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	<title>Wappen Badens - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:33:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wappen_Badens&amp;diff=978201&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-11-27T13:19:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Coat of arms of Baden.svg|mini|Badisches Stammwappen - Roter Schrägrechtsbalken in Gold]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wappen Badens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist einerseits das Wappen des [[Haus Baden|Hauses Baden]], andererseits das Staatswappen der mit dem Herrschaftsgebiet des Hauses in Zusammenhang stehenden Territorien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Stammwappen]] Badens ist auf gelbem ([[Tingierung#Metalle|heraldisch: goldenem]]) Grund ein roter [[Balken (Heraldik)|Schrägbalken]] (immer von [[heraldisch rechts]] oben nach links unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprünge ==&lt;br /&gt;
Der [[Zähringer]] [[Berthold I. (Zähringen)|Berthold I.]] erhielt 1061 als Ersatz für das ihm eigentlich versprochene [[Herzogtum Schwaben]] die Titel eines [[Herzogtum Kärnten|Herzogs von Kärnten]] und eines [[Markgrafschaft Verona|Markgrafs von Verona]]. Bertholds Sohn [[Hermann I. (Baden)|Hermann I.]], der durch die Heirat mit [[Judit von Backnang-Sulichgau]] unter anderem Besitz um das heutige [[Baden-Baden]] erbte, erhielt von Berthold den Markgrafentitel und übertrug ihn auf sein Herrschaftsgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herman V of Baden.jpg|miniatur|Siegel des Markgrafen Hermann V.]]&lt;br /&gt;
Der Sohn Hermanns, [[Hermann II. (Baden)|Hermann II.]], bezeichnete sich erstmals als &amp;#039;&amp;#039;[[Markgrafschaft Baden|Markgraf von Baden]]&amp;#039;&amp;#039;. Die älteste bekannte Wappendarstellung der Markgrafen von Baden findet sich auf einem Siegel [[Hermann V. (Baden)|Hermanns V.]], also vor 1243. Es wird allerdings allgemein angenommen, dass der Schrägbalken bereits von Hermann II. verwendet wurde. Die Farbgebung gold und rot wird auf das Wappen der Zähringer zurückgeführt, die einen roten Adler auf Gold führten (teilweise wird auch die umgekehrte Farbreihenfolge genannt).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ströhl, S. 31&amp;quot;&amp;gt;Ströhl, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bedeutung des Schrägbalkens ist nicht geklärt, wenngleich beispielsweise [[Hugo Gerard Ströhl]] unter Berufung auf andere Wappen mit Schrägbalken vermutete, dass der Schrägbalken das Geleitrecht der Markgrafen von Verona über den [[Gotthardpass]] symbolisiere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ströhl, S. 31&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markgrafschaft Baden ==&lt;br /&gt;
Die Markgrafen führten das Wappen zu Beginn mit einer [[Helmkleinod|Helmzier]] bestehend aus [[Büffelhörner]]n mit [[Linden (Gattung)|Lindenzweigen]]. In dieser Darstellung erscheint das badische Wappen um 1330 in der [[Zürcher Wappenrolle]]. Die 1190 gegründete Nebenlinie der Markgrafen von [[Baden-Hachberg]] führte dagegen [[Steinbock]]hörner als Helmzier, die sich nach der Wiedervereinigung der Linien als Zier durchsetzten. Die [[Greif]]en als Schildhalter tauchten erstmals auf einem Siegel [[Philipp I. (Baden)|Markgraf Philipps I.]] auf, der sie – der Tradition gemäß – vom Wappen der [[Zähringer]] übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baden zrhWappen col.png|Wappen&amp;amp;shy;darstellung in der [[Zürcher Wappenrolle]] um 1330&lt;br /&gt;
File:Baden-Wappen ZW.png|Wappen der Markgrafen von Baden (Baden) in der Zürcher Wappenrolle&lt;br /&gt;
Baden freidrichIII 1348.png|Siegel [[Friedrich III. (Baden)|Friedrichs III.]] mit Stein&amp;amp;shy;bock&amp;amp;shy;hörnern als Helmzier, ca. 1348&lt;br /&gt;
File:Baden-Mkgf-Wappen.png|Wappen der Markgrafen von Baden-Hachberg&lt;br /&gt;
Datei:Badisches Wappen Kuppenheim2.jpg|Ältestes in Stein gehauenes badisches Wappen unter Markgraf Rudolf I. (1283–1288) in Kuppenheim&lt;br /&gt;
Baldung votivtafel christoph.JPG|[[Christoph I. (Baden)|Christoph I.]] auf der [[Markgrafentafel|Mark&amp;amp;shy;grafen&amp;amp;shy;tafel]]. Das gevierte Wappen zeigt neben dem badischen Schräg&amp;amp;shy;balken das rot-silberne Schach&amp;amp;shy;brett der hinteren [[Grafschaft Sponheim]]. Als Helmzier dienen Stein&amp;amp;shy;bock&amp;amp;shy;hörner und Pfauen&amp;amp;shy;federn, das Wappen ist umgeben vom [[Orden vom Goldenen Vlies]].&lt;br /&gt;
 Baldung koelitz 87 gross.JPG|Weitere Darstellung Christophs. Hier ist das badisch-sponheimische Wappen von einer Krone bedeckt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 wurde die Markgrafschaft in die (ab 1556 protestantische) „ernestinische“ Linie [[Markgrafschaft Baden-Durlach|Baden-Durlach]] und die katholische „bernhardinische“ Linie [[Markgrafschaft Baden-Baden|Baden-Baden]] geteilt. Beide Linien führten in der Folgezeit unterschiedliche Wappen, in denen sie ihre Rechte und Rechtsansprüche zum Ausdruck brachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Markgraefliches Wappen.jpg|Wappen der Baden-Badener Linie an der Einsiedelner Kapelle in Rastatt&lt;br /&gt;
