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	<title>Wanderdrossel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wanderdrossel&amp;diff=596879&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zieger M: /* Geografische Variation */ &quot;San-Lucas-Wanderdrossel&quot;</title>
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		<updated>2026-04-13T08:02:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geografische Variation: &lt;/span&gt; &amp;quot;San-Lucas-Wanderdrossel&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Wanderdrossel&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Turdus migratorius&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|Linnaeus]], 1766&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Echte Drosseln&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Turdus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Turdinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Drosseln&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Turdidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Singvögel&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Passeri&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Sperlingsvögel&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Passeriformes&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Turdus-migratorius-002.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Wanderdrossel (&amp;#039;&amp;#039;Turdus migratorius&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Immature Robin.jpg|miniatur|Wanderdrossel im Jugendkleid]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wanderdrossel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Turdus migratorius&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Singvögel|Singvogelart]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Drosseln]] (Turdidae). Sie ist nahezu auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent verbreitet, vielerorts etwa so häufig und allgegenwärtig wie in Europa die [[Amsel]] und ebenfalls viel in Siedlungsräumen zu finden. Sie zählt daher in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und [[Kanada]] zu den bekanntesten Vogelarten und wird dort, obwohl sie mit dem europäischen [[Rotkehlchen]] nicht näher verwandt ist, als &amp;#039;&amp;#039;American robin&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(= amerikanisches Rotkehlchen)&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;red robin&amp;#039;&amp;#039;, bzw. schlicht als &amp;#039;&amp;#039;robin&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ernährung der Wanderdrossel ist sehr vielseitig. Im Sommerhalbjahr überwiegen weiche [[Wirbellose]] wie insbesondere [[Regenwürmer]], im Herbst und im Winter stellen Beeren und andere Früchte den größten Anteil. Manche Populationen sind [[Standvogel|Standvögel]], andere ziehen im Winter südwärts oder in niedrigere Höhenlagen, wo sie oft große Ansammlungen und Schlafgemeinschaften bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Wanderdrossel ist mit einer Körperlänge von 25&amp;amp;nbsp;cm die größte Drossel Nordamerikas und wiegt etwa 77&amp;amp;nbsp;g. Sie ähnelt im Körperbau der europäischen Amsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Brutkleid]] zeigt das Männchen eine dunkelgraue bis dunkelbraune Oberseite mit einem schwärzlich gefärbten Kopf, von dem sich zwei weiße Halbringe über und unter dem Auge deutlich absetzen. Bisweilen ist vor dem Auge zudem ein Stück weißen Augenstreifs vorhanden. Der Schnabel ist gelb. Kinn und Kehle sind weiß und mit einer feinen, schwarzen Strichelung durchsetzt. Die Unterseite ist überwiegend lebhaft dunkelorange bis rotbraun gefärbt, lediglich die Federsäume am Unterbauch, die Unterschwanzdecken und die Schenkelbefiederung sind weißlich. Die Spitzen der äußeren [[Steuerfeder]]n sind weiß und bilden weiße „Schwanzecken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weibchen ist insgesamt schwächer ausgefärbt. Insbesondere der Kopf ist weniger dunkel und kann Andeutungen eines hellen Augen- und Bartstreifs zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein saisonaler Dimorphismus ist kaum ausgeprägt, jedoch wirkt die Färbung des frisch vermauserten Gefieders im Herbst durch helle Säume etwas matter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Jugendkleid ähnelt dem [[adult]]er Vögel, zeigt aber auf der Unterseite eine schwarze und auf der Oberseite inklusive der Flügeldecken eine helle Fleckung. Der Kopf ist heller gefärbt, mit rein weißer Kehle und diffusem, weißlich beigem Augen- und Bartstreif.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimme ==&lt;br /&gt;
