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	<title>Walther Holtzmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walther_Holtzmann&amp;diff=761748&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-15945-61: Holtzmanns &quot;Katalog&quot; ist nicht Teil des Bibliotheksbestands der MGH (und daher etwa auch nicht im OPAC zu finden), sondern liegt im Hausarchiv (unter der Signatur HS C 5, s. Findbuch)</title>
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		<updated>2026-03-13T15:05:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Holtzmanns &amp;quot;Katalog&amp;quot; ist nicht Teil des Bibliotheksbestands der MGH (und daher etwa auch nicht im OPAC zu finden), sondern liegt im Hausarchiv (unter der Signatur HS C 5, s. Findbuch)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walther Holtzmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Dezember]] [[1891]] in [[Eberbach]] am Neckar; † [[25. November]] [[1963]] in [[Bonn]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Diplomatik]]er und [[Historiker]].&lt;br /&gt;
__KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Gymnasialprofessors besuchte in [[Bruchsal]] und [[Karlsruhe]] die Schule. Nach dem Militärdienst ging er 1911 an die [[Universität Straßburg]]. Bereits im zweiten Semester wechselte er an die [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]], wurde aber erneut zum Wehrdienst einberufen. Nach Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg wurde er 1920 bei [[Karl Hampe (Historiker)|Karl Hampe]] in Heidelberg über die Beziehungen Papst [[Urban II.|Urbans II.]] zu Frankreich [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Holtzmann wurde Mitarbeiter von [[Harry Bresslau]], lernte aber schon bald [[Paul Fridolin Kehr]] kennen, der ihn 1921 abwarb. Holtzmann wurde 1922 für zwei Jahre Assistent des Römischen Instituts in [[Berlin]] und ging anschließend direkt nach [[Rom]] an das dortige [[Deutsches Historisches Institut Rom|Preußische Historische Institut]], bei dem er als Diplomatiker für die &amp;#039;&amp;#039;Italia Pontificia&amp;#039;&amp;#039; tätig wurde. 1926 [[Habilitation|habilitierte]] sich Holtzmann an der [[Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin|Universität Berlin]] bei [[Albert Brackmann]] und verließ Rom. Nach einigen Jahren als Privatdozent übernahm er 1930 den Lehrstuhl seines Vetters [[Robert Holtzmann]] an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holtzmann wird zu den „politisch nicht engagierten Historikern“ gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Litteris et patriae. Das Janusgesicht der Historie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter historische Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 37). Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06875-9, S. 95 (Zugleich: Frankfurt am Main, Universität, Dissertation, 1995).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war nicht Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und erwies dem NS-Regime in seinen Publikationen keine größere Reverenz. Er trat aber am 1. November 1933 dem antidemokratischen [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten]] bei. Im Jahr 1934 schloss sich Holtzmann der [[Sturmabteilung|SA-Reserve]] an. Dort stand er im Rang eines [[Sturmabteilung#Dienstränge|Rottenführers]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anne Christine Nagel|Anne Chr. Nagel]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Dritten Reichs. Mittelalterforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945–1970&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Formen der Erinnerung.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 24). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2005, ISBN 3-525-35583-1, S. 27 (Zugleich: Gießen, Universität, Habilitations-Schrift, 2003).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurde Holtzmann als Nachfolger des aufgrund der antisemitischen Vorschriften vorzeitig in den Ruhestand versetzten [[Wilhelm Levison]] an die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonner Universität]] berufen. Von 1946 bis zu seinem Tod war er ordentliches Mitglied der Zentraldirektion der [[Monumenta Germaniae Historica]], in deren Archiv sein handschriftlicher &amp;#039;&amp;#039;Katalog der Handschriften der Domstiftsbibliothek Merseburg&amp;#039;&amp;#039; aufbewahrt wird. 1946 wurde er korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/walther-holtzmann/| titel=Mitglieder: Walther Holtzmann| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für seine englischen Forschungen wurde Holtzmann 1954 der D. Litt. h. c. durch die [[University of Manchester]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1953 bis Ende 1961 war Holtzmann Direktor des nunmehr Deutschen Historischen Instituts, das nach langwierigen Verhandlungen mit der italienischen Regierung seine Arbeit wieder aufnehmen konnte. Die Bibliothek hatte hinter den Mauern des Vatikans Krieg und Aneignungsversuche unbeschädigt überstanden. Auch hier trat er wie beim Papsturkundenunternehmen der [[Pius-Stiftung]] das Erbe Kehrs an und brachte die Arbeiten erfolgreich und nachhaltig wieder in Gang. Holtzmann war Mitherausgeber der mediävistischen Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Holtzmanns Grab befand sich auf dem [[Kessenicher Bergfriedhof]] in Bonn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Papsturkunden in England.