 Allianzwappen Schloss Ettlingen.JPG|Wappen der Baden-Badener Linie im Allianzwappen von [[Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg|Sybilla von Baden]] am [[Schloss Ettlingen|Ettlinger Schloss]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurfürstentum und Großherzogtum ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Badische große Staatswappen 1803–1918&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Tyroff kurbadisches Wappen.jpg|Wappen des Kurfürstentums Baden 1803 bis 1806&lt;br /&gt;
Ghzm.Baden 1803-1830.svg|Wappen des Großherzogtums Baden 1806–1830&lt;br /&gt;
Zell-Wappen-Baden-v2 bsb10362375 00006-V3.png|Wappen des Großherzogtums Baden 1830–1877&lt;br /&gt;
Neuenstein Wappen Baden 1877 1918 V3.png|Wappen des Großherzogtums Baden 1877–1918&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurfürstentum (1803–1806) ===&lt;br /&gt;
Markgraf [[Karl Friedrich (Baden)|Karl Friedrich von Baden]] wurde durch den [[Reichsdeputationshauptschluss]] 1803 zum [[Kurfürst]]en und sein durch Entschädigungsgebiete deutlich vergrößertes Territorium wurde danach als &amp;#039;&amp;#039;[[Kurfürstentum Baden]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kurbaden&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde im XI. Organisationsedikt des Kurfürstentums Baden amtlich festgelegt und detailliert beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;XI. Organisationsedikt vom 2. Mai 1803, Ziff. 3. In: &amp;#039;&amp;#039;Kurfürstlich Badische Landes-Organisation. In 13 Edicten sammt Beylagen, und Anhang.&amp;#039;&amp;#039; Carlsruhe, Macklot 1803 [https://books.google.de/books?id=lMiwS9_aOwYC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP127 Google Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Heraldic shield of 21 points.png|mini|Aufteilung des Wappenschildes von Kurbaden]]&lt;br /&gt;
Der [[Wappenschild]] in [[Wappenschild#Form|moderner französischer Form]] ist in 16 Felder aufgeteilt. Die mittleren vier Felder sind durch einen vierfach geteilten Mittelschild bedeckt. In der Mitte dieses Mittelschildes steht das badische Stammwappen als Herzschild. Da ein Feld des Hauptschildes geteilt und zwei [[Heroldsbild#Teilung und Spaltung, Ständerung|gespalten]] sind, werden insgesamt 24 [[Heroldsbild]]er gezeigt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kfsm-Baden1803.svg|mini|Wappenschild des Kurfürstentums Baden 1803 bis 1806 in Farbe]]&lt;br /&gt;
;Herzschild&lt;br /&gt;
* Stammwappen des Hauses Baden&lt;br /&gt;
;Mittelschild&lt;br /&gt;
# [[Landgrafschaft Breisgau]]&lt;br /&gt;
# [[Kurpfalz|Pfalzgrafschaft am Rhein]]&lt;br /&gt;
# [[Hochstift Konstanz#Im Heiligen Römischen Reich|Fürstentum Konstanz]]&lt;br /&gt;
# [[Hochstift Speyer#Rechtsrheinisch|Fürstentum Bruchsal]]&lt;br /&gt;
;Hauptschild&lt;br /&gt;
# [[Fürstentum Ettenheim]]&lt;br /&gt;
# [[Üsenberger|Herrschaft Üsenberg]]&lt;br /&gt;
# (geteilt) [[Eberstein (südwestdeutsches Adelsgeschlecht)|Grafschaft Alt-Eberstein]] (oben), Grafschaft Neu-Eberstein (unten)&lt;br /&gt;
# [[Ritterstift Odenheim|Grafschaft Odenheim]]&lt;br /&gt;
# [[Gengenbach|Grafschaft Gengenbach]]&lt;br /&gt;
# überdeckt vom Mittelschild&lt;br /&gt;
# überdeckt vom Mittelschild&lt;br /&gt;
# [[Reichsabtei Salem|Grafschaft Salem]]&lt;br /&gt;
# [[Kloster Petershausen|Grafschaft Petershausen]]&lt;br /&gt;
# überdeckt vom Mittelschild&lt;br /&gt;
# überdeckt vom Mittelschild&lt;br /&gt;
# [[Oberamt Rötteln|Herrschaft Rötteln]]&lt;br /&gt;
# (gespalten) [[Herrschaft Badenweiler]] (heraldisch rechts), [[Lahr/Schwarzwald|Herrschaft Lahr]] (heraldisch links)&lt;br /&gt;
# (gespalten) [[Mahlberg|Herrschaft Mahlberg]] (heraldisch rechts), [[Grafschaft Hanau-Lichtenberg]], [[Lichtenau (Baden)|Herrschaft Lichtenau]] (heraldisch links)&lt;br /&gt;
# [[Reichenau (Landkreis Konstanz)|Herrschaft Reichenau]]&lt;br /&gt;
# [[Kloster Öhningen|Herrschaft Öhningen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ganze Wappenschild steht unter einem aufgeschlagenen [[Hermelin (Heraldik)|Hermelin-Mantel]], worauf ein [[Kurhut]] ruht,…“.&amp;lt;ref&amp;gt; Franz Zell: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Beschreibung des Badischen Wappens von seiner Entstehung bis auf seine heutige Form&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1858, S. 34 ([http://www.google.de/books?id=eP5BAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA34 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter diesem [[Wappenmantel]] stehen auch die beiden [[Schildhalter]] — heraldisch rechts ein rückwärtsschauender silberner [[Greif (Wappentier)|Greif]] und heraldisch links ein rückwärtsschauender [[Löwe (Wappentier)|Löwe]] (die obere Hälfte rot mit Gold gekrönt, die untere Hälfte golden). Beide Schildhalter zeigen eine aufgeschlagene rote Zunge.