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	<title>Wasserturm am Steeler Berg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T18:42:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wasserturm_am_Steeler_Berg&amp;diff=1156094&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wiki05: akt. nach Quelle</title>
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		<updated>2025-10-06T08:55:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;akt. nach Quelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WasserturmSteelerStrasse.JPG|mini|hochkant=1.4|Wasserturm am Steeler Berg, 2006]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserturm Steeler Berg.jpg|mini|hochkant|Ansicht in den 1920er Jahren]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wasserturm am Steeler Berg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; steht am [[Diether-Krebs-Platz]] (bis 2011 Ostpark) im [[Südostviertel]] der Stadt [[Essen]]. 1985 wurde er in die Denkmalliste der Stadt Essen aufgenommen. Seine Funktion als [[Wasserturm]] besitzt er bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bau und Charakter ===&lt;br /&gt;
Seit 1866 gab es ein Wasserbassin auf dem Steeler Berg.&amp;lt;ref&amp;gt;Steeler Berg wird die Erhebung oberhalb der ansteigenden Steeler Straße, von der Innenstadt nach [[Steele (Essen)|Steele]] führend, genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wasserturm wurde von 1883 bis 1884 nach Plänen des Aachener Ingenieurs [[Otto Intze]] im Stil des [[Historismus]] an der Steeler Chaussee, der heutigen Steeler Straße, errichtet, um die Trinkwasserversorgung der in der Zeit der Industrialisierung schnell wachsenden Stadt sicherzustellen. Der damals größere, angrenzende [[Diether-Krebs-Platz|Ostpark]] war zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts auch Austragungsort von Konzerten. Im Unterbau des Wasserturms befand sich bis etwa zur Mitte des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] ein Restaurant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wasserturm sichert Versorgung in Essen&amp;#039;&amp;#039;; In: Chronik des Ruhrgebiets. Ein WAZ-Buch.; Hrsg. Bodo Harenberg, Chronik-Verlag, Dortmund, 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erheblichen Kriegsschäden wurde der Wasserturm nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich schlichter wiederaufgebaut. Dabei verzichtete man auf die Wiedererrichtung der beiden je etwa 33,5&amp;amp;nbsp;Meter hohen Ecktürme und auf die steinerne Einfassung des Wasserbehälters, so dass dieser heute frei sichtbar ist. Dieser schmiedeeiserne Behälter misst 18&amp;amp;nbsp;Meter im Durchmesser. Ohne diesen hat der Backsteinbau eine Höhe von 26&amp;amp;nbsp;Metern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ruhraufstand ===&lt;br /&gt;
Während des [[Ruhraufstand]]s kämpften hier am 19.&amp;amp;nbsp;März&amp;amp;nbsp;1920 Angehörige der [[Reichswehr]] und der [[Freikorps]] gegen Trupps der [[Rote Ruhrarmee|Roten Ruhrarmee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wasserturm Steeler Berg Gedenkstein.JPG|mini|links|hochkant|Gedenkstein im angrenzenden Park]]&lt;br /&gt;
Die Rote Ruhrarmee hatte sich als Antwort auf den [[Kapp-Lüttwitz-Putsch]] gebildet, der die Demokratie der [[Weimarer Republik]] beseitigen wollte. Sie bildete sich aus bewaffneten Arbeitern, die die sozialen und demokratischen Errungenschaften nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gegen das putschende Militär verteidigen wollten. In Essen erhielt der Polizeipräsident der Sicherheitspolizei (Sipo), [[Kurt Melcher]], am  18.&amp;amp;nbsp;März&amp;amp;nbsp;1920 vom Wehrkreiskommandanten Generalleutnant [[Oskar von Watter|Freiherr von Watter]] den Befehl, die Stadt vor den heranrückenden Arbeiterschaften zu verteidigen. Die Arbeitereinheiten marschierten von [[Gelsenkirchen]] und [[Wattenscheid]] nach [[Essen-Katernberg|Katernberg]] und [[Essen-Stoppenberg|Stoppenberg]] ein und hatten bereits am 19.