<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Walther_Hesse</id>
	<title>Walther Hesse - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Walther_Hesse"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walther_Hesse&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T17:55:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walther_Hesse&amp;diff=1758613&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alfred Kiefer: Bild hochkant formatiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walther_Hesse&amp;diff=1758613&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-29T17:02:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild hochkant formatiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Mediziner und Mikrobiologen Walther Hesse. Zu anderen Personen siehe [[Walter Hesse]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Walther Hesse.jpg|mini|hochkant=0.9|Walther Hesse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walther Hesse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Dezember]] [[1846]] in [[Bischofswerda]]; † [[12. Juli]] [[1911]] in [[Dresden]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stadtarchiv Dresden]], Standesamt Dresden I, Sterbe-Neben-Register 1911, Nr. 729.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Medizin]]er und [[Mikrobiologie|Mikrobiologe]]. Hesse hat sich große Verdienste um die Arbeitshygiene erworben und führte auf Anregung seiner Frau [[Fanny Angelina Hesse|Fanny]] das pflanzliche Geliermittel [[Agar]] als Nährboden zur Anzucht von Bakterien in das Laboratorium von [[Robert Koch]] ein. Gemeinsam mit Friedrich Hugo Härting gilt Hesse als der erste Mediziner, der die Vorgehensweise der [[Epidemiologie]] nicht nur auf Infektionskrankheiten, sondern auf Krebserkrankungen anwendete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://legacy.library.ucsf.edu/tid/yru46d00 Der Lungenkrebs, die Bergkrankheit in den Schneeberger Gruben]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fagin127&amp;quot;&amp;gt;[[Dan Fagin]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Toms River: A Story of Science and Salvation]].&amp;#039;&amp;#039; Bantam Books, New York 2014, ISBN 978-0-345-53861-1, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der Medizinalrat und Bezirksarzt in Zittau Dr. med. [[Friedrich Wilhelm Hesse (Mediziner, 1817) |Friedrich Hesse]] (1817–1897) und dessen Ehefrau &amp;#039;&amp;#039;Auguste Großmann&amp;#039;&amp;#039; (1824–1885). Walther Hesse war eines von zwölf Kindern. Sein Bruder [[Friedrich Louis Hesse|Friedrich]] (1849–1906) wurde Professor und Direktor der Universitäts-Zahnklinik in Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er besuchte die [[Kreuzschule]] in Dresden und studierte von 1866 bis 1870 Medizin an der [[Universität Leipzig]]. Er schloss das Studium mit einem Doktortitel in [[Pathologie]] bei [[Ernst Leberecht Wagner]] ab. Einen Tag nach Ausbruch des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]] erhielt am 20. Juli 1870 das Patent zum [[Assistenzarzt]] II. Klasse des Sanitäts-Corps der [[Sächsische Armee|königlich-sächsischen Armee]]. Er wurde für Verdienste im Krieg mit dem [[Eisernes Kreuz am weißen Bande|Eisernen Kreuz am weißen Bande]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SLUB Dresden |url=https://digital.slub-dresden.de/id20109008Z/192 |titel=Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee |sprache=de-DE |abruf=2023-05-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erreichte zuletzt den Rang eines [[Oberstabsarzt]]es II. Klasse der [[Landwehr (Militär)|Landwehr]] und wurde in dieser Eigenschaft am 19. April 1893 aus der Armee verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SLUB Dresden |url=https://digital.slub-dresden.de/id345136969-19030000/434 |titel=Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee |sprache=de-DE |abruf=2023-05-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Schiffsarzt untersuchte er 1872 die [[Seekrankheit]]. In [[New York City|New York]] lernte er seine spätere Frau [[Fanny Angelina Hesse|Fanny Angelina Eilshemius]] kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther Hesse wurde 1877 zum Bezirksarzt des Kreises [[Schwarzenberg/Erzgeb.|Schwarzenberg]] im Erzgebirge ernannt. In seinen Verantwortungsbereich fielen unter anderem 83 Dörfer, in denen vor allem Bergarbeiter lebten. Hesse war schockiert über ihren schlechten Gesundheitszustand und das geringe Lebensalter, das Bergleute typischerweise erreichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dan Fagin: &amp;#039;&amp;#039;Toms River: A Story of Science and Salvation.&amp;#039;&amp;#039; Bantam Books, New York 2014, ISBN 978-0-345-53861-1, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits [[Paracelsus]] hatte 1567 für dieses Gebiet das Auftreten von Lungenkrankheiten beschrieben, die er als &amp;#039;&amp;#039;Bergsucht&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theophrastus Paracelsus von Hohenheim |Hrsg=Samuel Zimmermann |Titel=Von der Bergsucht oder Bergkranckheiten drey Bücher, inn dreyzehen Tractat verfast vnnd beschriben worden. |TitelErg=Darin̄en begryffen vom ursprung vnd herkom̄en derselbigen Kranckheiten, sampt jhren warhafftigen Preseruatiua vnnd Curen. Allen Ertz vnnd Bergleüten, Schmeltzern, Probierern, Müntzmaistern, Goldschmiden, vnnd Alchimisten, auch allen denē so inn Metallen vnd Mineralien arbayten, hoch nutzlich, tröstlich vnnd notturfftig. |Verlag=Sebaldus Mayer |Ort=Dillingen |Datum=1567}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ursache der Erkrankung war jedoch unbekannt. Gemeinsam mit dem Schneeberger Bergwerksarzt Härting begann Hesse, einzelne Krankheitsfälle zusammenzutragen, Bergleute zu interviewen, Umweltmessungen vorzunehmen und führte insgesamt 20 Autopsien durch. Die epidemiologischen Methoden, die sie dabei anwendeten, waren bis zu dem Zeitpunkt nur bei Infektionskrankheiten, nicht aber bei schwerer erfassbaren Krankheiten wie Krebs zur Anwendung gekommen. Am Ende ihrer Untersuchung stand eindeutig fest, dass es unter den Bergleuten zu einer Häufung von Krebsfällen kam, deren Ursache in Zusammenhang mit ihrer Arbeit stand. Hesse und Härting vermuteten als Auslöser der sogenannten [[Schneeberger Krankheit]] Asbeststäube, erst spätere Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Auslöser die aufgrund der besonderen [[Geologie]] des Ortes eng mit den [[BiCoNi-Formation|BiCoNi-Erzen]] verwachsenen [[Uran]]erze waren. Die Arbeit, die Hesse und Härting in Schneeberg geleistet hatten, waren beispielgebend für eine Reihe weiterer Wissenschaftler – am bekanntesten darunter ist die Leistung von [[Ludwig Rehn (Mediziner)|Ludwig Rehn]], der 1895 nachweisen konnte, dass ein Zusammenhang zwischen der Arbeit in einer anilinverarbeitenden Industrie und dem Auftreten von [[Blasenkrebs]] bestand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fagin127&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Zeit in Schwarzenberg hospitierte Hesse ein Jahr bei [[Max von Pettenkofer]] in [[München]], um seine Kenntnisse in der Arbeitshygiene zu erweitern. In Schwarzenberg entstanden erste beachtete Publikationen zur Untersuchung der Keimbelastung von Wasser und Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1881 bis 1882 war Hesse Mitarbeiter im Laboratorium von [[Robert Koch]]. Dort untersuchte er die Anzucht von Bakterienkulturen. Koch hatte begonnen, dafür feste Nährböden zu verwenden. Die Zucht von stabilen (sterilisierbaren) Reinkulturen war der Schlüssel für mikrobiologische Langzeituntersuchungen, wie zur Tuberkuloseforschung erforderlich. Den Tuberkuloseerreger zu identifizieren, gelang aber auch mit Gelatine und Kartoffeln nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesse erzählte das Problem seiner Frau, die dann die Lösung vorschlug: Mittels [[Agar-Agar]], einem Substrat aus Meeralgen, ließen sich Pudding und Gelee am Verflüssigen hindern. Walther Hesse berichtete Koch davon und 1882 hielt dieser seine berühmte Rede zur erstmaligen Identifikation des Tuberkulosebakteriums, gezüchtet auf Agar-Agar. In den Folgejahren beteiligte sich Hesse an der Weiterentwicklung der Technologie, u. a. zusammen mit der [[Chemische Fabrik v. Heyden|Fa. Heyden]] in [[Radebeul]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen letzten Lebensjahren wirkte Hesse als Bezirksarzt in Dresden. Er forschte hier mit Unterstützung von [[Walther Hempel]] weiter und führte auch die [[Pasteurisierung]] der Milch in [[Pfunds Molkerei]] ein. Er wurde mit dem Ritterkreuz I. Klasse des [[Albrechts-Orden|Albrechtsordens]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hesse wurde im Familiengrab seines Vaters Friedrich Hesse, der in [[Oberlößnitz]] in der Nähe mehrerer seiner Kinder die letzten Lebensjahre verbracht hatte, auf dem [[Friedhof Radebeul-Ost]] beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Hesse heiratete 1874 in Genf &amp;#039;&amp;#039;Fanny Angelina Eilshemius&amp;#039;&amp;#039; (1850–1934). Das Paar hatte drei Kinder, darunter:&lt;br /&gt;
* Friedrich (1875–1960), Dr. med., Chefarzt des Waldsanatoriums Dresden-Blasewitz&lt;br /&gt;
* [[Gustav Hesse (Zahnmediziner)|Gustav]] (1876–1945), Professor und Direktor der Universitäts-Zahnklinik in Jena&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|9|22|23|Hesse, Walther|Peter Hesse|137565313}}&lt;br /&gt;
* [[Uwe Fiedler (Heimatforscher)|Uwe Fiedler]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Mikrobiologe Walther Hesse.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, 2016 ([https://books.google.de/books?id=sqe3DAAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Vorschau] bei books.google.com)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://wiki2.olgdw.de/index.php?title=Walther_Hesse | wayback=20151222162507 | text=Walther Hesse}} im &amp;#039;&amp;#039;[http://www.olgdw.de/biographisches-lexikon-der-oberlausitz/ Biographischen Lexikon der Oberlausitz]&amp;#039;&amp;#039; (Quelle)&lt;br /&gt;
* [https://www.stadtwikidd.de/wiki/Walther_Hesse Walther Hesse im Stadtwiki Dresden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137565313|VIAF=81740047}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hesse, Walther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikrobiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes am weißen Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Albrechts-Ordens (Ritter 1. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tuberkulose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1846]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hesse, Walther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner und Mikrobiologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Dezember 1846&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bischofswerda]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juli 1911&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alfred Kiefer</name></author>
	</entry>
</feed>