Das stimmliche Repertoire der Wanderdrossel ähnelt dem der Amsel. Der flötende Reviergesang (Hörbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/13602 | title=XC13602 · Wanderdrossel · Turdus migratorius | publisher=xeno-canto.org | author=Andrew Spencer | date=2007-05-24 | accessdate=2019-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) erinnert in seiner Qualität an den der [[Misteldrossel]], ist jedoch weniger variabel und klarer strukturiert. Im Vergleich zum Amsel- oder Singdrosselgesang wirkt er recht monoton und ist weitaus weniger laut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzgesang&amp;quot;&amp;gt;Glutz v. Blotzheim, S. 1199 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besteht aus einander recht ähnlichen, zwei- oder dreisilbigen Motiven, die wechselnd in gleichbleibendem, verhältnismäßig ruhigem Tempo in 2–10 Sekunden langen Strophen vorgetragen werden. Er wird im Amerikanischen treffend als &amp;#039;&amp;#039;cheerily, cheer up, cheer up, cheerily, cheer up&amp;#039;&amp;#039; beschrieben. Zudem gibt es einen leisen Zwitschergesang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Warnruf (Hörbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/6242 | title=XC6242 · Wanderdrossel · Turdus migratorius | publisher=xeno-canto.org | author=Manuel Grosselet | date=2006-06-11 | accessdate=2019-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ähnelt dem „Tixen“ der Amsel, klingt jedoch etwas blecherner oder tiefer und kann an den Ruf eines [[Buntspecht]]s erinnern. Auch der zeternde Erregungsruf der Amsel hat seine Entsprechung (Hörbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web | url=https://www.xeno-canto.org/14080 | title=XC14080 · Wanderdrossel · Turdus migratorius | publisher=xeno-canto.org | author=Andrew Spencer | date=2007-06-19  | accessdate=2019-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Weiterhin wird ein dünnes &amp;#039;&amp;#039;ssssp&amp;#039;&amp;#039; beschrieben, das beim Auffliegen abgegeben wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzgesang&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:American Robin-rangemap.png|miniatur|Verbreitung der Wanderdrossel:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
gelb:Brutgebiet&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
grün:Vorkommen als Standvogel&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
blau:Überwinterungsgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Datei:American Robin at Beacon Hill Park.jpg|miniatur|Weibchen der Unterart &amp;#039;&amp;#039;T. m caurinus&amp;#039;&amp;#039;. Man beachte dunkle Farbe der Oberseite.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turdus migratorius with worms 1.jpg|miniatur|Zur Brutzeit stellen Regenwürmer einen Großteil der Nahrung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turdus migratorius.jpg|miniatur|Im Herbst und Winter bilden Beeren und andere Früchte die Hauptnahrung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:American Robin Nest with Eggs.jpg|miniatur|Nest der Wanderdrossel mit Eiern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turdus migratorius MWNH 1784.JPG|miniatur|Gelege, Sammlung [[Museum Wiesbaden]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turdus migratorius PP.jpg|miniatur|Brütende Wanderdrossel an einem Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Datei:American robin in nest with chick and worm.jpg|miniatur|Fütternde Wanderdrossel am Nest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das Brutgebiet der Wanderdrossel umfasst den größten Teil Nordamerikas. Im nördlichen Polargebiet fehlt die Art. Die Verbreitung reicht dort aber bis in den äußersten Norden [[Alaska]]s und [[Yukon (Territorium)|Yukons]], bis in die Mitte der [[Nordwest-Territorien]] und [[Nunavut]]s, den Norden [[Manitoba]]s, [[Québec]]s und [[Neufundland]]s. Im Nordwesten Québecs fehlt die Art. Nachweise aus dem Sommerhalbjahr gibt es von [[Amchitka]], den [[Pribilof Islands]] und von [[Herschel Island]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entlang der Westküste brütet die Wanderdrossel auf der [[Kodiak-Insel]], [[Haida Gwaii]] und [[Vancouver Island]]. Auf den [[Farallon-Inseln]] und den [[Kanalinseln (Kalifornien)|Kalifornischen Kanalinseln]] gibt es hingegen keine Vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kalifornien reicht das Areal südwärts bis zu den [[White Mountains (Kalifornien)|White Mountains]], der [[Panamint Range]] und den südwestlichen Küstenebenen um [[San Diego]]. Im Bereich der [[Mojave-Wüste]] brütet die Art nur zerstreut. Außerdem fehlt sie weitgehend im südlichen [[New Mexico]], in der westlichen Mitte und dem Südosten [[Texas]]’ sowie entlang der Küste des [[Golf von Mexiko|Golfs von Mexiko]]. Im [[Florida Panhandle]] und dem Norden der Halbinsel [[Florida]] kommt sie ebenfalls nur sehr selten, gebietsweise aber auf der übrigen Halbinsel vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Mexiko]] erstreckt sich die Verbreitung der Wanderdrossel entlang der [[Sierra Madre Occidental]], der [[Sierra Madre del Sur]] und der [[Sierra Madre Oriental]] und ist dort auf Höhenlagen zwischen 1500 und 3500&amp;amp;nbsp;m beschränkt. Zwei [[Enklave]]n gibt es in [[Baja California Norte]] und in der [[Sierra Victoria]] in [[Baja California Sur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Variation ==&lt;br /&gt;
Es werden zwischen drei und sieben Unterarten anerkannt. Neben der [[Nominatform]], die den größten Teil der nordöstlichen Hälfte des Kontinents besiedelt, hat die südwestliche Unterart &amp;#039;&amp;#039;T. m propinquus&amp;#039;&amp;#039; das größte Verbreitungsgebiet. Sie ist größer und matter gefärbt als die Nominatform. Neben der Farb- und Größenvariation von kleineren Vögeln im Osten hin zu größeren im Westen liegt eine klinale (allmähliche) Variation bei der Ausdehnung der weißen Spitzen auf den äußeren Steuerfedern vor. Diese ist im Osten am größten und im Westen am kleinsten. Die übrigen Unterarten fallen aus diesem allgemeinen Schema heraus. &amp;#039;&amp;#039;T. m. nigrideus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;caurinus&amp;#039;&amp;#039;, die in den kalten und feuchten Wäldern Neufundlands, bzw. in den [[Gemäßigter Regenwald|gemäßigten Regenwäldern]] an der Westküste vorkommen, sind dunkler, kleiner und langbeiniger. Oberseits dunkler als &amp;#039;&amp;#039;T. m. propinquus&amp;#039;&amp;#039; ist die Unterart &amp;#039;&amp;#039;T. m. phillipsi&amp;#039;&amp;#039; im Süden Mexikos. Die südöstliche Unterart &amp;#039;&amp;#039;acrusterus&amp;#039;&amp;#039; hebt sich hingegen mit kleinerer Körpergröße und heller, matterer Färbung von der Nominatform ab. Die isolierte Population im Süden Baja Californias &amp;#039;&amp;#039;T. m. confinis&amp;#039;&amp;#039; unterscheidet sich durch eine größere Schnabellänge, eine beigegefärbte Brust und eine rauchgraue Oberseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. m. migratorius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Linnaeus}}, 1766 – Alaska (mit Ausnahme des Südostens) und Kanada (mit Ausnahme des Südwestens und des Ostens) südwärts bis ins nördliche [[South Carolina]], den Norden [[Georgia]]s, das mittlere und westliche [[Arkansas]] und das östliche [[Texas]] sowie westwärts bis [[Oaxaca]], [[Arizona]] und Südkalifornien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. m. achrusterus&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Charles Foster Batchelder|Batchelder]]}}, 1900) – Südosten der USA, von [[West Virginia]] und [[Kentucky]] südwärts&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. m. nigrideus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[John Warren Aldrich|Aldrich]]}} &amp;amp; {{Person|[[David Clark Nutt|Nutt]]}}, 1939 – östliches Kanada bis [[Neufundland]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. m. propinquus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Robert Ridgway|Ridgway]]}}, 1877 – südwestliches Kanada (südöstliches British Columbia ostwärts bis ins südwestliche Saskatchewan) und westliche USA (Montana bis Kalifornien und ostwärts zu den Great Plains) sowie südwärts bis ins mittlere Mexico (südwärts bis Jalisco, Oaxaca und Veracruz)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. m. caurinus&amp;#039;&amp;#039; ({{Person|[[Joseph Grinnell|Grinnell]]}}, 1909) – Population der gemäßigten Regenwälder der Westküste: südöstliches Alaska südwärts bis Washington (inklusive [[Olympic-Halbinsel]] und [[Vancouver Island]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. m. phillipsi&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Outram Bangs|Bangs]]}}, 1915 – [[Jalisco]], [[Guanajuato (Bundesstaat)|Guanajuato]], südliches [[Hidalgo (Bundesstaat)|Hidalgo]] und südwärts bis in den Süden von [[Oaxaca]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;T. m. confinis&amp;#039;&amp;#039; {{Person|[[Spencer Fullerton Baird|Baird]]}}, 1864 – isolierte Population in den Bergen um [[Cabo San Lucas]] in [[Baja California (Bundesstaat)|Baja California]], &amp;quot;San-Lucas-Wanderdrossel&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wanderungen ==&lt;br /&gt;
