebene|Rheingrabens]] nachvollzogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Carte géologique de la France à 1/50 000, feuille de Thann – BRGM Editions, avenue Claude-Guillemin – 45060 Orléans&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die langsame und weitgehende Senkung des Oberrheintals kam es seit dem [[Eozän]] zu einer vertikalen Verschiebung zwischen dem „alten“ [[Variszische Orogenese|herzynisch-variszischen]] Vogesenmassiv und der „jüngeren“ Ablagerungen, die sich seitdem auf dem Sockel des Rheingrabens angefüllt haben. Somit befinden sich jetzt die aus dem [[Paleozoikum]] stammenden Gesteine in höheren Lagen als jene im Oberrheintal aufgeschichteten Ablagerungen des [[Quartär (Geologie)|Quartärs]] und des [[Känozoikum]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese tektonischen Bewegungen ist der Bergfußbereich mit zwei Haupt[[Verwerfung (Geologie)|verwerfungen]] gekennzeichnet: der Vogesenbruch (faille vosgienne) und der Rheintalbruch (faille rhénane).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oberen Abschnitte des Molkenrains und des Hartmannswillerkopfes bestehen bekanntlich aus [[Vulkanit|Vulkangesteinen]], die von einer vulkanischen Tätigkeit im unteren [[Karbon]], d.&amp;amp;nbsp;h. zur [[Viséum]]szeit, zeugen. Dabei handelt es sich um [[feldspat]]reiche [[Ergussgestein]]e, wie quarzhaltige [[Latit]]en, die aus Lavaströmen entstanden und abwechselnd mit [[pyroklastisch]]en Ablagerungen, den sogenannten [[Ignimbrit]]en, aufgeschichtet sind. Diese Struktur entspricht dem Grundmuster eines ehemaligen [[Schichtvulkan|Stratovulkans]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Tiefe aufgestiegene Granitaufschlüsse sind nicht in unmittelbarer Nähe, sondern etwas weiter bei Goldbach-Großbelchen vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den etwas niedrigeren Lagen, z.&amp;amp;nbsp;B. im Siehlbachtal, kommen auch marine [[Sedimentgestein]]e vor, die durch Ablagerung von feinkörnigen Bruchteilen aus [[klastisch]]er und vulkanischer Herkunft entstanden sind. Im erweiterten Sinn, spricht man von [[Grauwacke]]n, die aber je nach Lage unterschiedliche Bestandteile aufweisen können. Dem Vogesenbruch entlang hat die Zermalmung des Urgesteins die Bildung einer [[quarz]]haltigen [[Brekzie]] – wie sie z.&amp;amp;nbsp;B. am Hirtzenstein vorkommt – nach sich gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sandgrubenkopf bleiben einige Aufschlüsse von rotem [[Sandstein]] und [[Konglomerat (Gestein)|Konglomeraten]] aus dem [[Trias (Geologie)|Trias]] übrig. Die Hügel Weckenberg und Nodelberg bestehen aus Konglomeraten, die stellenweise aus dem [[Oligozän|Oligo-]] bzw. [[Pliozän]] stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weit ausgedehnte, leicht geneigte, am Bergrand liegende [[Glacis (Geomorphologie)|Glacis]], ist mit [[Kolluvium|kolluvialen]] Ablagerungen aus dem [[Pleistozän]] (Zwischeneiszeiten des mittleren Quartärs) überdeckt. Da und dort sind spärliche Überreste der [[Löss]]decke noch vorhanden, wohingegen die Nachbargemeinde Berrwiller über eine dickere (2 bis 4&amp;amp;nbsp;m) und weniger lockere Lössschicht verfügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Quellfassungsbereich der Mineralquellen stießen die mehrmals wiederholten Bohrungen auf [[Mergel]]-, [[Gips]]- bzw. [[Kalkstein|Kalkschichten]] des [[Keuper]]s, und – weiter unten – auf die beträchtliche Kalkschicht des [[Muschelkalk]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Geologische Zeitskala]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Dorfes Wattwiller ist mit der Anwesenheit von [[Thermalquelle]]n verbunden. Diese mögen vielleicht schon den [[Kelten]] bekannt gewesen sein, aber ganz sicher den Römern, da 1874 die Entdeckung von Dachziegeln und Wasserleitungen dieser Epoche darauf hinweist. Der Name Wattwiller könnte von den Quellen ableiten (Wattwiller= Wasserweiler?). Mit größerer Wahrscheinlichkeit aber stammt der Ortsname von einem gewissen &amp;#039;&amp;#039;Watto&amp;#039;&amp;#039;, einem Oberhaupt der [[Alamannen]] oder der [[Franken (Volk)|Franken]]. „Willer“ kommt aus dem Spätlatein „villare“ ([[Gallo-römisch|gallorömische]] Siedlung). Ende des fünften Jahrhunderts wanderte ein Mönch, der das Evangelium verkündigte, an diesen Ort und gründete dort eine erste Stelle christlicher Verehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Mittelalter bis zum Ersten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung des Dorfes stammt von 727. Mehrere Klöster besaßen dort Eigentum, insbesondere Acker- und Weinbaugelände. 