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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wanderlibelle</id>
	<title>Wanderlibelle - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wanderlibelle&amp;diff=553417&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mützelzipfe: - Bot</title>
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		<updated>2026-04-21T13:21:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;- Bot&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Tabelle siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Wanderlibelle&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Pantala flavescens&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Johann Christian Fabricius|Fabricius]], 1798)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Pantala&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Pantalinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Segellibellen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Libellulidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Libelluloidea&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Großlibellen&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Anisoptera&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Globe skimmer dragonfly (2011).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Rot ausgefärbtes Männchen (Indien)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wanderlibelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039;) ist neben &amp;#039;&amp;#039;[[Pantala hymenaea]]&amp;#039;&amp;#039; die einzige [[Art (Biologie)|Libellenart]] der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Pantala&amp;#039;&amp;#039; aus der Unterfamilie [[Pantalinae]]. 1798 beschrieb [[Johann Christian Fabricius|Fabricius]] die Art erstmals.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinmann&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Henrik Steinmann |Titel=World Catalogue of Odonata |Band=Band II (Anisoptera) |Verlag=de Gruyter |Ort=Berlin/New York |Datum=1997 |ISBN=3-11-014934-6 |Seiten=542 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie gilt als die auf der gesamten Erde am weitesten verbreitete [[Libellen|Libelle]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tutt&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=James William Tutt |Titel=The Entomologist’s Record and Journal of Variation |Verlag=Charles Phipps. |Ort=London |Datum=1997 |Seiten=213}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2019 wurde die Wanderlibelle zum ersten Mal in Deutschland sowie in der Schweiz nachgewiesen. Dieser Umstand wird mit den stattfindenden Klimaveränderungen in Verbindung gebracht und war auch Anlass zur Benennung dieser Art als „[[Libelle des Jahres]] 2021“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.presseportal.de/pm/7666/4773101 BUND &amp;amp; GdO: Pressemitteilung zur Libelle des Jahres 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Bau der Imago ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pantala flavescens 001 std.jpg|mini|Ein Wanderlibellen-Weibchen; ähnlich wie diese können auch junge Männchen eine blass-orange Färbung aufweisen]] [[Datei:Wandering Glider (Pantala flavescens) W IMG 3429.jpg|mini|Hell gefärbtes Weibchen in Indien]]&lt;br /&gt;
Wanderlibellen werden bis zu 4,5&amp;amp;nbsp;cm lang&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cynthia Berger |Titel=Dragonflies (Wild Guides) |Verlag=Stackpole Books |Ort=Mechanicsburg (Pennsylvania) |Datum=2004 |ISBN=0-8117-2971-0 |Seiten=97}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und erreichen Flügelspannweiten zwischen 7,2&amp;amp;nbsp;cm und 8,4&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ross H. jr Arnett&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arnett H. Ross jr. |Titel=American Insects. A Handbook of Insects of America North of Mexico |Verlag=CRC Press |Ort=Boca Raton |Datum=2000 |ISBN=0-8493-0212-9 |Seiten=128}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vorderseite des Kopfes ist gelblich bis rötlich. Der Rumpf ([[Thorax (Gliederfüßer)|Thorax]]) ist meist gelblich bis goldfarben mit einem dunklen Strich und behaart. Es wurden aber auch schon Exemplare mit bräunlichem oder olivfarbenem Thorax entdeckt. Der Hinterleib ([[Abdomen (Gliederfüßer)|Abdomen]]) weist eine ähnliche Farbcharakteristik wie der Thorax auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ross H. jr Arnett&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biogeography&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal|last=[[Michael Samways|M. J. Samways]], R. Osborn|title=Divergence in a transoceanic circumtropical dragonfly on a remote island|journal=[[Journal of Biogeography]]|year=1998|volume=25|pages=935–946|doi=10.1046/j.1365-2699.1998.00245.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Hamulus]], einem kleinen hakenförmigen Fortsatz am sekundären Geschlechtsorgan der Männchen, fehlt der äußere Ast oder ist vielmehr nur durch einen Wulst angedeutet. Beim Weibchen wiederum befinden sich auf dem letzten [[Segmentierung (Biologie)|Segment]] der kahnförmigen Bauchplatte zwei kurze Scheidentaster.