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	<title>Wangari Maathai - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T04:57:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wangari_Maathai&amp;diff=59823&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-29T19:10:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wangari Maathai in 2001.jpg|mini|hochkant|Wangari Maathai (2001)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maathai and Obama in Nairobi.jpg|mini|hochkant|Wangari Maathai mit dem damaligen US-Senator [[Barack Obama]] in [[Nairobi]] im August 2006]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wangari Muta Maathai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. April]] [[1940]] im [[Nyeri District]], im Abschnitt Tetu im Dorf Ihithe; † [[25. September]] [[2011]] in [[Nairobi]]) war eine [[kenia]]nische [[Professor]]in für [[Zootomie|Veterinäranatomie]], [[Politiker]]in und ab 2002 stellvertretende [[Minister]]in für [[Umweltschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2004 erhielt die [[Umweltaktivist]]in, die in zielstrebiger Förderung von afrikanischer [[Frauenpolitik]] die beste Vorbeugung gegen Wasser- und andere Umweltschäden sah&amp;lt;!-- ORF-Interview --&amp;gt;, als erste [[afrika]]nische Frau den [[Friedensnobelpreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wangari Maathai stammte aus einer [[Kikuyu (Ethnie)|Kikuyu]] Familie südlich von Nairobi, deren Vater polygam lebte. Ihr Vater hatte vier Ehefrauen und zehn Kinder. Ihre Begabung fiel einigen [[Mission (Christentum)|Missionsschwestern]] auf, und sie erhielt eine solide Schulbildung an einer bekannten [[Klosterschule]] in Kenia. Anschließend erhielt sie ein [[Stipendium]] für ein Studium der [[Biologie]] in den [[Vereinigte Staaten|USA]] (Mount St. Scholastica College in [[Atchison (Kansas)|Atchinson]], [[Kansas]]) und studierte später an den Universitäten von [[Pittsburgh]], [[Gießen]] und [[München]]. Im Jahr 1971 erwarb sie als erste Frau aus Kenia den Doktorgrad an der [[University of Nairobi]]. Im selben Jahr wurde sie die erste Professorin für [[Veterinär]]e Anatomie und später [[Dekan (Hochschule)|Dekanin]] ihres Fachbereichs an der Universität von Nairobi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1977 rief sie das Aufforstungsprojekt „[[Green Belt Movement]]“ (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Grüngürtel-Bewegung&amp;#039;&amp;#039;) ins Leben. Im Laufe der Jahre wurde hieraus eine panafrikanische Bewegung, die mittlerweile in 13 Ländern aktiv ist, etwa 600 Baumschulen gründete und bis 1993 zum Schutz vor [[Bodenerosion|Erosion]] 30 Millionen Bäume neu pflanzte. Aufgrund dieser Pionierrolle erhielt sie den Beinamen &amp;#039;&amp;#039;Mama Miti&amp;#039;&amp;#039; ([[Kisuaheli]] für ‚Mutter der Bäume‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maathai hatte drei Kinder: Waweru, Wanjira und Muta. 1979 ließ sich ihr Ehegatte von der Wissenschaftlerin scheiden – mit der Begründung, sie sei „zu gebildet, zu stark, zu erfolgreich, zu eigensinnig und zu schwer zu kontrollieren“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maathai wurde zur zentralen [[Identifikation (Psychologie)|Identifikationsfigur]] der [[Frauenbewegung]] in [[Kenia]]. Sie war von 1976 bis 1987 in Kenias Nationalem Frauenrat &amp;#039;&amp;#039;(National Council of Women in Kenya)&amp;#039;&amp;#039; aktiv, den sie 1981–87 als Präsidentin leitete. Dem Vorstand gehörte sie bis zuletzt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren wurde Maathai, deren Engagement für Umweltschutz und Frauenrechte sie immer wieder in Opposition zum damaligen Staatschef [[Daniel arap Moi]] brachten, mehrmals inhaftiert und misshandelt. Unter anderem [[Amnesty International]] setzte sich wiederholt für sie ein. Dazu sagte sie:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich kann die vielen Male nicht mehr zählen, die Ihr mir das Leben gerettet und unsere Arbeit möglich gemacht habt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Info-Faltblatt von Amnesty International, deutsche Sektion, Nr. 31004, Mai 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Wangari Maathai im Jahr 1997 erfolglos für das Parlament und das Präsidentenamt kandidiert hatte, wurde sie im Dezember 2002 für das von mehreren Oppositionsparteien gegründete Wahlbündnis „National Rainbow Coalition (NARC)“ ins [[Nationalversammlung (Kenia)|kenianische Parlament]] gewählt. Die NARC löste die Regierung von Daniel arap Moi ab, und der neugewählte Staatspräsident [[Mwai Kibaki]] ernannte Maathai zur