735 wurde der Ort „Wattonvillare“ von Graf [[Eberhard von Elsass]] zur Gründung des [[Fürstabtei Murbach|Klosters Murbach]] diesem zugewiesen. Die [[Vogt]]ei – also die weltliche Herrschaft – befand sich als [[Lehenswesen|Lehen]] für einige Zeit bei [[Habsburg]], bis sie dann 1259 wieder an die [[Fürstabtei Murbach]] überging. Innerhalb dieses [[Fürstentum]]s gehörte Wattweilere zum [[Amt Wattweiler]], dessen „Hauptstadt“ es war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa um 1270 ließ der Fürstabt Wattweiler mit Befestigungen umgeben und erhob die Ortschaft zur Stadt. Zu gleicher Zeit wurden auf umgebenden Erhebungen die Burgen Weckenberg, [[Burg Herrenfluh|Herrenfluh]] und Hirzenstein errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte Wattweilers ist durch Schlachten, Plünderungen, Massenmorde gekennzeichnet. So war es zum Beispiel 1375 mit den „englischen Scharen“ von Enguerrand de Coucy und 1444 mit den [[Armagnacs]]-Reiterschaften. Ostern 1445 wurden diese im Nonnenbrucherwald bei [[Cernay (Haut-Rhin)|Sennheim]] von den Bewohnern mithilfe derjenigen von Thann, Sennheim und Sulz bis zu deren Niederlage bekämpft. 1468 musste sich die von den Schweizern belagerte Stadt ergeben und mit der Schweiz vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WattwillerMerianKarteSchlacht1634.jpg|mini|hochkant=1.2|1634: Die Schlacht vor „Wattweil“ (Kupferstich von [[Matthäus Merian]])&amp;lt;ref&amp;gt;Musée de la Porte de Thann 1 rue de Thann 68700 Cernay&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. September 1525, während des Bauern-Aufstandes, wurde die befestigte Stadt von den Bauern aus dem Sundgau erstürmt, aber die Einwohner schlugen sie mit Hilfe des Herrn von Hirzenstein wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) hatte der Ort sehr zu leiden. Am 2. März 1634 liefern die kaiserlichen Truppen den schwedischen Scharen auf dem Gemeindebann eine blutige Schlacht, die 1500 Tote zurücklässt. Nach ihrem Sieg stürmen die Schweden die Stadtmauer, plündern und begehen Mord und Totschlag. Im Jahr 1652 sind es die Lothringer, die Wattwiller nach einem kurzen Angriff verwüsten. Nach dem [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] wird die Stadt im August 1680 mit dem Elsass an Frankreich angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer längeren friedlichen Zeit während des 18. Jahrhunderts endet mit der Verwaltungsneuordnung der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] (1789/90) die feudale Epoche und somit auch die Herrschaft der Abtei Murbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschehen im Ersten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Wegen seiner wichtigen Lage wurde der [[Hartmannswillerkopf|Hartmannsweilerkopf]] ab Dezember 1914 bis Januar 1916 hart umkämpft. Die an seinem Fuße liegenden Dörfer Uffholz, Wattweiler, Wünheim und Hartmannsweiler wurden durch die Geschosse immer wieder schwer getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wattwiller 1920.jpg|mini|hochkant=1.2|1922: Abriss und Aufbau (Kirche im Hintergrund)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Stellungskrieg lange andauerte, machte die deutsche Armee aus Wattwiller einen wichtigen [[Nachschub]]stützpunkt. Um das benötigte Material zu befördern, wurde vom Sulzer Bahnhof aus bis zu einer Stelle im Wattweiler Wald die [[Sulzerbahn]] gebaut. Unweit des Dorfes im nahen Forstgebiet wurden zahlreiche Soldatenlager eingerichtet. Ein deutscher Führungsstab besetzte sämtliche