&amp;lt;ref&amp;gt;XI. Organisationsedikt vom 2. Mai 1803, Ziff. 3. In: &amp;#039;&amp;#039;Kurfürstlich Badische Landes-Organisation. In 13 Edicten sammt Beylagen, und Anhang.&amp;#039;&amp;#039; Carlsruhe, Macklot 1803, S. 2 [https://books.google.de/books?id=lMiwS9_aOwYC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP128 Google Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großherzogtum (1806–1918) ===&lt;br /&gt;
Allgemein muss angemerkt werden, dass die meisten Darstellungen des Wappens des Großherzogtums Baden in verschiedenen Details nicht ganz korrekt sind. Zudem ist zu beachten, dass es für den gleichen Zeitraum mehrere Wappen gab. Hier wird vornehmlich das große Staatswappen beschrieben. Zudem gab es ein kleines Staatswappen sowie ein großes und kleines Familienwappen des Hauses Baden. Neben den jeweiligen Rechtsgrundlagen, wird nachfolgend insbesondere auf das Werk von Franz Zell&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Zell: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Beschreibung des Badischen Wappens von seiner Entstehung bis auf seine heutige Form&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1858, S. 35ff. ([http://www.google.de/books?id=eP5BAAAAcAAJ Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; abgestellt und daneben jene von Karl von Neuenstein&amp;lt;ref&amp;gt; [[Karl von Neuenstein (Heraldiker)|Karl von Neuenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Wappen des Grossherzoglichen Hauses Baden in seiner geschichtlichen Entwicklung verbunden mit genealogischen Notizen&amp;#039;&amp;#039;, Karlsruhe 1892, S. 49ff. [http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/neuenstein1892/0059 Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Gerhard Graf&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lv-baden.de/a/files/das-badische-wappen.pdf Gerhard Graf: &amp;#039;&amp;#039;Die heraldische Entwicklung der Wappen des Hauses Baden.&amp;#039;&amp;#039; pdf, abgerufen am 10. Januar 2017]&amp;lt;/ref&amp;gt; zugezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Großherzogtum (1807–1830) ====&lt;br /&gt;
Durch den [[Vertrag von Brünn]] (10.–12. Dezember 1805) und den [[Friede von Pressburg|Frieden von Preßburg]], kam der größte Teil des ehemals vorderösterreichischen [[Herzogtum Modena-Breisgau|Breisgaus]] mit der Stadt [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]] an Baden, ebenso die [[Herrschaft Heitersheim]], die [[Ortenau|Landvogtei Ortenau]], die Stadt [[Konstanz]] und weitere Ländereien am Bodensee sowie ritterschaftliche Territorien.&lt;br /&gt;
Am 12. Juli 1806 trat Kurfürst Karl Friedrich dem von Kaiser [[Napoleon Bonaparte|Napoleon&amp;amp;nbsp;I.]] dominierten [[Rheinbund]] bei und nahm den Titel eines [[Großherzog]]s an. Mit dem Beitritt zum Rheinbund erwarb Baden unter anderem auch die Landeshoheit über die [[Fürstentum Fürstenberg|Fürstentümer Fürstenberg]] und [[Fürstentum Leiningen|Leiningen]], die [[Löwenstein-Wertheim|Grafschaft Wertheim]] links des Mains mit der Residenzstadt [[Wertheim]], die [[Landgrafschaft Klettgau]], die [[Grafschaft Tengen]] sowie die Besitzungen des [[Salm (Adelsgeschlecht)|Fürsten von Salm-Reifferscheid-Krautheim]] nördlich der Jagst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem General-Ausschreiben vom 2. Mai 1807 „Titel, Siegel und Wappen des Grosherzoglichen Hauses Baden betreffend“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;General-Ausschreiben. Titel, Siegel und Wappen des Grosherzoglichen Hauses Baden betreffend. B.) Vom Wappen.&amp;#039;&amp;#039; Vom 2. Mai 1807. In: &amp;#039;&amp;#039;Regierungs Blatt des Grosherzogthums Baden&amp;#039;&amp;#039;, Nro. 21 vom 23. Juni 1807, S. 82–85 [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/742530 Digitalisat der BLB Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt; passte das Großherzogtum Baden sein Wappen den neuen Verhältnissen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Wappenschild]] in [[Wappenschild#Form|spanischer Form]] des großen Staatswappens ist in 30 Felder aufgeteilt. Die Felder 15 und 16 sind durch einen schräglinks geteilten spanischen Mittelschild bedeckt, die Felder 9, 10, 21 und 22 sind teilweise bedeckt. Zusammen mit den umhängenden Schilden werden insgesamt 39 genutzte Schilde und ein leerer Schild gezeigt. Da einige Schilde geteilt oder gespalten sind, werden zusätzlich elf Heroldsbilder gezeigt, d.&amp;amp;nbsp;h. insgesamt 50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Mittelschild&lt;br /&gt;
[[Datei:Coat of arms of Charles II de Bade.svg|mini|Mittelschild des badischen Staatswappens mit den neu kreierten Farben]]&lt;br /&gt;
