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	<title>Wari-Staat - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-04-24T06:20:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Map of Wari and Tiawaku.svg|mini|Ausdehnung des Wari- und Tiwanaku-Staats]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wari-Staat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Huari-Staat&amp;#039;&amp;#039;; [[Internationales Phonetisches Alphabet|IPA]] {{IPA|[&amp;#039;waɾi]}})&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Orbis, Niedernhausen 2001. ISBN 3-572-01285-6&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Staat]] der vor-[[inka]]ischen Regionalkulturen [[Südamerika]]s und existierte in der Zeit von etwa [[600]] bis [[1100]] n. Chr. entlang der Küstenregion des heutigen [[Peru]]. Bevor strikter zwischen [[Tiwanaku]] und Wari unterschieden wurde, nannte man diese Kultur auch &amp;#039;&amp;#039;Küsten-Tiwanaku&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Seeler: &amp;#039;&amp;#039;Peru und Bolivien. Indianerkulturen, Inka-Ruinen und barocke Kolonialpracht der Andenstaaten.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 2001, ISBN 3-7701-4786-3, S.&amp;amp;nbsp;56&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name Huari ==&lt;br /&gt;
Der Name Huari ([[Internationales Phonetisches Alphabet|IPA]] {{IPA|[&amp;#039;waɾi]}}; Wari) stammt aus dem [[Aymara (Sprache)|Aymara]] und bedeutet „verehrter Vorfahre“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wieslaw Wieckowski |Titel=Wari Women from Huarmey |TitelErg=Bioarchaeological Interpretation of Human Remains from the Wari Elite Mausoleum at Castillo de Huarmey, Peru |Auflage=1 |Verlag=Archaeopress Publishing Ltd. |Ort=Summertown (Oxford) |Datum=2019 |Sprache=en |Reihe=Archaeolopress Pre-Columbian Archaeology 11 |ISBN=978-1-78969-184-9 |Seiten=11 |Kommentar=Alternativ-ISBN 978-1-78969-185-6 &amp;amp;#91;[[E-Book|E-PDF]]&amp;amp;#93; |Online={{Google Buch |BuchID=SxUSEAAAQBAJ |Seite=11 &amp;lt;!--|Hervorhebung=&amp;quot;Beispieltext&amp;quot;--&amp;gt; |Linktext=eingeschränkte Vorschau}} &amp;lt;!--|Abruf=2023-09-12--&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Während der Zeit des [[Geschichte Perus#Ur- und Frühgeschichte|Mittleren Horizontes]] bildeten sich um etwa 600 n. Chr. im [[Anden]]-Hochland und der [[Pazifik|pazifischen]] Küstenregion zwei Staaten heraus, welche die bestehenden Kulturen unterwarfen: der Wari- und der [[Tiwanaku-Staat]], die eine gemeinsame [[Ikonografie]] teilten. Der militaristisch ausgerichtete Wari-Staat ging aus der [[Recuay-Kultur]] hervor und unterwarf die [[Nazca-Kultur|Nazca]], die [[Mochica]], die [[Huarpa]] und weitere kleinere kulturelle Zentren. Der Name der Kultur leitet sich aus dem Ort Huari (Wari) ab, dem politischen und städtebaulichen Zentrum des Staats, etwa 25&amp;amp;nbsp;km nordöstlich der heutigen Stadt [[Huamanga|Ayacucho]] in Südperu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausdehnung ==&lt;br /&gt;
Das Einflussgebiet des Wari-Staats reichte zu seiner Blütezeit im 9. und 10. Jahrhundert über 1500 Kilometer von Sihuas ([[Arequipa]]) und Sicuani ([[Cuzco]]) im Süden des Reiches bis [[Region Piura|Piura]] und das [[Marañón]]-Tal im Norden und bedeckte eine Fläche von rund 300.000 Quadratkilometern. In der Hauptstadt lebten damals auf einer Fläche von 20&amp;amp;nbsp;km² bis zu 100.000 Einwohner. Zeugnisse der eindrucksvollen Stadtarchitektur finden sich aber auch in Städten wie Otuzco ([[Cajamarca]]), [[Tomeval]], [[Pikillaqta]] und [[Viracochapampa]], die nach dem Vorbild der Hauptstadt gebaut wurden. Die verwaltungstechnische Infrastruktur der Wari kann als Muster für die spätere [[Inka]]-Kultur angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Team aus peruanischen und japanischen Archäologen entdeckte 2023 nördlich der Hauptstadt Lima im [[Distrikt Jequetepeque|Jequetepeque-Tal]] eine