<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wanderfeldbau</id>
	<title>Wanderfeldbau - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Wanderfeldbau"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wanderfeldbau&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T14:38:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wanderfeldbau&amp;diff=223579&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2026-12008-02 (Diskussion) auf die letzte Version von Alnilam zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wanderfeldbau&amp;diff=223579&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-23T09:37:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-12008-02&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-12008-02&quot;&gt;~2026-12008-02&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-12008-02&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-12008-02 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Alnilam&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Alnilam (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Alnilam&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Zyklen-Wanderfeldbau.png|mini|hochkant=1.2|Beispielhafte Zyklen einer typischen Wanderfeldwirtschaft über neun Jahre mit jährlichem Standortwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jhum.jpg|mini|Typisches „Loch“ nach [[Brandrodung]] im Wald zur Anlage eines Feldes der Wanderfeldbauern (hier der [[Jumma]] in Nordost-Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Swidden agriculture in Yunnan Province uplands.JPG|mini|„Patchwork“-Landschaften wie hier in Südchina entstehen, wenn die Besiedlung in traditionellen Wanderfeldbau-Gebieten zu dicht wird]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wanderfeldbau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wanderhackbau&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wanderwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|englisch]] häufig &amp;#039;&amp;#039;shifting cultivation&amp;#039;&amp;#039; als Überbegriff für &amp;#039;&amp;#039;Wanderfeldbau&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Landwechselwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;; daher treffender: &amp;#039;&amp;#039;wandering farmstead&amp;#039;&amp;#039;) wird eine [[Extensive Landwirtschaft|flächenextensive]], [[Traditionelle Wirtschaftsform|traditionelle Form]] der [[Landwirtschaft]] bezeichnet, bei der Felder nur für wenige Jahre intensiv genutzt werden und anschließend eine Verlegung der Anbauflächen und der Siedlungen stattfindet, also in einer Form von [[Halbsesshaftigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt des Umzuges ist erreicht, wenn die abnehmende Boden[[fruchtbarkeit]] keine ausreichenden Erträge mehr zulässt. Der Wanderfeldbau ist eine der ältesten landwirtschaftlichen Nutzungsformen der Erde und liefert im Idealfall ausreichende Nahrung für eine selbstversorgende [[Subsistenzwirtschaft]] bei optimaler ökologischer Anpassung an die örtlichen Umweltbedingungen. Heute sind vor allem die [[Immerfeuchte Tropen|immerfeuchten tropischen]] Regenwälder und die [[Wechselfeuchte Tropen|wechselfeuchten Savannen]] von dieser Wirtschaftsweise betroffen. Vor allem Knollenpflanzen wie [[Cassava]], [[Taro]] oder [[Yams]] werden auf diese Weise angebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schultz&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Schultz: &amp;#039;&amp;#039;Die Ökozonen der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 4., völlig neu bearbeitete Auflage. Ulmer UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-1514-9, S. 342–344.&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 250 Mio. Menschen waren um die Jahrtausendwende von dieser kleinflächigen, extensiven Form des [[Traditionelle Wirtschaftsform#Traditioneller Feldbau (Pflanzbau) und Gartenbau|Feldbaus]] abhängig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dixon u. a. 2001&amp;quot;&amp;gt;J. Dixon, A. Gulliver, D. Gibbon: &amp;#039;&amp;#039;Farming systems and poverty. Improving farm-ers’ livelihoods in a changing world.&amp;#039;&amp;#039; FAO, Rom 2001. zitiert in: Cheryl Ann Palm, Stephen A. Vosti, Pedro A. Sanchez, Polly J. Ericksen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Slash-and-Burn Agriculture – the search for alternatives.&amp;#039;&amp;#039; Columbia University Press, New York 2005, ISBN 0-231-13450-9, S. 8. [http://www.asb.cgiar.org/PDFwebdocs/Slash-and-Burn%20Agriculture-The-Search-for-Alternatives.pdf PDF-Version], abgerufen am 4. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Wanderfeldbau&amp;#039;&amp;#039; wird in der aktuellen [[Deutscher Sprachraum|deutschsprachigen]] Fachliteratur häufig durch das englische &amp;#039;&amp;#039;shifting cultivation&amp;#039;&amp;#039; ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wanderfeldbau wird auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brandrodungswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, da diese Art des Anbaus zumeist mit einer vorhergehenden [[Brandrodung]] von „Waldinseln“ verbunden ist. Bei der Brand&amp;#039;&amp;#039;rodung&amp;#039;&amp;#039; (besser [[Schwendbau|&amp;#039;&amp;#039;-schwendung&amp;#039;&amp;#039;]], denn die Wurzeln werden nicht entfernt wie bei einer echten Rodung) bleiben die in den Pflanzen enthaltenen Stoffe als [[Asche]] auf der geplanten Anbaufläche zurück und sorgen kurzfristig für einen höheren [[pH-Wert]] der sehr sauren Tropenwaldböden. Dies verbessert die Wachstumsbedingungen für die Nahrungspflanzen. Die zusätzliche Freisetzung von Pflanzennährstoffen aus der Asche ist dabei von viel geringerer Bedeutung als früher angenommen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schultz&amp;quot; /&amp;gt; Wird die geschwendete Biomasse nur [[Köhler|verkohlt]] statt verbrannt, wird die dabei entstehende [[Holzkohle|Holz-]] und [[Pflanzenkohle]] anschließend in den Boden eingearbeitet; sie trägt erheblich zur Bodenverbesserung bei, weil sie aufgrund ihrer besonders großen inneren Oberfläche Wasser und Nährstoffe puffern kann (→ [[Aktivkohle]]). Diese Vorgehensweise scheint auch der Ursprung der im südamerikanischen Amazonasbecken aufgefundenen „schwarzen Erde“ zu sein &amp;#039;&amp;#039;([[terra preta]])&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wanderfeldwirtschaft wird heute vor allem von [[Indigene Völker|indigene Bevölkerungsgruppen und traditionellen Ethnien]] betrieben, die Ländereien heute häufig für 2 bis 4&amp;amp;nbsp;Jahre&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Ökosystem der immerfeuchten Tropen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TERRAMethode.&amp;#039;&amp;#039; Klett, S. 46–55 ([http://www2.klett.de/sixcms/media.php/82/DO03029110_Oekosysteme_046_055.pdf PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB; 5&amp;amp;nbsp;Seiten]).&amp;lt;/ref&amp;gt; bewirtschaften und die Felder anschließend auf erneute Brandrodungsflächen verlegen, so dass (bei klassisch geringer Nutzungsintensität) auf der vorherigen Anbaufläche in den folgenden Jahren ein artenärmerer [[Sekundärwald]] nachwächst. Ehemalige Brandfeldflächen benötigen 15 bis 30 Jahre, um erneut wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll genutzt werden zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schultz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übergänge vom Wanderfeldbau zu räumlich enger begrenzten und stationäreren Wirtschaftsformen mit dem Wechsel zwischen Anbau und [[Brache]] sind fließend. Werden nur die Wirtschaftsflächen und die Hofstellen nicht oder erst nach mehreren Zyklen im wechselnden Turnus verlegt, spricht man von [[Landwechselwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übergänge zu anderen Wirtschaftsformen ==&lt;br /&gt;
Der Wanderfeldbau stellt – bei Bevölkerungsdichten unter 6 Einwohnern pro km²&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schultz&amp;quot; /&amp;gt; – eine [[Wirtschaftlichkeit|effiziente]] und angepasste landwirtschaftliche Strategie auf kargen und empfindlichen Böden dar, wie sie in den Tropen häufig sind. Doch auch in den gemäßigten Breiten wurde früher Wanderfeldbau betrieben. Kam es in der Vergangenheit durch klimatische Faktoren oder durch zunehmenden [[Bevölkerungsdruck]] zu abnehmenden Erträgen, waren die Menschen gezwungen, abzuwandern oder neue [[Technologie]]n zu entwickeln, die eine Intensivierung der Landwirtschaft zuließen. Die damit verbundene [[Übernutzung]] führt meist zu einer so starken Degradierung des Bodens, dass die verringerte Bodenfruchtbarkeit eine weitere Bewirtschaftung des Gebietes nicht zulässt. Auf diese Weise kam es zur Einführung der [[Felderwirtschaft]] in Europa oder der Landwechselwirtschaft in den Tropen. So zum Beispiel in Mittelamerika ([[Milpa]]-Landwirtschaft der [[Maya]]) – zum Teil durch Bewässerungsmaßnahmen ergänzt – oder auch bei den westafrikanischen Feldbauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die moderne „[[Bevölkerungsexplosion]]“ und die Vernichtung immer größerer