Der Mittelschild ist schräglinks geteilt. Die obere Hälfte zeigt in [[Purpur (Farbe)|Purpur]] einen goldenen Schrägrechts-Balken. Diese Hälfte ist das „Wappenzeichen des ganzen souveränen Staats,…“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;General-Ausschreiben. Titel, Siegel und Wappen des Grosherzoglichen Hauses Baden betreffend. B.) Vom Wappen.&amp;#039;&amp;#039; Vom 2. Mai 1807. In: &amp;#039;&amp;#039;Regierungs Blatt des Grosherzogthums Baden&amp;#039;&amp;#039;, Nro. 21 vom 23. Juni 1807, S. 83 Ziff. 7.) [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/742530 Digitalisat der BLB Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im unteren Teil wird ein goldener, streitfertiger und linkssehender Löwe mit ausgeschlagener Zunge gezeigt, „als Wappenzeichen der [[Zähringer|Zähringischen]] Abstammung“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;General-Ausschreiben. Titel, Siegel und Wappen des Grosherzoglichen Hauses Baden betreffend. B.) Vom Wappen.&amp;#039;&amp;#039; Vom 2. Mai 1807. In: &amp;#039;&amp;#039;Regierungs Blatt des Grosherzogthums Baden&amp;#039;&amp;#039;, Nro. 21 vom 23. Juni 1807, S. 83 Ziff. 7.) [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/742530 Digitalisat der BLB Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wappenzeichen der Zähringer war jedoch in Gold ein roter Adler, während der Löwe das Wappenzeichen des Breisgaus war dessen Landgrafen die Zähringer waren.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die seit Jahrhunderten gebräuchlichen Hausfarben wurden in das erste Feld des Hauptschildes verschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schildteilung Ghz Baden 1807.png|mini|Aufteilung des Wappenschildes des Großherzogtums Baden 1807–1830]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ghzm.Baden 1803-1830.svg|mini|Großes Staatswappen des Großherzogtums Baden 1807–1830.]]&lt;br /&gt;
;Hauptschild&lt;br /&gt;
# Baden&lt;br /&gt;
# Hachberg&lt;br /&gt;
# Kurpfalz&lt;br /&gt;
# Breisgau&lt;br /&gt;
# Üsenberg&amp;lt;ref&amp;gt;Im Generalausschreiben irrtümlich Sausenberg benannt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Ortenau&amp;lt;ref&amp;gt;Im Generalausschreiben eindeutig Ortenau, was auch der politischen Absicht entspricht. Zur Wahl des Wappens Offenburg oder Ortenau siehe Zell S. 35/36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Bruchsal&lt;br /&gt;
# Ettenheim&lt;br /&gt;
# Fürstentum Konstanz&lt;br /&gt;
# [[Fürstentum Heitersheim|Heitersheim]]&lt;br /&gt;
# (geteilt) Grafschaft Alt-Eberstein (oben), Grafschaft Neu-Eberstein (unten)&lt;br /&gt;
# Odenheim&lt;br /&gt;
# Gengenbach&lt;br /&gt;
# [[Grafschaft Bonndorf]]&lt;br /&gt;
# überdeckt vom Mittelschild&lt;br /&gt;
# überdeckt vom Mittelschild&lt;br /&gt;
# Salem&lt;br /&gt;
# Petershausen&lt;br /&gt;
# Rötteln&lt;br /&gt;
# Badenweiler&lt;br /&gt;
# Lahr&lt;br /&gt;
# Mahlberg&lt;br /&gt;
# Lichtenau&lt;br /&gt;
# Reichenau&lt;br /&gt;
# Öhningen&lt;br /&gt;
# oben: [[Überlingen]]; unten: [[Pfullendorf]]&lt;br /&gt;
# [[Grafschaft Hauenstein]] und [[Kameralherrschaft Rheinfelden#Landschaft Rheintal|Reste von Rheinfelden]]&lt;br /&gt;
# 1. Feld: Deutschordenskommende [[Mainau]]. 2. Feld: [[Schloss Blumenfeld|Kommende Blumenfeld]]. 3. Feld: [[Schloss Beuggen|Beuggen]]. 4. Feld: [[Deutschordenskommende Freiburg|Kommende Freiburg]].&lt;br /&gt;
# Stadt [[Konstanz]]&lt;br /&gt;
# [[Villingen-Schwenningen|Villingen]] und [[Bräunlingen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HerbPodzialCzterodzielny.png|mini|Nummerierung der Felder eines Schildes mit vier Feldern.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* darunter [[Hausorden der Treue]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Hauptschildes wurden die Wappenschilde der nun unter badischer Landeshoheit stehenden [[Standesherr (Deutscher Bund)|Standesherren]] abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umhängende Schilde (heraldisch rechts)&lt;br /&gt;
# [[Fürstentum Fürstenberg]]&lt;br /&gt;
# [[Grafschaft Heiligenberg]]&lt;br /&gt;
# [[Grafschaft Tengen]]&lt;br /&gt;
# [[Landgrafschaft Klettgau]]&lt;br /&gt;
# Großherzogliches Hofgut [[Hagnau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* mittig&amp;lt;ref&amp;gt;Abweichend von dem hier gezeigten Schema und den meisten Wappendarstellungen, soll der Leere Schild eine ovale Form haben und die rechts und links stehenden Wappen verbinden.&amp;lt;/ref&amp;gt; freigehalten für ein eventuelles künftiges Erbwappen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;General-Ausschreiben. Titel, Siegel und Wappen des Grosherzoglichen Hauses Baden betreffend. B.) Vom Wappen.