Die Wanderdrossel ist ein [[Teilzieher]]. Während die Art in Mexiko [[Standvogel|Stand-]] und [[Strichvogel]] ist, ziehen die meisten Populationen Kanadas und der nördlichen USA regelmäßig im Herbst in den südlichen Teil der USA und nach Mexiko. Manche Vögel überwintern noch weiter südlich auf verschiedenen Karibikinseln. In British Columbia, Kalifornien und Neufundland überwintert die Art jedoch teilweise in oder nahe bei den Brutgebieten und auch in anderen nördlichen Gebieten gibt es einzelne Überwinterer. Bei Kälteeinbrüchen und Schneestürmen in den Überwinterungsgebieten kann es zu massenhaften Ausweichbewegungen kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnamig&amp;quot;&amp;gt;Sallabanks/James, Abschnitt „Migration“ (s. Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Brutsaison sammeln sich diesjährige Vögel in größeren Trupps, vergesellschaften sich teilweise auch mit Altvögeln und bilden größere Schlafgemeinschaften. Teilweise sind ab Juli auch größere [[Dispersionszug|Dispersionsbewegungen]] von Jungvögeln spürbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzmig&amp;quot;&amp;gt;Gutz v. Blotzheim, S. 1199f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Herbstzug beginnt ab August, erfolgt aber nicht immer gleichmäßig und nach Süden gerichtet, sondern kann regional sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Er wird meist im September stetiger, erreicht in der östlichen Hälfte der USA seinen Höhepunkt im Oktober und läuft im November, manchmal erst im Dezember aus. Der Heimzug erstreckt sich mit regionalen Unterschieden über die Monate Februar bis April in den gemäßigten Breiten. In nördlicheren Regionen können die Erstankunftsdaten sehr viel später liegen, so etwa in Alaska um Ende April/Anfang Mai.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzmig&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnamig&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Die Wanderdrossel kommt ursprünglich als ökologisch relativ unspezialisierte Art in diversen offenen Waldformen von der Ebene bis an die Waldgrenze sowie in subarktischen Weidengebüschen nördlich der Waldgrenze vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbiotop&amp;quot;&amp;gt;Glutz v. Blotzheim, S. 1202f (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Nordwesten der USA und im Südwesten Kanadas findet man sie beispielsweise in Flussauen und frühen [[Sukzession (Biologie)|Sukzessionsstadien]] auf Waldbrandflächen oder [[Schlag (Forstwirtschaft)|Schlägen]]. Im südwestlichen Washington bevorzugt sie innerhalb von Wäldern aus [[Douglasie]] und [[Westamerikanische Hemlocktanne|Westamerikanischer Hemlocktanne]] ausgelichtete Bestände im Vergleich zu Altholz oder Kahlschlägen und in den Appalachen brütet sie in höheren Lagen, wo Bergwiesen an Fichten-Tannenwälder angrenzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnabiotop&amp;quot;&amp;gt;Sallabanks/James, Abschnitt „Habitat“ (s. Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus ist sie heute überall in Sekundärwäldern, Kulturlandschaften mit Baum- und Heckenbestand, Gärten, Parks, Farmen, Siedlungen und Großstädten zu finden. Sie brütet hier bevorzugt an Orten, wo sich Rasen- oder andere kurzgrasige Flächen mit Bäumen und Sträuchern abwechseln&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnabiotop&amp;quot;/&amp;gt; und erreicht oftmals sehr viel höhere Bestandsdichten als in den [[Primärlebensraum|Primärlebensräumen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbiotop&amp;quot;/&amp;gt; Insbesondere in den südlich gelegenen Bundesstaaten der USA konnte die Art zwischen 1925 und 1940 durch die zunehmende Verstädterung, Gehölzpflanzungen und Bewässerungen Arealgewinne verzeichnen. So waren vor 1925 in South Carolina und Georgia die Vorkommen auf das Hügel- und Bergland im Norden, in Texas auf den bewaldeten Osten beschränkt. Heute kommt sie dort auch in den Ebenen, bzw. den übrigen Landesteilen und dort oft ausschließlich in [[anthropogen]]en Lebensräumen vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzbiotop&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
