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	<title>Walther Jansen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Redonebird: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2025-05-21T05:41:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Bundesvogt des Deutschen Pfadfinderbundes Walther Jansen. Zu anderen Personen siehe [[Walter Jansen]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walther Jansen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Oktober]] [[1897]] in [[Breslau]]; † [[5. November]] [[1959]] in [[Hamburg]]; [[Fahrtenname]]: &amp;#039;&amp;#039;Michael&amp;#039;&amp;#039;) war Bundesvogt des [[Deutscher Pfadfinderbund (1945)|Deutschen Pfadfinderbundes]] (DPB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Jansen war einer der bedeutendsten Führer der Deutschen [[Pfadfinder]]bewegung. Er kam 1908 zum ersten Mal mit der [[Jugendbewegung]] in Kontakt. 1914 ging er als Kriegsfreiwilliger an die Westfront, wo er an der Schlacht von [[Langemark|Langemarck]] teilnahm. 1915 krankheitshalber und aufgrund seiner Jugend ausgemustert, nahm er 1917/18 erneut am Krieg teil. 1918 machte er das Abitur am [[Maria-Magdalenen-Gymnasium]] in [[Breslau]], danach fand er eine Anstellung in der väterlichen [[Dentist]]enpraxis. Ab 1921 war er als freier Schriftsteller und Lektor tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 wurde er Mitglied und später Führer des [[Neudeutscher Pfadfinderbund|Neudeutschen Pfadfinderbundes]] (mit [[Rudolf Jürgens (Mediziner)|Rudolf Jürgens]]- „Rulf“), der sich den Idealen der [[Bündische Jugend|Bündischen Jugend]] verbunden fühlte, in Abgrenzung vom [[Scoutismus]] der Pfadfinderbünde, die den Prinzipien der Pfadfinderbewegung von [[Robert Baden-Powell]] folgten. 1933 wurde Walther Jansen (Michael) Reichsvogt der 1932 aus dem Zusammenschluss des Neudeutschen Pfadfinderbundes, des [[Deutscher Späherbund|Deutschen Späherbundes]], des Bundes der [[Reichspfadfinder]] und der [[Ringgemeinschaft Deutscher Pfadfinder]] gebildeten [[Reichsschaft Deutscher Pfadfinder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verbot der anderen Pfadfinderbünde durch die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] im Zuge der [[Hitlerjugend#Entwicklung ab 1933|Gleichschaltung]] der Verbände, gelang es Walther Jansen zusammen mit den beiden Pfadfinderführern [[Eberhard Plewe]] und [[Rudolf Jürgens (Mediziner)|Rudolf Jürgens]] ein Verbot der Reichsschaft Deutscher Pfadfinder bis zum Juni 1934 hinauszuzögern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1936 bis 1938 war Jansen als Gestapo-Agent (V-Mann) in Holland und Belgien tätig. Seine Aufgabe in den Niederlanden und Belgien war, deutsche Emigranten auszuspähen und der Gestapo zu melden. Gleichzeitig verhalf er Verfolgten zur Flucht über die deutsch-niederländische Grenze. 1938 fiel er in Belgien wegen Führens von falschen Namen der Polizei auf, wurde festgenommen und nach Deutschland abgeschoben. Hier wurde er kurzzeitig von der Gestapo in Haft genommen. Nach seiner Freilassung bekam er eine Anstellung im [[Auswärtiges Amt#Deutsches Reich (1933–1945, Zeit des Nationalsozialismus)|Auswärtigen Amt]], wo er ein Presse- und Nachrichtenarchiv aufbaute. Ob diese Anstellung auf Vermittlung des [[Diplomat]]en [[Werner Otto von Hentig]]s, zu dem Jansen sehr enge Verbindungen pflegte, zustande kam oder auf Anweisung der Gestapo, ist ungeklärt. Um Walther Jansen hatte sich nach Aussage von Dr. Melchers schon seit 1940 eine [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsgruppe]] von sechs bis acht kompromisslosen NS-Gegnern gebildet. Zu diesen zählten unter anderen der [[Orientalist]] Hans Schlobies. Diese drei sahen sich täglich. Auch Eberhard Plewe gehörte zu dem Kreis. In welchem Umfang die Gruppe Jansen mit dem [[Attentat vom 20. Juli 1944|Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944]] in Verbindung stand, ist nichts bekannt. Jansen war nach dem 20. Juli nicht wegen einer Teilnahme an dem Attentat verhaftet worden, sondern aufgrund von „defaitistischen Äußerungen“ gegen das Regime.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Brill: &amp;#039;&amp;#039;Darstellung der Teilnahme von Dr. Melchers an der Widerstandsbewegung.&amp;#039;&amp;#039; In: Hermann Brill: &amp;#039;&amp;#039;Schriftlicher Bericht des Untersuchungsausschusses (47. Ausschuß) gemäß Antrag der Fraktion der SPD betreffend Prüfung, ob durch die Personalpolitik Mißstände im Auswärtigen Dienst eingetreten sind&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Bundestag, 1. Wahlperiode, 1949, Drucksache Nr. 3465, S.&amp;amp;nbsp;88.