&amp;amp;nbsp;März die Essener Innenstadt besetzt. Wegen dieser Übermacht gab die Sicherheitspolizei ihren sinnlos gewordenen Kampf auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die Besatzung des Wasserturms, bestehend aus 24 Mann der [[Einwohnerwehr]] und 22 Mann [[Sicherheitspolizei (Weimarer Republik) | Sicherheitspolizei]] hielten ihre Stellung gegen die Arbeiter. Am Misstrauen dieser Turmbesatzung scheiterte der telefonische Versuch des Polizeirates Exner, sie zur Aufgabe zu bewegen. Gegen 17 Uhr jedoch zeigten die Besatzer des Erdgeschosses die weiße Fahne, was diejenigen im Obergeschoss aber nicht mitbekamen. Die herannahenden Arbeiter deuteten die weiße Fahne als Kapitulation und bestiegen die Freitreppe des Wasserturms. Daraufhin wurden sie von den Besatzern des Obergeschosses beschossen und mit Handgranaten beworfen. Dennoch gelang den erbitterten Arbeitern nach zwei Versuchen die Erstürmung des Turms. Elf Verteidiger des Wasserturms starben teilweise bei diesen Kämpfen und teilweise danach.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Schmidt: Der Kapp-Putsch 1920 und die Ereignisse am Essener Wasserturm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch Essen&amp;#039;&amp;#039; 1988, S. 65–73, hier S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeugenaussagen zufolge sollen die gefangenen Besatzer in Einzelfällen von Arbeitern vor Gewalttaten geschützt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Prozess vor dem Schwurgericht Essen, vom 10.&amp;amp;nbsp;Februar bis 11.&amp;amp;nbsp;März&amp;amp;nbsp;1921, wurden 15 Angeklagte der ehemaligen Ruhrarmee-Angehörigen freigesprochen. So bezeichnete der damalige Essener Oberbürgermeister [[Hans Luther]] die Vorfälle am Wasserturm als &amp;#039;&amp;#039;tragisches Missverständnis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gedenktafel&amp;quot;&amp;gt;Gedenktafel vor Ort&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im angrenzenden Ostpark wurde während der Zeit der Weimarer Republik ein Gedenkstein aufgestellt. Er führt alle 40 im März&amp;amp;nbsp;1920 in Essen getöteten Sicherheitspolizisten und Anhänger der Einwohnerwehr auf, so auch die elf Toten vom Wasserturm. Hingegen blieben die Zahl und die Namen der bei den Kämpfen umgekommenen Arbeiter bis heute unbekannt. Damit hatte dieser Gedenkstein auch das politische und moralische Ziel, die Arbeiterschaft zu diskreditieren und die Errungenschaft der Reichswehrtruppen nach Rückeroberung des Ruhrgebietes im April&amp;amp;nbsp;1920 hervorzuheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Zustand ==&lt;br /&gt;
Nach Wiederaufbau nach dem Krieg und Wiederinbetriebnahme im Jahr 1949 wird er bis heute, als einer von acht Wasserbehälteranlagen der [[Stadtwerke Essen]], zur Trinkwasserversorgung genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=Homepage der Stadt Essen |titel=Essen gestern und heute |url=http://www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Aemter/Aktionen/Essen_zeigt_sich/Essen_damals/Kalender_Oktober_2005.asp |datum=2005-10 |zugriff=6. März 2009 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100118065347/http://www.essen.de/deutsch/rathaus/aemter/aktionen/Essen_zeigt_sich/Essen_damals/Kalender_Oktober_2005.asp |archiv-datum=2010-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das schmiedeeiserne Hochreservoir mit 2000&amp;amp;nbsp;Kubikmetern Volumen befindet sich auf einem 20&amp;amp;nbsp;Meter hohen Unterbau, und wird für Verbrauchsspitzen morgens und mittags genutzt. Nachts wird der Behälter über einen Zulauf wieder gefüllt. Der Wasserbehälter ist ein von Otto Intze zusammen mit der Firma F. A. Neumann aus [[Eschweiler]] konzipierter Hängebodenbehälter, der speziell gegen