Die Wanderdrossel ernährt sich von [[Wirbellose]]n und Früchten, wobei der Nahrungsschwerpunkt jahreszeitlich sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Untersuchungen von Mageninhalten ergaben, dass im Frühjahr und Sommer die Nahrung zu 90 % tierisch, von Spätsommer bis Winter aber zu über 90 % pflanzlich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;N. T. Wheelwright: &amp;#039;&amp;#039;The diet of American Robins: an analysis of U.S. Biological Survey records&amp;#039;&amp;#039;. The Auk 103 (1986), S. 710–725 ([http://sora.unm.edu/sites/default/files/journals/auk/v103n04/p0710-p0725.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nahrungssuche nach Wirbellosen erfolgt auf dem Boden oder im Gesträuch, wo die Beutetiere teils von den Blättern abgelesen werden. Wie die Amsel starrt die Wanderdrossel bei der Jagd auf Regenwürmer oder Insekten oft mit schief gelegtem Kopf auf eine Stelle, um dann aus einer Drehung heraus mit dem Schnabel zuzustoßen. Einer Untersuchung zufolge ist der Erfolg auf Rasenflächen, gemessen an Frequenz und Anzahl der Versuche, von der Graslänge abhängig – in höherem Gras dauert die Nahrungssuche länger.&amp;lt;ref&amp;gt;L. A. Eiserer: &amp;#039;&amp;#039;Effects of grass length and mowing on foraging behavior of the American Robin (Turdus migratorius)&amp;#039;&amp;#039;. The Auk Nr. 97 (1980), S. 576–580.&amp;lt;/ref&amp;gt; Größere Fluginsekten werden oft in Ansitzjagd erbeutet. Früchte werden vom Boden aufgelesen oder direkt vom Strauch gepflückt. Dazu sitzt der Vogel meist in den Zweigen und streckt den Kopf nach den erreichbaren Früchten, manchmal werden diese aber auch aus dem Rüttelflug heraus abgepflückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
Wanderdrosseln sind ab dem ersten Jahr geschlechtsreif. Sie führen eine monogame Saisonehe; oft kommt jedoch aufgrund der hohen Brutortstreue eine jahrelange Dauerehe zustande. Es finden meist zwei, im Süden oft drei Jahresbruten statt. Die Brutzeit liegt zwischen April und Juni. Frühe Bruten wurden ab Ende März, späte Bruten bis in den August hinein festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfpfl&amp;quot;&amp;gt;Glutz v. Blotzheim, S. 1203f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paarbildung und Reviergründung erfolgen ein bis zwei Wochen nach Ankunft im Brutrevier, in den nördlichen Teilen des Verbreitungsgebiets aber teils auch zügiger. Möglicherweise finden bei diesen Populationen die Paare schon auf dem Zug zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfpfl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den ersten Bruten im Jahr wird das Nest oft in [[Koniferen]] oder anderen immergrünen Sträuchern errichtet, bei fortgeschrittener Jahreszeit auch häufiger in Laubgehölzen. Es steht meist zwischen 1,5 und 7 m hoch, selten auch höher, niedriger oder direkt am Boden. Es wird in einer Astgabel oder auf einer festen Unterlage wie starken Ästen oder entsprechenden Strukturen an menschlichen Bauten errichtet. In der Prärie oder der Tundra, wo Sträucher fehlen, sind Bodennester oder Nester auf oder an Felsen nicht selten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfpfl&amp;quot;/&amp;gt; In den gemäßigten Regenwäldern an der Westküste wird oft eine Plattform aus Zweigen als Unterlage zusammengetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnabreed&amp;quot;&amp;gt;Sallabanks/James, Abschnitt „Breeding“ (s. Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegentlich werden fremde Nester genutzt, alte ausgebessert oder überbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nest wird ausschließlich vom Weibchen gebaut; das Männchen hilft allenfalls beim Antransport von Nistmaterial. Beim ersten Nest der Brutsaison dauert der Bau meist 5–6 Tage, spätere Nester werden innerhalb von 2–3 Tagen errichtet. Der Außenbau ist ein kompakter Napf aus Gräsern und Halmen, kleinen Zweigen, Wurzeln und Moos. Bisweilen werden auch Federn, Papier, Textilfasern oder -stücke verbaut. Ist der Außenbau fertiggestellt, wird er mit einer Lehmschicht ausgekleidet, die bis zu 25&amp;amp;nbsp;mm stark sein kann. Der Lehm stammt oft aus den Auswürfen an Regenwurmlöchern. Er wird klumpenweise in das Nest geworfen und