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	<title>Waluburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T18:01:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Waluburg&amp;diff=2382186&amp;oldid=prev</id>
		<title>77.183.44.162: der bisherige Text war unwissenschaftliche Spekulation. Tatsächlich unterhielten römische Kaiser (Domitian) und Semnonische Könige (Masyos) bereits zuvor friedliche und auf Respekt fußende Kontakte, Auch Masyos suchte Imperator Domitian gemeinsam mit der Seherin Ganna auf. (siehe Cassius Dio, Historia Romana).</title>
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		<updated>2024-02-17T13:44:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;der bisherige Text war unwissenschaftliche Spekulation. Tatsächlich unterhielten römische Kaiser (Domitian) und Semnonische Könige (Masyos) bereits zuvor friedliche und auf Respekt fußende Kontakte, Auch Masyos suchte Imperator Domitian gemeinsam mit der Seherin Ganna auf. (siehe Cassius Dio, Historia Romana).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waluburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Germanen|germanische]] Seherin oder [[Wahrsager]]in aus dem Stamm der [[Semnonen]] die im 2. Jahrhundert in Ägypten in einem römischen Heerlager diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Name wurde in einer Inschrift auf einer [[Ostrakon|Scherbe]] von der Nilinsel [[Elephantine]] durch [[Wilhelm Schubart (Philologe)|Wilhelm Schubart]] entdeckt und von ihm 1917 erstmals wissenschaftlich rezipiert. Auf der circa 13 × 10 cm großen Scherbe aus Ton findet sich auf der Außenseite in zehn Zeilen der griechische Text mit dem Schriftbild das die Inschrift ins 2. Jahrhundert datieren lässt. Zeile acht lautet:{{Zitat|Βα̣λουβουργ Σήνονι σιβύλλᾳ|Übersetzung= Waluburg, Seherin aus dem Stamm der Semnonen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://aquila.zaw.uni-heidelberg.de/hgv/27791#to-app-choice03 SB III 6221 (Heidelberger Gesamtverzeichnis der Griechischen Papyrusurkunden Ägyptens)]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Der Name der &amp;#039;&amp;#039;Waluburg&amp;#039;&amp;#039; erscheint in korrekter Wiedergabe der germanischen Dativendung, hingegen &amp;#039;&amp;#039;Σήνονι σιβύλλᾳ&amp;#039;&amp;#039; die griechische Kasusendung zeigt.&lt;br /&gt;
Es ist unbekannt, wie sie nach Ägypten gekommen war. Da der Eintrag Waluburgs der letzte ist nach mehreren Namen römischer und griechisch-ägyptischer Soldaten und ziviler Bediensteten, wird vermutet, dass Waluburg [[Sold]]empfängerin in römischen Diensten war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name der Waluburg ist nach dem Typ der germanischen Personennamen zweigliedrig gebildet. Generell wird beim Namen &amp;#039;&amp;#039;Waluburg&amp;#039;&amp;#039; wie bei den der anderen namentlich überlieferten Seherinen (&amp;#039;&amp;#039;Albruna, Ganna, Veleda&amp;#039;&amp;#039;) eher von einem beschreibenden funktionalen [[Beiname]]n ausgegangen, bezogen auf die kultisch-magische Tätigkeit und Stellung der Seherinnen innerhalb der germanischen Gesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Glied &amp;#039;&amp;#039;walu-&amp;#039;&amp;#039; aus germanisch *&amp;#039;&amp;#039;waluz&amp;#039;&amp;#039; für „Stab“  aus indogermanisch *&amp;#039;&amp;#039;uel-&amp;#039;&amp;#039; für „drehen, wenden“ (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;uallus&amp;#039;&amp;#039; = „Stab“). Walu- ist Gemeingut in der Germania und belegt durch gotisch &amp;#039;&amp;#039;walus&amp;#039;&amp;#039;, altnordisch &amp;#039;&amp;#039;vǫlr&amp;#039;&amp;#039; und neben anderen altfriesisch &amp;#039;&amp;#039;walu-bera&amp;#039;&amp;#039; für „Stabträger“. Der Stab ist ein Attribut und Zeichen des „Berufsstands“ (Simek) und Instrument der magischen und mantischen Praktiken der germanischen Seherinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Glied &amp;#039;&amp;#039;-burg&amp;#039;&amp;#039; ist sprachgeschichtlich bedeutend, da &amp;#039;&amp;#039;burg&amp;#039;&amp;#039; germanisch *&amp;#039;&amp;#039;burȝz&amp;#039;&amp;#039; in Personennamen vor dem 7. Jahrhundert bisher weiter nicht belegt ist. Vermutungen das durch die inschriftliche Form &amp;#039;&amp;#039;Senones&amp;#039;&amp;#039; der keltische Stamm der [[Senonen]] zu lesen sei wird durch die Germanizität des Personennamens als Verschreibung korrigiert. Des Weiteren ist bezogen auf einer unterstellten Keltizität des Personennamens beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;burg&amp;#039;&amp;#039; keltisch als &amp;#039;&amp;#039;borc, borgg&amp;#039;&amp;#039; erst mittelalterlich belegt, als Entlehnung aus mittellateinisch &amp;#039;&amp;#039;[[burgus]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Albruna (Seherin)]]&lt;br /&gt;
* [[Veleda]]&lt;br /&gt;
* [[Ganna (Seherin)]]&lt;br /&gt;
* [[Gambara (Langobarden)]]&lt;br /&gt;
* [[Thiota]]&lt;br /&gt;
* [[Þórbjörg lítilvölva]]&lt;br /&gt;
* [[Völva]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Helm (Mediävist)|Karl Helm]]: &amp;#039;&amp;#039;Waluburg, die Wahrsagerin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur]].&amp;#039;&amp;#039; Band 43. 1918, S.&amp;amp;nbsp;337–341. {{DOI|10.1515/bgsl.1918.1918.43.337}}.&lt;br /&gt;
* {{RGA|28|113|121|Seherinnen|Anders Hultgård}}&lt;br /&gt;
* [[Vladimir Orel]]: &amp;#039;&amp;#039;A Handbook of Germanic Etymology.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden, Boston 2003, ISBN 90-04-12875-1. S. 42, 64, 445.&lt;br /&gt;
* [[Edward Schröder]]: &amp;#039;&amp;#039;Walburg, die Sibylle.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Religionswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; 19 (1916/1919), S. 196–200.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 485.&lt;br /&gt;
* [[Hans Volkmann (Althistoriker)|Hans Volkmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Germanische Seherinen in römischen Diensten.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kölner Universitätsreden&amp;#039;&amp;#039; 32). Krefeld 1964. Wieder in: &amp;#039;&amp;#039;Exodus Duleia. Kleine Schriften zur Alten Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; (Festschrift Hans Volkmann zum 75. Geburtstag). Walter de Gruyter, Berlin/New York 1975, ISBN 3-11-005980-0, S. 235–243.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-06-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Waluburg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prophet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 1. oder 2. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 2. oder 3. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Suebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elbgermanen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Waluburg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=germanische Seherin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Jahrhundert oder 2. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Jahrhundert oder 3. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>77.183.44.162</name></author>
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