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	<title>Walther Flemming - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walther_Flemming&amp;diff=369145&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian-Zet: Ergänzt: Leben in Kiel.</title>
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		<updated>2026-01-19T18:27:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzt: Leben in Kiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Biologen Walther Flemming. Zu anderen Personen siehe [[Walter Flemming]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Walther flemming.gif|mini|Walther Flemming]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walther Flemming&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Walter Flemming&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. April]] [[1843]] in Sachsenberg bei [[Schwerin]]; † [[4. August]] [[1905]] in [[Kiel]]) war ein deutscher Anatom und Zellbiologe. Er gilt als der Begründer der [[Zytogenetik]]. Von ihm wurden 1879 die Fachworte [[Chromatin]] und [[Mitose]] geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Walther Flemming wurde auf dem [[Sachsenberg (Schwerin)|Sachsenberg]], einer damals noch nicht zum Stadtgebiet von [[Schwerin]] gehörigen Heilanstalt, als fünftes Kind des dort wirkenden [[Psychiater]]s [[Carl Friedrich Flemming]] (1799–1880) und dessen zweiter Frau Auguste, geb. Winter, geboren. Seine drei Schwestern hießen: Julie L Amalie (1830–1884), Anna Mathilde Charlotte (1832–1897) und Clara M (1834–1920). Außerdem hatte er einen Halbbruder namens Carl Johann (1827–1910). Dessen Mutter Carolina Sophia, geb. Baltzer, war im [[Wochenbett]] gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walther besuchte das Gymnasium [[Fridericianum Schwerin]]. Die Stadt war damals Residenz der Großherzöge von [[Mecklenburg-Schwerin]].&lt;br /&gt;
Das Abitur bestand er Ostern 1862. Auf dem Gymnasium machte er die Bekanntschaft mit [[Heinrich Seidel]], mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Seidel: {{Webarchiv |url=http://www.zellbiologie.de/journal/artikel/26_2_2004.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Schriftsteller Heinrich Seidel und sein berühmter Jugendfreund – Walther Flemming&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20081001000000}}. In: &amp;#039;&amp;#039;Zellbiologie aktuell&amp;#039;&amp;#039;, 30. Jahrgang, Ausgabe 2/2004, S. 26 f. (PDF 317&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Flemming1882Tafel4Fig71-73.jpg|mini|Darstellung von Mitosefiguren in &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kenntnis der Zelle und ihrer Lebenserscheinungen, Th. III&amp;#039;&amp;#039; (1882).&amp;lt;br /&amp;gt;Die originale Bildunterschrift lautet: &amp;#039;&amp;#039;Einige aus vielen gesehenen Theilungen aus der menschlichen [[Hornhaut|Cornea]]&amp;#039;&amp;#039;. Es handelt sich möglicherweise um die erste publizierte Darstellung menschlicher Chromosomen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium ===&lt;br /&gt;
Flemming studierte an den Universitäten in [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]], [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Universität Rostock|Rostock]] „Naturwissenschaften und Medicin“.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu den Eintrag der [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200000260 Immatrikulation von Walther Flemming] im [[Rostocker Matrikelportal]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Akademie&amp;quot; /&amp;gt; In Rostock war er an der Klinik für Innere Medizin Assistenzarzt; dort legte er 1868 das Staatsexamen ab.&lt;br /&gt;
Außerdem verfasste er seine Doktorarbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walther-1&amp;quot; /&amp;gt; Den Rest des Semesters verbrachte er mit histologischen und zoologischen Studien in Wien. Im Sommer 1869 arbeitete Flemming als „Privatassistent“ beim Zoologen [[Karl Semper]] in Würzburg und wechselte im Herbst zum Physiologen [[Wilhelm Kühne]] in Amsterdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Burschenschaft [[Burschenschaft Germania Tübingen|Germania]] war er in Tübingen beigetreten.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Philipp: &amp;#039;&amp;#039;Burschenschaft Germania Tübingen, Gesamtverzeichnis der Mitglieder seit der Gründung 12. Dezember 1816&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] diente er 1870 als Militärarzt.&lt;br /&gt;
Zurück in Rostock arbeitete Flemming in der Anatomie als [[Prosektor]] und habilitierte im Januar 1871 &amp;#039;&amp;#039;Ueber Bindesubstanzen und Gefässwandung bei Mollusken&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spee-1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Profilierung in Prag ===&lt;br /&gt;