stellvertretenden Ministerin für [[Umweltschutz]]. Maathai, die die &amp;#039;&amp;#039;„Mazingira Green Party of Kenya“&amp;#039;&amp;#039; gründete, schaffte damit als erste [[Grüne Politik|grüne]] Politikerin Afrikas den Sprung in eine Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2004 erhielt sie den internationalen [[Petra-Kelly-Preis]] der [[Heinrich-Böll-Stiftung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maathai war Mitglied im [[Club of Rome]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Maathais Engagement für den Umweltschutz und die Rechte allgemein anerkannt war, sah sie sich wegen verschiedener Aussagen zu [[AIDS]] in der Kritik. Im August 2004 soll sie nach einem Bericht der kenianischen Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Standard&amp;#039;&amp;#039; behauptet haben, AIDS sei ein Kontrollinstrument gegen Afrikaner, entwickelt von einem bösartigen Wissenschaftler. Im Dezember 2004 hat sie allerdings in einer Stellungnahme, die auf der Homepage des &amp;#039;&amp;#039;Green Belt Movement&amp;#039;&amp;#039; zu finden ist, klargestellt:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=It is therefore critical for me to state that I neither say nor believe that the virus was developed by white people or white powers in order to destroy the African people. Such views are wicked and destructive.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=Wangari Maathai&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Wangari Maathai: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://greenbeltmovement.org/a.php?id=30 |text=The Challenge of AIDS in Africa |wayback=20100615040049}}&amp;#039;&amp;#039;. 12. Dezember 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Deshalb ist es für mich entscheidend festzustellen, dass ich weder sage noch daran glaube, dass das Virus von Menschen mit weißer Hautfarbe oder von weißen Rassisten im Zusammenhang mit der Zerstörung der Afrikaner geschaffen wurde. Solche Ansichten sind boshaft und destruktiv.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wangari Maathai engagierte sich für das Thema [[globale Erwärmung]] und [[Klimagerechtigkeit]] und hielt Vorträge auf verschiedenen Konferenzen zu diesem Thema, unter anderem auf dem von [[Hans Joachim Schellnhuber]] organisierten Nobelpreisträgersymposium &amp;#039;&amp;#039;Global Sustainability – A Nobel Cause&amp;#039;&amp;#039; in Potsdam 2007, oder der [[UN-Klimakonferenz in Kopenhagen]] 2009.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Global Sustainability – A Nobel Cause.&amp;#039;&amp;#039; Session I: &amp;#039;&amp;#039;Climate Stabilisation.&amp;#039;&amp;#039; (Part II), 2007 ([http://www.nobel-cause.de/potsdam-2007/webcasts Video und Audio], abgerufen am 17. November 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Carbon justice and forestation – the African perspective.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans Joachim Schellnhuber]], Mario Molina&amp;lt;!--welcher?--&amp;gt;, [[Nicholas Stern]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Global Sustainability – A Nobel Cause.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-0-521-76934-1, ([http://www.nobel-cause.de/potsdam-2007/book/NobelCauseBook_chapter10.pdf PDF], abgerufen am 17. November 2013) (schriftliche Zusammenfassung des Nobelpreisträgersymposiums 2007)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;In recent years we have seen forests disappearing.&amp;#039;&amp;#039; Auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen ([https://www.theguardian.com/commentisfree/cif-green/video/2009/dec/16/copenhagen-climate-summit-wangari-maathai Video], abgerufen am 17. November 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2009 war Wangari Maathai Ehrenmitglied beim [[World Future Council]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.presseportal.de/print/1448202-kenianische-friedensnobelpreistr-gerin-unterst-tzt-hamburger-stiftung.html Kenianische Friedensnobelpreisträgerin unterstützt World Future Council]&amp;#039;&amp;#039;. 29. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. September 2011 starb Wangari Muta Maathai im Kreise ihrer Familie an den Folgen einer Krebserkrankung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nation.co.ke/News/Nobel+peace+laureate+Wangari+Maathai+dies+in+Nairobi/-/1056/1243080/-/w6xom0/-/index.html Nobel peace laureate Wangari Maathai dies in Nairobi]; abgerufen am 26. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1972–1977: Aktivismus und politische Arbeit ==&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit arbeitete Maathai in Nairobi. 