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagen&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor=[[Hermann August Hagen|Hagen]]| Titel=Die Neuroptera der Insel Cuba|Sammelwerk=[[Entomologische Zeitung]]| WerkErg=Herausgegeben von dem entomologischen Vereine zu Stettin| Jahr=1867|Band=28|Seiten=217| Online=[[s:Die Neuroptera der Insel Cuba|Wikisource]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flügel sind nicht gefärbt und am Ansatz sehr breit. Auch hier wurden einzelne Exemplare mit olivfarbenen, bräunlichen und auch gelblichen Flügeln entdeckt. Auf der [[Osterinsel]] treten Wanderlibellen sogar mit schwarzen Flügeln auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ross H. jr Arnett&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biogeography&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Flügelmal]] oder [[Pterostigma]] ist wiederum gelblich, bei reifen Männchen auch rot. Am Flügelansatz und an der Flügelspitze kann bei den durchsichtigen Flügeln ein gelblicher Schatten auftreten. Die kastanienroten [[Facettenauge]]n nehmen, wie bei den [[Großlibellen]] (Anisoptera) üblich, einen großen Teil des Kopfes ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Manolis&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tim Manolis, Timothy D. Manolis |Titel=Dragonflies and Damselflies of California (California Natural History Guides (Paperback)) |Verlag=University of California Press |Datum=2003 |ISBN=0-520-23567-3 |Seiten=40}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erwähnten Farbabweichungen sind sicherlich mit eine Erklärung für die vielen wissenschaftlichen Beschreibungen unter verschiedenen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau der Larven ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pantala flavescens-Larvae-Satpura India-David Raju.jpg|mini|Larve der Wanderlibelle]]&lt;br /&gt;
Die Larve hat eine Länge von 24 bis 26&amp;amp;nbsp;mm. Sie ist hellgrün mit leichter, hellbrauner Sprenkelung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;isu.edu&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mark Lung, Stefan Sommer |titel=Pantala flavescens |zugriff=2006-03-09 |url=http://imnh.isu.edu/digitalatlas/bio/insects/drgnfly/libefam/pafl/pafl.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die rundlichen Augen sind seitlich unten am Kopf angeordnet, und das Abdomen endet stumpf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die paarigen Seitenplatten (Ventrolateralplatten) des elften Hinterleibs[[Segmentierung (Biologie)|segmentes]], der sogenannte [[Paraproct]], sind von der Seite gesehen glatt. Die unpaare dorsale Platte des elften Hinterleibssegments, der sogenannte [[Epiproct]], ist ungefähr gleich lang wie oder länger als der Paraproct. Dies unterscheidet sie von Larven der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Tramea]]&amp;#039;&amp;#039;, bei denen der Epiproct kürzer als der Paraproct ist. Des Weiteren weist die Art am [[Palpus]], einem Taster der [[Mundwerkzeuge]], 12 bis 14&amp;amp;nbsp;Borsten auf und somit weniger als &amp;#039;&amp;#039;P. hymenaea&amp;#039;&amp;#039;, welche hier zwischen 15 und 18&amp;amp;nbsp;Borsten besitzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Technical Series&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal|author=Jerrell James Daigle|title=Florida Dragonflies (Anisoptera): A Species Key to the Aquatic Larval Stages|journal=Technical Series|year=1992|month=November|volume=12|issue=1|pages=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dimorphismen ===&lt;br /&gt;
Die weiblichen zeigen gegenüber den männlichen Tieren einige Unterschiede ([[Sexualdimorphismus|Dimorphismen]]). Noch dazu kann hier eine Unterscheidung zwischen auf Kontinenten und auf Inseln lebenden Tieren getroffen werden. Generell gilt, dass die Flügel des Männchens dunkler als die des Weibchens sind. Bei Festlandtieren variiert bei den Männchen die Länge des [[Femur (Gliederfüßer)|Femurs]], des längsten Beinabschnitts, stärker. Sie haben außerdem längere Vorder- und kürzere Hinterflügel als die Weibchen. Bei den Inselvertretern hingegen sind die Vorder- und Hinterflügel länger als die des Weibchens, und das Femur zeigt bei beiden die gleichen Variationen.&lt;br /&gt;
Weitere Unterschiede zwischen Festland- und Inseltieren betreffen insbesondere die Farbgebung. So sind Inselvertreter im Allgemeinen dunkler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biogeography&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ähnliche Arten ===&lt;br /&gt;
Neben der [[Schwesterart]] &amp;#039;&amp;#039;[[Pantala hymenaea]]&amp;#039;&amp;#039;, die allerdings einen auffallenden braunen Basalfleck im Hinterflügel aufweist und generell etwas dunkler gefärbt ist, ist die Wanderlibelle insbesondere mit einigen Vertretern der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Tramea]]&amp;#039;&amp;#039; zu verwechseln. Diese haben üblicherweise jedoch einen markanten Streifen auf ihren Hinterflügeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;www.odonatacentral.com&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=J. C. Abbott |titel=OdonataCentral: An online resource for the Odonata of North America. Austin, Texas |werk=odonatacentral.com |zugriff=2006-05-12 |url=http://odonatacentral.bfl.utexas.edu/index.php/GalleryAction.getTaxaImages/taxon_id/47466 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160629212231/http://odonatacentral.bfl.utexas.edu/index.php/GalleryAction.getTaxaImages/taxon_id/47466 |archiv-datum=2016-06-29   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Europa haben [[Heidelibellen]] (&amp;#039;&amp;#039;Sympetrum&amp;#039;&amp;#039; spp.) eine gewisse Ähnlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung und Entwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wandering glider (Pantala flavescens) mating. (38249330456).jpg|mini|Fliegendes Paarungsrad von Wanderlibellen in Indien]]&lt;br /&gt;