Gebäude der Badeanstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der ständigen Bombardierungen musste die Bevölkerung schon im Dezember 1914 evakuiert werden. Als die Einwohner am Ende des Krieges wieder zurückkehrten, trafen sie auf ein völlig zerstörtes Dorf. Man lebte teilweise in den zertrümmerten Häusern, teilweise in Holzbaracken. Der Wiederaufbau dauerte bis in die 1930er-Jahre hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriegsgräberstätten aus der Zeit der Schlacht um den Hartmannsweilerkopf sind [[Nécropole nationale du Silberloch - Hartmannswillerkopf]], [[Deutsche Kriegsgräberstätte Cernay]] und [[Kriegsgräberstätte Guebwiller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1962 || 1968 || 1975 || 1982 || 1990 || 1999 || 2007&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 879 || 1020 || 1135 || 1186 || 1506 || 1593 || 1721&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partnerschaften ==&lt;br /&gt;
Wattwiller ist seit 1965 mit der deutschen Ortschaft [[Wasenweiler]] am [[Kaiserstuhl (Baden)|Kaiserstuhl]], die seit 1974 an die Gemeinde [[Ihringen]] angegliedert ist, in einer Partnerschaft verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ihringen.de/servlet/PB/menu/1331551_l1/index.html |text=Gemeinde Ihringen am Kaiserstuhl |wayback=20100606033814}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mineralwassergewinnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wattwiller Eau minérale logo pack.png|mini|[[Logo (Zeichen)|Logo]] des Wattwiler Mineralwassers]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Usine1.JPG|mini|hochkant=1.2|Abfüllbetrieb]]&lt;br /&gt;
Das lokale Vorkommen von [[Mineralwasser]] war schon zu [[Römerzeit]]en bekannt und wurde wohl schon damals als Trink- oder [[Badekultur|Badewasser]] genutzt. Die Quellen liegen am Fuß der Süd[[vogesen]] am Rand eines [[Naturpark]]s, dessen industrie- und landwirtschaftsfreier Raum strengen Schutzmaßnahmen unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Grundwasser]] sickert hier durch unterschiedliche [[Vulkanit|Vulkangesteine]] aus dem [[Paleozoikum]] sowie auch [[Gips]]- und [[Kalkstein|Kalkschichten]] aus dem [[Keuper]] bzw. dem [[Muschelkalk]]. Dadurch reichert sich das natürliche Wasser mit wertvollen [[Mineralien]] an, bevor es wieder an die Erdoberfläche kommt. Der gesamte [[Quellfassung]]sbereich ist durch eine aus dem [[Quartär (Geologie)|Quartär]] entstandene [[Ton (Bodenart)|Tonschicht]] gegen das oberflächliche Sickerwasser abgeschirmt – somit bleibt das Grundwasser [[nitrat]]- und [[keimfrei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halbtiefe Bohrungen bringen das Wasser ans Tageslicht: Im vergangenen Jahrhundert wurde es durch die zwei [[Quellfassung]]en „Arsène“ und „Lithinée“ gewonnen; die derzeitige Quellfassung heißt „Artesia“ und liegt etwa 220 Meter unter der Erdoberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere tiefe Bohrungen wurden in den letzten Jahren in der Nähe der geologischen [[Verwerfung (Geologie)|Hauptverwerfung]] durchgeführt, um warmes [[Thermalwasser]] aufzudecken. Obwohl die Bohrungen in dieser Hinsicht ergebnislos blieben, stellte sich gleichzeitig heraus, dass der unterirdische [[Wasserspeicher]] beträchtlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Lauf der Zeit nahmen zunächst die Äbte von [[Murbach]] ab dem 15. Jahrhundert die Nutzung der Quelle in Besitz, bis sie dann die Verwaltung an die „Stadt“ Wattweiler 1522 übergaben. Anfang des [[14. Jahrhundert]]s hatte die mächtige [[Abtei]] den Ort zur festen Stadt erhoben. Von da an bis 1712 wurde im damals so benannten „Badviertel“ eine „[[Badehaus|Badstube]]“ betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1760 gab es dank der Vergrößerung und Erneuerung der Anstalt sowie nach der Bekanntmachung einer ersten Analyse des Mineralwassers einen vorübergehenden Aufschwung. Hin und wieder kam es aber zu Rückschlägen und die [[Badeanstalt]] wechselte mehrmals den Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 erwarb der