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hermann Brill]] war daran nicht beteiligt, sondern nur Berichterstatter. Jansen wurde in das [[KZ Sachsenhausen]] deportiert. In der Folge machte Jansen im April 1945 den [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] des KZ Sachsenhausens nach [[Wittstock/Dosse|Wittstock]] mit und wurde schließlich von der [[Rote Armee|Roten Armee]] befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin wurde er unter Verschweigen seiner NSDAP-Mitgliedschaft als Verfolgter des NS-Regimes anerkannt. Er gründete 1945 mit Eberhard Plewe und anderen Überlebenden der Pfadfinderbewegung den [[Deutscher Pfadfinderbund (1945)|Deutschen Pfadfinderbund]] (DPB) neu, der bis heute als interkonfessioneller, [[Bündische Jugend|bündischer]] Pfadfinderbund besteht und dem er als Bundesvogt bis zu seinem Tode 1959 vorstand.&lt;br /&gt;
1947 wurde Jansen von der britischen Besatzungsmacht verhaftet und ins Internment Camp Eselheide bei Paderborn verbracht, von dort jedoch bald wieder entlassen. Von 1945 bis 1952 arbeitete Jansen, als &amp;#039;&amp;#039;[[Opfer des Faschismus]]&amp;#039;&amp;#039; anerkannt, im Kaiser-Wilhelm-Institut (heute: Max-Planck-Institut) für Völkerrecht in Berlin als wissenschaftlicher Assistent. 1952 kehrte er ins [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] zurück, wo er die Presseabteilung leitete. 1956 wurde er zum [[Legationsrat]] 1. Klasse ernannt.&lt;br /&gt;
Er starb 1959 in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Am Sonnwendfeuer: Symbolik und Volksbrauch gespiegelt in Feuerspruch, Spiel und Dichtung.&amp;#039;&amp;#039; [1. Auflage]. Verlag E. Bloch, Berlin [19]34.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Laßt weit die Fahnen wehen: Werte vom Sinn der Fahne.&amp;#039;&amp;#039; [1. Auflage]. Verlag E. Bloch, Berlin [19]35.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fahnen und Fahrten: Soldaten-Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; [1. Auflage]. Verlag E. Bloch, Berlin [19]36.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Hammeldieb: Schelmenspiel in 1 Bild.&amp;#039;&amp;#039; [1. Auflage]. Verlag E. Bloch, Berlin [19]37.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Der Hammeldieb: Schelmenspiel nach d. Französischen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Verlag Bloch, Berlin; Wiesbaden [1950].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der verhinderte Doppelmord oder das rechtzeitige Eingreifen des Eremiten: Ritterschauspiel mit Hindernissen.&amp;#039;&amp;#039; [1. Auflage]. Verlag E. Bloch, Berlin [19]38.&lt;br /&gt;
* Mit L. Streckenbach: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland, Mutterland: Ein Grenzmarkspiel.&amp;#039;&amp;#039; 2., veränderte Auflage. Verlag E. Bloch, Berlin [19]39&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Pfadfinderspiegel/von Michael.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Deutscher Pfadfinderbund, Bundesamt, Krefeld 1988.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://d-nb.info/gnd/112170889 Publikationen von und über Walther Jansen] im Katalog der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Pfadfinderspiegel.&amp;#039;&amp;#039; 4., überarb. Auflage. Karlsruhe 1999.&lt;br /&gt;
* Heinz Kössling: &amp;#039;&amp;#039;Reichsschaft Deutscher Pfadfinder.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Puls. Dokumentationsschrift der Jugendbewegung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 12, Heidenheim 1985.&lt;br /&gt;
* Jürgen W. Diener: &amp;#039;&amp;#039;Eberhard Plewe. Die Suche nach Einigkeit und Einheit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Puls. Dokumentationsschrift der Jugendbewegung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 16, Heidenheim 1988.&lt;br /&gt;
* Fritz Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Mein alter bündischer Gegner Eberhard Köbel. Dr. [[Arnold Littmann]] zwischen Jugendbewegung, Gestapo und Emigration in Schweden.&amp;#039;&amp;#039; Edermünde 2004, ISBN 3-932435-18-4.	&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn : Schöningh, 2005, ISBN 3-506-71841-X, S. 426f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=112170889|VIAF=111709836}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jansen, Walther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Pfadfinderbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Agent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jansen, Walther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Michael&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Mitbegründer des Deutschen Pfadfinderbundes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Oktober 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. November 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redonebird</name></author>
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