Wie in der Familie der Segellibellen üblich, gibt es auch bei der Wanderlibelle keine ausgeprägten [[Balz]]rituale. Das Weibchen paart sich zwar viele Male, jedoch meist nur einmal am Tag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Physiological Entomology&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal|author=Alex Córdoba-Aguilar|title=Sperm ejection as a possible cryptic female choice mechanism in Odonata (Insecta)|journal=[[Physiological Entomology]]|doi=10.1111/j.1365-3032.2005.00498.x|volume=Online Early}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Paarung fliegen die Wanderlibellen im Tandem, wobei das Weibchen zur Eiablage an das Männchen angekoppelt bleibt. Hierfür wählt das Tier teilweise ungeeignete Plätze wie frisch gewaschene Autos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;isu.edu&amp;quot; /&amp;gt; Ein [[Ei|Gelege]] besteht aus ungefähr 500 bis 2000&amp;amp;nbsp;Eiern. Die Eier haben die Form eines [[Rotationsellipsoid]]s, wobei die große Halbachse 0,5&amp;amp;nbsp;mm und die kleine 0,4&amp;amp;nbsp;mm misst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ecological Entomology (05)&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal|author=Kamilla Schenk, Dagmar Söndgerath|title=Influence of egg size differences within egg clutches on larval parameters in nine libellulid species (Odonata)|journal=[[Ecological Entomology]]|doi=10.1111/j.0307-6946.2005.00707.x|year=2005|volume=30|pages=456}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Larven entwickeln sich innerhalb von 38 bis 65&amp;amp;nbsp;Tagen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hydrobiologia&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal|author=Frank Suhling|coauthors=Kamilla Schenk, Tanja Padeffke, Andreas Martens|title=[http://www.springerlink.com/(1rpist55bjokq1af1vqhuh45)/app/home/contribution.asp?referrer=parent&amp;amp;backto=issue,6,19;journal,31,836;linkingpublicationresults,1:100271,1 A field study of larval development in a dragonfly assemblage in African desert ponds (Odonata)]|journal=[[Hydrobiologia]]|year=2004|volume=528|pages=75–85}}&amp;lt;/ref&amp;gt; was der Wanderlibelle ermöglicht, sich in nur temporären Gewässern oder auch in Swimmingpools zu vermehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Silsby&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jill Silsby |Titel=Dragonflies of the World |Verlag=The National History Museum |Ort=Plymouth |Datum=2001 |ISBN=0-565-09165-4 |Seiten=180}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Jahr entstehen so etwa drei bis vier Generationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ecological&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Frank Johansson, Frank Suhling|Titel=Behaviour and growth of dragonfly larvae along a permanent to temporary water habitat gradient|Sammelwerk=[[Ecological Entomology]]|Band=29|Nummer=2|Verlag=|Datum=2004-04-01|Seiten=196–202|DOI=10.1111/j.0307-6946.2004.00592.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die schnelle Entwicklungszeit und der Umstand, dass die [[Larve]]n oft in nur saisonalen Gewässern reifen, gleicht die fehlende Tarnung gegenüber Fressfeinden aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;isu.edu&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings scheinen die Larven sehr [[temperatur]]empfindlich zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Odonatologica&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal|author=J. H. Hawking, B. A. Ingram|title=Rate of larval development of Pantala flavescens (Fabricius) at its southern limit of range in Australia. (Odonata: Libellulidae) (zit. nach Laister)|journal=[[Odonatologica]]|year=1994|volume=23|pages=63–68}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lebenserwartung ist nicht bekannt, da eine Feststellung auf Grund der hohen Mobilität der Tiere nahezu unmöglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
Wie alle Libellenlarven leben auch jene der Wanderlibelle räuberisch. Verglichen mit anderen Arten der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Segellibellen]] ist die [[Larve]] allerdings bei der Futtersuche sehr aktiv und ernährt sich relativ wahllos von allen möglichen im Wasser lebenden Wirbellosen, wie aquatischen [[Insekten]]-Larven und [[Flohkrebse]]n. Aber auch [[Kaulquappe]]n und kleine Fische werden in die Ernährung einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Imago (Zoologie)|Imago]] ernährt sich überwiegend von kleinen Fluginsekten wie Mücken. Im [[Schwarmverhalten|Schwarm]] fressen sie auch fliegende [[Ameise]]n und [[Termiten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;isu.edu&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flugverhalten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pantala flavescens (globe skimmer) in flight, side view.jpg|mini|Flugstudie eines Männchens im Seitenprofil (in [[Laos]])]]&lt;br /&gt;