Bürgermeister Joseph de Gohr die gesamte Anlage und veranlasste mehrere Bauarbeiten für modernere Einrichtungen sowie den Bau von drei [[Villa|Villen]] in unmittelbarer Nähe. Die neue Blütezeit dauerte bis Anfang des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kurgäste kamen zum größten Teil aus dem Oberelsass, manchmal auch aus größerer Entfernung. Doch die erheblichen Zerstörungen des Dorfes und der Kurgebäude durch die Bombardierungen im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] bedeuteten das Aus für die Nutzung sämtlicher Anlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wattwiller, source de vies – Collection Mémoire de vies – Carré Blanc Editions – Strasbourg&amp;lt;!-- was genau soll das sein ??? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 errichtete man in der Nähe des Quellenparks ein Gebäude, in dem eine Flaschenfüllung in Betrieb gesetzt wurde. Das unter dem Namen „Lithia“ bekannte Mineralwasser wurde bis 1975 im Handel vermarktet. Seit 1993 begann mit der Errichtung einer neuen Abfüllanlage der letzte große Aufschwung. Seither betreibt der multinationale [[Konzern]] &amp;#039;&amp;#039;Spadel&amp;#039;&amp;#039; die Abfüllung und Vermarktung des Mineralwassers landesweit unter dem Markenzeichen „Wattwiller“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.just-drinks.com/news/spadel-acquires-water-company-wattwiller_id69970.aspx &amp;#039;&amp;#039;France: Spadel acquires water company Wattwiller.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;just-drinks.&amp;#039;&amp;#039; 26. Januar 2004 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunstzentrum &amp;#039;&amp;#039;Fondation François Schneider&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Usine 1924.JPG|mini|Das alte Fabrikgebäude der &amp;#039;&amp;#039;Grand Sources de Wattwiler&amp;#039;&amp;#039; (1924), heute das Kunstzentrum &amp;#039;&amp;#039;Fondation François Schneider&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Das „Zentrum für zeitgenössische Kuns“ &amp;#039;&amp;#039;[[Fondation François Schneider]]&amp;#039;&amp;#039; im Altbau der &amp;#039;&amp;#039;Grand Sources de Wattwiler&amp;#039;&amp;#039; zeigt drei bis vier Ausstellungen pro Jahr und bietet ein reichhaltiges kulturelles Programm rund um das Thema „[[Wasser]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fondationfrancoisschneider.org/de/ |titel=Zentrum für zeitgenössische Kunst/Wattwiller |sprache=de-DE |abruf=2025-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Badische Zeitung |url=https://www.badische-zeitung.de/symbiose-von-kunst-und-wasser-in-wattwiller-fasziniert-besucher-der-fondation-fran-ois-schneider |titel=Symbiose von Kunst und Wasser in Wattwiller fasziniert Besucher der Fondation François Schneider |datum=2025-05-09 |sprache=de |abruf=2025-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katholische Kirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wattwiller, Église Saint-Jean-Baptiste.jpg|mini|Katholische Kirche, Nordostseite]]&lt;br /&gt;
Die im 15. Jahrhundert erbaute, 1481 geweihte und [[Johannes der Täufer|Johannes dem Täufer]] gewidmete katholische Kirche, steht seit 1930 unter [[Denkmalschutz]] ([[Monument historique]]). Architektonisch besteht sie aus einer Mischung von romanischem und gotischem Baustil.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Riether: &amp;#039;&amp;#039;Mon clocher raconte.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- Seite ??? --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Überreste aus älterer Zeit sind im unteren Bauwerk erhalten geblieben, wie zum Beispiel die [[Gruft]] aus dem 13. Jahrhundert sowie Fundamentteile einer [[Romanik|romanischen]] [[Apsis]]. Die Kirche besitzt einen holzgeschnitzten [[Flügelaltar]], ein Grabmal der Adeligen von Wattweiler und eine Rinckenbach-Orgel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:wattegl1481soleilcolorred.jpg|links|100px|mini|Stein mit der Inschrift 1481]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine frühere