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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wasservogelsingen</id>
	<title>Wasservogelsingen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T22:27:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wasservogelsingen&amp;diff=1021156&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Antonija aus dem Böhmerwald: im beschreibungstext wurden wichtige Details nicht miteingebunden</title>
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		<updated>2025-06-08T15:29:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;im beschreibungstext wurden wichtige Details nicht miteingebunden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wasservogelsingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um einen [[Heischebrauch]], der sich vor allem im unteren [[Bayerischer Wald|Bayerischen Wald]] ([[Landkreis Freyung-Grafenau]] und nördlicher [[Landkreis Passau]]) sowie in Teilen des nordwestlichen Böhmerwaldes wie in Landkreis Prachatice sowie im Waldviertel  Österreich Kreis Rohrbach und Schärding zu [[Pfingsten]] großer Beliebtheit erfreut.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Kubitschek: &amp;#039;&amp;#039;Die Verbreitung des Wasservogelsingens im Böhmerwald&amp;#039;&amp;#039;, in: Monatsschrift für die ostbayerischen Grenzmarken 11 (1922), S. 103–105.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
In der Nacht von Pfingstsonntag auf -montag oder auch bereits am Sonntagnachmittag wandern junge Dorfbewohner, meist Mitglieder eines örtlichen Sportvereins oder der Freiwilligen Feuerwehr, in wasserfester Kleidung von Haus zu Haus und singen das  Wasservogellied. Häufige Vorsängerstrophen sind unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::„Mia san so bresldrucka, wia a Ofalugga“  &lt;br /&gt;
:::„D&amp;#039;Wasservögel muaß ma giaßn, sonst duad s es boid verdriaßn.“&lt;br /&gt;
Diese werden oft durch individuelle [[Gstanzl]]n erweitert, die sich inhaltlich auf das gerade besuchte Haus beziehen. Nach jedem Vers wird die Eröffnungssequenz wiederholt. Die Bewohner der Häuser schütten aus Fenstern und von Balkonen Wasser auf die „Vögel“. Die Wasservögel wollen begossen, aber auch beschenkt werden. Zu den früher üblichen Eiern, die anschließend meist verkauft wurden, kommen heute auch Geldgeschenke hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Alter und Herkunft des Brauches sind unbekannt, er war aber in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im unteren Bayerischen Wald allgemein verbreitet. Der erste bisher bekannte Nachweis ist das Schreiben des Pfarrers von [[Herzogsreut]] an das Bezirksamt [[Landkreis Wolfstein|Wolfstein]] vom 10. Mai 1899, worin er die Behörden aufruft, gegen diese „Nachtruhestörung ärgster Art“ vorzugehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführlich geschildert wird das Wasservogelsingen in einem Schreiben der [[Königlich Bayerisches Gendarmeriekorps|Gendarmerie]]-Sektion [[Mauth]] vom 16. Mai 1906 an das Bezirksamt Wolfstein. Danach gab es wiederholt behördliches Einschreiten, oft mit einem ortspolizeilichen Verbot, das aber von manchen Gemeinden ausdrücklich abgelehnt wurde, weil es sich beim Wasservogelsingen um einen alten Brauch handle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Heimatdichter [[Max Matheis]] veröffentlichte in seinem Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Bauernbrot&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1939 ein vierstrophiges Gedicht mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039; Wasservoglsingen&amp;#039;&amp;#039;, das mit den folgenden Versen beginnt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Allweil lustiger wird&amp;#039;s jetzad&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::Ruaft der Pfingstvogel im Wald,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::greifn si&amp;#039; Bursch&amp;#039;n scho ganz hoamli,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::denn Pfingstsundandacht kimmt bald.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Da wird Wasservogl gsunga&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::vor an jed&amp;#039;n Bauernhaus,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::lang, bis&amp;#039; halt der Bäuerin z&amp;#039;dumm wird&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:::und bis&amp;#039; mit die Oa ruckt raus.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Matheis: &amp;#039;&amp;#039;Bayerisches Bauernbrot&amp;#039;&amp;#039;, 6. Auflage, Verlag Morsak, Grafenau, ISBN 3-87553-019-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang wurde immer wieder darauf hingewiesen, der Brauch sei vorchristlichen, altgermanischen Ursprungs, wobei als Beweis das Werk von [[Wilhelm Mannhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Wald- und Feldkulte&amp;#039;&amp;#039; (2 Bände, 1875) herangezogen wurde. Die Vorstellung, in diesem Brauch lebe uraltes germanisches Volksgut fort, wurde von da an sehr populär und meist ohne weitere Belege verbreitet. [[Ernst Dorn (Heimatforscher)|Ernst Dorn]] schreibt dazu: „Das sind die zählebigen, reflexionsartigen Interpretationsmuster des 19. Jahrhunderts, bei denen z. B. das Ausgießen von Wasser automatisch Regenzauber bedeutet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Dorn: &amp;#039;&amp;#039;Heimat an der Grenze. Gemeinde Philippsreut&amp;#039;&amp;#039;, Tittling, 1997, ISBN 3-00-001354-7, S. 500 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mit dem [[Pfingstsingen]] existiert im [[Bergisches Land|Bergischen Land]] ein vergleichbarer Brauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Wasservogelfest]] in den Gemeinden [[Neuhausen-Nymphenburg|Neuhausen]] und [[Moosach (München)|Moosach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Śmigus-dyngus]] Osterwasserbräuche in slawischen Ländern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerischer Wald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Bayern)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Antonija aus dem Böhmerwald</name></author>
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