Ihre Fluggeschwindigkeit beläuft sich auf 5&amp;amp;nbsp;m/s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Insect Behavior&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal|author=Robert B. Srygley|title=Wind Drift Compensation in Migrating Dragonflies Pantala (Odonata: Libellulidae)|journal=[[Journal of Insect Behavior]]|year=2003|month=März|volume=16|issue=2|pages=217–232|url=http://www.springerlink.com/(zk1chybtlzbskf55aco4p555)/app/home/contribution.asp?referrer=parent&amp;amp;backto=searcharticlesresults,1,1|offline=yes}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders im Herbst fliegt die Wanderlibelle in großen [[Schwarmverhalten|Schwärmen]], wobei sie sich die [[Thermik]] zu Nutze macht. Ein Bericht spricht hier sogar von einer „Wolke“, die 34&amp;amp;nbsp;km² umfasste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;isu.edu&amp;quot; /&amp;gt; Bevorzugt nutzt sie dabei feuchte Winde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Corbet&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Philip S. Corbet |Titel=Dragonflies: Behaviour and Ecology of Odonata (zit. nach Laister) |Verlag=Harley Books |Ort=Colchester |Datum=1999 |ISBN=0-946589-64-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im normalen Flug halten sich Vertreter auf Inseln in Höhen von ein bis 2,5&amp;amp;nbsp;m über dem Boden auf und unterbrechen ihren Flug bei aufziehenden Wolken. Die kontinentalen Vertreter hingegen wählen Flughöhen von drei bis vier Metern und unterbrechen ihren Flug auch bei schlechter Witterung nicht. Die Tiere auf der Osterinsel haben sich davon wegentwickelt, weit auf die offene See hinauszufliegen, da dies meist den sicheren Tod bedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biogeography&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Landung strebt das Tier eine vertikale Haltung an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger&amp;quot; /&amp;gt; Die Flügel stehen dabei wie bei allen Großlibellen vom Körper ab, werden also nicht angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung und Flugzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pantala flavescens dis.png|mini|400px|Verbreitungsgebiet der Wanderlibelle]]&lt;br /&gt;
Die Wanderlibelle hat ein extrem weites Verbreitungsgebiet, das ungefähr bis zum 40.&amp;amp;nbsp;[[Breitengrad]] bzw. zu den 20-°C-[[Isotherme]]n reicht. Dabei bezeichnen die 20-°C-Isothermen jenes Gebiet, in dem die [[Temperatur]] im [[Jahresmittel]] 20&amp;amp;nbsp;°C beträgt. Damit tritt sie sowohl in den Tropen als auch in den gemäßigten Zonen Nordamerikas auf. Aus Europa gibt es nur vereinzelte Sichtungen der Art, wobei seriöse Nachweise bislang vor allem aus der [[Ägäis]] und dem angrenzenden Festland stammen. Wanderlibellen-Meldungen aus England oder Frankreich sind als äußerst zweifelhaft zu werten oder auf z. B. mit Bananenlieferungen importierte Tiere zurückzuführen. Als eine Erklärung für das Fehlen der sonst so verbreiteten Art in [[Europa]] wird die Barrierewirkung der [[Sahara]] angesehen. Diese macht mit ihren ungünstigen Winden, wie dem trockenen [[Scirocco]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Corbet&amp;quot; /&amp;gt; und ihrer ausgeprägten [[Aridität|Trockenheit]] dem Tier die Überquerung nahezu unmöglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Libellula Supplement&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal|last=G. Laister|title=Pantala flavescens auf Rhodos, mit einem Überblick über den Status der Art in Europa (Odonata: Libellulidae)|journal=[[Libellula Supplement]]|year=2005|volume=6|pages=33–40}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit den 2010er-Jahren häufen sich allerdings doch Einzelsichtungen auch in den gemäßigten Zonen Europas, die nicht auf anthropogenen Verschleppungen beruhen. Dieser Umstand wird als eine Folge des fortschreitenden Klimawandels interpretiert. Als bislang nördlichster Fundpunkt gilt die [[Kurische Nehrung]] ([[Oblast Kaliningrad]]) im Jahr 2013&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pawel Buczynski, Anatoly P. Shapoval, Edyta Bucynska |Titel=Panatala flavescens at the coast of the Baltic Sea (Odonata: Libellulidae) |Sammelwerk=Odonatologica |Band=43(1/2) |Verlag=Osmylus Scientific Publishers |Ort=Wolnzach |Datum=2014-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, auch beispielsweise in Polen erfolgte 2016 eine Sichtung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WildermuthMartens2019&amp;quot;&amp;gt;Hansruedi Wildermuth, Andreas Martens: &amp;#039;&amp;#039;Die Libellen Europas&amp;#039;&amp;#039;. Quelle &amp;amp; Meyer Verlag, Wiebelsheim 2019, S. 726–730. ISBN 978-3-494-01690-0&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland gelang im Juli 2019 der erste Freiland-Nachweis eines Männchens in der südbrandenburgischen Bergbaufolgelandschaft. Im Folgemonat wurde am gleichen Ort zudem eine [[Exuvie]] der Art entdeckt, was auf eine erfolgreiche Reproduktion hinweist.&amp;lt;ref&amp;gt;André Günther: &amp;#039;&amp;#039;Erster Freilandnachweis von Pantala flavescens in Deutschland (Odonata, Libellulidae).&amp;#039;&amp;#039; Libellula 38 (3/4) 2019: 127–136. ([https://www.researchgate.net/publication/337874026_Erster_Freilandnachweis_von_Pantala_flavescens_in_Deutschland_Odonata_Libellulidae Link zu PDF-Download])&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleiches wurde 2019 auch in der Schweiz dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dominik Henseler, &lt;br /&gt;
