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	<title>Walther Munzinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T22:12:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walther_Munzinger&amp;diff=165261&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alfred Kiefer: Bilder versetzt, Hochkant-Bilder so formatiert, Leerzeilen korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-30T08:01:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bilder versetzt, Hochkant-Bilder so formatiert, Leerzeilen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walther Munzinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. September]] [[1830]] in [[Olten]], [[Schweiz]]; † [[28. April]] [[1873]] in [[Bern]]) war Rechtsprofessor und Kirchenpolitiker. Als [[Jurist]] war er einer der geistigen Väter des schweizerischen Handels- und [[Obligationenrecht (Schweiz)|Obligationenrechts]], als Kirchenpolitiker Führer der katholischen Reformbewegung und einer der Gründer der [[Christkatholische Kirche|christkatholischen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Munzinger-Denkmal, Konzertsaal Solothurn (3).jpg|alternativtext=Denkmal für Josef Munzinger (1791–1855) und den Söhnen Wilhelm Munzinger (1826–1878), Walther Munzinger (1830–1873), Werner Munzinger (1832–1875) An der Werkhofstrasse neben dem Konzertsaal Solothurn.|mini|hochkant|Munzinger-Denkmal an der Werkhofstrasse neben dem Konzertsaal Solothurn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Walther Munzinger (1830–1873), Denkmal Konzertsaal Solothurn.jpg|alternativtext=Denkmal für Josef Munzinger (1791–1855) und den Söhnen Wilhelm Munzinger (1826–1878), Walther Munzinger (1830–1873), Werner Munzinger (1832–1875) An der Werkhofstrasse neben dem Konzertsaal Solothurn.|mini|Munzinger-Denkmal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vater [[Josef Munzinger]], ein engagierter Kämpfer für Demokratie und Liberalismus, war bei seiner Geburt Mitglied des [[Kanton Solothurn|Solothurner]] Parlaments und bald darauf [[Landammann]] von Solothurn. 1848 gehörte er zum ersten Siebnerkollegium des [[Bundesrat (Schweiz)|Schweizer Bundesrats]]. Unter dem Einfluss des Vaters beteiligte sich Walther 1847 bereits mit 17 Jahren auf der Seite des [[Freisinn]]s im [[Sonderbundskrieg]] gegen die katholisch-konservativen Kantone. Sein jüngerer Bruder [[Werner Munzinger]] war ein bekannter Afrikaforscher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther Munzinger studierte [[Jurisprudenz]] in [[Paris]], [[Berlin]] und [[Bern]] und [[Habilitation|habilitierte]] sich 1855 an der [[Universität Bern]] kurz nach dem frühen Tod seines Vaters, der als Bundesrat im Amt starb. 1859 heiratete er Maria Isenschmid. Er wirkte bis zu seinem Tod als Professor an der juristischen Fakultät in Bern, wo er ab 1863 Ordinarius für Kirchenrecht, Handelsrecht und französisches und jurassisches Zivilrecht war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Professur war Munzinger auch Parlamentarier, erst im Berner Stadtrat, dann im Schweizer [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]], und amtierte als Richter. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof der Katholische Kirche in [[Feldbrunnen-St. Niklaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken als Jurist ==&lt;br /&gt;
Als Professor wurde Walther Munzinger vom Bundesrat beauftragt, Vorabklärungen für ein schweizerisches Handelsgesetzbuch zu machen. 1864 legte er ein Gutachten und einen Entwurf für ein solches Handelsgesetzbuch vor. Dabei orientierte er sich trotz seines Hintergrundes als Spezialist für französisches Zivilrecht mehr am 1861 erschienenen &amp;#039;&amp;#039;Allgemeinen Deutschen Handelsgesetzbuch&amp;#039;&amp;#039; als am französischen &amp;#039;&amp;#039;Code de commerce&amp;#039;&amp;#039; von 1807. Walther Munzinger erarbeitete auch zwei Entwürfe zum [[Obligationenrecht (Schweiz)|Obligationenrecht]]. Diese Arbeiten hatten einen bedeutenden Anteil am späteren schweizerischen Obligationen- und Handelsrecht von 1881.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken als Kirchenpolitiker ==&lt;br /&gt;