Kirche, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde, stand schon an derselben Stelle. Sie besaß einen ähnlichen Glockenturm, ein Hauptschiff und einen [[Romanik|romanischen]] Chor. Sie überstand aber kaum die unruhigen Zeiten des [[Hundertjähriger Krieg|Hundertjährigen Krieges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wattegl nefcentrchoeur color.jpg|mini|Hauptschiff, gotischer Chor und neuromanische Seitenbogen des ersten Jochs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Hauptportal erinnert ein Stein mit eingehauener Inschrift an das Jahr 1481, in dem das alte zerfallene Bauwerk wieder aufgebaut und vergrößert wurde. Die [[Zahlzeichen|Ziffern]] wurden in der damals üblichen alemannischen Schreibweise eingehauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchengebäude besteht aus einem [[Kirchenschiff|Hauptschiff]], einem gotischen Chor, zwei [[Kirchenschiff#Mittelschiff und Seitenschiffe|Nebenschiffen]] und einem Glockenturm. Zwei Seitenkapellen wurden 1852 auf der einen und der anderen Seite des Glockenturms etwas abweichend von der Fluchtlinie der entsprechenden Nebenschiffe angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine noch ältere Kapelle, die Sebastianskapelle, deren [[Gründung (Bauwesen)|Fundament]] aus dem 13. Jahrhundert stammt, flankiert den Chor auf der Nordseite. Sie ist mit dem ersten [[Joch (Architektur)|Joch]] des Nebenschiffs auf gleicher Ebene durch einen Bogendurchgang verbunden. Unter diesem Joch und unter der Sebastianskapelle befindet sich eine gewölbte [[Gruft]], worin die ältesten Teile des ursprünglichen Bauwerks zu sehen sind. Da die Bodenhöhe des Chors und der Sebastianskapelle um vier Stufen höher liegt als jene des Schiffs, wurde 1979 das Gewölbe der Gruft im Jochteil durch einen terrassenartigen Überbau erhöht. Von einem schönen schmiedeeisernen Gitter umzäunt, steht diese Aufstockung etwa auf derselben Bodenhöhe wie die angrenzende Sebastianskapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|links|Wattfengemineeromane color.jpg|220|Wattfengeminéegothique color.jpg|220|Zweiteiliges Fenster (frühromanisch) und Fensterpaar mit gotischen [[Spitzbogen]]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man vom Nebenschiff aus zur teilweise unterirdischen [[Gruft]] hinabsteigt, gelangt man zunächst in einen ersten Raum, der Überreste aus romanischen Zeiten aufweist, unter anderem ein zweiteiliges Fenster von frühromanischer Gestaltung (9. Jahrhundert). Dieser Raum diente über mehrere Jahrhunderte als [[Beinhaus]]. Der zweite Raum, der sich unter der Sebastianskapelle befindet, zeigt ein paariges Fenster mit feinen gotischen [[Spitzbogen|Spitzbögen]] (12. Jahrhundert) und, zur inneren Seite, das älteste Bauteil dieser Kirche: ein gerundeter Ansatz, der zur halbkreisförmigen [[Apsis]] der [[merowingisch]]en Urkirche (7. Jahrhundert) gehörte und deren dahinter liegender Teil sich unter dem heutigen Chor ausdehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hochaltar]] trägt seit 1901 einen Flügelaufsatz von gotischer Gestaltung. Dieses Meisterwerk aus Holzschnitzerei wurde von der berühmten Werkstatt Theophil Klem aus Colmar ausgeführt. Nach Entfaltung der Flügel lässt sich das [[Retabel]] von rechts nach links, im Vergleich zu den morgenländischen Büchern, nachschlagen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wattwiller Retable 01.jpg|mini|Altaraufsatz mit Tafelbildern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AnnaWatt color.jpg|mini|hochkant|Grabplatte der Anna von Wattweil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Tafelbilder schildern im Hochrelief das Leben Johannes des Täufers mit Zitaten aus der Bibel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Zeremonie der Beschneidung im Tempel: „Joannes est nomen ejus“&lt;br /&gt;