Als Prosektor folgte Flemming 1872 dem nach Prag berufenen Anatomen [[Wilhelm Henke (Mediziner)|Wilhelm Henke]]. An der damals deutschsprachigen [[Karls-Universität]] hielt er Vorlesungen zu Gewebelehre und Entwicklungsgeschichte. Außerdem habilitiert er sich erneut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walther-2&amp;quot; /&amp;gt; Danach übernahm er in Prag die „anatomische Professur“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Akademie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergeblich bewarb er sich um einen Lehrstuhl an der [[Albertus-Universität Königsberg]]. Dem Ruf an die Forstakademie in der Stadt [[Hann. Münden|Hannoversch Münden]] folgte er nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koryphäe in Kiel ===&lt;br /&gt;
Aus Kiel war der Anatom [[Karl Wilhelm von Kupffer|Karl Kupffer]] 1875 nach Königsberg gewechselt. Noch im Dezember einigte sich die medizinische Fakultät der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]] über die Nachfolge. Die trat Flemming als Ordinarius 1876 an. Sein Arbeitsplatz als Direktor des anatomischen Instituts war bis 1880 der [[Warleberger Hof]]. Eine erste Wohnung fand er bei [[Lotte Hegewisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Verhältnisse erwiesen sich als bescheiden: «In den Semestern 1876 und 1876/7 hat das Institut in besonderem Grade mit den beiden bestehenden Uebelständen, dem Raummangel und dem Mangel an Material, zu kämpfen gehabt.» Deswegen fielen die histologischen Übungen im Winter aus. Unter den wenigen Neuanschaffungen war ein zusätzliches Mikroskop sowie ein [[Mikrotom]]. In jenem Sommer-Semstern hatte die CAU 214 Studenten. Davon studierten 70 Medizin; 27 nahmen an Flemmings Kurs teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik-1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Asmussen&amp;quot; /&amp;gt; Ein erster Doktorand, Dietrich te Gempt, veröffentlichte seine Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Ein Beitrag zur Lehre von den Nervenendigungen im Bindegewebe.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik-1&amp;quot; /&amp;gt; Flemming stellte sich mit einem Vortag beim Kieler physiologischen Verein vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flemming-2&amp;quot; /&amp;gt; Er prägte das Fachwort [[Chromatin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flemming-3&amp;quot; /&amp;gt; Und endlich, im Jahr 1880, ist das von den Berliner Architekten [[Walter Gropius]] und [[Heino Schmieden]] in der Hegewischstraße 1 erbaute neue Anatomische Institut bezugsfertig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spee-2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Doch bereits im Jahr darauf beantragte Flemming dessen Erweiterung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters&amp;quot; /&amp;gt; Dann leistet er sich eine kurze Abwesenheit von Kiel, als er 44 Tage die [[Zoologische Station Neapel]] für Forschungszwecke nutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Schwester Clara und er zogen 1885 vom Schlossgarten 1 in den Düsternbrooker Weg 55, wo sie eine Villa als gemeinsames Eigentum erworben hatten. Die Liegenschaft schräg gegenüber der Marine-Akademie (heute Finanzministerium der Landesregierung) hatte zuvor [[Friedrich Adamson von Moltke]] gehört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kiel-1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kiel-2&amp;quot; /&amp;gt; Vom nach Osten abfallenden Grundstück überblickte man regen Marinebetrieb, denn 1883 hatte ein Gesetz Kiel als [[Marinestützpunktkommando Kiel|“Reichskriegshafen”]] bestätigt. Die besondere Wohnlage konnten sich die Geschwister Flemming leisten; sie zählten schon dank ihres Erbe zu den wohlhabenden Bürgern. Der Professor bezog zudem jährlich konstant 660 [[Mark (1871)|&amp;#039;&amp;#039;Mark&amp;#039;&amp;#039;]] Wohngeld. Seine eigentliche jährliche Besoldung betrug 4.200 &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039; in 1876, 4.500 &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039; in 1880; 4.800 &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039; in 1887, schließlich&amp;amp;nbsp;6.000 &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039; in 1902.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flemming hatte etliche Kämpfe mit der Universitätsverwaltung aufgrund der ungenügenden finanziellen und personellen Ausstattung des anatomischen Instituts auszufechten. Seine Zeitgenossen beschrieben ihn als konfliktscheue und friedliebende Persönlichkeit. Bei den Studenten war er aufgrund seiner Milde und seines Wohlwollens beliebt. Schließlich entwickelte er eine nicht näher umschriebene neurologische Erkrankung, derentwegen ihn die Fakultät auf eigenen Antrag 1902 entpflichtete. Als seinen Nachfolger hatte er [[Ferdinand von Spee]] vorgesehen und forderte dessen Berufung mit Nachdruck. Dann erlitt er 1904 eine [[Schenkelhalsfraktur]]; im Jahr darauf erlag er im Alter von 62 Jahren einer Lungenentzündung. Die Beerdigung fand am Montag, 7.&amp;amp;nbsp;August 1905, auf dem St.-Jürgens-Friedhof statt, unmittelbar neben dem Kieler Kopfbahnhof.