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	<title>Wasserkult - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wasserkult&amp;diff=2888477&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2024-02-03T10:05:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wasserkult&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als gesicherte [[heilige Quelle|Verehrung]] von [[Brunnen]], [[Quelle]]n, [[See]]n oder [[Teich]]en, wie er in Europa insbesondere für [[Gotland]], [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]], [[Irland]], [[Portugal]], [[Sardinien]] und [[Zypern]], aber auch im alten [[Orient]] und in [[Südamerika]] ([[Nazca-Linien|Nazca-Ebene]]) belegt ist, ist ein uraltes vorchristliches Phänomen (sh. [[Trankopfer|Libation]]). Wallfahrten an den Tagen der christlichen Heiligen, denen vielfach Gewässer gewidmet wurden, lassen sich in aller Regel auf den vorchristlichen Kult zurückführen. Die Libation ist eine weitere Form des Kultes, die mit dem Wasser, aber auch mit anderen Flüssigkeiten erfolgt. Nicht in diesen Bereich fällt der „[[Badekult]]“ wie er z.&amp;amp;nbsp;B. bei den Römern üblich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verehrung betrifft sowohl Regionen mit Wasserüberschuss, wie Irland, als auch mit Wassermangel, wie Sardinien. In beiden Regionen gehört sie zu den Fruchtbarkeitskulten, da sie mit dem Ertrag der Felder zu verbinden ist. Bekannter, weil eindringlicher, ist der Kult aus Wassermangel. [[Kyrill von Jerusalem]] (313–386) spricht bereits bei der altkirchlichen Taufe vom Wasserkult als einem Götzendienst, dem der getaufte abzuschwören hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Lepenski Vir]] (Serbien) fand man die vielleicht ältesten Libationsbehältnisse Europas, als Vertiefungen in teilweise verzierten Steinen. Die [[Kupfersteinzeit|chalkolithische]] [[Theiß-Kultur]] in Ungarn schuf Gefäßkeramiken, wie die [[Venusgefäß]]e der [[Kökénydomb]]. Solche Libationsgefäße (Mehrtüllengefäße)&amp;lt;ref&amp;gt;darunter eine Zwei-Tüllen-Vase der [[Cardial- oder Impressokultur]], gefunden in der [[Cova de l’Or]]; abgebildet bei [[Barry Cunliffe]]: Illustrierte Vor- und Frühgeschichte Europas, Campus, Frankfurt 1996, ISBN 3-593-35562-0, S. 128&amp;lt;/ref&amp;gt; sind sehr typisch für den vorgeschichtlichen [[Balkanhalbinsel|Balkan]] und noch heute ([[Grolla]]) im [[Aostatal]] in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Sardinien]] sind baulich gestaltete beeindruckende [[Brunnenheiligtum (Sardinien)|Brunnenheiligtümer]] bekannt und in [[Portugal]] gibt es die mit dem Wasserkult verbundenen ([[Pedra Formosa|Pedras Formosas]]). Orte des Wasserkultes waren vermutlich auch die zirkumalpinen [[Pfahlbau]]ten und die [[Terramare-Kultur|Terramaren]] in Norditalien. Auf [[Korsika]], so berichtet [[Sibylle von Reden]], ging bei Trockenheit noch im 20. Jahrhundert ein Kind mit einem Totenkopf über Land, der am Ende der Prozession ins Wasser geworfen wird. Als der thrakische Gott [[Orpheus]] in Stücke gerissen wird, wird sein Kopf in einen Fluss geworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schottland hat man allein im Einzugsgebiet des Flusses [[Tay]] mehr als 600 [[Heilige Quelle]]n kartographiert. An vielen wurden Opfer- und späterhin [[Münze]]n[[Depotfund|depot]]s gefunden. Christliche Missionare lehnten die heidnischen Bräuche ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die [[Zisterne]]n auf den [[Balearische Inseln|Balearen]] und auf [[Pantelleria]] auch Ausdruck eines Kultes waren, muss offenbleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Uno Holmberg: &amp;#039;&amp;#039;Das Wasser des Lebens, Göttinnen und Wasserkult&amp;#039;&amp;#039;. Edition Amalia, Bern 1997.&lt;br /&gt;
* Uno Holmberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Wassergottheiten der finnisch-ugrischen Völker&amp;#039;&amp;#039;. Druckerei der finnischen Literatur-Gesellschaft, 1913&lt;br /&gt;
* Johannes Maringer: &amp;#039;&amp;#039;Das Wasser in Kult und Glauben der vorgeschichtlichen Menschen&amp;#039;&amp;#039; In: Anthropos Bd. 68, Heft 5./6. (1973), S. 705–776 Nomos Verlagsgesellschaft mbH:&lt;br /&gt;
* Jürgen E. Walkowitz: &amp;#039;&amp;#039;Das Megalithsyndrom. Europäische Kultplätze der Steinzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 36). Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 2003, ISBN 3-930036-70-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quellheiligtum| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Quelle|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser in der Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brunnenheiligtum| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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