Ahnenkult-Stätte mit Gräbern und Opfergaben. Ihr Alter schätzten die Wissenschaftler auf mehr als 1000 Jahre und ordneten sie der Wari-Kultur zu. Es handelte sich um zwei Grabkammern mit Gruben für Mumien und Opfergaben für die Ahnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/peru-staette-100.html |titel=Archäologen finden Ahnenkult-Stätte aus Vor-Inkazeit in Peru |werk=[[tagesschau.de]] |hrsg=[[Norddeutscher Rundfunk]] (NDR) |datum=2023-09-03 |abruf=2023-09-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sven Scharf |Titel=Vor-Inkazeit: Archäologen finden Ahnenkult-Stätte der Wari |Sammelwerk=[[Der Spiegel (online)]] |Datum=2023-09-04 |ISSN=2195-1349 |Kommentar=Online-Artikel vertont |Online=https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/peru-archaeologen-finden-ahnenkult-staette-der-wari-periode-a-37b61a47-3a1b-48f8-bc86-bcac8189ccc0 |Abruf=2023-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Staat ==&lt;br /&gt;
Die Ausdehnung des Wari-Staats war mit tiefgreifenden Veränderungen für das politische, soziale und religiöse Leben der Andenbevölkerung verbunden.&lt;br /&gt;
Diese Veränderungen spiegelten sich in neuer [[Architektur]], in [[Urbanisierung|urbanen]] Siedlungsstrukturen, einer ausgeweiteten [[Infrastruktur]] und einer militärisch organisierten Kultur wider. Charakteristische Eigenheiten der Tiwanaku-Wari-Ikonografie auf [[Textilien]], im [[Kunsthandwerk]] und auf [[Keramik]]en, sind [[Polychromie|polychrome]] Elemente mit komplexen [[Ornament]]en, darunter vor allem die auffallend häufige Verwendung von Tiermotiven, insbesondere Vögel und Pumas oder Jaguare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Monolito Wari - Ayacucho, Peru.JPG|mini|Monolith, der Teil eines Entwässerungssystems ist (Ayacucho, Peru, 2012)]]&lt;br /&gt;
Im Wari-Staat wurden in Südamerika zum ersten Mal Städte angelegt, die von Verteidigungsmauern umgeben und schachbrettartig angelegt waren und die weit über religiöse Zentren hinausgingen. Die Hauptstadt Wari (Huari) war komplett mit Tempeln, Palästen und Bezirken ausgestattet, außerdem besaß die Stadt ein kompliziertes System von Kanälen und [[Aquädukt]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauwerke wie der Wari-Tempel [[Willkawayin]] nahe [[Huaraz]] waren bautechnisch sensationell. Den Willkahuain-Tempel krönt ein [[Satteldach]] aus gewaltigen glatten Steinplatten, innen und außen wechselten schwere [[Megalith]]e mit kleinformatigen Schieferlagen. Auf Grund dieser elastischen Baumasse erlitt der Tempel selbst bei dem schweren Erdbeben von [[1970]] nur zwei Risse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wari richteten zu ihrer Zeit ein Andenwegenetz ein, das von gleicher Genauigkeit war wie das spätere Wegenetz der Inka &amp;#039;&amp;#039;[[Inka-Pfad|Qhapaq Ñan]]&amp;#039;&amp;#039; und von Ayacucho ausgehend bis zum [[Titicacasee]] im Süden und bis [[Region Piura|Piura]] im Norden reichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ikonografie ==&lt;br /&gt;
Der Wari-Staat bediente sich genauso wie der Tiwanaku-Staat der [[Southern Andean Iconographic Series|SAIS-Ikonografie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untergang ==&lt;br /&gt;
Im 11. Jahrhundert begann, parallel mit dem Niedergang des Tiwanaku-Staats, auch der wirtschaftliche Niedergang des Wari-Staats. Die Bevölkerungszahl ging zurück, die Hauptstadt Huari und andere Städte im Hochland wurden nach und nach aufgegeben. Später verließen die Menschen auch die Städte an der Küste und zogen sich in die dörflichen Siedlungen zurück. Es wird vermutet, dass möglicherweise klimatische Veränderungen im Zusammenhang mit [[El Niño]] den Untergang dieser Kultur verursacht haben, ohne dass jedoch bisher genauere Erkenntnisse vorliegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wanner2020&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Heinz Wanner]] |Titel=Klima