1975 wurde sie Hochschuldozentin, 1976 Vorsitzende des Institutes für veterinäre Anatomie und 1977 außerordentliche Professorin. Sie war die erste Frau in Nairobi, die diese Positionen antreten durfte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nobel Peace Prize |url=http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/2004/maathai-bio.html |titel=Wangari Maathai – Biographical |hrsg=Nobel Peace Prize |sprache=en |abruf=2016-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während dieser Zeit setzte sie sich für die gleichen ökonomischen Sachbezüge für weiblichen wie für männliche Mitarbeiter an der Universität ein. Maathai ging dabei so weit, dass sie versuchte den Interessensverband der Mitarbeiter an der Universität in eine Gewerkschaft zu verwandeln, um über diese Sachbezüge zu verhandeln. Der Gerichtshof entschied sich gegen ihren Vorschlag zur Gewerkschaftsbildung, später wurden aber viele ihrer Forderungen für gleiche Sachbezüge erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wangari Maathai |Titel=Unbowed: A Memoir |Verlag=Knopf |Datum=2006 |ISBN=0-307-26348-7 |Seiten=114-118}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu ihrer Arbeit an der [[University of Nairobi|Universität von Nairobi]] begann Maathai sich in den frühen 1970er-Jahren in verschiedenen Zivilorganisationen zu engagieren. Sie wurde Mitglied in der kenianischen Gesellschaft des Roten Kreuzes, von der sie 1973 Direktorin wurde. Außerdem war sie in der kenianischen Gesellschaft für Akademikerinnen tätig. Nach der Etablierung des [[Environment Liaison Centrum]] im Jahr 1976, wurde Maathai gefragt, ob sie dessen Vorstandsmitglied werden möchte, was sie dann auch wurde. Nachdem die Hauptquartiere des [[Umweltprogramm der Vereinten Nationen|UN Umweltprogrammes]] in Nairobi gemäß der [[Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen|UN Weltumweltkonferenz]] in Nairobi etabliert wurden, hatte es sich das Environment Liaison Centrum zum Ziel gesetzt, die Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen in der Arbeit des UN Umweltprogrammes zu stärken. Maathai ist außerdem dem kenianischen Frauenrat (National Council of Women of Kenya – NCWK) beigetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wangari Maathai |Titel=Unbowed: A Memoir |Verlag=Knopf |Datum=2006 |ISBN=0-307-26348-7 |Seiten=119-122}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch diese vielfältigen Tätigkeiten wurde Maathai bewusst, dass die Wurzeln von Kenias Problemen in der Verschlechterung der Umweltbedingungen liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wangari Maathai |Titel=Unbowed: A Memoir |Verlag=Knopf |Datum=2006 |ISBN=0-307-26348-7 |Seiten=124-125}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 nahm Maathais Familie ihr drittes Kind, Muta, auf. Ihr Mann bewarb sich erneut um einen Sitz im Parlament, darauf hoffend, dass er den Wahlbezirk Lang’ata vertreten kann. Er wurde ins Parlament gewählt. Während seines Wahlkampfs versprach er den Kenianern, Jobs zu schaffen, um die steigende Arbeitslosigkeit in Kenia zu bekämpfen. Maathai wurde während des Wahlkampfs ihres Mannes dazu inspiriert, ihre Idee der Wiederherstellung der natürlichen Umwelt mit den Ideen gegen Arbeitslosigkeit zu verbinden. Dies führte zur Gründung des Unternehmens [[Envirocare Ltd]]. Dabei wurden Bäume gepflanzt, um die Umwelt zu erhalten und Boden- und Wasserqualität nach den vielen Rodungen wiederherzustellen, wobei gleichzeitig Ortsansässige in den Arbeitsprozess einbezogen wurden. Dies führte zur Gründung der ersten Baumschule, was mit der ersten Gründung der staatlichen Baumschule in Karura Wald verbunden war. Das Unternehmen Envirocare hatte viele Probleme, die hauptsächlich mit der Förderung zusammenhingen, und wurde letztendlich stillgelegt. Trotzdem gelang es Maathai durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, an der ersten [[HABITAT|UN-Konferenz für menschliche Siedlungen – Habitat I]] im Juni 1976 teilzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wangari Maathai |Titel=Unbowed: A Memoir |Verlag=Knopf |Datum=2006 |ISBN=0-307-26348-7 |Seiten=125-129}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 sprach Maathai vor dem National Council of Women in Kenya über ihre Teilnahme an der Habitat I-Konferenz. Sie schlug vor, dass weitere Bäume gepflanzt werden sollten, was vom NCWK auch unterstützt wurde und in weiterer Folge zur Gründung der [[Green Belt Movement|Grüngürtel-Bewegung (Green Belt Movement)]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1977–1979: Persönliche Probleme ==&lt;br /&gt;