# Die Predigt in der Wüste: „Parate viam Domini“&lt;br /&gt;
# Das Treffen von Johannes und Jesus am Jordan: „Ecce Agnus Dei“&lt;br /&gt;
# Die Enthauptung Johannes auf Herodes Befehl: „Decollavit Joannem“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Kunstwerk, diesmal aus dem 14. Jahrhundert, befindet sich im ersten Abschnitt (Joch) des südlichen Seitenschiffes. Es ist die [[Grabplatte]] mit aufwendig gearbeiteten Reliefs der 1344 verstorbenen Anna von Wattweil, Gemahlin des Ritters und Vogts Rudolf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weg- und Straßenkreuze ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Calvaireduerrenberg.jpg|150px|mini|Golgotha-Kreuz am Dürrenberg]]&lt;br /&gt;
Um das Dorf herum wurden in frommen Zeiten mehrere Wegkreuze oder Bildstöcke angelegt. Die drei schönsten und am besten erhaltenen stehen zurzeit bei den Häusern in der Nähe des Dorfzentrums. Es sind steinerne Kunstwerke, zwei davon sind Golgotha-Darstellungen, d.&amp;amp;nbsp;h. mit dem Gekreuzigten als Zentralfigur und den danebenstehenden Statuen der Trauernde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreuz am Dürrenberg ===&lt;br /&gt;
Am oberen Dorfausgang, gegenüber der Quellfassungsanlage, steht seit 1861 das zierliche Golgotha-Kreuz. Durch die Geschosse während des Ersten Weltkrieges wurde es allerdings schwer beschädigt, danach aber 1933 wieder instand gesetzt. Einige Meter entfernt davon steht eine vom Vogesenklub angefertigte Wandertafel, die den Wanderern und Touristen ausführliche Information bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablass-Kreuz ===&lt;br /&gt;
Ein [[Ablass]]kreuz befindet sich an der Hauptstraße gegenüber dem Gebäude „[[Katia und Maurice Krafft|Katia &amp;amp; Maurice Krafft]]“.&lt;br /&gt;
Auf dem Standsockel sind die Marterwerkzeuge der Kreuzigung Christi in Reliefs dargestellt, und der zum Gebet auffordernde Spruch in einer Steinplatte eingehauen. Das Kreuz wurde zur gleichen Zeit wie jenes vom Dürrenberg errichtet und 1861 an dieser Stelle eingeweiht. [[Datei:Thierebacherkritz.jpg|150px|mini|alt=„Thierebǎcherkritz“|„Thierebǎcherkritz“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Thierenbacher Kreuz ===&lt;br /&gt;
Von den Einwohnern wegen seiner Lage am ehemaligen Thierenbacherweg „Thierebǎcher-Kritz“ genannt. Zwei Statuen aus grau-gelbem Sandstein ergänzen das Bildnis eines Golgotha-Kreuzes. Die eine ist vermutlich das Original aus dem 19. Jahrhundert, die andere musste nach dem Ersten Weltkrieg ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei sollte noch erwähnt werden, dass der Weg nach Thierenbach sowie auch die „Rue de Thierenbach“ von alters her als [[Pilgerweg]] gelten: Jedes Jahr am dritten Sonntag nach Pfingsten pilgert die katholische Gemeinschaft&amp;amp;nbsp;– infolge ihres [[Gelübde]]s aus dem schwierigen Jahr 1797&amp;amp;nbsp;– zum [[Wallfahrtsort]] der [[Basilica minor|Basilika]] nach [[Unsere Liebe Frau von Thierenbach|Thierenbach]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.thierenbach.org/ Basilique Notre Dame de Thierenbach – fr. -eng.- de.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem gehört diese Strecke zu dem immer häufiger begangenen [[Jakobsweg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.saint-jacques-alsace.org/pdf_de/Etappe_10D.pdf |text=Etappe n° 10 : Guebwiller (68) – Thann (68) |wayback=20101011135333}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der an den Vogesen entlang nach [[Thann]] und dann weiter nach [[Cluny]] und [[Santiago de Compostela]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dorfbrunnen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:fontainestnepomuk.jpg|mini|hochkant|Nepomuk-Brunnen]]&lt;br /&gt;
=== Nepomuk-Brunnen ===&lt;br /&gt;
Vier alte Brunnen in gutem Zustand gehören zum heutigen Ortskern, da sie in früheren Zeiten innerhalb der ehemaligen Stadtmauer errichtet wurden. Der Nepomuk-Brunnen zwischen Kirche und Pfarrhaus mag wohl der älteste davon sein&amp;amp;nbsp;– er wurde schon 1487, also zur Zeit des Wiederaufbaus der Kirche, erwähnt. Er besteht aus einem großen achteckigen und einem kleineren rechteckigen Becken, beide aus rotem [[Sandstein]]. Das Wasser fließt aus zwei Ausflussrohren, die an der von der Statue des heiligen [[Johannes Nepomuk|Nepomuks]] gekrönten Säule angebracht sind. Somit gehört dieser Brunnen zu den so genannten Stockbrunnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gohr-Brunnen ===&lt;br /&gt;