&amp;#039;&amp;#039; Vom 2. Mai 1807. In: &amp;#039;&amp;#039;Regierungs Blatt des Grosherzogthums Baden&amp;#039;&amp;#039;, Nro. 21 vom 23. Juni 1807, S. 85 [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/742530 Digitalisat der BLB Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Grafschaft Sponheim|Sponheim]] und [[Hanauerland|Hanau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Umhängende Schilde (heraldisch links)&lt;br /&gt;
# heraldisch rechts:&amp;lt;ref&amp;gt;Bei geteilten Schilden wird die heraldisch rechte Seite auch als vorne und die heraldisch linke Seite als hinten bezeichnet&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Fürstentum Leiningen]]; heraldisch links: Pfalzgrafschaft am Rhein&lt;br /&gt;
# 1. Feld: [[Tauberbischofsheim|Bischofsheim]]; 2. Feld: [[Lauda (Lauda-Königshofen)|Lauda]]; 3. Feld: [[Dühren (Sinsheim)|Dühren]]; 4. Feld: [[Hardheim]]&lt;br /&gt;
# [[Löwenstein-Wertheim|Fürstentum Löwenstein-Wertheim]]&lt;br /&gt;
# [[Fürstentum Krautheim]]&lt;br /&gt;
# heraldisch rechts: [[Fürstentum Leiningen|Grafschaft Leiningen]]-[[Billigheim]]; heraldisch links: Grafschaft Leiningen-[[Neudenau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Großherzogtum (1830–1877) ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Zell-Wappen-Baden-v2 bsb10362375 00006-V3.png|mini|Wappen des Großherzogtums Baden 1830–1877]]&lt;br /&gt;
Bereits 1821 modifizierte Großherzog [[Ludwig I. (Baden)|Ludwig]] das im Staats[[siegel]] verwendete Staatswappen ohne das Staatswappen selbst zu ändern. Das 1807 für den Mittelschild neu kreierte Wappen wurde durch das badische Hauswappen ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe August Holzmann: &amp;#039;&amp;#039;Badens Orden und Ehrenzeichen, Wappen, Standarten und Flaggen und die Uniformen der Großherzoglich Badischen Civil Staats Beamten&amp;#039;&amp;#039;, Gutsch 1909, S. 150&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1830 – 24 Jahre nach Bildung des Großherzogtums Baden und 15 Jahre nach dem [[Wiener Kongress]], der für Baden die napoleonische Neuordnung bestätigte — wollte Großherzog [[Leopold (Baden)|Leopold]] signalisieren, dass das aus vielen historischen Territorien bestehende Großherzogtum nun einen zusammengewachsenen Staat darstelle. Daher wurden nun die vielen Wappenschilde mit den Wappen dieser Territorien aus dem Staatswappen entfernt. Der Grundgedanke wurde bereits 1807 im kleinen Staatswappen umgesetzt, das im Hauptschild statt der 28 Wappen nur 28 schrägrechte Streifen in den wechselnden Farben Rot und Gold aufweist und keine umhängende Schilde hat.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;General-Ausschreiben. Titel, Siegel und Wappen des Grosherzoglichen Hauses Baden betreffend. B.) Vom Wappen.&amp;#039;&amp;#039; Vom 2. Mai 1807. In: &amp;#039;&amp;#039;Regierungs Blatt des Grosherzogthums Baden&amp;#039;&amp;#039;, Nro. 21 vom 23. Juni 1807, S. 85 Ziff. 12.) [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/742533 Digitalisat der BLB Karlsruhe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen zeigte nur noch das badische Stammwappen mit dem Schrägbalken, das von zwei rücksehenden gekrönten silbernen [[Greif (Wappentier)|Greifen]] gehalten wird. Die Greife tragen goldene Kronen und zeigen rot ausgeschlagene Zungen. Das Wappen ist mit einer [[Großherzogskrone]] bedeckt — der bisher auf der heraldisch linken Seite als [[Schildhalter]] gezeigte Löwe wurde durch einen zweiten Greif ersetzt. Dahinter befindet sich ein von der gleichen Krone bedeckter [[Purpur (Farbe)#Symbolik|Purpurmantel]] mit [[Hermelin]]fütterung. Unterhalb des Schildes werden die Orden des Hauses Baden dargestellt: Der [[Hausorden der Treue]], der [[Militär-Karl-Friedrich-Verdienstorden]] und der [[Orden vom Zähringer Löwen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Verkündung vom 24. November 1830 &amp;#039;&amp;#039;Den Regenten-Titel und das Staatssiegel betreffend.&amp;#039;&amp;#039; In: Großherzoglich-Badisches Regierungs-Blatt vom 10. Dezember 1830, Nr. XVIII., S. 187 [https://books.google.de/books?id=BX8rAQAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=RA1-PA187 Google Digitalisat]. „Der Verordnung ist eine Zeichnung des Staatsinsiegels mit diesem Wappen beigefügt … .“ [[Franz Anton Zell|Franz Zell]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Beschreibung des Badischen Wappens von seiner Entstehung bis auf seine heutige Form&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1858, S. 41 ([http://www.google.de/books?id=eP5BAAAAcAAJ Digitalisat]). Im digitalisierten Regierungs-Blatt fehlt diese Zeichnung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die jeweils höchste Auszeichnung dieser Orden hängen an Ketten mit den [[Insignie]]n der Orden von den [[Pfote|Pranken]] der Schildhalter herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Entwurf der statt des badischen Stammwappens sollte der das Wappen des Herzschild von 1807 Verwendung finden, wobei die obere Hälfte statt in [[Purpur (Farbe)|Purpur]] einen goldenen Schrägrechts-Balken in Gold zeigen sollte. Der umstrittene Zähringer Löwe wurde aufgrund eines Gutachtens von [[Ulrich Friedrich Kopp]] aber verworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Zell: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Beschreibung des Badischen Wappens von seiner Entstehung bis auf seine heutige Form&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1858, S. 40. ([http://www.google.de/books?id=eP5BAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA40 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Großherzogtum 1877–1918 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuenstein Wappen Baden 1877 1918 V3.png|mini|Wappen des Großherzogtums Baden 1877–1918]]&lt;br /&gt;
