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	<title>Wanda Rutkiewicz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wanda_Rutkiewicz&amp;diff=81063&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-37718-65: /* Verschwinden */</title>
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		<updated>2025-12-01T13:35:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verschwinden&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wanda Rutkiewicz, Góry Sokole, fot. Seweryn Bidziński.jpg|mini|Wanda Rutkiewicz, 1968]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wanda Rutkiewicz-Błaszkiewicz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈvanda rutˈkievitʂ}}] (* [[4. Februar]] [[1943]] in [[Plungė]], [[Litauen|&amp;#039;&amp;#039;Reichskommissariat Ostland&amp;#039;&amp;#039;]];&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bergfieber.de/berge/bergsteiger/bios/rutkiewicz.htm &amp;#039;&amp;#039;Wanda Rutkiewicz (1943–1992).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;bergfieber.de&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[12. Mai]] [[1992]] am [[Kangchendzönga]], [[Nepal]]; [[Verschollenheit|verschollen]]) war eine [[Polen|polnische]] [[Bergsteigen|Bergsteigerin]]. Sie gilt als eine der wichtigsten Frauen des [[Alpinismus|Alpinsports]] im [[20. Jahrhundert]] und bestieg acht [[Achttausender]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rutkiewicz gehörte der [[Polnische Minderheit in Litauen|polnischen Minderheit in Litauen]] an und wurde mit ihrer Familie im Rahmen der [[Volksrepublik Polen#Lubliner Komitee und Westverschiebung|Grenzverschiebungen]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] von dort [[Zwangsumsiedlung von Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten 1944–1946|repatriiert]]. Sie kam zunächst bei ihren Großeltern in [[Łańcut]] unter und ließ sich schließlich mit ihren Eltern in [[Breslau]] nieder, das nach 1945 an die [[Volksrepublik Polen]] gefallen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrem Abitur absolvierte sie an der [[Technische Universität Breslau|Technischen Universität Breslau]] eine Ausbildung zur [[Elektroingenieur]]in. Während des Studiums praktizierte sie ambitioniert [[Volleyball]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 18 Jahren begann Rutkiewicz in der [[Hohe Tatra|Hohen Tatra]] mit dem Sportklettern. Mit 21 Jahren kletterte sie in den [[Alpen]] und in den Fjorden [[Norwegen]]s. 1973 führte sie als erste Frau eine Winterbegehung der [[Eiger-Nordwand]] durch. Weitere Expeditionen führten sie in den [[Himalaya]]. 1978 war sie als erste Europäerin auf dem [[Mount Everest]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.everestnews.com/everest1.htm &amp;#039;&amp;#039; Everest Facts.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;everesthistory.com&amp;#039;&amp;#039; (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie war zwei Mal verheiratet, beide Ehen endeten in Scheidung, da die Männer nicht mit ihrem Willen zum Bergsteigen zurecht kamen. Ihr letzter Lebensgefährte stürzte 1990 in ihrem Beisein bei einer Bergbesteigung ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernd Steinle |url=https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/wie-die-bergsteiger-pionierin-wanda-rutkiewicz-verschwand-110259883.html |titel=Sie wurde zuletzt auf 8300 Metern gesehen – ohne Schlafsack und Verpflegung |werk=faz.net |datum=2025-01-28 |sprache=de |abruf=2025-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sagte über sich: „Alle Versuche meine Unabhängigkeit einzugrenzen, betrachte ich als Aggression, auf die ich mit Sturheit reagiere, anstatt mich zu beugen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Gertrude Reinisch: &amp;#039;&amp;#039;Wanda Rutkiewicz. Karawane der Träume.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 1998, S.&amp;amp;nbsp;27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschwinden ==&lt;br /&gt;