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters&amp;quot; /&amp;gt; Bomben zerstörten im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] den Bahnhof und das Grab sowie das Anatomie-Institut in der Hegewischstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zellsubstanz-Kern-Kerntheilung.jpg|mini|Weitere Mitosefiguren aus &amp;#039;&amp;#039;Zellsubstanz, Kern und Zelltheilung&amp;#039;&amp;#039; (1882)]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1879 wurde Flemming zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher [[Leopoldina]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|IDName=walther-flemming|Name=Walther Flemming|Datum=28. Juni 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gewählt und 1887 als korrespondierendes Mitglied in die [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/walther-flemming/ |titel=Mitglieder: Walther Flemming |hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen |abruf=2025-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1893 wurde er korrespondierendes Mitglied der [[Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-walther-flemming-762 |titel=Mitglieder – historisch: Walther Flemming |hrsg=[[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]] |abruf=2025-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1896 der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|859 |Name=Walther Flemming |Datum=19. September 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1902 war er assoziiertes Mitglied der [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/walther-flemming/ |titel=Académicien décédé: Walther Flemming |hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique |sprache=fr |abruf=2025-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Flemming war einer der Pioniere der mikroskopischen Zytologie. Unter Verwendung der neu verfügbaren industriell hergestellten [[Teerfarben|Anilinfarben]] fand er eine Zellstruktur, die sich stark mit [[Basophilie|basophilen]] Farbstoffen anfärben ließ und die er deswegen Chromatin (von altgriechisch χρῶμα, &amp;#039;&amp;#039;chroma&amp;#039;&amp;#039; = Farbe) benannte. Er entdeckte, dass das Chromatin mit fadenähnlichen Strukturen, den [[Chromosomen]] (d. h. „Farbkörperchen“) assoziiert war (dieser Name wurde 1888 von [[Wilhelm von Waldeyer-Hartz|Heinrich Wilhelm Waldeyer]] geprägt). Etwa zur selben Zeit und unabhängig von Flemming machte der belgische Wissenschaftler [[Édouard van Beneden]] ähnliche Beobachtungen.&lt;br /&gt;
Flemming untersuchte den Prozess der Zellteilung und Teilung des Chromatins, für den er den Begriff [[Mitose]] prägte.&amp;lt;ref&amp;gt;Die später von ihm Mitose genannten Vorgänge stellte er erstmals 1878 der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vor: {{Webarchiv |url=http://www.schriften.uni-kiel.de/Band%203/Flemming%20(23-27).pdf |text=Flemming, W. Zur Kenntniss der Zelle und ihrer Theilungs-Erscheinungen. In: Schriften des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schleswig-Holstein 3 (1878), 23-27. |wayback=20180410110524 |archiv-bot=2023-02-09 09:26:32 InternetArchiveBot}} (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Ergebnisse veröffentlichte er 1882 in dem bahnbrechenden Werk &amp;#039;&amp;#039;Zellsubstanz, Kern und Zelltheilung&amp;#039;&amp;#039;. Aufgrund seiner Entdeckungen formulierte Flemming den Grundsatz &amp;#039;&amp;#039;omnis nucleus e nucleo&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: Jeder Zellkern entsteht aus einem Zellkern), in Analogie zu [[Rudolf Virchow|Virchows]] &amp;#039;&amp;#039;omnis cellula e cellula&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: Jede Zelle entsteht aus einer Zelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeiten [[Gregor Mendel]]s über Vererbung waren Flemming nicht bekannt, so dass er nicht zu der Vermutung kam, dass es sich bei den Chromosomen um die Erbsubstanz handeln könnte. Erst ein halbes Jahrhundert später wurde mit den Experimenten von [[Oswald Avery|Oswald Theodore Avery]], [[Colin MacLeod]] und [[Maclyn McCarty]] bewiesen, dass die in den Chromosomen verpackte DNA tatsächlich die Erbsubstanz darstellt. Nichtsdestoweniger werden Flemmings Arbeiten (zusammen mit denen von [[August Weismann]], [[Matthias Jacob Schleiden]], [[Theodor Schwann]], [[Thomas Hunt Morgan]] u. a.) zu den bedeutendsten der modernen Zellbiologie gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://carnegieinstitution.org/cover/top_100/ |text=&amp;#039;&amp;#039;100 Greatest Discoveries – Carnegie Institution&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20091001055459}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://science.discovery.com/convergence/100discoveries/big100/biology.html |text=&amp;#039;&amp;#039;The Science Channel: 100 Greatest Discoveries: Biology&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20121122175624}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Deutsche Gesellschaft für Zellbiologie]] verleiht seit dem Jahre 2004 die [[Walther Flemming Award|Walther-Flemming-Medaille]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Flemming1882Tafel1Fig14.jpg|mini| [[Polytänchromosom]]en im Kern einer Speicheldrüsenzelle von [[Zuckmücken|&amp;#039;&amp;#039;Chironomus&amp;#039;&amp;#039;]]; eine von über 100 Zeichnungen im Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Zellsubstanz, Kern und Zelltheilung&amp;#039;&amp;#039; von Flemming 1882]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beobachtungen über die Beschaffenheit des Zellkerns.