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	<title>Wardein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wardein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Guardein&amp;#039;&amp;#039;, (lat. &amp;#039;&amp;#039;guardianus&amp;#039;&amp;#039; „Wächter, Hüter“) ist der Titel eines [[Bergbeamter|Beamten]], der in [[Mittelalter]] und Frühneuzeit die Erze und die [[Münze|Münzen]] untersuchte. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt gab es den &amp;#039;&amp;#039;Erzwardein&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Erzprobierer&amp;#039;&amp;#039;), der die Erze untersuchte, und den &amp;#039;&amp;#039;Münzwardein&amp;#039;&amp;#039;, der die Münzen zu untersuchen hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot; /&amp;gt; Auch der Begriff „Berggegenprobierer“ war geläufig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines zum Beruf ==&lt;br /&gt;
Die Berufsbezeichnung kommt vom französischen &amp;#039;&amp;#039;gardien&amp;#039;&amp;#039; „Aufseher“. Über das nordfranzösische &amp;#039;&amp;#039;wardien&amp;#039;&amp;#039; und das niederländische &amp;#039;&amp;#039;wardijn&amp;#039;&amp;#039; gelangte der Begriff ins Deutsche (wo es mit dem Begriff &amp;quot;Wärter&amp;quot; – vgl. auch Englisch &amp;quot;warden&amp;quot; – inhaltlich und lautlich verwandt ist) und ersetzte die ursprünglichen Begriffe Probierer, Hüter und Aufzieher. Anfänglich kam der Beruf des Wardeins aus dem [[Bergbau]]. Wardeine waren früher Chemiker in Berg- und Hüttenwerken und besaßen umfangreiche [[Metallurgie|metallurgische]] Kenntnisse. Sie waren oft [[Goldschmied]]e und mussten auch das [[Scheideanstalt|Scheiden]] von Gold-Silber-Legierungen ([[Güldischsilber]]) beherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergwardein ==&lt;br /&gt;
Der Bergwardein war ein Bergbeamter, der die Erze überprüfte und deren Gehalt an nutzbaren Metallen bestimmte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt; Er handelte auf Anordnung des Bergamtes und führte zur Bestimmung des Metallgehaltes mehrere Messungen durch. Diese Untersuchungen waren erforderlich, damit die Schmelzhütten den Verhüttungsprozess entsprechend einstellen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Tätigkeit des Probierers eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe war, wurde er durch den [[Bergrichter]] vereidigt. Bei Streitigkeiten zwischen den [[Bergrechtliche Gewerkschaft|Gewerken]] und den Schmelzhütten wurde der Erzprobierer als unparteiischer Sachverständiger gerufen und untersuchte die Erzproben. Seine Ergebnisse waren für beide Parteien verbindlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Münzwardein ==&lt;br /&gt;
Der Münzwardein untersuchte die Münzen auf ihren Feingehalt an verwendeten Metallen bzw. Legierungen. Ihm oblag auch die Kontrolle des [[Münzmeister]]s, des Prägegutes und seiner Qualität sowie der [[Legierung]] und des Gewichts. Der Münzwardein wurde von den [[Münzherr]]en beauftragt und somit in amtlicher Funktion bei der [[Feingehalt]]skontrolle von [[Edelmetall]] und Edelmetallwaren im Handel. Er stellte Münzgewichte (Gewichtsstücke aus Messing oder Kupfer zum Prüfen bzw. Nachwiegen von Goldmünzen&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Kahnt, Bernd Knorr: &amp;#039;&amp;#039;Alte Maße, Münzen und Gewichte. Ein Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Leipzig 1986, Lizenzausgabe Mannheim/Wien/Zürich 1987, ISBN 3-411-02148-9, S. 389.&amp;lt;/ref&amp;gt;) her und war bei ruhender Prägetätigkeit einer [[Münzstätte]] oft auch Verwahrer von Prägeeisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Arbeit der Münzwardeine gab es bereits im 16. Jahrhundert genaue Probiervorschriften und Gesetze. Die ersten Probiervorschriften wurden vom Münzguardein [[Lazarus Ercker]] erstellt und galten als das Standardwerk der Metallanalytik im 16. Jahrhundert. Ihre Messwerkzeuge, wie zum Beispiel die Analysewaage, entwickelten und bauten die Münzwardeine größtenteils selbst, weil die Genauigkeit der besten Augsburger oder Nürnberger Waagen für den Wägevorgang nicht ausreichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Aufsicht über das Münzwesen im Reich entsprechend der [[Reichsmünzordnung]] bei den von [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] geschaffenen [[Reichskreis]]en lag, wurden die Wardeine dieser Kreise auch &amp;#039;&amp;#039;Kreiswardeine&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kreismünzwardeine&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
In Wien (heute 6. Bezirk, [[Mariahilf]]) wurde 1862 die Münzwardeingasse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 8&amp;quot; /&amp;gt; nach dem 1663 von Sigmund Hammerschmid († 1703) erworbenen Besitz benannt. Hammerschmid war kaiserlicher Münzwardein in der Wiener Münzstätte, sein Besitz erstreckte sich samt einem Garten ursprünglich von der Gumpendorfer Straße bis zur Mollardgasse, 1890 wurde darauf ein Fabriksgebäude errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Karl Schindler: &amp;#039;&amp;#039;Der geheimbde Münz-Guardein und Berg-Probierer.&amp;#039;&amp;#039; Johann Jacob Winklern, Frankfurt 1705. ([http://books.google.com/books?id=nCg7AAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_v2_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false Online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot;&amp;gt;[https://www.peter-hug.ch/lexikon/Wardein Wardein aus Lexikon 88] (zuletzt abgerufen am 10. Januar 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot;&amp;gt;Christian Heinrich Gottlieb Hake: &amp;#039;&amp;#039;Commentar über das Bergrecht&amp;#039;&amp;#039;. Kommerzienrath J.E. v. Seidel Kunst und Buchhandlung, Sulzbach 1823.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Bergwardein Bergwardein] (zuletzt abgerufen am 10. Januar 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot;&amp;gt;Peter Hammer: &amp;#039;&amp;#039;Probiervorschriften zur Garantie der sächsischen Denare, Groschen und Taler&amp;#039;&amp;#039;. In: Berichte der Geologischen Bundesanstalt. Band 35, Wien 1996, {{ISSN|1017-8880}}, S. 159–163. [http://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=BR0035_159_A.pdf Online] (zuletzt abgerufen am 13. Mai 2024; PDF; 559&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 5&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Magazin der Bergbaukunde.&amp;#039;&amp;#039; Erster Teil, Walterische Hofbuchhandlung, Dresden 1785.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot;&amp;gt;Zeitschrift des [[Historischer Verein für Niedersachsen|Historischen Vereins für Niedersachsen]], 1902, S. 28 u.ö.; teilweise [https://books.google.de/books?ei=dhPuVPXEM8vLygPG2oCICA&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=40AKAAAAIAAJ&amp;amp;dq=Theodor+Wilhelm+Br%C3%BCel&amp;amp;focus=searchwithinvolume&amp;amp;q=schl%C3%BCter online] über Google-Bücher.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 7&amp;quot;&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Münzwardeingasse|Münzwardeingasse}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 8&amp;quot;&amp;gt;[[Liste der Straßennamen von Wien/Mariahilf]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7785784-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Numismatik)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbauberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupellation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbaugeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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