Waldflächen verlangt nach Lösungen, um die Waldbewohner weiterhin nachhaltig ernähren zu können. Ein vielversprechender Ansatz zu einer [[Nachhaltigkeit|nachhaltigen]] Intensivnutzung ist eine Ergänzung der kurzfristigen Bodenverbesserung der Brandrodung ([[Melioration]]) durch die bewusste Beigabe von zusätzlicher Holzkohle, menschlichen Fäkalien, Dung, Kompost und ähnlichem. Diese Erkenntnis ist nicht einmal neu, denn viele Indianervölker des Amazonasgebietes (Beispiel [[Tupi (Volk)|Tupí]]) haben diesen anthropogen veränderten Boden, der heute &amp;#039;&amp;#039;[[terra preta]]&amp;#039;&amp;#039; genannt wird, seit Jahrhunderten hergestellt und genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Steiner: &amp;#039;&amp;#039;Slash and Char as Alternative to Slash and Burn.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Cuvillier Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-86727-444-9, S. 13–17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nährstoffkreislauf und Regenerationsphase ==&lt;br /&gt;
Die Länge der erforderlichen Brachphase hat direkte Auswirkungen auf die Bevölkerungsdichte: Je länger sie andauert, umso weniger Menschen können in einem bestimmten Gebiet vom Wanderfeldbau leben. Die Länge der Brachphase ist von der Art der Nutzung und den Nutzpflanzen, den klimatischen Bedingungen und der Bodenqualität abhängig. Bei tropischen Böden, welche meist tiefgründig verwittert und nährstoffarm sind, kann die Regenerationsphase bis zu 30&amp;amp;nbsp;Jahre dauern. Durch die tropischen Rahmenbedingungen wie Feuchtigkeit und Temperatur und durch das hohe Alter der Böden können deren Minerale nur wenig Nährstoffe speichern (geringe [[Kationen-Austausch-Kapazität]], &amp;#039;&amp;#039;KAK&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BW&amp;quot;&amp;gt;W. Zech, P. Schad, G. Hintermaier-Erhard: &amp;#039;&amp;#039;Böden der Welt.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Springer-Spektrum, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-36574-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nährstoffe sind daher fast ausschließlich in der [[Biomasse]] (vor allem Pflanzen, aber auch Tiere und Mikroorganismen) sowie im [[Humus]], also in der organischen Fraktion des Bodens, enthalten. Viele befinden sich in einem kurzgeschlossenen Kreislauf (tropischer Nährstoffkreislauf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brandrodung erhöht die Sonneneinstrahlung und damit die Bodentemperatur, was eine verstärkte [[Mineralisierung]] bewirkt, wodurch sich die Humusgehalte so weit verringern, dass nur noch wenige Nährstoffe dort gespeichert werden können. Die Nährstoffe befinden sich nach der Brandrodung zunächst zum größten Teil in der Asche, aus der sie dann zu einem hohen Anteil durch Niederschläge verloren gehen: So werden sie entweder durch Starkregen direkt an der Oberfläche weggeschwemmt, oder der nach unten gerichtete Bodenwasserstrom schwemmt die Nährstoffe in so große Tiefen, dass sie von den Wurzeln der Kulturpflanzen nicht mehr erreicht werden. Die Nährstoffgehalte des Oberbodens verringern sich und machen einen weiteren Anbau nicht mehr lohnend. Werden allerdings ausreichend lange Brachezeiten eingehalten, so können tiefwurzelnde Brachebäume Nährstoffe aufnehmen, und es kann sich ein Sekundärwald bilden. Dies führt auch zum Wiederaufbau des Humus im Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologische und sozioökonomische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
In seiner ursprünglichen Form war der Wanderfeldbau [[Umweltschutz|ökologisch]] nicht bedenklich, wenn die aufgegebenen Flächen einige Jahrzehnte in Ruhe gelassen wurden. Aufgrund des Anstiegs der Bevölkerungszahl und der damit verbundenen [[Nahrungsmittelknappheit]] wurden die Brachezeiten jedoch zunehmend verkürzt. In der Regel wanderten – in einem etwas längeren Turnus von 10 bis 15&amp;amp;nbsp;Jahren – auch die Siedlungen in vorher unberührte Waldgebiete, wo ein neues Dorf mit neuen Feldern eingerichtet wurde. Heute bleiben die Siedlungen jedoch meist an Ort und Stelle. Zum Teil wurden die Brachephasen dadurch auf bis unter 5&amp;amp;nbsp;Jahre reduziert, woraus sich schwerwiegende ökologische Probleme ergeben. Die Sekundärvegetation kann sich nicht mehr ausreichend ausbilden. Bei der nächsten Brandrodung werden dementsprechend weniger Nährstoffe in der Asche zu finden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wanderfeldbau ist bei weitem nicht so effektiv wie beispielsweise die [[Fruchtwechselwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
