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	<title>Walther Lampe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T15:10:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Kirchenjuristen Walther Lampe. Zum Musiker siehe [[Walther Lampe (Pianist)]]. Zu anderen Personen siehe [[Walter Lampe]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Grab Walther Lampe.jpg|thumb|Das Grab von Walther Lampe und seinen Eltern auf dem [[Neuer St.-Nikolai-Friedhof|Neuen St.-Nikolai-Friedhof]] in Hannover]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walther Lampe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. September]] [[1894]] in [[München-Gladbach]]; † [[18. September]] [[1985]] in [[Hannover]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]] und [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherischer]] Kirchenbeamter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Walther Lampe studierte [[Rechtswissenschaften]], besuchte die [[Archivschule Marburg]] und [[Promotion (Doktor)|promovierte]]. Er trat 1924 als Assessor in den Dienst der [[Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers|Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers]]. 1926 wurde er Landeskirchenrat und juristischer Dezernent für Land- und Friedhofsangelegenheiten im [[Landeskirchenamt Hannover]], ab 1933 im Rang eines Oberlandeskirchenrats. Ab 1933 war er nebenamtlicher Leiter des [[Landeskirchliches Archiv Hannover|Landeskirchlichen Archivs]] und betrieb in dieser Funktion die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft landeskirchlicher Archivare&amp;#039;&amp;#039;, deren Schriftführer er wurde. Lampe hatte zunächst eine Nähe zur NS-Ideologie, er trat zum 1. April 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.755.019)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/24570861&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde auch Mitglied der [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]]. Er nutzte das nationalsozialistische Interesse an den Kirchenbüchern in Form der [[Reichsstelle für Sippenforschung]], um für diese kirchliche Quellen und das kirchliche Archivwesen insgesamt zu sorgen. Dafür verfolgte er die Idee, dezentrale Kirchenbuchämter innerhalb der Landeskirche einzurichten. Im April 1935 wurde in Hannover das erste Amt eröffnet, das den Namen „Sippenkanzlei“ trug und neben der Ausstellung von [[Ariernachweis]]en auch für die Kirchenbuchführung sämtlicher Kirchengemeinden der Stadt zuständig war. Zwar konnte Lampe auf diesem Weg höhere Sicherheitsstandards für die Aufbewahrung der Kirchenbücher realisieren, allerdings machte er sich dabei keine Gedanken zu den Folgen der Auskünfte für diejenigen, die keine Taufbescheinigungen oder keinen Ariernachweise erhielten. Im Laufe der Zeit wandte er sich von den Deutschen Christen ab und folgte der Linie des [[Landesbischof]]s [[August Marahrens]]. Während er stärker die Eigenständigkeit der Kirche betonte, reduzierte er die Kooperation mit der Reichsstelle für Sippenforschung. Die daraus folgende Ablehnung des geltend gemachten staatlichen Anspruchs auf die Kirchenbücher bedeutete jedoch nicht, dass Lampe sich grundsätzlich vom nationalsozialistischen Rassendiskurs distanziert hätte. [[Hans Otte (Theologe)|Hans Otte]] konstatiert in Lampes Handeln „&amp;#039;blinde Orientierung&amp;#039; an der Praxis mit ihren schrecklichen Folgen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Otte174f&amp;quot;&amp;gt;Hans Otte: &amp;#039;&amp;#039;Pragmatismus als Leitmotiv: Walther Lampe, die Reichsstelle für Sippenforschung und die Archivpflege in der hannoverschen Landeskirche in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Manfred Gailus: &amp;#039;&amp;#039;Kirchliche Amtshilfe: die Kirche und die Judenverfolgung im &amp;quot;Dritten Reich&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-55340-4, S. 131–194, S. 174 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heimatpflege und Archivwesen waren große persönliche Interessen. 1925 war er Mitbegründer der hannoverschen Ortsvereinigung der [[Goethe-Gesellschaft]], 1930 Mitbegründer und später stellvertretender Vorsitzender der [[Wilhelm-Busch-Gesellschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.wilhelm-busch-museum.de/264_Vorstand_und_Beirat_%E2%80%93_eine_intellektuelle_Klique%E2%80%9C.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Chronik der Wilhelm-Busch-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2019-05-22 15:38:18 InternetArchiveBot}}, abgerufen am 19. Mai 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; 1933 wurde er zum Vorsitzenden des [[Heimatbund Niedersachsen|Heimatbunds Niedersachsen]] (HBN) gewählt und behielt dieses Amt bis zur Auflösung des Vereins 1942.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1934 bis 1939 und 1947 bis 1974 fanden nach der Heuernte um den [[Johannistag]] herum in der Waldgaststätte&lt;br /&gt;