dann vom Weibchen mittels Bewegungen des gesamten Körpers und der Füße verstrichen. Ist, beispielsweise aufgrund von Trockenheit, kein Lehm vorhanden, kann dies die Nestbauaktivitäten für längere Zeit unterbrechen. Nach der Trocknung der Lehmschicht, die ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen kann, wird das Nest mit einem Innenbau aus feinen Grasbestandteilen ausgekleidet. Der Außendurchmesser des Nestes beträgt durchschnittlich etwa 120&amp;amp;nbsp;mm, die Höhe 65&amp;amp;nbsp;mm. Die Mulde ist etwa 42&amp;amp;nbsp;mm tief und misst 90&amp;amp;nbsp;mm im Durchmesser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnabreed&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfpfl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1–5 Tage nach Vollendung des Nestes legt das Weibchen die Eier. Im Unterschied zu anderen Sperlingsvögeln findet die Eiablage im Laufe des Vormittags und nicht am frühen Morgen statt. Das Gelege besteht meist aus vier, seltener drei bis sechs Eiern. Diese sind etwa 28&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;20&amp;amp;nbsp;mm groß und einfarbig dunkel grünlichblau. Selten zeigen sie auch vereinzelte Punkte, Flecke oder eine blassbraune Sprenkelung. Sie werden 12 bis 14 Tage vom Weibchen bebrütet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnabreed&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfpfl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jungen schlüpfen, da die Bebrütung meist mit dem ersten oder zweiten Ei beginnt, über mehrere Tage verteilt. Sie werden von beiden Elternteilen gefüttert und fliegen nach 9–16 Tagen aus. Danach werden sie noch etwa 10 Tage weiter gefüttert, im Falle von Zweit- oder Drittbruten ist das Weibchen in dieser Zeit schon mit dem Bau eines neuen Nestes befasst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bnabreed&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzfpfl&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rex Sallabanks, Frances C. James: &amp;#039;&amp;#039;[http://bna.birds.cornell.edu/bna/species/462 American Robin (Turdus migratorius).]&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;The Birds of North America Online.&amp;#039;&amp;#039; A. Poole (Hrsg.), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca (N. Y.) 1999.&lt;br /&gt;
* [[Urs N. Glutz von Blotzheim]], [[Kurt Bauer (Ornithologe)|K. M. Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Vögel Mitteleuropas&amp;#039;&amp;#039; (HBV). Band 11/II: &amp;#039;&amp;#039;Passeriformes.&amp;#039;&amp;#039; 2. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Echte Drosseln: Turdidae.&amp;#039;&amp;#039; AULA-Verlag, ISBN 3-923527-00-4, S. 1195–1208.&lt;br /&gt;
* David Allen Sibley: &amp;#039;&amp;#039;The Sibley Field Guide to Birds of Eastern North America.&amp;#039;&amp;#039; A. A. Knopf, New York 2003, ISBN 0-679-45120-X.&lt;br /&gt;
* [[Peter Clement (Ornithologe)|Peter Clement]], Ren Hathaway: &amp;#039;&amp;#039;Thrushes.&amp;#039;&amp;#039; Helm, London 2000, ISBN 0-7136-3940-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Turdus migratorius|Wanderdrossel (&amp;#039;&amp;#039;Turdus migratorius&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2008&lt;br /&gt;
| ID             = 103889499&lt;br /&gt;
| ScientificName = Turdus migratorius&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 2004&lt;br /&gt;
| Assessor       = BirdLife International&lt;br /&gt;
| Download       = 19. Januar 2009&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vivanatura.org/sounds/American%20Robin%20(Turdus%20migratorius).wav Gesang der Wanderdrossel] ([[RIFF WAVE|WAV]]; 298&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{Avibase|ID=D77E4B418D581FB2|ScientificName=Turdus migratorius|CommonName=Wanderdrossel}}&lt;br /&gt;
* {{eBird.org |ID= amerob |Name= Wanderdrossel (&amp;#039;&amp;#039;Turdus migratorius&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{xeno-canto|ID=Turdus-migratorius|ScientificName=Turdus migratorius|Name=Wanderdrossel}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vogelfedern.de/wdd.htm Federn der Wanderdrossel]&lt;br /&gt;
* [https://www.birdtheme.org/species/imagespage.php?spec=1874&amp;amp;fl=T Wanderdrossel auf Briefmarken]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drosseln]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zieger M</name></author>
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