Walther Munzinger vertrat zeitlebens die Idee einer liberalen katholischen Volkskirche und stand dadurch im Gegensatz zum [[Ultramontanismus]]. 1860 schrieb er in seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Papsttum und Nationalkirche&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;Sprengt diesen Druck, lasst die Sonne des freien Geistes und des freien Gemüthes recht strahlend hindurchdringen und es wird gewiss ein grünes frisches Leben hineinkommen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilhelm Munzinger, Walther Munzinger, Werner Munzinger. Grab, Katholische Kirche, Feldbrunnen-St. Niklaus 1.jpg|alternativtext=Wilhelm Munzinger, Walther Munzinger, Werner Munzinger. Victor Kaiser-Munzinger (1821–1897) Kantonsschullehrer. Werner Kaiser-Gassmann (1868–1926) Richter, Politiker, Autor. Grab. Katholische Kirche. Feldbrunnen-St. Niklaus|mini|hochkant|Familiengrab. Katholische Kirche, [[Feldbrunnen-St. Niklaus]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther Munzinger gehörte zu den ersten, die in der Schweiz gegen die Dogmen des [[Erstes Vatikanisches Konzil|ersten Vatikanischen Konzils]] protestierte (&amp;#039;&amp;#039;siehe:&amp;#039;&amp;#039; [[Kulturkampf in der Schweiz]]). Er organisierte am 18. September 1871 in [[Solothurn]] den ersten schweizerischen Katholikenkongress. Wenige Tage später vertrat er die Schweiz zusammen mit [[Augustin Keller (Politiker)|Augustin Keller]] am ersten deutschen Altkatholikenkongress in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kampf gegen den Vatikan gründete er den &amp;quot;Schweizerischen Verein freisinniger Katholiken&amp;quot; und organisierte 1872 die Vortragsreise des Breslauer Professors J. M. Reinkens in der Schweiz. 1873 schrieb er in den Katholischen Blättern: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Wir wollen eine Kirche, die die Wahrheit sucht und auf der Wahrheitsliebe ihrer Angehörigen beruht. Wir wollen eine Kirche, deren Verfassung auf der breiten Grundlage der Gemeinschaft der Gläubigen ruht. Wir wollen eine Kirche, in welcher das Licht der Wissenschaft leuchtet.&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Wunsch nach Oratorienwerken folgend, gründete Walther Munzinger mit Gleichgesinnten am 13. November 1862 den Cäcilienverein der Stadt Bern. Im November 1937 wurde das 75.-Jährige Bestehen unter der Leitung von [[Fritz Brun (Musiker)|Fritz Brun]] begangen.&amp;lt;ref&amp;gt;1937, [https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=bwo-001:1937:27#1075 Cäcilienverein der Stadt Bern]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1873 sorgte er für die Berufung des von Rom exkommunizierten [[Eduard Herzog (Bischof)|Eduard Herzog]] an die christkatholische Kirchgemeinde Olten, der 1876 erster christkatholischer Bischof der Schweiz wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther Munzinger arbeitete auch massgeblich mit bei der Gründung der christkatholischen theologischen Fakultät an der Universität Bern, welche 1874 nach seinem Tod erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117186325}}&lt;br /&gt;
* [http://www.koeblergerhard.de/ZRG121Internetrezensionen/FaselUrs-BahnbrecherMunzinger.htm Buchbesprechung Urs Fasel: &amp;#039;&amp;#039;Bahnbrecher Munzinger&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Urs Fasel: &amp;#039;&amp;#039;Bahnbrecher Munzinger&amp;#039;&amp;#039;. Bern u.&amp;amp;nbsp;a.: Haupt, 2003. ISBN 3-258-06570-5&lt;br /&gt;
* Urs Fasel: &amp;quot;Walther Munzinger. Vorreiter der Schweizer Rechtseinheit&amp;quot;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für europäisches Privatrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2-2003, S. 345–352.&lt;br /&gt;
* Peter Dietschy und Leo Weber: &amp;#039;&amp;#039;Walther Munzinger. Ein Lebensbild&amp;#039;&amp;#039;. Olten 1874.&lt;br /&gt;
* {{ADB|23|49|50|Munzinger, Walter|Gerold Meyer von Knonau|ADB:Munzinger, Walter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117186325|LCCN=no/2004/22921|VIAF=32767281}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Munzinger, Walther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Altkatholizismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalrat (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Munzinger, Walther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Jurist und Kirchenpolitiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. September 1830&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Olten]], Schweiz&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. April 1873&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bern]], Schweiz&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alfred Kiefer</name></author>
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