Bei der kleinflächigen Brandrodung werden auf dem zukünftigen Feld kurz vor der Trockenzeit zunächst kleinere Bäume und Sträucher mit einer [[Machete]] oder einem Beil entfernt, größere Bäume werden auf einer Höhe von drei Metern eingekerbt und sterben so nach kurzer Zeit ab. Am Ende der Trockenzeit wird dann die gefällte Vegetation abgebrannt. Nach dieser Brandrodung ist das Feld übersät mit gefällten und nicht gefällten Baumstrünken, Asche und verkohlten Stämmen. Erst durch die Asche wird eine Bewirtschaftung möglich. Zu Beginn der Regenzeit erfolgt die Aussaat in Mulden oder das Einsetzen vorgezogener Setzlinge mit dem Pflanzenstock. Je nachdem, wie viel Anbaufläche benötigt wird, reichen die Flächen in der Nähe eines Dorfes nach einigen Jahren nicht mehr aus, um die Bewohner zu ernähren. Dann wandert das gesamte Dorf in andere Gebiete, wo neue Felder angelegt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Brandrodung besteht immer die Gefahr eines unkontrollierbaren [[Waldbrand]]es, so dass auf diese Weise leicht große Teile des natürlichen Waldbestandes vernichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel Madagaskar ===&lt;br /&gt;
Bis um das Jahr 1000 war die Insel [[Madagaskar]] noch zu einem großen Teil mit Wald bedeckt: Im Westen mit [[Trockenwald|Trockenwäldern]] und im Norden und Osten mit [[Tropischer Regenwald|Regenwäldern]]. Jetzt gibt es nur noch kleine Reste des Regenwaldes im Norden Madagaskars. Die häufigste Erklärung dafür ist die verstärkte Brandrodung durch die stark gewachsene Bevölkerungszahl. Auf diese Weise sollen 60 Prozent der Regenwälder verloren gegangen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Bittner: &amp;#039;&amp;#039;Madagaskar: Mensch und Natur im Konflikt.&amp;#039;&amp;#039; Birkhäuser, Basel 1992, ISBN 3-7643-2680-8, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Allerdings ist dies bislang nicht bewiesen. Ebenso können natürliche Klimaveränderungen in der Vergangenheit zum Rückgang des Regenwaldes geführt haben, der hier ohnehin am Rande seines Verbreitungsgebietes liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf Dieter Sick: &amp;#039;&amp;#039;Madagaskar: Tropisches Entwicklungsland zwischen den Kontinenten.&amp;#039;&amp;#039; Wiss. Buchges., 1979, ISBN 3-534-05822-4, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;) Ohne Zweifel hat die menschliche Tätigkeit großen Anteil an der Waldvernichtung, so dass das [[Klima]] auf Madagaskar noch trockener und heißer wurde. Es regnet nicht mehr so häufig und der Boden ist der Witterung schutzlos ausgeliefert. Weitere 30 % der Wälder wurden im 20. Jahrhundert vernichtet: Es kommt nunmehr zur [[Bodenerosion|Erosion]]. Dort, wo sich kein Ackerbau mehr lohnt, weil die Menschen dem Boden zu viel abverlangt haben, bleibt das Land sich selbst überlassen. Wald – insbesondere Regenwald – kann nicht mehr nachwachsen, weil es viel zu trocken ist. So wachsen jetzt Dornenbüsche und [[Kakteen]] in einstigen Waldgebieten. Solche [[Sukkulente]]n benötigen nicht viel Wasser, beschatten den Boden jedoch nicht. Er trocknet insofern aus und wird von den seltenen, aber heftigen Regenfällen fortgespült.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Stockwerkanbau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Stijn Arnoldussen: &amp;#039;&amp;#039;Dutch Bronze Age Residential Mobility. A Commentary on the „Wandering Farmstead“ model.&amp;#039;&amp;#039; In: Alexandra Krenn-Leeb (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Varia neolithica, Teil 5: Mobilität, Migration und Kommunikation in Europa während des Neolithikums und der Bronzezeit.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; Band 55). Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 2009, ISBN 978-3-941171-27-5, S. 147–159 ([http://www.archeologischonderzoek.nl/publicaties/Arnoldussen_2009_Dutch_Bronze_Age_residential_mobility.pdf PDF; 7&amp;amp;nbsp;MB; 16&amp;amp;nbsp;Seiten] auf archeologischonderzoek.nl; Beitrag der Sitzungen der Arbeitsgemeinschaften Neolithikum und Bronzezeit während der Jahrestagung des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. in Xanten 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Shifting cultivation|Wanderfeldbau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldnutzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrargeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsethnologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
	</entry>
</feed>