Markus Müller, René Hoess: &amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens neu für die Schweiz, inklusive Entwicklungsnachweis (Odonata: Libellulidae).&amp;#039;&amp;#039; Libellula 38 (3/4) 2019: 211–218.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eintreffen in den [[Subtropen]] und [[Tropen]] fällt mit der [[Innertropische Konvergenzzone|tropischen Konvergenzzone]] zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jurzitza&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Jurzitza |Titel=Unsere Libellen |Verlag=Franckh |Datum=1978 |ISBN=3-440-04553-6 |Seiten=22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierin zeigt sich auch wieder ihre Vorliebe für feuchte Winde. So trifft die Wanderlibelle im südost[[Indien|indischen]] [[Tamil Nadu]] erst mit dem zweiten Monsun ein – denn erst dieser bringt in jener Region den Regen. Im restlichen Indien hingegen trifft sie bereits mit dem ersten, regenbringenden Monsun ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Corbet&amp;quot; /&amp;gt; Sie wurde als am höchsten fliegende bisher bekannte Libelle bei circa 6.200&amp;amp;nbsp;m im [[Himalaya]] gesichtet. Auch war die Wanderlibelle eine der ersten Arten, die sich nach den [[Atomtest|Kernwaffentests]] wieder auf dem [[Bikini-Atoll]] ansiedelten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Silsby&amp;quot; /&amp;gt; Zudem ist sie die einzige Libellenart, die auf der Osterinsel vorkommt. Die dort vertretenen Individuen scheinen sich durch ihren kleineren Genpool von den kontinentalen Individuen abzukoppeln, wodurch langsam eine neue Art entsteht ([[Gendrift]]). In kälteren Gebieten wie Süd[[australien]] und Nord[[kanada]] kann die Wanderlibelle nicht überwintern und wird daher jedes Jahr aufs Neue durch Migranten ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Biogeography&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
=== Trivialnamen ===&lt;br /&gt;
Der Trivialname Wanderlibelle erklärt sich aus ihrem ausgeprägten [[Tierwanderung|Migrationsverhalten]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger&amp;quot; /&amp;gt; das sich aus ihrer Fähigkeit, mehrere Stunden ununterbrochen zu fliegen, ergibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hogue&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles L. Hogue |Titel=Latin American Insects and Entomology |Verlag=University of California Press |Datum=1993 |ISBN=0-520-07849-7 |Seiten=198}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der englische Trivialname &amp;#039;&amp;#039;Wandering Glider&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Globe Skimmer&amp;#039;&amp;#039; deutet dies an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger&amp;quot; /&amp;gt; Der zum Beispiel in [[Hongkong]] gebräuchliche Name &amp;#039;&amp;#039;Typhoon Dragonfly&amp;#039;&amp;#039; resultiert aus dem Eintreffen der Libelle zusammen mit oder kurz vor dem Regen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Corbet&amp;quot; /&amp;gt; Der [[japan]]ische Name ist ウスバキトンボ, ausgesprochen „Usubaki-Tombo“, also Usubaki-Libelle. Der Name in [[Kanji]] 薄羽黄蜻蛉, der japanische Fachname, ausgesprochen „Usubaneki-Tombo“, heißt Kanji für Kanji:&lt;br /&gt;
* 薄 = Usu = zierlich, dünn&lt;br /&gt;
* 羽 = Ba(ne) = Flügel&lt;br /&gt;
* 黄 = Ki = gelb&lt;br /&gt;
* 蜻蛉 = Tombo = Libelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies lässt sich also übersetzen als „gelbe Libelle mit zierlichen Flügeln“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftlicher Name ===&lt;br /&gt;
Der wissenschaftliche Name &amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039; besteht zum einen aus dem Wort &amp;#039;&amp;#039;Pantala&amp;#039;&amp;#039;, das „alle Flügel“ bedeutet und auf die großen und langen Flügel anspielt, zum anderen aus dem lateinischen &amp;#039;&amp;#039;flavescens&amp;#039;&amp;#039;, das gold/gelb heißt und sich auf die ausgeprägte goldene Färbung bezieht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Berger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art wurde erstmals 1798 als &amp;#039;&amp;#039;Libellula flavescens&amp;#039;&amp;#039; durch [[Johann Christian Fabricius|Fabricius]] folgendermaßen beschrieben:&lt;br /&gt;