Maathai und ihr Mann, Mwangi Mathai, trennten sich 1977. Nach einer langwierigen Trennung reichte Mwangi 1979 die Scheidung ein. Mwangi soll gesagt haben, dass Maathai „zu stark für eine Frau“ gewesen sei und dass es ihm „unmöglich (war) sie zu kontrollieren“. Er beschuldigte sie des Ehebruchs mit einem anderen Parlamentsmitglied&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perlez&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jane Perlez |url=http://www.nytimes.com/1989/12/06/world/nairobi-journal-skyscraper-s-enemy-draws-a-daily-dose-of-scorn.html?pagewanted=all&amp;amp;src=pm |titel=Nairobi Journal; Skyscraper&amp;#039;s Enemy Draws a Daily Dose of Scorn |werk=New York Times |datum=1989-12-06 |sprache=en |abruf=2016-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und bezeichnete sie zusätzlich als „gemein“, was seiner Meinung nach die Gründe für seinen hohen Blutdruck seien. Der Richter entschied zugunsten Maathais Ehemann. Kurz nach der Verhandlung behauptete Maathai, der Richter sei entweder korrupt oder inkompetent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Perlez&amp;quot; /&amp;gt; Dies veranlasste den Richter dazu, Maathai für Missachtung des Gerichtshofes für schuldig zu befinden und verhängte eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten über sie. Nach drei Tagen im Frauengefängnis Lang’ata formulierte ihr Anwalt eine Aussage, die den Richter überzeugte, sie wieder freizulassen. Kurze Zeit nach der Scheidung verlangte Mwangi, dass Maathai ihren Nachnamen, den sie bei der Heirat von ihrem Mann angenommen hatte, abzugeben. Maathai entschied sich stattdessen dazu, ihrem Namen ein weiteres „a“ hinzuzufügen (Mathai – Maathai).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=The Economist |url=http://www.economist.com/node/7939651 |titel=Conservation and feminism – African greenheart |datum=2006-09-01 |sprache=en |abruf=2016-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wangari Maathai |Titel=Unbowed: A Memoir |Verlag=Knopf |Datum=2006 |ISBN=0-307-26348-7 |Seiten=139-151 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Scheidung war es für Maathai aufgrund ihres niedrigen Einkommens an der Universität sehr schwer, sich selbst und ihre Kinder zu versorgen, da die Kosten der Gerichtsverhandlung sehr hoch waren und das Einkommen ihres Mannes wegfiel. Aber durch das Entwicklungsprogramm der UN ergab sich für Maathai die Möglichkeit, für die Wirtschaftskommission für Afrika zu arbeiten. Da sie durch diesen Job einerseits vor allem in Lusaka, Zambia, arbeitete, und andererseits von ihr verlangt wurde, durch ganz Afrika zu reisen, konnte sie ihre Kinder nicht mitnehmen und entschied sich dafür, ihre Kinder ihrem Exmann zu übergeben und das Jobangebot anzunehmen. Sie besuchte ihre Kinder regelmäßig, aber sie lebten bis 1985 bei ihrem Vater.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wangari Maathai |Titel=Unbowed: A Memoir |Verlag=Knopf |Datum= |ISBN=0-307-26348-7 |Seiten=151-155 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Green Belt Movement ==&lt;br /&gt;
Das [[Green Belt Movement]] ist eine Umweltschutzorganisation, die Gemeinschaften und dabei insbesondere Frauen stärkt, die Umwelt schützen und dabei gleichzeitig Lebensbedingungen und -umstände zu verbessern. Die Organisation wurde 1977 unter der Schirmherrschaft von Kenias Nationalem Frauenrat (National Council of Women of Kenya – NCWK) von Wangari Maathai gegründet, um auf die Bedürfnisse kenianischer Bäuerinnen aufmerksam zu machen. Diese berichteten, dass einerseits ihre Flüsse austrockneten und damit ihre Ernährungssicherheit eingeschränkt sei, und sie andererseits weitere Wege zurücklegen müssten, um Feuerholz zu organisieren. Die Grüngürtel-Bewegung animierte Frauen dazu, gemeinsam Samen zu säen und Bäume zu pflanzen, um den Boden zu festigen, Regenwasser zu speichern, Nahrung und Feuerholz bereitzustellen und eine kleine monetäre Leistung für ihre Arbeit zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.greenbeltmovement.org/who-we-are |titel=Grüngürtel Bewegung/Green Belt Movement |hrsg=Green Belt Movement |sprache=en |abruf=2016-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ersten Bäume, damals nur 7, wurden am 5. Juni 1977, dem Welt-Umwelttag in Nairobi gepflanzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lisa Heermann, Moritz Behrendt |url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/interview-mit-wangari-maathai-baeume-als-botschafter-a-322131.html |titel=Interview Wangari Maathai |werk=Spiegel online |datum=2004-08-10 |sprache=de |abruf=2016-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An diesem Tag marschierten die Mitglieder des kenianischen Frauenrates (NCWK) vom Internationalen Konferenzzentrum Kenyatta in Nairobi zum Kamukunji-Park am äußeren Rand der Stadt, wo sie sieben Bäume pflanzten, um bereits verstorbene Menschen, die in der Gemeinschaft sehr aktiv waren, zu ehren. Die sieben Bäume waren anfänglich unter dem Motto „Rettet das Land Harambee“ bekannt, wurden dann aber zum ersten „grünen Gürtel“, aus dem sich im weiteren Verlauf die Grüngürtel-Bewegung entwickelt hat. Maathai brachte Frauen in Kenia dazu, [[Baumschule]]n im ganzen Land anzulegen. Die Samen wurden dabei in nahegelegenen Wäldern gesammelt, um einheimische Bäume pflanzen zu können. Dabei zahlte sie sogar den Frauen einen kleinen Beitrag, wenn danach noch an anderen Stellen Bäume gepflanzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wangari Maathai |Titel=Unbowed: A Memoir |Datum=2006 |ISBN=0-307-26348-7 |Seiten=134-137}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute hat das 1977 von Maathai gegründete Green Belt Movement mehr als 45 Millionen Bäume gepflanzt und damit sehr vielen Menschen eine Einkommensquelle gesichert. Die anfängliche Idee von Umweltbildung und Naturschutz erweiterte sich um Elemente zivilen und politischen Engagements.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Barbara Unmüßig |url=https://www.boell.de/de/oekologie/oekologie-gesellschaft-nachruf-wangari-maathai-13052.html |titel=Kenianische Umweltaktivistin: Wangari Maathai – Ein Nachruf |hrsg=Heinrich Böll Stiftung – die grüne politische Stiftung |datum=2011-10-14 |sprache=de |abruf=2016-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nobelpreis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nor10080.JPG|mini|Friedensnobelpreis für Wangari Maathai]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Albrechtstr 2 (Mitte) Wangari Maathai.jpg|mini|[[Gedenktafel]], Albrechtstraße 2, in [[Berlin-Mitte]]]]&lt;br /&gt;
Bereits 1984 war sie für ihre Arbeit in der 1977 von ihr gegründeten Bewegung &amp;#039;&amp;#039;[[Green Belt Movement]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem [[Right Livelihood Award]] (dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Alternativen Nobelpreis&amp;#039;&amp;#039;) ausgezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 erhielt sie den [[Friedensnobelpreis]] für ihren Einsatz für „nachhaltige Entwicklung, Frieden und Demokratie“, wie es in der Erklärung des Komitees in [[Oslo]] heißt, und weiter: „Sie hat einen gesamtheitlichen Zugang zur nachhaltigen Entwicklung gewählt, der Demokratie, Menschenrechte und insbesondere Frauenrechte umfasst.“ Mit dem Preis wurde sie nach der Begründung des Nobelkomitees für ihren couragierten Widerstand gegen das frühere kenianische Regime und als Gründerin des Green Belt Movement geehrt. Auch ihre Zugehörigkeit zum Abrüstungs-Beirat der Vereinten Nationen dürfte ihr zugutegekommen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Luise Pusch, Andrea Schweers |Titel=Ohne Frauen ist kein Staat zu machen |Auflage=1. |Verlag=Suhrkamp Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2007 |ISBN=978-3-518-45836-5 |Seiten=115}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ging der Friedensnobelpreis zum ersten Mal an eine Afrikanerin und zum zweiten Mal nach 1991/1992 in zwei aufeinanderfolgenden Jahren an eine Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geschichte des Friedensnobelpreises war die besondere Würdigung des Umweltschutzes eine qualitative Neuerung, die von Umweltpolitikern aller Parteien begrüßt wurde. Bei der Verleihung des Preises am 10. Dezember 2004 betonte der Chef des Nobelkomitees, [[Ole Danbolt Mjøs]]: „Frieden auf Erden hängt von unserer Fähigkeit zur Bewahrung einer lebendigen Umwelt ab.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1983: &amp;#039;&amp;#039;Woman of the Year Award&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1984: [[Right Livelihood Award]] (sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Alternativer Nobelpreis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* 1986: &amp;#039;&amp;#039;Better World Society Award&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1989: [[Windstar Award]] for the Environment&lt;br /&gt;
* 1989: &amp;#039;&amp;#039;Woman of the World Award&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1991: [[Africa Prize]] for Leadership for the Sustainable End of Hunger&lt;br /&gt;
* 1991: [[Goldman Environmental Prize]]&lt;br /&gt;
