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	<title>Walther Straub - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Graph Pixel: /* Leben */ Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-03-30T05:22:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walther Straub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Mai]] [[1874]] in [[Augsburg]]; † [[22. Oktober]] [[1944]] in [[Bad Tölz]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Pharmakologie|Pharmakologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Straub studierte in München, Tübingen und Straßburg Medizin. Während seines Studiums wurde er Mitglied des [[AGV München]].&amp;lt;ref&amp;gt;Verband Alter SVer (VASV): &amp;#039;&amp;#039;Anschriftenbuch. Mitgliederverzeichnis sämtlicher Alten Herren. Stand vom 1. Oktober 1937.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1937, S. 185.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Promotion zum Dr. med. in München arbeitete er bei [[Rudolf Boehm (Mediziner)|Rudolf Boehm]] am Pharmakologischen Institut der [[Universität Leipzig]]. Er gehörte damit zur Boehmschen Pharmakologenschule.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Krayer: &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Boehm und seine Pharmakologenschule.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Melchior Reiter. München, W. Zuckschwerdt-Verlag, 1998. ISBN 3-88603-635-9&amp;lt;/ref&amp;gt; 1900 habilitierte er sich in Leipzig, 1904 erhielt er einen Ruf als außerordentlicher Professor für Pharmakologie nach [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]], 1906 wurde er ordentlicher Professor an der [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg]], und 1907 übernahm er das neu gegründete Pharmakologische Institut der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg im Breisgau]]. Hier blieb Straub bis 1923. 1908 lehnte er einen Ruf an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] ab, 1923 folgte er einem Ruf an die [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]. 1939 erlitt er einen [[Schlaganfall]], von dem er sich nicht mehr erholte. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erlebte er am 11. Juli 1944 die Zerstörung seines Münchener Instituts. Am 22. Oktober 1944 starb er nach einem zweiten Schlaganfall.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Starke: [http://portal.uni-freiburg.de/pharmakologie/pics/geschichte.pdf Die Geschichte des Pharmakologischen Instituts der Universität Freiburg] (pdf; 1,6&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit Dagny Lie (1880–1945) verheiratet, der Tochter des Mathematikers [[Sophus Lie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Strubecker: &amp;#039;&amp;#039;Lie, Sophus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Neue Deutsche Biographie]] Band 14, S.&amp;amp;nbsp;470–472. [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0001/bsb00016332/images/index.html?id=00016332&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=486 (Digitalisat)] Abgerufen am 20. Oktober 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Straubs Hauptarbeitsgebiet war die Pharmakologie der [[Herzglykoside]]. Ein Jahr nach seinem Wechsel nach München, 1924, hat er das Wissen der damaligen Zeit dazu im &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der experimentellen Pharmakologie&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Straub: &amp;#039;&amp;#039;Die Digitalisgruppe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der experimentellen Pharmakologie&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 2. Hälfte. Springer-Verlag, Berlin 1924.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus war er vielseitig. Das zeigen einige Titel aus seiner Freiburger Zeit: &amp;#039;&amp;#039;Über chronische Vergiftungen, speziell die chronische Bleivergiftung&amp;#039;&amp;#039; (1911); &amp;#039;&amp;#039;Vorlesungsversuche zur Theorie der Narkose&amp;#039;&amp;#039; (1912); &amp;#039;&amp;#039;Sparsam mit Überseedrogen&amp;#039;&amp;#039; (1914); &amp;#039;&amp;#039;Über Digitaliskultur&amp;#039;&amp;#039; (1917); &amp;#039;&amp;#039;Vom Schlafen, Rauchen und Kaffeetrinken&amp;#039;&amp;#039; (1920); &amp;#039;&amp;#039;Die Stellung der Balneologie zur Pharmakologie&amp;#039;&amp;#039; (1922).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Mäuseschwanzphänomen ===&lt;br /&gt;