Großherzog [[Friedrich I. (Baden, Großherzog)|Friedrich I.]] stiftete 1877 den [[Orden Berthold des Ersten]] als höchste Klasse des &amp;#039;&amp;#039;Orden vom Zähringer Löwen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Statuten des Großherzoglichen Ordens vom Zähringer Löwen betreffend.&amp;#039;&amp;#039; In: Gesetzes- und Verordnungs-Blatt für das Großherzogthum Baden, Nr. VIII. vom 8. Mai 1877, S. 93–96 [https://archive.org/details/bub_gb_X2wrAQAAMAAJ/page/n105/mode/2up Internet Archive]. Erst 1896 wurde daraus ein eigener Orden mit gesonderten Statuten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Folge dieser Stiftung wurde das große Wappen des Großherzogtums minim verändert, da nun unter dem Schild statt dem Großkreuz des Ordens vom Zähringer Löwen, das Ordenskreuz vom &amp;#039;&amp;#039;Orden Berthold des Ersten&amp;#039;&amp;#039; gezeigt wurde. Die höherrangigen Orden ([[Hausorden der Treue]] und [[Militär-Karl-Friedrich-Verdienstorden]]) wurden auf dem Wappen weiterhin gezeigt (unter dem Orden Berthold des Ersten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Badische Orden im großen Staatswappen&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Order of Berthold I grand cross badge (Baden 1900) - Tallinn Museum of Orders.jpg|Orden Berthold des Ersten&lt;br /&gt;
Order of the Lion of Zaeringen grand cross with swords badge (Baden 1900) - Tallinn Museum of Orders.jpg|Großkreuz des Ordens vom Zähringer Löwen&lt;br /&gt;
Military Order of Karl Friedrich grand cross badge reverse (Baden 1914-1918) - Tallinn Museum of Orders.jpg|Großkreuz des Militär-Karl-Friedrich-Verdienstordens&lt;br /&gt;
Order of Fidelity grand cross badge (Baden 1877-1897) - Tallinn Museum of Orders.jpg|Großkreuz des Hausordens der Treue&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Republik (1918–1945) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baden1918-1945.jpg|mini|Wappen der Republik Baden 1918–45]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Novemberrevolution]] dankte auch das großherzogliche Haus in Baden ab, das Land wurde zur [[Republik Baden]]. Entsprechend wurden im Wappen alle monarchischen Herrschaftsinsignien entfernt, der Schild und die Greifen blieben jedoch bestehen. Die neue Regierung wollte die historische Kontinuität betonen und verzichtete auf republikanische Symbolik. Das seit 1830 gültige badische Staatswappen wurde nur geringfügig modifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=4FxEtRyh7gkC&amp;amp;pg=PA12 Badisches Landesmuseum Karlsruhe: &amp;#039;&amp;#039;Baden und Europa 1918 bis 2000: Führer durch die landes- und kulturgeschichtliche Abteilung&amp;#039;&amp;#039;, S. 12]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. Oktober 1918 beauftragte die Regierung den Grafiker [[Heinrich Ehehalt]] einen Entwurf zu erstellen. Seine querovale Form war für Wappen ungewöhnlich. In der [[Staatliche Majolika Manufaktur Karlsruhe|Staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe]] wurde das Muster hergestellt (Maße — Tiefe: 3 cm, Breite: 31,8 cm, Höhe: 25,5 cm).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/B50C208D4381871C5B934F9BA999D469/Wappenschild+Wappen+der+Republik+Baden siehe Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Wappen der Republik Baden&amp;#039;&amp;#039; auf Landeskunde entdecken online - leobw; mit Farb-Fotografie]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch &amp;#039;&amp;#039;Verordnung. Das badische Wappen und die Dienstsiegel.&amp;#039;&amp;#039; vom 4. Januar 1921&amp;lt;ref&amp;gt;abgedruckt in: &amp;#039;&amp;#039;Badisches Gesetz- und Verordnungsblatt&amp;#039;&amp;#039; Nr. 12 vom 28. Februar 1921 [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/887253]&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde dieser Entwurf zum offiziellen Staatswappen erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Es existiert auch ein Entwurf von [[Otto Hupp]], der irrtümlich auch als Wappen der Republik Baden bezeichnet wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Länder Württemberg-Baden und Südbaden 1945–1952 ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das badische Gebiet zusammen mit [[Württemberg]] und Hohenzollern in drei Länder aufgeteilt, darunter [[Baden (Südbaden)|Südbaden]], welches sich unter [[Leo Wohleb]] vehement gegen eine Vereinigung mit Württemberg aussprach und stark auf eine Abgrenzung der Länder setzte. Das Land Südbaden führte den badischen Schild als Wappen, während das Wappen von [[Württemberg-Baden]] die Zeichen beider Landesteile repräsentierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Wappen Wuerttemberg-Baden.svg|Wappen [[Württemberg-Baden]]s 1945–52&lt;br /&gt;
 Baden Großes Landeswappen 1947-1952.svg|Großes Wappen [[Baden (Südbaden)|Südbadens]] 1945–1952&lt;br /&gt;