* 1992: Ehrendoktorwürde im Fachbereich Veterinärmedizin der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Justus-Liebig-Universität]] in Gießen (In den USA und Norwegen erhielt sie insgesamt drei Ehrendoktor-Titel)&lt;br /&gt;
* 1993: &amp;#039;&amp;#039;Edinburgh Medal&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1994: [[Golden Ark Award]]&lt;br /&gt;
* 2004: [[Petra-Kelly-Preis]]&lt;br /&gt;
* 2004: [[Sophie-Preis]]&lt;br /&gt;
* 2004: [[Friedensnobelpreis]]&lt;br /&gt;
* 2006: [[Indira Gandhi]] Friedenspreis&lt;br /&gt;
* 2006: [[Ehrenlegion]]&lt;br /&gt;
* 2006: Ehrendoktorwürde der [[Waseda-Universität]]&lt;br /&gt;
* 2008: [[Dignitas Humana Award]]&lt;br /&gt;
* 2009: [[Orden der Aufgehenden Sonne|Großer Orden der Aufgehenden Sonne am Band]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mofa.go.jp/ICSFiles/afieldfile/2009/05/08/2009_Spring_Conferment_of_Decorations_on_Foreign_Nationals.pdf 2009 Spring Conferment of Decorations on Foreign Nationals], Internetseite des japanischen Außenministeriums (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2015: Benennung eines [[Asteroid]]en nach ihr: [[(356863) Maathai]]&lt;br /&gt;
* 2016: Benennung des [[Liste der Straßennamen von Wien/Donaustadt#W|Wangari-Maathai-Platzes]] in [[Wien]]-[[Donaustadt]] (22. Bezirk).&lt;br /&gt;
* Ehrenratsmitglied des [[World Future Council]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Green Belt Movement: Sharing the Approach and the Experience.&amp;#039;&amp;#039; Lantern Books, New York 2003, ISBN 1-59056-040-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wunden der Schöpfung heilen.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg 2012, ISBN 978-3-451-33254-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stefan Ehlert: &amp;#039;&amp;#039;Wangari Maathai – die Mutter der Bäume.&amp;#039;&amp;#039; Herderg, Freiburg 2004, ISBN 3-451-05580-5.&lt;br /&gt;
* Claire A. Nivola: &amp;#039;&amp;#039;Bäume für Kenia. Die Geschichte der Wangari Maathai.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-7725-2147-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{nobel-fr|2004|Wangari Muta Maathai}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129735078}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.wangarimaathai.or.ke/ |text=Persönliche Webseite von Wangari Maathai |archive-is=20041102230335}} (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.greenbeltmovement.org/wangari-maathai Webseite der Wangari Maathai-Foundation] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://takingrootfilm.com/ Dokumentarfilm „Taking Root: The Vision of Wangari Maathai“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Friedensnobelpreises}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129735078|LCCN=n87875843|NDL=01041906|VIAF=36899188}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maathai, Wangari}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedensnobelpreisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stellvertretender Umweltminister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Kenia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Kenia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltaktivist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Nairobi)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:UN-Botschafter des Friedens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Right Livelihood Award]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Aufgehenden Sonne (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Club of Rome]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Justus-Liebig-Universität Gießen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Waseda-Universität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Umwelt- und Naturschutz, Kenia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kikuyu)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kenianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2011]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldman Environmental Prize]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maathai, Wangari&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Maathai, Wangari Muta (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kenianische Umweltaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. April 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nyeri]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. September 2011&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nairobi]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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