{{Zitat|L. [flavescens] alis hyalinis: stigmate niveo, corpore flavescente. Habitat in India Dom. Daldorff. Statura praecedentium. Caput flavescens oculis magnis, fuscis. Thorax flavescens, immaculatus. Abdomen compressum, flavescens linea dorsali nigra. Alae albae stigmate marginali niveo.|Fabricius|Entomologia systematica emendata et aucta Supplement S. 285}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dieser Erstbeschreibung zugrunde liegende [[Holotyp]] wird im Zoologischen Museum der [[Universität Kopenhagen]] aufbewahrt und war ein Weibchen aus [[Indien]]. In den folgenden Jahren tauchten einige weitere Beschreibungen mit wechselnden Namen auf. 1805 bezeichnete [[Ambroise Marie François Joseph Palisot de Beauvois|Palisot de Beauvois]] ein Tier aus [[Nigeria]] als &amp;#039;&amp;#039;Libellula viridula&amp;#039;&amp;#039;. Etwa 1823 beschrieb der britische Entomologe [[James Charles Dale|Dale]] in einem unveröffentlichten Manuskript ein angeblich in [[Norfolk]] gefangenes Männchen als &amp;#039;&amp;#039;Libellula sparshalli&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;The Entomologist’s monthly Magazine&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal|author=F. C. Fraser|title=A restatement of the case of Pantala flavescens (F.) (Odon., Libellulidae) as a casual visitor to Britain.|journal=[[The Entomologist’s monthly Magazine]]|year=1956|volume=92|pages=347–350}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das sich heute im [[Oxford University Museum of Natural History|Hope Museum]] in [[Oxford]] befindet. Im Jahr 1839 betitelte [[Hermann Burmeister|Burmeister]] ein Männchen aus [[Madras]], das sich heute in der [[Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen (Martin-Luther-Universität)|Zoologischen Sammlung Halle]] befindet, als &amp;#039;&amp;#039;Libellula analis&amp;#039;&amp;#039; und ein weiteres Männchen aus [[Brasilien]] als &amp;#039;&amp;#039;Libellula terminalis&amp;#039;&amp;#039;. Letzteres befindet sich im [[Naturhistorisches Museum Wien|Naturhistorischen Museum Wien]]. 1910 lichtete sich das Feld, als [[Richard Anthony Muttkowski|Muttkowski]] die Synonymität der Arten erkannte. Bis auf eine Beschreibung im Jahr 1955, als &amp;#039;&amp;#039;Sympetrum tandicola&amp;#039;&amp;#039; durch [[S. Singh|Singh]] anhand eines Männchens aus dem [[Himalaya]], das sich heute im Zoology Survey India in [[Kalkutta]] befindet, folgten nun nur noch Publikationen, in denen die Art als &amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Singhs &amp;#039;&amp;#039;Sympetrum tandicola&amp;#039;&amp;#039; wurde 1973 durch [[Tridib Ranjan Mitra|Mitra]] mit &amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039; synonymisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Wanderlibelle bildet zusammen mit &amp;#039;&amp;#039;[[Pantala hymenaea]]&amp;#039;&amp;#039; die [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Pantala]]&amp;#039;&amp;#039;. Diese ist wiederum namensgebend für die [[Unterfamilie (Biologie)|Unterfamilie]] [[Pantalinae]] innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Segellibellen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Schwesterart]] &amp;#039;&amp;#039;[[Pantala hymenaea]]&amp;#039;&amp;#039; ist, wie der fehlende deutsche Trivialname bereits impliziert, weder in [[Deutschland]] noch in [[Europa]] heimisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Kladistik]] wird die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Pantala&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der Pantalinae allen anderen Gattungen dieser Unterfamilie gegenübergestellt. Für die Unterfamilien der Segellibellen gibt es aktuell keine Untersuchung, die eine [[Dichotomie|dichotome]] Darstellung der [[Phylogenie]] erlaubt, die Pantalinae lassen sich nach aktuellem Forschungsstand also nicht eindeutig einer anderen Unterfamilie als Schwestergruppe gegenüberstellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;www.fmnh.helsinki.fi&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mikko Haaramo |titel=Mikko’s Phylogeny Archive &amp;#039;&amp;#039;Neolamellida&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2006-03-25 |url=http://www.fmnh.helsinki.fi/users/haaramo/Metazoa/Protostoma/Arthropoda/Insecta/Palaeoptera/Neolamellida.html |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
|label1=[[Segellibellen]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;amp;nbsp;? andere Unterfamilien&lt;br /&gt;
 |label2=&amp;amp;nbsp;[[Pantalinae]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
 |2={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;amp;nbsp;andere Gattungen&lt;br /&gt;
 |label2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Pantala&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
 |2={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;amp;nbsp;Wanderlibelle (&amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
 |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Pantala hymenaea]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzstatus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wanderlibelle schutzstatus nordamerika.gif|400px|mini|Der Schutzstatus der Wanderlibelle in den Bundesstaaten der USA und Kanadas]]&lt;br /&gt;
Die Wanderlibelle hat weltweit den [[Schutzstatus (TNC)|Schutzstatus]] G5, womit sie als in hohen Zahlen vorkommende, sehr weit verbreitete und ungefährdete Art eingestuft wird. Diesen Status erhielt sie am 30. Dezember 1985. In den [[Vereinigte Staaten|USA]] hat sie den national äquivalenten Schutzstatus N5. In [[Kanada]] hingegen ist sie mit N4 niedriger eingestuft. Dies bedeutet, dass der Bestand zwar momentan als gut eingeschätzt wird und die Art als ungefährdet gilt, aber auf lange Sicht Bedenken bestehen. Auch auf der Ebene vieler Bundesstaaten in den USA und Kanada wurde ein Schutzstatus vergeben. Diese sind in der Graphik rechts in ihrer Entwicklung dargestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;www.natureserve.org&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=NatureServe |titel=NatureServe Explorer: An online encyclopedia of life |datum=2006-02 |abruf=2006-03-25 |url=http://www.natureserve.org/explorer/ |archiv-url=https://web.archive.org/web/20060315221327/http://www.natureserve.org/explorer/ |archiv-datum=2006-03-15 |offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Briefmarken ==&lt;br /&gt;