 Coat of arms of Baden.svg|Kleines Wappen Südbadens 1945–1952&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Derivate des badischen Wappens in Baden-Württemberg und außerhalb ==&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Landes Baden-Württemberg entbrannte eine Kontroverse um die Gestaltung des Landeswappens, bei der badische und württembergische Traditionalisten letztlich erfolglos versuchten, eine stärkere Berücksichtigung ihrer bekannten Wappensymbolik gegenüber dem auf die Herzöge von Schwaben Bezug nehmenden Wappen mit den drei schreitenden Löwen durchzusetzen. Meist wurde hierbei ein gespaltener Schild mit Schrägbalken und Hirschstangen gefordert. Die Traditionalisten konnten sich jedoch nicht durchsetzen. Noch heute hat das alleine stehende badische Wappen allerdings eine gegen „Stuttgart“ und „die Schwaben“ gerichtete Symbolik, die an den Streit um die Schaffung des Landes Baden-Württemberg anknüpft und findet sich daher häufig an Orten, wo badischer Lokalpatriotismus dargestellt werden soll. Meist wird hierbei ein großherzogliches Wappen oder das des Freistaats Baden verwendet. Das Wappen Badens findet sich offiziell noch in der Krone des großen [[Wappen Baden-Württembergs|Landeswappens von Baden-Württemberg]] sowie in den Wappen einer Vielzahl von Gebietskörperschaften des Bundeslandes. Ein Kompromiss bestand darin, dass im großen Landeswappen als [[Schildhalter]] der württembergische Hirsch und der badische [[Greif (Wappentier)|Greif]] fungieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch außerhalb Baden-Württembergs finden sich in einigen Kommunalwappen bis heute Spuren ehemals badischer Landeszugehörigkeit. Im Wappen des Ortes [[Steinfeld (Unterfranken)|Steinfeld]] im Landkreis Main-Spessart erinnert ein goldenes Wappenschildchen mit rotem Schrägbalken an die kurze badische Landesherrschaft zwischen 1806 und 1819. [[Bad Brückenau]], ebenfalls in Unterfranken, verweist im [[Bad Brückenau#Wappen|Wappen]] auf Baden-Durlach. Im [[Pfälzerwald]] gehörte in vornapoleonischer Zeit das [[Gräfensteiner Land]] zur Markgrafschaft, hier sind Schrägbalken oder Greif in den Wappen der Gemeinden [[Rodalben]], [[Clausen]], [[Leimen (Pfalz)|Leimen]], [[Merzalben]], [[Münchweiler an der Rodalb]] sowie bei den Verbandsgemeinden [[Verbandsgemeinde Rodalben|Rodalben]] und [[Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen|Thaleischweiler-Fröschen]] vertreten. Hinzu kommen [[Rohrbach (Hunsrück)]], [[Weiler bei Monzingen|Weiler/Nahe]] und [[Weitersborn]] im Landkreis Bad Kreuznach.&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Stammwappen des Hauses Baden (siehe oben) bildet das Wappen des Karlsruher Stadtteils [[Durlach]], der Hauptstadt der Baden-Durlacher Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Greater coat of arms of Baden-Württemberg.svg|[[Wappen Baden-Württembergs#Großes Landeswappen|Großes Landes&amp;amp;shy;wappen]] Baden-Württembergs mit  badischem Wappen in der Mitte der Krone&lt;br /&gt;
 DEU Baden-Baden COA crowned.svg|Stadtwappen von [[Baden-Baden#Hoheitszeichen|Baden-Baden]]&lt;br /&gt;
 DEU_Emmendingen_COA.svg|Stadtwappen von [[Emmendingen]]&lt;br /&gt;
 Wappen_Kandern-Riedlingen.png|Wappen von [[Riedlingen (Kandern)|Kandern-Riedlingen]]&lt;br /&gt;
 Coat_of_arms_of_Durlach.svg|Wappen von [[Durlach|Karlsruhe-Durlach]] &lt;br /&gt;
 Wappen_Sattelbach.png|Wappen von [[Sattelbach (Mosbach)|Mosbach-Sattelbach]]&lt;br /&gt;
 Wappen Pforzheim.svg|Stadtwappen von [[Pforzheim#Wappen und Flagge|Pforzheim]]&lt;br /&gt;
 DEU Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald COA.svg|Wappen des [[Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald|Landkreises Breisgau-Hoch&amp;amp;shy;schwarz&amp;amp;shy;wald]]&lt;br /&gt;
 DEU Landkreis Emmendingen COA.svg|Wappen des [[Landkreis Emmendingen|Landkreises Emmendingen]]&lt;br /&gt;
 Coat of arms of Karlsruhe (district).svg|Wappen des [[Landkreis Karlsruhe|Landkreises Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
 Wappen Landkreis Loerrach.svg|Wappen des [[Landkreis Lörrach|Landkreises Lörrach]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* K.G.S.: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des badischen Wappens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Archiv für Heraldik&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang XVII (1903), Heft 3, S. 97–104 [https://archive.org/stream/archivumheraldi00gesegoog#page/n119/mode/2up im Internet Archive]&lt;br /&gt;
* K.G.S., Rudolf Wackernagel: &amp;#039;&amp;#039;Nachtrag: Zur Geschichte des badischen Wappens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Archiv für Heraldik&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang XVIII (1904), Heft 1, S. 16–17 [https://archive.org/stream/archivesheraldiq1618schw#page/n767/mode/2up im Internet Archive]&lt;br /&gt;
* [[Hugo Gerard Ströhl]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Wappenrolle&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Julius Hoffmann, Stuttgart 1897, S. 31&lt;br /&gt;