Eine besonders bedeutsame Entdeckung gelang ihm schon zu Beginn in Freiburg, nämlich die charakteristische Haltung von Mäusen nach Injektion einer kleinen Dosis [[Morphin]]: Der Schwanz wird maximal, oft S-förmig, über den Rücken nach vorn gebogen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Straub: &amp;#039;&amp;#039;Eine empfindliche biologische Reaktion auf Morphin&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Medizinische Wochenschrift 1911; 37: 1462.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Reaktion ist spezifisch für Morphin und diente dem [[Forensik|forensischen Nachweis]]. Als 1940 [[Otto Schaumann]] für die [[Hoechst|Farbwerke Hoechst AG]] einen neuen Stoff untersuchte, der als [[Spasmolytikum]] dienen sollte, fand er mit Hilfe des Straubschen Mäuseschwanzphänomens, dass der Stoff in Wirklichkeit ein morphinähnliches [[Analgetikum]], also ein [[Opioide|Opioid]], war:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Otto Schaumann |Titel=Über eine neue Klasse von Verbindungen mit spasmolytischer und zentral analgetischer Wirksamkeit unter besonderer Berücksichtigung des 1-Methyl-4-phenyl-piperidin-4-carbonsäure-äthylesters (Dolantin) |Sammelwerk=Naunyn-Schmiedebergs Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie |Band=196 |Nummer=2–5 |Datum=1940 |Seiten=109–136 |DOI=10.1007/bf01861099}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das [[Pethidin]]. Es war der Erstling der praktisch sehr wichtigen Reihe der synthetischen Opioide. Im Jahr 1963 fand in [[Prag]] der zweite Pharmakologische Weltkongress statt. Die [[Tschechoslowakei]] gab eine [[Sondermarke]] heraus, bei der das Mäuseschwanzphänomen als Motiv diente. [[MEDLINE]] registriert bis 2002 unter dem Stichwort „Straub tail“ 129 Erwähnungen in den Titeln und Zusammenfassungen medizinischer Publikationen, manchmal mit kleinem Anfangsbuchstaben „straub tail“: Straub ist depersonalisiert in den Fundus des biologischen Wissens eingegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Starke: [https://www.biospektrum.de/magazinartikel/hundert-jahre-pharmakologie-freiburg-im-breisgau?dl=1 Hundert Jahre Pharmakologie in Freiburg im Breisgau] (pdf)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsorganisation ===&lt;br /&gt;
Unter Straub wurde das erste Freiburger pharmakologische Institutsgebäude erbaut. Es beherbergt heute das Institut für Kristallographie.&lt;br /&gt;
1920 wurde in [[Bad Nauheim]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Pharmakologische Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Straub spielte dabei den aktivsten Part.&lt;br /&gt;
24 Jahre lang, von 1921 bis 1944, war er als Nachfolger von [[Oswald Schmiedeberg]] Herausgeber von [[Naunyn-Schmiedebergs Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie]], der ältesten noch existierenden pharmakologischen Fachzeitschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die Spalte einschlägiger Fragebogen füllte Straub handschriftlich so aus: „Allerlei ausländische Akademien und wissenschaftliche Gesellschaften“.&amp;lt;ref&amp;gt;A.W. Forst: &amp;#039;&amp;#039;Walther Straub 100 Jahre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; 1974; 116:1171-1174.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedenfalls war der [[Geheimrat]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 182 mit S. 414.&amp;lt;/ref&amp;gt; seit 1925 Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|6826|IDName=walter-straub|Name=Walther Straub|Datum=3. Mai 2015}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Ehrenmitglied der &amp;#039;&amp;#039;British Pharmacological Society&amp;#039;&amp;#039;. 1928 wurde er als ordentliches Mitglied in die [[Bayerische Akademie der Wissenschaften]] aufgenommen. 1985 wurde das Pharmakologische Institut der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] nach ihm &amp;#039;&amp;#039;Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|489||Straub, Walther|Beatrix Bäumer|117675075}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117675075}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wsi.med.uni-muenchen.de/das_institut/geschichte/waltherstraub/index.html Walter Straub] auf der Internetseite des Walther-Straub-Instituts für Pharmakologie und Toxikologie, München&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=117675075|titel=Straub, Walther Karl Ferdinand|datum=2022-03-13}}&lt;br /&gt;
* {{Academictree|chemistry|21189}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117675075|VIAF=35240138}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Straub, Walther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmakologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im SV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Straub, Walther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pharmakologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Mai 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Augsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Tölz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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