und Mensch. Eine 12.000-jährige Geschichte |Auflage=2 |Verlag=Haupt Verlag |Datum=2020 |Sprache=de |ISBN=978-3-406-74376-4 |Seiten=209–212}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Untergang des Wari-Staats verlor sich auch deren einende Kraft; für mehrere Jahrhunderte war die Andenregion wieder durch selbständige Regionalreiche und regionale Kulturen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; caption=&amp;quot;Kunst der Wari-Kultur&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Steinfigur Peru Huari Slg Ebnöther.jpg|Wari-Steinfigur mit Einlagen aus Muscheln und farbigen Steinen; Sammlung Ebnöther im [[Museum zu Allerheiligen]], Schaffhausen&lt;br /&gt;
  Ciotola Cultura Huari, Perù.jpg|Wari-Artefakte&lt;br /&gt;
  Pottery, Tiwanaku-Wari, 650-800 AD, Atarco, southern Peru - Staatliches Museum für Völkerkunde München - DSC08531.JPG|Wari-Keramik im Staatlichen Museum für Völkerkunde München&lt;br /&gt;
  Sacrificial textile, Peru, Wari style, 8th century AD, cotton, camelid hair - Textile Museum, George Washington University - DSC09652.JPG|Textil aus dem 8. Jahrhundert n. Chr.&lt;br /&gt;
  Central Andes, central coast, coastal Wari style - Container with Deity Head and Winged Attendants - 1999.2 - Cleveland Museum of Art.tif|Behälter mit SAIS-Ikonografie&lt;br /&gt;
  Hand with figure of captive, Wari, 600-1100 AD, central Peru - Staatliches Museum für Völkerkunde München - DSC08565.JPG|Hand die einen Gefangenen zeigt im Staatlichen Museum für Völkerkunde München&lt;br /&gt;
  Wari Würdenträger Museum Rietberg RPB 320.jpg|Wari-Figur mit [[Vierzipflige Mütze|vierzipfliger Mütze]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gaffeltakelung|Huari-Rigg]], eine Takelungsart von Segelbooten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heather Pringle |Titel=Das Geheimnis von El Castillo |Sammelwerk=National Geographie Special: Abenteuer Archäologie |Nummer=4/2018 |Verlag=G+J NG Media |Ort=Hamburg |Datum=2018 |Sprache=de |ISSN=2363-9733 |Seiten=26-43}}&lt;br /&gt;
* Tiffiny A. Tung: &amp;#039;&amp;#039;Violence, Ritual, and the Wari Empire: A Social Bioarchaeology of Imperialism in the Ancient Andes.&amp;#039;&amp;#039; University Press of Florida, Gainesville (FL) 2012. ISBN 978-0-8130-3767-7 (englisch).&lt;br /&gt;
* Justin Jennings: &amp;#039;&amp;#039;Beyond Wari Walls: Regional Perspectives on Middle Horizon Peru.&amp;#039;&amp;#039; University of New Mexico Press, Albuquerque 2010, ISBN 978-0-8263-4867-8 (englisch).&lt;br /&gt;
* Gordon F. McEwan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pikillacta: The Wari Empire in Cuzco.&amp;#039;&amp;#039; University of Iowa Press, Iowa City 2005, ISBN 978-0-87745-931-6 (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Wari culture|Wari-Kultur|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Nina Weber |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/archaeologen-entdecken-1300-jahre-altes-koeniginnengrab-in-peru-a-908399.html |titel=Peru: Archäologen entdecken 1300 Jahre altes Königinnengrab |werk=[[Der Spiegel (online)]] |datum=2013-06-28 |abruf=2019-12-26 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Heather Pringle |url=https://www.nationalgeographic.de/reportagen/peru-das-geheimnis-von-el-castillo |titel=Peru – Das Geheimnis von El Castillo |werk=[[National Geographic Deutschland|National Geographic]] |datum=2014-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140826114304/http://www.nationalgeographic.de/reportagen/peru-das-geheimnis-von-el-castillo |archiv-datum=2014-08-26 |abruf=2019-12-26 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Kultur (Amerika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologie (Peru)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andenzivilisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sailorsfriend</name></author>
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