Er befindet sich vor dem Eingang des Schlosshofs der Adligen von Gohr. Er wurde 1577 anstelle eines noch älteren Brunnen aufgebaut. Der aufgerichtete [[Bildstock]], eine Statue des damaligen [[Fürstabt]]es von [[Murbach]], wurde mehrmals beschädigt und zerfiel schließlich nach dem Ersten Weltkrieg. Es blieb nur noch die Säule mit einem Ausflussrohr. Das achteckige Becken aus rotem Sandstein ist&amp;amp;nbsp;– wie jeder der zwei anderen Stockbrunnen&amp;amp;nbsp;– mit Eisenbarren umrandet.&lt;br /&gt;
[[Datei:fontainestsebastienstatue.jpg|mini|hochkant|Die neue Statue des Sebastian-Brunnen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sebastian-Brunnen ===&lt;br /&gt;
Hier geht es um den jüngsten, aber vielleicht schönsten Stockbrunnen, dessen gute Lage am Dorfplatz, auch „Tuechbleich“ genannt, zum Vorteil kommt. Sein achteckiges Becken und seine Zentralsäule mit Standbild des heiligen Sebastians wurden 1866 erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bauwerk überstand alle Gefahren beider Kriege, bis sich 2006 ein bedauerlicher Zwischenfall ereirgete: Während eines heftigen Sturms, am 25. Juni dieses Jahres, stürzte ein alter, geschwächter Lindenbaum auf die Säule und verursachte ernsthafte Schäden. Die rote sandsteinerne Statue des heiligen Sebastians musste daraufhin durch eine neue Statue aus weißem Gestein ersetzt werden. Seither schmückt der Brunnen mit seinen vier Ausflussrohren den neu hergerichteten Platz, worauf der Freundschaftsstein Wattwiller-Wasenweiler ebenfalls seine Stelle gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hirtzenstein ==&lt;br /&gt;
Die Anhöhe Hirtzenstein (570&amp;amp;nbsp;m, {{deS|Hirzenstein}}) erlangte im Laufe der Zeit eine historische Bedeutung. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart geschah immer etwas auf diesem „kleinen Hausberg“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus geologischer Hinsicht ist er schon durch seinen hervorragenden [[Quarzit]]fels gekennzeichnet. Dafür ist die Hauptverwerfung (faille vosgienne) zwischen Vogesenmassiv und Rheinebene verantwortlich. Kein Wunder, dass die Fürstäbte von Murbach 1265 eine Burg auf diesem „Stein“ errichten ließen. Nachdem das [[Lehen]] den Adligen von Wattweiler übergeben worden war, wurde die Burg mehrmals gestürmt: insbesondere von den [[Alte Eidgenossenschaft|Eidgenossen]] (1468), dann später von den aufrührerischen Bauern (1525) und zuletzt von den Scharen des Dreißigjährigen Krieges, die nur noch Ruinen hinterließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Friedenszeiten wurde der Hirzenstein landwirtschaftlich genutzt: der untere Hang, Dürrenberg genannt, wurde mit Reben bepflanzt, der Sattel hinter dem Quarzitfels diente als [[Schäferei]], der Wald ringsherum lieferte Brennholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Kämpfen um den [[Hartmannswillerkopf|Hartmannsweilerkopf]] blieb der Hirzenstein nicht verschont. Deutsche Truppen installierten einen Stütz- und Beobachtungsposten. Sie durchbohrten den Fels, um Unterstände und Stollen einzurichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als alles wieder vorbei war, entstand auf dem gerodeten Sattel ein bewirtetes Haus mit Ferienwohnungen (Maison familiale de vacances). Seit 1999 ist das gesamte Anwesen im Besitz der Gesellschaft für Mineralquellennutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:cimetieredesuhlans.jpg|mini|Ulanenfriedhof am Sandgrubenkopf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ulanenfriedhof ==&lt;br /&gt;
