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	<title>Wassergebundene Decke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T15:10:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wassergebundene_Decke&amp;diff=294197&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-19009-99: Korrektur &quot;wird&quot; zu &quot;wirkt&quot;</title>
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		<updated>2026-03-26T21:21:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur &amp;quot;wird&amp;quot; zu &amp;quot;wirkt&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Feldweg2005.jpg|mini|hochkant=1.4|Wirtschaftsweg mit wassergebundener Decke]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC05537a-Feinschotterweg.jpg|mini|hochkant=1.4|[[Forststraße]] mit wassergebundener Decke]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wassergebundene Decke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (offiziell &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deckschicht ohne Bindemittel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [Kürzel: DoB], auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grandbefestigung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sowie in der [[Schweiz]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chaussierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.technikseiten.hsr.ch/fileadmin/technikseiten/Skripte/Technikskript/Kapitel/wege_12.pdf technikseiten.hsr.ch]&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt) ist im [[Straßenbau|Straßen-]] und [[Weg]]ebau die Bezeichnung für einen unbefestigten [[Straßenbelag]], der lediglich aus [[Brechsand]], &amp;#039;&amp;#039;Splitt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Schotter]]&amp;#039;&amp;#039; (regional auch &amp;#039;&amp;#039;Grand&amp;#039;&amp;#039; genannt) besteht. Auf Englisch wird die Bauweise als [[Makadam]] bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung ist missverständlich, da dem Mineralgemisch kein [[Bindemittel]] zur Verfestigung beigefügt wird. &lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;wassergebunden&amp;#039;&amp;#039; weist darauf hin, dass zur Herstellung ein Mineralgemisch mit abgestufter [[Sieblinie]] verwendet wird, dessen Feinanteile sich durch Einschlämmen mit Wasser an die groberen Bestandteile anlagern, wodurch eine gewisse Bindungswirkung entsteht und die Decke sich verfestigt. &lt;br /&gt;
Verwendet wird [[Gebrochene Gesteinskörnung|gebrochenes Natursteinmaterial]], da kantige Gesteinskörnung dem [[Fahrbahnbelag]] eine festere Struktur gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wege mit wassergebundener Decke heißen auch &amp;#039;&amp;#039;unbefestigter Weg&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schotterstraße&amp;#039;&amp;#039;. Sie sind nur für Verkehrswege mit geringer Verkehrsbelastung und niedriger bis mittlerer Fahrgeschwindigkeit geeignet. Wenn der unbefestigte Fahrstreifen als zweite Fahrspur unmittelbar neben einem befestigten Weg verläuft, spricht man von einem &amp;#039;&amp;#039;[[Sommerweg]].&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung und Funktion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der oberste Belag ist etwa zwei bis vier Zentimeter dick und liegt einer rund sechs Zentimeter dicken [[Tragschicht]] auf, die Druck und Schub dynamisch überträgt. Darunter liegen eine [[Frostschutzschicht]] und der tragfähige [[Unterbau (Bauwesen)|Unterbau]], gegebenenfalls als [[Packlage]] ausgeführt. Das verwendete Material wird weder von [[Zement|hydraulischen]] noch [[Bitumen|bituminösen]] [[Bindemittel#Baustoffe|Bindemitteln]] zusammengehalten. Stattdessen wird der Oberbau auf die feuchte Tragschicht aufgebracht, anschließend verdichtet (gewalzt) – und dann einige Wochen nicht belastet. Erst die Einwaschung der obersten Schichten sorgt für die Bindung und damit eine kompakte Struktur.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Haffner: &amp;#039;&amp;#039;Orte Plätze Räume&amp;#039;&amp;#039;. Callwey, 2005, ISBN 3-7667-1650-6, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kennzeichen eines Weges mit richtig ausgeführter wassergebundener Decke ist es, dass selbst schmale Reifen mit hoher punktueller Druckbelastung keine Spuren hinterlassen und der Fahrwiderstand bei geringer Geschwindigkeit dem auf durchschnittlichen [[Asphalt]]decken vergleichbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von wassergebundenen Decken werden weit weniger Energie und Ressourcen benötigt, als für befestigte Fahrbahnen. Die Decke ist nicht wasserdicht. Niederschläge können teilweise versickern, wodurch sich ein niedrigerer [[Abflussbeiwert]] als bei Beton- und Asphaltoberflächen ergibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberflächenbefestigungen, Oberflächenentwässerung&amp;quot;&amp;gt;Universität für Bodenkultur Wien, 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Die Herstellungskosten betragen etwa zwei Drittel vergleichbarer Asphaltflächen. Neben dem Einsatz als Wegebelag forst- und landwirtschaftlicher Nutzwege finden wassergebundene Decken auch Anwendung in Parkanlagen sowie auf [[Parkplatz]]flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wald, Naturschutzgebieten und im Rahmen einer naturnahen Landschaftsgestaltung werden wassergebundene Decken bevorzugt. Die meist helle Oberfläche heizt sich bei Sonneneinstrahlung deutlich weniger auf als dunkle Asphaltflächen. Temperaturausgleichend wirkt auch die [[Verdunstungskälte]] der aus dem Untergrund aufsteigenden Feuchtigkeit.&lt;br /&gt;
Wassergebundene Decken sind etwas weniger hart im Auftritt und somit gelenkschonender für Fußgänger, Jogger und Pferde, deren Hufe auch weniger stark abnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wassergebundene Decken sind anfällig für [[Bodenerosion|Erosion]] in Gefällstrecken, da abfließendes Wasser bei starken Regenfällen die oberste Schicht des Materials fortspült. Dadurch wird der Weg holprig, es bilden sich Rinnen und [[Straßenschaden|Schlaglöcher]]. Insbesondere in [[Arides Klima|ariden Klimazonen]] bilden sich [[Waschbrettpiste]]n aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Instandhaltung wassergebundener Fahrbahnen ist aufwändiger und besonders nach Schneeräumungen, langanhaltender Feuchtigkeit und Nutzung der Wege durch schwere Forst- und Landwirtschaftsmaschinen erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fahrzeugverkehr mit mehr als ca. 20 km/h führt auf wassergebundenen Wegen bei Trockenheit zur Staubentwicklung. Der sich unter dem Fahrzeugboden bildende Sog führt zum Austrag von Feinanteilen der oberen Deckschicht durch schnellfahrende Fahrzeuge. Problematisch sind auch die hohen Gewichte moderner landwirtschaftlicher Fahrzeuge, sie begünstigen das Entstehen von Fahrbahnschäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen deutschen Bundesländern reglementieren Qualitätsstandards für Radwege den Einsatz von wassergebundenen Decken. So regelt beispielsweise in [[Sachsen]] ein Erlass, dass solche nicht an Steigungen oder im Hochwasser-Überflutungsbereich und nur in ökologisch besonders sensiblen Gebieten verwendet werden dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erlass des [[Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit|Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit]] vom 11. März 2005 zum Qualitätsstandard des Sachsennetz Rad, Aktenzeichen 52-3942.31/RVK&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wassergebundene Decken werden in [[gemäßigte Zone|gemäßigten Zonen]] – mit ansonsten höherem [[Ausbauzustand]] der Straßen – bevorzugt für [[Landwirtschaft|land-]] und [[forstwirtschaft]]liche Zwecke und im ländlichen Raum verwendet ([[Forstweg]]e, [[Wirtschaftsweg]]e). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Gebieten der [[Tropen]], [[Subtropen]] und [[Polare/Subpolare Zone|polaren/subpolaren Zonen]] sind &amp;#039;&amp;#039;Schotterpisten&amp;#039;&amp;#039; (Straßenbelag beispielsweise [[Laterit]], [[Lehm]], [[Sand]]) bzw. [[Naturstraße]]n vorherrschend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Landmaschine]]n und [[Schwerlastverkehr]] verursachen bei feuchter [[Witterung]] tief eingegrabene [[Spurrinne]]n ({{enS|galleys}}). Unter bestimmten Bedingungen bilden sich [[Wellblechpiste|Waschbrettprofile]] ({{enS|corrugations}})&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Freiheit_erleben_12_Monate_mit_dem_VW_Bu/rUZOtGGsC6MC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=schotterpiste+wellblechprofil&amp;amp;pg=PA280&amp;amp;printsec=frontcover Gunter Behlig, &amp;#039;&amp;#039;Freiheit erleben - 12 Monate mit dem VW-Bus durch Neuseeland und Australien&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 280 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternativen und Regelwerk ==&lt;br /&gt;
Als Alternativen zur wassergebundenen Decke kommen z.&amp;amp;nbsp;B. [[Rasengitterstein]]e, [[Pflaster (Belag)|Pflasterung]] oder [[Asphalt]] in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Ansatz zur verbindlichen Regelung leistet die [[Richtlinie für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gravel roads|Wege mit wassergebunder Decke}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßenbautechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßentyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsweg]]&lt;/div&gt;</summary>
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