&amp;#039;&amp;#039; 3 (in 5) Bände. 1930–1952; &lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheken und Archive in London.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;Berichte und Handschriftenbeschreibungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Bd. 25, 1, {{ISSN|0931-2013}}). Weidmann, Berlin 1930;  &lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheken und Archive in London.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;Texte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge Bd. 25, 2). Weidmann, Berlin 1931;&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die kirchlichen Archive und Bibliotheken.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;Berichte und Handschriftenbeschreibungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; 3. Folge, Bd. 14). Weidmann, Berlin 1935;&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die kirchlichen Archive und Bibliotheken.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;Texte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; 3. Folge Bd. 15). Weidmann, Berlin 1936;&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Oxford, Cambridge, kleinere Bibliotheken und Archive und Nachträge aus London&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; 3. Folge Bd. 33, {{ISSN|0930-4304}}). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kanonistische Ergänzungen zur Italia pontificia I–IV.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 37, 1957, S. 55–102.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kanonistische Ergänzungen zur Italia pontificia V–X.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 38, 1958, S. 67–175.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Samnium – Apulia – Lucania&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Italia pontificia. Sive repertorium privilegiorum et litterarum a romanis pontificibus ante annum MCLXXXXVIII Italiae ecclesiis, monasteriis, civitatibus singulisque personis concessorum.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 9). Weidmann, Berlin 1962.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theodor Schieffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Walther Holtzmann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 20, 1964, S. 301–324, [http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PPN=PPN345858735_0020&amp;amp;DMDID=dmdlog39 Digitalisat].&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schmid (Philologe)|Wolfgang Schmid]], [[Paul Egon Hübinger]], [[Franz-Josef Schmale]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Walther Holtzmann. Reden am 3. Februar 1965 bei der Gedenkfeier der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Alma Mater.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 17, {{ISSN|0569-079X}}). Hanstein, Bonn 1965.&lt;br /&gt;
* Franz-Josef Schmale: &amp;#039;&amp;#039;Walther Holtzmann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bonner Gelehrte. Beiträge zur Geschichte der Wissenschaften in Bonn.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtswissenschaften&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. 1818–1968.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, 5). Bouvier u. a., Bonn 1968, S. 398–409.&lt;br /&gt;
* {{NDB|9|562|563|Holtzmann, Walther|[[Reinhard Elze]]|118706756}}&lt;br /&gt;
* [[Henrik Eberle]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; mdv – Mitteldeutscher Verlag, Halle 2002, ISBN 3-89812-150-X, S. 377 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118706756}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mgh.de/geschichte/portraitgalerie/walther-holtzmann/ Mitarbeiter bei der Monumenta Germaniae Historica (MGH) München]&lt;br /&gt;
* [https://www.mgh-bibliothek.de/merseburg/hsc5.htm Katalog der Merseburger Handschriften]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118706756|LCCN=n/82/249359|VIAF=7485449}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Holtzmann, Walther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Holtzmann, Walther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomatiker und Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Dezember 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eberbach]] am Neckar&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. November 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15945-61</name></author>
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