Der so genannte Ulanenfriedhof liegt an einem bewaldeten Berghang unweit des Hirtzensteins. Er ist nur einige Meter von der Gemeindegrenze zwischen Wattwiller und [[Hartmannswiller]] entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle nahe bei einem Ulanenlager, musste man, von der Not gedrängt, im April 1915 zeitweilig deutsche Gefallene beisetzen. Neben einigen [[Ulanen]] waren es vor allem Soldaten und Unteroffiziere des 56. Landwehr-Infanterie-Regiments und des 4. Garde-Jäger-Bataillons. Nach dem Krieg wurden die Leichen auf einen anderen Friedhof umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Lage im Wald und seine gut erhaltenen Stelen aus gehauenem Granitstein ist dieser Ort eine Gedenkstätte der besonderen Art geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellungen und Unterstände ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche Schützengräben, Stollen, Stellungen und Unterstände sind auf dem Porphyrgrat und an den Hängen des Hartmannswillerkopfes vorhanden. Einige sind gut erhalten geblieben, andere wurden wieder instand gesetzt, andere sind verfallen. Auf dem Hang, der Wattwiller zugewandt ist, kann man folgende Stätten&amp;lt;ref&amp;gt;Carte G.Schultz 6e éd.1992 Les Amis du Hartmannswillerkopf 7, rue Gabriel Fauré F 68200 Mulhouse/Kriegsstättenplan des Hartmannswillerkopfs G.Schultz&amp;lt;/ref&amp;gt; besichtigen:&lt;br /&gt;
* die „Lippische Schweiz“, einen ausgemauerten Schützengraben, der sich vom „Dickbuchenweg“ (560&amp;amp;nbsp;m) bis zum „Unteren Rehfelsen“ (766&amp;amp;nbsp;m) nach oben schlängelt,&lt;br /&gt;
* den steilen „Himmelsleitergraben“ und seine Fortsetzung, den „Weihnachtsgraben“, die den „Mittleren Rehfelsen“ (820&amp;amp;nbsp;m) mit dem Gipfelbereich (956&amp;amp;nbsp;m) verbinden,&lt;br /&gt;
* die Feste „Bamberg“ oberhalb des „Unteren Rehfelsens“ (766&amp;amp;nbsp;m),&lt;br /&gt;
* die Festen „Ratz“, „Großherzog“ und „Rohrburg“ auf dem „Porphyrgrat“,&lt;br /&gt;
* den „Aussichtsfelsen“ mit „Monument du 152e R.I.“ (920&amp;amp;nbsp;m),&lt;br /&gt;
* das „Monument Serret“ (760&amp;amp;nbsp;m),&lt;br /&gt;
* „Fortin Mégard“,&lt;br /&gt;
* „Fortin Sermet“,&lt;br /&gt;
* „Roche Amic“.&lt;br /&gt;
Die letzten drei sind geschützte Stellungen auf französischer Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mit dem Ort verbundene Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
Die [[Vulkanologe]]n [[Katia und Maurice Krafft]] erwarben 1977 einen Wohnsitz in Wattwiller, um sich dort zwischen zwei Expeditionen oder zwei Vorträgen aufzuhalten. Darin häuften sie eine Unmenge von Filmen, Bildern, Gesteinssammlungen und Unterlagen aller Art an. Am 3. Juni 1991 verunglückten beide am [[Unzen (Vulkan)|Unzen]] (Japan) durch einen plötzlich auftretenden [[Pyroklastischer Strom|pyroklastischen Strom]] tödlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an ihre Verbundenheit mit dem Dorf trägt seither das Mehrzweckgebäude ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joseph Remy]] (1857–1936) war Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Wattwiller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Constant Dinichert]] (1832–1916), wurde in Wattwiller geboren und war später ein Schweizer Uhrenfabrikant und Politiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Monuments historiques in Wattwiller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Wattweil |Band=3 |Seite=65}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 166–176.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wattwiller}}&lt;br /&gt;
* [http://wattwiller-strasse.de/ &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Jumelage Wasenweiler – Wattwiller&amp;#039;&amp;#039;] wattwiller-strasse.de (private Site)&lt;br /&gt;
* [http://www.wattwiller.com/ wattwiller.com] (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden im Arrondissement Thann-Guebwiller}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4559591-4|VIAF=234330759}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wattwiller| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Grand Est]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört im Ersten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 735]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Skipper69</name></author>
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