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	<title>Walzenwehr - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:57:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walzenwehr&amp;diff=1078455&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schiefbauer: lütt</title>
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		<updated>2024-07-28T21:04:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lütt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SW MAN Walzenwehr.png|mini|hochkant=1.3|Erstes Walzenwehr der Welt von MAN 1903&amp;lt;br /&amp;gt; am [[Main]] in [[Schweinfurt]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Walzenwehr 01.jpg|mini|Prinzip eines Walzenwehrs mit einstellbarem Niveau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Roller dam - Walzenwehr.jpg|mini|Konstruktions&amp;amp;shy;zeichnung von 1937 des Walzenwehrs am [[Mississippi River]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walzenwehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein bewegliches [[Wehr (Wasserbau)|Wehr]]. Als Verschluss wird eine Walze eingesetzt, die horizontal über die gesamte Durchflussbreite reicht und sich zur Höhenverstellung [[Formschluss|formschlüssig]] ([[Verzahnung]]) auf schiefen Ebenen in seitlichen Wehrpfeilern (Führungstürme)  wälzen lässt. An ihrer Unterseite befindet sich ein mitrotierender Stauschild, der den Bereich unterhalb der Walze abdichtet. Der Wehrgrund ist als Hohlkehle ausgeführt, damit der Stauschild in jeder Stellung abdichten kann. Wird die Walze über die Hohlkehle hinaus angehoben, kommt es zum Grundablass: das Oberwasser fließt unter dem Stauschild ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Technik des Walzenwehrs wurde vom deutschen Ingenieur [[Max Carstanjen]] (1856–1934) als [[Grundablass]] für eine neue Wehranlage am [[Main]] in [[Schweinfurt]] entwickelt und durch die [[MAN|Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg]] (MAN) patentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=780703| Code=A| Titel=Flood-Gate| A-Datum=1904-09-08| V-Datum=1905-01-24| Anmelder=Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinenbau-Gesellschaft Nürnberg A.-G| Erfinder=Max Carstenjen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Walzenwehr-Prototyp wurde 1902 in Schweinfurt an einem Main-Nebenarm zwischen der [[Maininseln in Schweinfurt#Maininsel Bleichrasen|Maininsel Bleichrasen]] und der [[Maininseln in Schweinfurt#Böckleinsinsel|Böckleinsinsel]] in Betrieb genommen. Etwa 100&amp;amp;nbsp;Meter nordwestlich davon, im Main-Hauptarm, wurde 1903 ein großes Walzenwehr mit einer 35&amp;amp;nbsp;Meter langen Walze errichtet, das bis 1963 in Betrieb war. Es gilt als erstes Walzenwehr der Welt, da das Wehr von 1902 nur als [[Prototyp (Technik)|Prototyp]] angesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Walzenwehr 02.jpg|mini|Walzenwehr mit Seitenschild]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1994-96 saniertes Walzenwehr, neues Tosbecken, neu vergossene Zahnschwellen, Celle, gesehen vom Stauwärterhaus in Richtung Maschinenhaus, im Hintergrund die sogenannte B3-Allerbrücke.jpg|mini|Walzenwehr mit Seitenschild (Wehrpfeilernische und Walzenführung senkrecht)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wehr besteht, je nach Breite des Gewässers, aus zwei oder mehr Wehrpfeilern, in deren Flanken die zylindrischen Hohlwalzen linear geführt und höhenverstell- und drehbar gelagert sind. Mittels eines [[Kettengetriebe|Kettenantriebs]] (oder Seilantriebs) kann die Walze bewegt werden. Die Walzendrehung wird durch eine seitliche Walzenverzahnung, die in eine im Wehrpfeiler angeordnete Zahnstange eingreift, erzwungen. Die Führungen sind üblicherweise geneigt ausgeführt, um die Betätigungskräfte zu verringern. Außerhalb der Führung (also über die gesamte Gewässerbreite zwischen den Wehrpfeilern) sind die Walzen mit einem sogenannten Stauschild versehen, an dem ein Dichtelement (meist Holzbalken) befestigt ist. Die Dichtung bewegt sich bei Betätigung des Wehrs auf einer [[Zykloide]]nbahn (Abwälzen eines Zylinders auf einer Ebene). Das Profil der Hohlkehle im Wehrgrund entspricht dieser Zykloidenbahn, so dass in jeder Walzenstellung die Dichtigkeit gewährleistet ist. Durch Absenken oder Anheben der Walze bei gleichzeitigem (durch die Verzahnung erzwungenem) Drehen wird der Stau des [[Wasserseite|Oberwassers]] und der Wasserdurchfluss über und unter dem Wehrverschluss geregelt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.schweinfurtfuehrer.de/geschichte/1900-1925/umbau-der-wehrverschlüsse-im-main-bau-des-walzenwehr/ |titel=Umbau der Wehrverschlüsse im Main – Bau des Walzenwehr |abruf=2022-02-01 |kommentar=Technik erläutert insbesondere ab S. 30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Walzen sind verschiedentlich mit Seitenschilden versehen, um sie gegenüber dem Wehrpfeiler abzudichten. Die Schilde tragen dazu meist elastische Dichtungen, die so geformt sind, dass sie vom Druck des Oberwassers an die Wehrpfeilerwand angepresst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungsfähigkeit ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den (veralteten) [[Nadelwehr]]en sind Walzenwehre deutlich einfacher zu bedienen und wesentlich leistungsfähiger. Sie können einem höheren Wasserdruck standhalten und so einen höheren Stau –&amp;amp;nbsp;somit auch eine größere Wassertiefe&amp;amp;nbsp;– erzeugen, was gegebenenfalls auch größere Abstände der Staustufen ermöglicht. Nachteilig gegenüber anderen Konstruktionsprinzipien wie z. B. [[Trommelwehr]]en oder [[Sektorwehr]]en ist, dass ein Antrieb erforderlich ist und für den Bau  der Wehrpfeiler (Führungstürme) ein hoher Aufwand getrieben werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Ausbau der [[Wasserstraße]]n seit den 1920er Jahren wurden die Staustufen zunehmend mit Walzenwehren ausgestattet. Walzenverschlüsse sind heute auf Wasserstraßen die meistverwendeten, stehen aber  neuerdings in Konkurrenz zu [[Schlauchwehr|Schlauchwehren.]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Gebhardt |url=https://izw.baw.de/publikationen/mitteilungsblaetter/0/BAWMitteilungen_91_Schlauchwehre.pdf |titel=Einsatz von Schlauchwehren an Bundeswasserstraßen |hrsg=Bundesanstalt für Wasserbau |datum=2007-12-01 |format=PDF |abruf=2022-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das weltweit größte Walzenwehr verfügt die Anlage [[Lock and Dam No. 15]] in [[Rock Island (Illinois)|Rock Island]] im [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischen]] Bundesstaat [[Illinois]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Frankfurt Griesheim Schleuse.JPG|Ein dreiteiliges Walzenwehr:&amp;lt;br /&amp;gt; Die [[Staustufe Griesheim]] in [[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
   Schleuse-of-010.jpg|Wehrpfeiler mit Walzen-aufhängung an der [[Staustufe Offenbach]], am Main&lt;br /&gt;
   Staustufen-walzenwehr-detail-2010-kostheim-040-a.jpg|Staustufen-Walzenwehr an der [[Staustufe Kostheim]], am Main&lt;br /&gt;
   Mississippi River Lock and Dam number 15 closeup.jpg|Das weltgrößte Walzenwehr in [[Rock Island (Illinois)]]. Die Walzen sind mit Seitenschilden zur Abdichtung versehen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Markus Hofbauer: &amp;#039;&amp;#039;Ersatz der Wehrwalze am Hochablass Augsburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Erhaltung von Wehranlagen&amp;#039;&amp;#039;. Bundesanstalt für Wasserbau, Karlsruhe 2019, S. 45–53. [[hdl:20.500.11970/106726]]&lt;br /&gt;
* {{ZentralblBauverw |Autor=Eger |Titel=Segmentschütz und Walzenwehr |Jahr=1907 |Heft=91 |Seiten=592–595 |Kommentar=Vorstellung des Walzenwehrs |zlb=610}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Roller dams|Walzenwehr}}&lt;br /&gt;
* [http://www.wsa-schweinfurt.wsv.de/wasserstrasse/grundablass_wehranl_sw/index.html Internetseite.] [[Wasser- und Schifffahrtsamt]] Schweinfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrtyp (Wasserbau)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schiefbauer</name></author>
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