[[Marienberg (Pattensen)|Marienberg]] die &amp;#039;&amp;#039;Marienbergfeste&amp;#039;&amp;#039; mit der Jahreshauptversammlung des Heimatbunds Niedersachsen statt. In der Eröffnungsveranstaltung des Jahres 1934 betonte Walther Lampe in seinem Grußwort die Eigenständigkeit der Arbeit des Heimatbundes mit den Worten, „dass der Heimatbund nur eine einzige Aufgabe kenne, nämlich die, unter seinen Mitgliedern die Kunde von der Heimat zu vertiefen, mit ihnen im Dienste der Heimat zu stehen und die Liebe zur Heimat zu wecken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht des Heimatbundes Niedersachsen.&amp;#039;&amp;#039; 1934, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther Lampes ambivalente Haltung zum Nationalsozialismus ermöglichte ihm einen schnellen Neubeginn nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. „Er sah sich nicht kompromittiert, konnte er doch darauf hinweisen, dass er bei der Gauleitung als unzuverlässig galt. Angesichts der Nöte der Nachkriegszeit schien ihm ein kritischer Rückblick unnötig zu sein. Erneut war sein Pragmatismus gefragt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Otte174f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1962 leitete er das Landeskirchliche Archiv Hannover und bis 1960 das Archivamt der [[Evangelische Kirche in Deutschland|Evangelischen Kirche in Deutschland]] in Hannover (vormals Archivamt der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei [[Breslau]]). Er war der Initiator des 1946 bis 1957 angegliederten Kirchenbuchamtes für den Osten. In der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft landeskirchlicher Archivare&amp;#039;&amp;#039; übernahm er 1947 bis 1961 ebenso den Vorsitz wie im wieder gegründeten Heimatbund Niedersachsen (1946–1973).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland| Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse (5. Mai 1960)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundespräsidialamt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Niedersächsischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sippenforschung im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Evangelische Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 12 (1935), S. 71 f.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|658|658|Ludwig Brüel||100802060}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirchenbuch-Verzeichnis der Evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg.&amp;#039;&amp;#039; Evangelisch-Lutherischer Oberkirchenrat (Hrsg.). Oldenburg 1972.&lt;br /&gt;
* Nachwort zur Neuauflage [[Ludwig Christoph Heinrich Hölty]]: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Insel-Verlag, Leipzig 1938.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Waldemar R. Röhrbein]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Marienbergfeste.&amp;#039;&amp;#039; In: Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimat bewahren, Heimat gestalten. Beiträge zum 100jährigen Bestehen des Heimatbundes Niedersachsen.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 2001, S. 108–113.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachträge und Corrigenda zum Personenlexikon zum deutschen Protestantismus 1919-1949.&amp;#039;&amp;#039; bearbeitet von Hannelore Braun und Gertraud Grünzinger, Göttingen 2006&lt;br /&gt;
* [[Hans Otte (Theologe)|Hans Otte]]: &amp;#039;&amp;#039;Pragmatismus als Leitmotiv: Walther Lampe, die Reichsstelle für Sippenforschung und die Archivpflege in der hannoverschen Landeskirche in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Manfred Gailus: &amp;#039;&amp;#039;Kirchliche Amtshilfe: die Kirche und die Judenverfolgung im &amp;quot;Dritten Reich&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-55340-4, S. 131–194.&lt;br /&gt;
* Hans Otte: [http://www.ekd.de/archive/dokumente/AEA2009.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Archivalien sind selbst in die Hand zu nehmen. Zur Geschichte des Landeskirchlichen Archivs Hannover.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 9,6&amp;amp;nbsp;MB) In: Stefan Flesch, Udo Wennemuth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aus evangelischen Archiven (Neue Folge der „Allgemeinen Mitteilungen“).&amp;#039;&amp;#039; Im Auftrag des Verbandes kirchlicher Archive in der Arbeitsgemeinschaft der Archive und Bibliotheken in der evangelischen Kirche, Nr. 49, Hannover 2009.&lt;br /&gt;
* Waldemar R. Röhrbein: &amp;#039;&amp;#039;Lampe, Walther.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Hannover]]. Von den Anfängen bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 381.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116676442}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116676442|VIAF=49982899}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lampe, Walther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im Kirchendienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Landeskirchenamtes Hannover]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Niedersächsischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Träger des Niedersächsischen Verdienstordens (Ausprägung ungeklärt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Deutschen Christen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lampe, Walther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kirchenjurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. September 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München-Gladbach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. September 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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