* [[Karl von Neuenstein (Heraldiker)|Karl von Neuenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Wappen des Grossherzoglichen Hauses Baden in seiner geschichtlichen Entwicklung verbunden mit genealogischen Notizen&amp;#039;&amp;#039;, Karlsruhe 1892 [http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/neuenstein1892 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [[Franz Anton Zell|Franz Zell]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Beschreibung des Badischen Wappens von seiner Entstehung bis auf seine heutige Form&amp;#039;&amp;#039;. Karlsruhe 1858 ([http://www.google.de/books?id=eP5BAAAAcAAJ Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Otto Titan von Hefner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wappen der Souveraine der deutschen Bundesstaaten.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1856, S. 36–38 [https://books.google.de/books?id=UA9nAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA36 Google Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Friedrich Kopp]]: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Entstehung der Wapen im Allgemeinen und des badischen Insbesondere.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg im Breisgau 1831 (publiziert als Anhang bei Ernst Julius Leichtlen: &amp;#039;&amp;#039;Die Zähringer&amp;#039;&amp;#039;, S. 95–122 [https://books.google.de/books?redir_esc=y&amp;amp;hl=de&amp;amp;id=C7BBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA095 Google Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Philipp Jakob Spener]]: &amp;#039;&amp;#039;Historia Insignium Illustrium Seu Operis Heraldici Pars Specialis.&amp;#039;&amp;#039; – Frankfurt am Main, 1717, Lib. II. Cap. IV. § 12, S. 384 [http://www.uni-mannheim.de/mateo/camenaref/spener/spener2/jpg/s384.html Digitalisat der UB Mannheim; lateinisch]&lt;br /&gt;
* [[Otto Titan von Hefner]] (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1856, S. 36–38 [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/siebmacher1_1/0046] und Tafel 72–78 [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/siebmacher1_1/0207]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 7, Ergänzungsband 1, 1859, Tafel 31–35 [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7707833 ] und S. 53 [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7707774]&lt;br /&gt;
* [[Karl Stiefel]]: &amp;#039;&amp;#039;3. Titel- und Wappenführung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Baden. 1648–1952.&amp;#039;&amp;#039; Band I, Karlsruhe 1977, S. 247–248&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechtsgrundlagen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;XI. Organisationsedikt vom 2. Mai 1803&amp;#039;&amp;#039;, Ziff. 3. In: &amp;#039;&amp;#039;Kurfürstlich Badische Landes-Organisation. In 13 Edicten sammt Beylagen, und Anhang.&amp;#039;&amp;#039; Carlsruhe, Macklot 1803 [https://books.google.de/books?id=lMiwS9_aOwYC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP127 Google Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;General-Ausschreiben. Titel, Siegel und Wappen des Grosherzoglichen Hauses Baden betreffend. B.) Vom Wappen.&amp;#039;&amp;#039; Vom 2. Mai 1807. In: &amp;#039;&amp;#039;Regierungs Blatt des Grosherzogthums Baden&amp;#039;&amp;#039;, Nro. 21 vom 23. Juni 1807, S. 82–85 [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/742530 Digitalisat der BLB Karlsruhe]&lt;br /&gt;
* Verkündung vom 24. November 1830 &amp;#039;&amp;#039;Den Regenten-Titel und das Staatssiegel betreffend.&amp;#039;&amp;#039; In: Großherzoglich-Badisches Regierungs-Blatt vom 10. Dezember 1830, Nr. XVIII., S. 187 [https://books.google.de/books?id=BX8rAQAAMAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=RA1-PA187 Google Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Statuten des Großherzoglichen Ordens vom Zähringer Löwen betreffend.&amp;#039;&amp;#039; In: Gesetzes- und Verordnungs-Blatt für das Großherzogthum Baden, Nr. VIII. vom 8. Mai 1877, S. 93–96 [https://archive.org/details/bub_gb_X2wrAQAAMAAJ/page/n105/mode/2up Internet Archive]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Coats of arms of Baden|Wappen Badens}}&lt;br /&gt;
* [http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/baden.htm Heraldik des Hauses Baden]&lt;br /&gt;
* [http://www.lv-baden.de/a/files/das-badische-wappen.pdf Gerhard Graf: &amp;#039;&amp;#039;Die heraldische Entwicklung der Wappen des Hauses Baden.&amp;#039;&amp;#039; pdf, abgerufen am 10. Januar 2017]&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/blm_museumsobjekte/B50C208D4381871C5B934F9BA999D469/Wappenschild+Wappen+der+Republik+Baden Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Wappen der Republik Baden&amp;#039;&amp;#039; auf Landeskunde entdecken online - leobw; mit Farb-Fotografie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Symbole des Großherzogtums Baden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wappen (Baden-Württemberg)|Baden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großherzogtum Baden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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