Am 12. Mai 1992 begann für Rutkiewicz und [[Carlos Carsolio]] die letzte Etappe beim Anstieg auf den [[Kangchendzönga]] ({{Höhe|8586}}). Durch eine Verletzung wurde sie langsamer, und Carsolio erreichte den Gipfel am frühen Nachmittag alleine. Beim Abstieg traf er sie auf {{Höhe|8300}} an, als sie ihr Biwak für den Gipfelaufstieg am nächsten Tag vorbereitete. Sie hatte jedoch keinen Schlafsack und auch keinen Kocher, kein Wasser und keine Verpflegung. Dennoch bestand sie darauf, den Gipfel noch zu besteigen, und erkundigte sich bei Carsolio nach den Schwierigkeiten und Details des weiteren Aufstiegs. Das war das letzte Mal, dass Wanda Rutkiewicz gesehen wurde. Carsolio stieg alleine zum Lager ab, in dem er noch drei Tage wartete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carlos Carsolio: „Wahrscheinlich hätte ich sie überreden sollen, mit mir abzusteigen, aber sie dachte gar nicht daran, war nur auf den Gipfel konzentriert. Es war ihr dritter Versuch am Kantsch, und sie wollte keine Niederlage mehr einstecken. Sie wußte genau, worauf sie sich einließ! Und ich hatte weder die physische noch die moralische Kraft zu verlangen, dass sie mit mir ginge.“&amp;lt;ref&amp;gt; Gertrude Reinisch: &amp;#039;&amp;#039;Wanda Rutkiewicz. Karawane der Träume.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 1998, S.&amp;amp;nbsp;181&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Symbolischer Friedhof (Hohe Tatra)|Symbolischen Ehrenfriedhof der in den Bergen Verunglückten]] im Mengsdorfer Tal der Hohen Tatra wurde ihr zu Ehren eine Gedenktafel eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Albers |url=https://www.faz.net/aktuell/reise/fuer-die-toten-der-berge-ein-symbolischer-friedhof-in-der-hohen-tatra-15558432.html |titel=Der kurze Moment des glücklichen Lebens |werk=faz.net |datum=2018-05-02 |sprache=de |abruf=2018-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Dezember 2018 wurde in Breslau ein Wandgemälde enthüllt, das Rutkiewicz im Jahr 1969 in den Pyrenäen zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://visitwroclaw.eu/de/wanda-rutkiewcz-wandgem%C3%A4lde-der-ber%C3%BChmten-bergsteigerin-am-pl-legionow |titel=Wanda Rutkiewcz – Wandgemälde der berühmten Bergsteigerin am pl. Legionów |sprache=de |abruf=2023-09-14 |offline=2025-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Entwurf stammt von [[Marta Frej]]. Anlass für die Verwirklichung der Ehrung war das 100-jährige Jubiläum der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens am 11. November 2018 und des Frauenwahlrechts.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=deutschlandfunk.de |url=https://www.deutschlandfunk.de/100-jahre-polnische-unabhaengigkeit-vereint-und-doch-100.html |titel=100 Jahre polnische Unabhängigkeit - Vereint und doch zerstritten |sprache=de |abruf=2023-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besteigungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1968 Trollryggen, Norwegen – erstes Frauenteam&lt;br /&gt;
* 1970 [[Pik Lenin]] ({{Höhe|7134}}), Pamir&lt;br /&gt;
* 1971 [[Triglav]]-Nordwand (mit [[Siri Melchior]])&lt;br /&gt;
* 1972 [[Noshaq]] ({{Höhe|7492}}), Hindukusch&lt;br /&gt;
* 1973 führte sie als erste Frau eine Winterbegehung der Eiger-Nordwand durch.&lt;br /&gt;
* 1975 bestieg sie als Leiterin einer Expedition den [[Gasherbrum III]] ({{Höhe|7952}}) (höchste Erstbesteigung, die je einer Frau gelang).&lt;br /&gt;
* 1978 [[Matterhorn]]-Nordwand, erstes Frauenteam im Winter&lt;br /&gt;
* 1978 bestieg sie als erste Person aus Polen und dritte Frau der Welt den [[Mount Everest]] ({{Höhe|8848}}).&lt;br /&gt;
* 1979 [[Grand Capucin|Grand-Capucin]]-Ostwand&lt;br /&gt;
* 1981 [[Elbrus]] ({{Höhe|5642}}) im Winter&lt;br /&gt;
* 1982 führte sie eine Frauenexpedition zum [[K2]] ({{Höhe|8611}}), die jedoch scheiterte; auch 1984 scheiterte sie an diesem Berg.&lt;br /&gt;
* 1985 bestieg sie im Alpinstil den [[Aconcagua]] ({{Höhe|6959}}).&lt;br /&gt;
* 1985 bestieg sie (zusammen mit [[Anna Czerwińska]] und [[Krystyna Palmowska]] als erstes Frauenteam) den [[Nanga Parbat]] ({{Höhe|8125}}).&lt;br /&gt;