Ihrer hohen Verbreitung verdankt die Wanderlibelle auch, dass sie auf einigen [[Briefmarke]]n abgebildet ist. So veröffentlichte [[Wallis und Futuna]] am 29. Juli 1974 eine 45-[[Französischer Franc|Franc]]-Briefmarke, die eine Wanderlibelle über einer Wasserfläche mit etwas Gewächs zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=Colnect |titel=Briefmarke Pantala flavescens (Wallis und Futuna) Yt@WF188 |zugriff=2012-07-10 |url=http://colnect.com/de/stamps/stamp/245688-Pantala_flavescens-Insect-Wallis_und_Futuna}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hat die [[Michel-Katalog|Michel-Nummer]] 257 und erschien in einer Reihe von Insekten-Motiven. Im Jahr 1975 führten die [[Pitcairninseln]] am 9. November eine Marke ein, die eine Wanderlibelle vor dunkelblauen Hintergrund zeigt und 15&amp;amp;nbsp;[[Neuseeland-Dollar|Cent]] wert war. Ihre Michel-Nummer ist 154, sie erschien ebenfalls in einer Insekten-Kollektion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;www.libellula.org(70)&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.libellula.org/stamps/1970_1979.htm | wayback=20070930021144 | text=Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen: Libellen Briefmarken 1970–1979}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Tuvalu]] brachte am 25. Mai 1983 eine 10-[[Australischer Dollar|Cent]]-Briefmarke heraus, die eine Wanderlibelle zeigt. Die [[Lithographie|lithographische]] Abbildung wurde von J. E. Cooter gestaltet. Ihre Michel-Nummer ist 190, und sie erschien in einer Reihe von Libellen. Die Darstellung beschränkt sich hier auf die Libelle mit Gräsern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;www.tuvaluislands.com&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=Brian Cannon |titel=1983 – Tuvalu Commemorative Stamps |zugriff=2006-03-24 |werk=Tuvalu Online |url=http://www.tuvaluislands.com/stamps/st-c1983.htm#dragonflies}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;www.libellula.org(80)&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.libellula.org/stamps/1980_1984.htm | wayback=20070930021144 | text=Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen: Libellen Briefmarken 1980–1984}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine weitere Wanderlibellen-Briefmarke erschien am 25. Dezember 1983 in [[Botswana]] zu 6&amp;amp;nbsp;[[Botswanischer Pula|Thebe]]. Sie zeigt die Libelle vor blauem Hintergrund auf einem Gewächs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;www.asahi-net.or.jp&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Dragonfly Stamp of Botswana |werk=Insects on Stamps |zugriff=2006-03-24 |url=http://www.asahi-net.or.jp/~ch2m-nitu/botuwane.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum in Wallis und Futuna erschien am 4. August 1998 eine Briefmarke, die das Tier diesmal vor gelblichem Hintergrund im Fluge zeigt. Der Wert betrug  36&amp;amp;nbsp;F und die Michel-Nummer ist 736. Auch sie erschien zusammen mit anderen Insekten-Motiven.&amp;lt;ref name=&amp;quot;www.libellula.org(95)&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.libellula.org/stamps/1995_1999.htm | wayback=20070930021144 | text=Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen: Libellen Briefmarken 1995-1999}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bislang neueste Briefmarke stammt aus dem Jahre 2003 und erschien in [[Nordkorea]]. Ihr Wert beträgt 15&amp;amp;nbsp;[[Nordkoreanischer Won|Won]], und sie stellt eine auf einer Ähre sitzende Wanderlibelle dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;www.libellula.org(03)&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.libellula.org/stamps/2003_2005.htm | wayback=20070930021144 | text=Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen: Libellen Briefmarken 2003–2005}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wandering Glider (Pantala flavescens) - Flickr - gailhampshire.jpg|mini|Detailansicht von Kopf und Thorax eines Exemplars in Kuba]]&lt;br /&gt;
=== Erstbeschreibungen ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Fabricius&lt;br /&gt;
   |Titel=Entomologia systematica emendata et aucta&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Supplement&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Seiten=285}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Beauvois&lt;br /&gt;
   |Titel=Insectes recueillis en Afrique et en Amérique&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Seiten=69}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Burmeister&lt;br /&gt;
   |Titel=Handbuch der Entomologie&lt;br /&gt;
   |Band=Band 2&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Seiten=852}}&lt;br /&gt;
(Quelle unter&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinmann&amp;quot; /&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Arnett H. Ross jr.&lt;br /&gt;
