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	<title>Warwick-Vase - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T09:56:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Warwick-Vase&amp;diff=1271970&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AnnaS.aus I.: /* Die Nachbildungen */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-02-09T04:59:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Nachbildungen: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Burrell Collection 20 (cropped).JPG|miniatur|Warwick-Vase, Original in der Burrell Collection in Glasgow]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Warwick Vase Schinkel Beuth 1821.jpg|miniatur|Die Warwick-Vase in „Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker“, 1821]]&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warwick-Vase&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein reich verziertes [[Marmor]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;objekt&amp;lt;/nowiki&amp;gt; aus dem frühen [[2. Jahrhundert]], das 1771 in Italien gefunden wurde. Seither gilt sie als eines der repräsentativen Motive für die dekorative Kunst der römischen [[Antike]]. Vor allem im 19. Jahrhundert wurde sie in unübersehbar großer Zahl und in unterschiedlichen Größen und Materialien nachgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Original ==&lt;br /&gt;
Die Warwick-Vase ist 1771 auf dem Gelände der [[Villa Adriana|Villa]] des Kaisers [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] (76–138) bei [[Tivoli (Latium)|Tivoli]], etwa 25&amp;amp;nbsp;km nordöstlich von Rom in mehreren Bruchstücken aufgefunden worden. Ihr Entdecker war der englische Maler [[Gavin Hamilton]], der seine Einkünfte als Künstler durch [[Archäologie|archäologische]] Aktivitäten und durch den Handel mit [[Antiquität]]en aufbesserte. Kurz darauf erwarb der englische Gesandte in [[Neapel]] und Sammler von Altertümern Sir [[William Hamilton]] die Vase. Er investierte für den Ankauf und für die komplizierte [[Restaurierung]], die etwa zwei Jahre in Anspruch nahm, 300 englische [[Pfund Sterling|Pfund]] – nach heutigem Wert (2008) ungefähr 30.000 Pfund, rund 45.000&amp;amp;nbsp;Euro. 1774 brachte er die Vase nach England. Das &amp;#039;&amp;#039;[[British Museum]]&amp;#039;&amp;#039; in London lehnte einen Ankauf ab, daraufhin veranlasste Hamilton seinen Neffen George, [[Earl]] of [[Warwick]], die Antiquität zu erwerben; seither wird sie als Warwick-Vase bezeichnet. In einem eigens dafür errichteten Gartengebäude in [[Warwick Castle]], Grafschaft [[Warwickshire]], Mittelengland fand sie für etwa 200 Jahre ihren Platz. Inzwischen steht an dieser Stelle eine Kopie. Das Original wurde 1979 von der [[Burrell Collection]] in [[Glasgow]] angekauft und ist dort zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vase entstand in den Jahren zwischen 118 und 133, sie ist 170&amp;amp;nbsp;cm hoch, und einschließlich der Henkel 211&amp;amp;nbsp;cm breit. In der Originalgröße ist sie also kein Gefäß für Blumen, sondern eher ein Schmuckelement der [[Landschaftsarchitektur|Gartenarchitektur]]. Die beiden Henkel bestehen aus je zwei Strängen ineinander verschränkter [[Weinreben]], die sich unterhalb des Randes mit Blättern und Früchten fortsetzen. Die Unterseite des Korpus ist mit [[Akanthus (Ornament)|Akanthusblättern]] besetzt. Über dem Fell einer [[Katzen|Raubkatze]] mit Kopf und Klauen ist die Wandung mit halb- und vollplastischen Köpfen dekoriert – mit [[Satyr]]masken, einem [[Satyr|Silen]] und dem Haupt des [[Dionysos]]. Die Rückseite ist auf gleiche Weise gestaltet, statt des Dionysos findet sich hier aber ein Abbild seiner Frau [[Ariadne]]. Dieser Frauenkopf ist eine Ergänzung, die offenbar im 18. Jahrhundert von einem italienischen Bildhauer vorgenommen wurde; nach dem Urteil von Zeitgenossen trägt er die Züge von Lady [[Emma Hamilton]], Gattin des Gesandten in Neapel und Geliebte des Admirals [[Horatio Nelson, 1. Viscount Nelson|Horatio Nelson]]. Als Resultat persönlicher Differenzen soll der Restaurator ihren Kopf mit dem spitzen Ohr eines [[Faunus|Fauns]] versehen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dicamillo&amp;quot;&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://dicamillocompanion.com/Houses_hgpm.asp?ID=2068 | wayback=20070623122208 | text=&amp;#039;&amp;#039;Warwick Castle, Warwickshire&amp;#039;&amp;#039;}}, Bericht über die Warwick-Vase, Datenbank &amp;#039;&amp;#039;The DiCamillo Companion&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das monumentale Gefäß ist in Form und Ausschmückung eine Nachahmung in der Antike üblicher Trinkgefäße. Imitationen solcher Gefäße gab es schon seit [[Hellenismus|späthellenistischer]] Zeit, sie wurden bis in die spätere römische Kaiserzeit angefertigt und bevorzugt in Gärten und Säulenhallen aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gustav Friedrich Waagen]], Direktor der Gemäldegalerie des [[Staatliche Museen zu Berlin|Königlichen Museums in Berlin]] berichtet in seinem Buch „Kunstwerke und Künstler in England“ von 1938 über seine Eindrücke in Warwick-Castle: &amp;#039;&amp;#039;„Nun verlangte mich aber sehr, die berühmte Warwickvase zu sehen, welche in größeren und kleineren Wiederholungen jetzt so häufig in Berlin vorkommt. Sie ist unfern des Schlosses, in der Mitte eines Treibhauses, auf einem ziemlich hohen [[Piedestal]]e aufgestellt, und die Wirkung des im schönsten weißen Marmor ausgeführten Gefäßes … wirklich überraschend. Es ist in Größe, Form und Trefflichkeit der Arbeit das Bedeutendste, was wir aus dem Altertum an [[Krater (Gefäß)|Krateren]], oder solchen Gefäßen besitzen, worin die Alten ihren Wein zu mischen pflegten. … Der jetzige Graf scheint sich dieses herrlichen Besitzes nach Gebühr zu erfreuen, denn die Familie pflegt, wie mir der [[Hausmeier|Haushofmeister]] sagte, in diesem Treibhause öfter den Thee einzunehmen.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Nachbildungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Warwick Vase Altes Museum Berlin.jpg|miniatur|Die gusseiserne Kopie im Alten Museum Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frühe Popularität in ganz Europa erlangte das antike Kunstwerk durch drei weit verbreitete [[Kupferstich]]e, die der berühmte Zeichner [[Giovanni Battista Piranesi]] davon angefertigt und in sein Sammelwerk „Vasi, candelabri, cippe, sarcophagi, tripodi ed ornamenti antichi“ (1778) aufgenommen hatte, sowie durch eine Beschreibung, die 1780 im [[The Gentleman’s Magazine|Gentleman’s Magazine]] erschien. Als [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] die Eroberung Großbritanniens plante, gehörte auch die Warwick-Vase zu den Objekten seiner Begierde – nach dem erhofften Sieg wollte er sie als Trophäe im Pariser [[Louvre]] ausstellen lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dicamillo&amp;quot; /&amp;gt; Bald entstand ein verbreitetes Bedürfnis, Nachbildungen der Vase herzustellen – angesichts der hochdifferenzierten Ausformung des Originals und mit den damaligen Möglichkeiten eine beträchtliche technische Herausforderung. Die vermutlich erste brauchbare Kopie gelang 1820 Sir Edward Thomason, einem [[Kunsthandwerk]]er in [[Birmingham]], der aus diesem Anlass eine Erinnerungsmedaille herausgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Preußen]] setzte die Mode wenig später ein. Schon 1821 waren zwei Ansichten der Warwick-Vase nach Zeichnungen von [[Johann Mathäus Mauch]] in den &amp;#039;&amp;#039;[[Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker|Vorbildern für Fabrikanten und Handwerker]]&amp;#039;&amp;#039; enthalten, einer Mustersammlung, die von [[Christian Peter Wilhelm Beuth]] und [[Karl Friedrich Schinkel]] initiiert worden war, um die beginnende [[Industrialisierung]] mit [[Ästhetik|ästhetischen]] Anregungen zu unterstützen. Schinkel sah auf seiner Englandreise 1826 eine Nachbildung der Vase in der Gießerei von Thomason in Birmingham und äußerte sich sehr abfällig über die Qualität dieser Arbeit. Dennoch diente einer dieser Abgüsse, von [[Johann Friedrich Krigar]], dem Inspektor der [[Königlich Preußische Eisengießerei|Königlichen Eisengießerei Berlin]], von einer Informationsreise aus [[England]] mitgebracht, als Vorlage für drei verkleinerte Formmodelle in verschiedenen Größen, von denen je eines an die preußischen Eisengießereien in Berlin, [[Gliwice|Gleiwitz]] in [[Schlesien]] und [[Sayn]] bei [[Koblenz]] ging. Als Geschenk zum Jahreswechsel 1827/28 erhielt König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] ein gusseisernes Exemplar, das mit vergoldetem [[Kupfer]]blech ausgekleidet war. Auf der Akademie-Ausstellung 1828 in Berlin wurde die Warwick-Vase als Eisenguss gezeigt, aber auch als Tafelaufsatz in getriebenem und gegossenem [[Silber]] – eine Arbeit des Hofjuweliers [[Johann George Hossauer]] anlässlich der Hochzeit des Prinzen Carl von Preußen. Die Präsentation dieser beiden Stücke löste eine starke, lang anhaltende Nachfrage aus, noch auf den [[Berliner Gewerbeausstellung]]en von 1879 und 1896 waren weitere Nachbildungen zu sehen. Die Vase wurde in verschiedenen Größen in Eisen, [[Zink]] und [[Bronze]] gegossen, nicht nur die drei preußischen Staatsunternehmen waren daran beteiligt, sondern zum Beispiel auch die [[Carlshütte (Büdelsdorf)|Carlshütte]] bei [[Rendsburg]] und einige Gießereien im [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]]. Ein eindrucksvolles Beispiel aus einer russischen Gießerei, in etwa zwei Dritteln der Originalgröße, gelangte 1834 als Geschenk des [[Zar]]en Nikolaus I. an den preußischen König nach Berlin und steht seither auf einem Treppenpodest des [[Altes Museum|Alten Museums]] am [[Lustgarten]]. Im [[Pleasureground]] des [[Branitzer Park]]s bei Cottbus ließ Fürst [[Hermann von Pückler-Muskau]] um 1850 eine verkleinerte Kopie der Warwick-Vase aufstellen, die das Grab seines Lieblingshundes ziert. – Abbildungen der Vase waren zu Anfang und in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein beliebtes Element für die Dekoration von [[Porzellan]]artikeln, besonders als zentrales Motiv für Tafelgeschirr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse an der Warwick-Vase ist auch im 21. Jahrhundert nicht ganz erloschen. Im Antiquitätenhandel werden Repliken aus dem 19. Jahrhundert angeboten. Gewerbebetriebe in Europa und den USA liefern Neuanfertigungen in Bronze oder [[Terrakotta]] zur Dekoration von Haus, Garten und Swimmingpool.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hbn-classics.de/home.html &amp;#039;&amp;#039;Gartenornamente&amp;#039;&amp;#039;] (u.&amp;amp;nbsp;a. mit Detailfoto der Warwick Vase)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Siegespokal des Tennisturniers [[Australian Open]] in [[Melbourne]] 2006 geht auf die antike Form zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Warwick Vase Medaille.jpg|Erinnerungsmedaille von 1820/29&lt;br /&gt;
Warwick Vase Zimmer 1895.jpg|Die Warwick-Vase als Tischschmuck, 1895&lt;br /&gt;
Warwick Vase Museum Detail.jpg|Die Kopie im Alten Museum. Detail&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eva Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Der preußische Eisenkunstguss. Technik – Geschichte – Werke – Künstler&amp;#039;&amp;#039;. Gebr. Mann Verl., Berlin 1981, ISBN 978-3-7861-1130-6, S.&amp;amp;nbsp;163–165.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Bartel, Annette Bossmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eiserne Zeiten. Ein Kapitel Berliner Industriegeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Verl. Arenhövel, Berlin 2007 (=&amp;amp;nbsp;Aus den Sammlungen der Stiftung Stadtmuseum Berlin), ISBN 978-3-922912-67-5, S.&amp;amp;nbsp;87–93. (Ausstellungskatalog; Ausstellung „Eiserne Zeiten – ein Kapitel Berliner Industriegeschichte“, Ephraim-Palais, 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 2007 bis 2.&amp;amp;nbsp;März 2008; Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Medici-Vase]]&lt;br /&gt;
* [[Vase Borghese]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://dicamillocompanion.com/Houses_hgpm.asp?ID=2068 &amp;#039;&amp;#039;Warwick Castle, Warwickshire&amp;#039;&amp;#039;] – Bericht über die Warwick-Vase in der englischsprachigen Datenbank &amp;#039;&amp;#039;The DiCamillo Companion&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Römische Kaiserzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Relief]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Replik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behälter (Einzelstück)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marmorrelief]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behälter aus Stein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk (2. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AnnaS.aus I.</name></author>
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