* 1986 war sie die erste Frau und erste Person aus Polen, die den [[K2]] bestieg.&lt;br /&gt;
* 1987 bestieg sie als Teil einer Gruppe mit [[Jerzy Kukuczka]] den [[Shishapangma]] ({{Höhe|8027}}).&lt;br /&gt;
* 1989 bestieg sie den [[Gasherbrum II]] ({{Höhe|8035}}) im Rahmen einer Frauenexpedition. Dabei wurde der Film &amp;#039;&amp;#039;Die Schneefrauen&amp;#039;&amp;#039; gedreht.&lt;br /&gt;
* 1990 war Rutkiewicz zum [[Makalu]] unterwegs und bestieg den [[Hidden Peak]] ({{Höhe|8080}}).&lt;br /&gt;
* 1991 bestieg sie den [[Cho Oyu]] ({{Höhe|8188}}) sowie die [[Annapurna]] ({{Höhe|8091}}) jeweils im Alleingang.&lt;br /&gt;
* 1992 Versuch, den [[Kangchendzönga]] ({{Höhe|8586}}) zu besteigen; seither verschollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Sechs Auszeichnungen des polnischen Staates für besondere sportliche Leistungen&lt;br /&gt;
* 1988 Preis beim [[Berg- und Abenteuerfilmfestival Graz|Grazer Filmfestival]] für den Film &amp;#039;&amp;#039;K2-Requiem&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1988 Raichle-Abenteuer-Preis&lt;br /&gt;
* 1989 &amp;#039;&amp;#039;Victor of Adventure&amp;#039;&amp;#039;, Frankreich&lt;br /&gt;
* 1990 &amp;#039;&amp;#039;Match d’ore&amp;#039;&amp;#039;, Paris&lt;br /&gt;
* 1990 &amp;#039;&amp;#039;Minerva della donna&amp;#039;&amp;#039;, Italien&lt;br /&gt;
* 1991 Verleihung des Sitara-i-Imtiaz-Ordens der Republik Pakistan für herausragende bergsteigerische Leistungen&lt;br /&gt;
* 1994 &amp;#039;&amp;#039;The [[King Albert Mountain Award]]&amp;#039;&amp;#039; der King Albert Memorial Foundation (postum)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.king-albert-foundation.ch/award-winners/26-wanda-rutkiewicz &amp;#039;&amp;#039;Wanda Rutkiewicz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;king-albert-foundation.ch&amp;#039;&amp;#039; (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gertrude Reinisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Wanda Rutkiewicz. Karawane der Träume.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 1998, ISBN 3-7633-7043-9.&lt;br /&gt;
* [[Luisa Francia]]: &amp;#039;&amp;#039;Der untere Himmel. Frauen in eisigen Höhen.&amp;#039;&amp;#039; Econ, München 2000, ISBN 3-612-26740-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
2024 wurde der Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;The Last Expedition&amp;#039;&amp;#039;, inszeniert von Eliza Kubarska, veröffentlicht. Der deutsche Kinostart war Ende Januar 2025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11919628X}}&lt;br /&gt;
* Gabriele Müller-Klomfar: [https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/themen_channel/wz_reflexionen/kompendium/372932_Sproede-Diva-der-Berge.html Spröde Diva der Berge]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wiener Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Februar 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11919628X|LCCN=no89008379|VIAF=10650662}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rutkiewicz, Wanda}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergsteiger (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Rajongemeinde Plungė)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfallopfer (Bergsteigen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kangchendzönga]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rutkiewicz, Wanda&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rutkiewicz-Błaszkiewicz, Wanda (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnische Bergsteigerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1943&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plungė]], [[Litauische Sozialistische Sowjetrepublik|Litauische SSR]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Mai 1992 oder 13. Mai 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kangchendzönga]], Indien&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-37718-65</name></author>
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