   |Titel=American Insects. A Handbook of Insects of America North of Mexico&lt;br /&gt;
   |Verlag=CRC Press&lt;br /&gt;
   |Ort=Boca Raton&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-8493-0212-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Cynthia Berger&lt;br /&gt;
   |Titel=Dragonflies (Wild Guides)&lt;br /&gt;
   |Verlag=Stackpole Books&lt;br /&gt;
   |Ort=Mechanicsburg (Pennsylvania)&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-8117-2971-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=97}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gerhard Jurzitza&lt;br /&gt;
   |Titel=Unsere Libellen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Franckh&lt;br /&gt;
   |Datum=1978&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-440-04553-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jill Silsby&lt;br /&gt;
   |Titel=Dragonflies of the World&lt;br /&gt;
   |Verlag=The Natural History Museum&lt;br /&gt;
   |Ort=Plymouth&lt;br /&gt;
   |Datum=2001&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-565-09165-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Sekundärliteratur und Artikel ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Philip S. Corbet&lt;br /&gt;
   |Titel=Dragonflies: Behaviour and Ecology of Odonata&lt;br /&gt;
   |Verlag=Harley Books&lt;br /&gt;
   |Ort=Colchester&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |ISBN=0-946589-64-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=F. C. Fraser&lt;br /&gt;
   |Titel=A restatement of the case of &amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039; (F.) (Odon., Libellulidae) as a casual visitor to Britain&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=[[The Entomologist’s monthly Magazine]]&lt;br /&gt;
   |Band=92&lt;br /&gt;
   |Datum=1956&lt;br /&gt;
   |ISSN=0013-8908&lt;br /&gt;
   |Seiten=347–350}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=J. H. Hawking, B. A. Ingram&lt;br /&gt;
   |Titel=Rate of larval development of &amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039; (Fabricius) at its southern limit of range in Australia. (Odonata: Libellulidae)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Odonatologica&lt;br /&gt;
   |Band=23&lt;br /&gt;
   |Datum=1994&lt;br /&gt;
   |ISSN=0375-0183&lt;br /&gt;
   |Seiten=63–68}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=A. Kumar&lt;br /&gt;
   |Titel=On the life history of &amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039; (Fabricius) (Libellulidae: Odonata)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Annals of the Entomological Society of America&lt;br /&gt;
   |Band=2&lt;br /&gt;
   |Nummer=1&lt;br /&gt;
   |Datum=1984&lt;br /&gt;
   |ISSN=0013-8746&lt;br /&gt;
   |Seiten=43–50}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=G. Laister&lt;br /&gt;
   |Titel=Pantala flavescens auf Rhodos, mit einem Überblick über den Status der Art in Europa (Odonata: Libellulidae)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Libellula Supplement&lt;br /&gt;
   |Band=6&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISSN=0723-6514&lt;br /&gt;
   |Seiten=33–40}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=M. Samways, R. Osborn&lt;br /&gt;
   |Titel=Divergence in a transoceanic circumtropical dragonfly on a remote island&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Journal of Biogeography&lt;br /&gt;
   |Band=25&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |ISSN=0305-0270&lt;br /&gt;
   |Seiten=935–946}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Henrik Steinmann&lt;br /&gt;
   |Titel=World Catalogue of Odonata&lt;br /&gt;
   |Band=Band II (Anisoptera)&lt;br /&gt;
   |Verlag=de Gruyter&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin/New York&lt;br /&gt;
   |Datum=1997&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-11-014934-6&lt;br /&gt;
   |Seiten=542 f.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=K. van Damme, H. J. Dumont&lt;br /&gt;
   |Titel=A drought–resistant larva of &amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039; (Fabricius, 1798) (Odonata: Libellulidae) in the Lencois Maranhenses, NE-Brazil&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=International Journal of Odonatology&lt;br /&gt;
   |Band=2&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |ISSN=1388-7890&lt;br /&gt;
   |Seiten=69–76}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pantala flavescens}}&lt;br /&gt;
* [{{ITIS|TSN=101801|Name=&amp;#039;&amp;#039;Pantala flavescens&amp;#039;&amp;#039;|Linktext=nein}} Eintrag auf ITIS]&lt;br /&gt;
* {{IUCN|Year=2006|ID=59971|ScientificName=Pantala flavescens|YearAssessed=2005|Assessor=Clausnitzer|Download=12. Mai 2006}}&lt;br /&gt;
* [http://www.pbase.com/wsbranham/dragonflies Bilder des Tandemflugs]&lt;br /&gt;
* [https://www.nabu.de/news/2020/11/29017.html Informationen bei nabu.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Libelle des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|12. Mai 2006|16578587}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Segellibellen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mützelzipfe</name></author>
	</entry>
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