Bergschäden geschützt ist und dessen Zuleitungen federnd gelagert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2012 wurde der Wasserturm durch die [[Stadtwerke Essen]] saniert, wobei er vorübergehend außer Betrieb genommen worden war. Vor allem die Fassade der bis zu drei Meter dicken Mauern wurde instand gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wasserturm ist Bestandteil der [[Route der Industriekultur – Wasser: Werke, Türme und Turbinen|Themenroute 28 – Wasser: Werke, Türme und Turbinen]] der [[Route der Industriekultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sitz der Essener Tafel ===&lt;br /&gt;
Bis September 2025 hatte der Verein &amp;#039;&amp;#039;Essener Tafel&amp;#039;&amp;#039; seinen Sitz im Wasserturm. Diese am 4.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;1995 in Essen gegründete [[Tafel (Organisation)|Tafel]] sammelt nicht mehr verkäufliche, aber noch gute und verwertbare Lebensmittel und verteilt sie an Bedürftige. Zum Oktober 2025 ist sie in eine Halle im Essener [[Westviertel (Essen)|Westviertel]] umgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.essener-tafel.de essener tafel.de]&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 6. Oktober 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2018 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Essener Tafel&amp;#039;&amp;#039; bundesweit bekannt, nachdem sie das Verhalten junger männlicher Flüchtlinge beklagt hatte, die sich vorgedrängelt hatten, mangelnden Respekt gegenüber Frauen gezeigt, Helfer beschimpft und bewirkt hatten, dass ältere Frauen, alleinerziehende Mütter und deren Kinder fernblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;berliner-zeitung.de: [https://www.berliner-zeitung.de/29815632 &amp;#039;&amp;#039;Wer Helfer „Rassisten“ nennt, leidet an Realitätsverlust&amp;#039;&amp;#039;] ([[Kommentar (Journalismus)|Kommentar]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Bär: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Tafel-in-Essen-Chef-der-Essener-Tafel-noch-heute-stocksauer-auf-Politiker-wegen-Skandal-von-2018-id55499946.html Chef der Essener Tafel ist noch heute stocksauer auf Politiker wegen Skandal von 2018]&amp;#039;&amp;#039; In: augsburger-allgemeine.de, 22. September 2019, abgerufen am 14. April 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Wasserturm wurden zahlreiche [[Reportage]]n gedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Wassertürmen in Essen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://geo.essen.de/webdaten/sta61/Denkmaeler/Foto_Htm_und_pdf/AK1_Lfd_Nr_17.pdf Der Wasserturm in der Denkmalliste der Stadt Essen] (PDF; 373&amp;amp;nbsp;kB); abgerufen am 12. November 2016&lt;br /&gt;
* [https://www.essener-tafel.de Internetauftritt der &amp;#039;&amp;#039;Essener Tafel&amp;#039;&amp;#039;]; abgerufen am 21. April 2014&lt;br /&gt;
* [https://www.route-industriekultur.ruhr/standorte-der-route/themenrouten/28-wasser-werke-tuerme-und-turbinen/ Beschreibung aller Standorte auf dieser Themenroute] als Teil der [[Route der Industriekultur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Route der Industriekultur&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Route der Industriekultur – Themenroute 28: Wasser: Werke, Türme und Turbinen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/27/5/N |EW=7/1/49/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserturm in Essen|Steeler Berg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Essen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südostviertel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Route der Industriekultur (Essen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rekonstruiertes Bauwerk in Essen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wiki05</name></author>
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