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für mikroskopische Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; Band 13, 1877, S. 693–717.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kenntniss der Zelle und ihrer Lebenserscheinungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für mikroskopische Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; Band 16, 1879, S. 302–436, Band 18, 1880, S. 151–259, und Band 20, 1881, S. 1–86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* D. Lukács: &amp;#039;&amp;#039;Walter Flemming, discoverer of chromatin and mitotic cell division.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Orvosi hetilap.&amp;#039;&amp;#039;  122, 6, 1981, S. 349–350 (ungarisch) PMID 7015236.&lt;br /&gt;
* Nicolà Latronico: &amp;#039;&amp;#039;Heredity, constitution and diathesis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Minerva Pediatr.&amp;#039;&amp;#039; 52 (1–2), S. 81–115, PMID 10829597.&lt;br /&gt;
* C. S. Breathnach: &amp;#039;&amp;#039;Biographical sketches No. 18 – Flemming.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Irish medical journal.&amp;#039;&amp;#039; 75, 6, 1982, S. 177, PMID 7050007.&lt;br /&gt;
* N. Paweletz: &amp;#039;&amp;#039;Walther Flemming: pioneer of mitosis research.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nat. Rev. Mol. Cell Biol.&amp;#039;&amp;#039; 2, 1, 2001, S. 72–75, PMID 11413469.&lt;br /&gt;
* W. Flemming: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kenntniss der Zelle und ihrer Lebenserscheinungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arch. Mikroskop. Anat.&amp;#039;&amp;#039; 16, 1878, S. 302–436 und 18, 1880, S. 151–289. Neuabdruck in englischer Übersetzung in: &amp;#039;&amp;#039;J. Cell Biol.&amp;#039;&amp;#039; 25, 2007, S. 3–69 ([http://jcb.rupress.org/cgi/reprint/25/1/3 jcb.rupress.org] PDF).&lt;br /&gt;
* E. A. Carlson: &amp;#039;&amp;#039;The Analysis of Mitosis Shifts Attention to the Chromosomes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mendel&amp;#039;s Legacy. The Origins of Classical Genetics.&amp;#039;&amp;#039; CSHL Press, 2004, ISBN 0-87969-675-3, S. 24–25.&lt;br /&gt;
* P. A. Hardy, H. Zacharias: &amp;#039;&amp;#039;Walther Flemming und die Mitose: Der Beitrag seiner ersten Kieler Jahre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schr. Naturwiss. Ver. Schlesw.-Holst.&amp;#039;&amp;#039; 70, 2008, S. 3–15 ([http://www.schriften.uni-kiel.de/Band%2070/Hardy_Zacharias_70_3-15.pdf schriften.uni-kiel.de], PDF; 624 kB)&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|241|242|Flemming, Walther|Georg Uschmann|118691732}}&lt;br /&gt;
* Edith Fleiner: &amp;#039;&amp;#039;Flemming, Walther.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Band 4. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1976, S. 72f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Walther Flemming}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118691732}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|232644322}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dietzellab.de/goodies/history/ Flemmings Hauptwerk: Zellsubstanz, Kern und Zelltheilung, 1882; Originaltext als PDF]&lt;br /&gt;
* W. Flemming &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntniss der Zelle und ihrer Theilungs-Erscheinungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; 3, 1878, S. 23–27 ([http://www.schriften.uni-kiel.de/Band%2070/Flemming_70_16-20.pdf Reprint]; PDF; 129&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.zellbiologie.de/journal/artikel/3_2_2003.pdf Walter Flemming Medaille] (PDF; 190&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Akademie&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Walther Flemming: Antworten auf &amp;#039;&amp;#039;Fragen, welche die Ksl. Leop. Car. Deutsche Akademie der Naturforscher nach §7 der Statuten ihre neueintretenden Mitglieder zu beantworten bittet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leopoldina-Archiv: M 1 Matrikel, 2212.&amp;#039;&amp;#039; 11. Januar 1879.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walther-1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Walther Flemming: &amp;#039;&amp;#039;Ueber den Ciliarmuskel der Haussäugethiere.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation: Medizinische Fakultät, Rostock 1868. Auch in: &amp;#039;&amp;#039;Arch Mikr Anat&amp;#039;&amp;#039; 4, 1868, S. 353–374, [[doi 10.1007/BF02955371]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spee-1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Walther Flemming: &amp;#039;&amp;#039;Habilitatiosschrift.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 1871. Zitiert nach Ferdinand Graf von Spee: &amp;#039;&amp;#039;Walther Flemming †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anat Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; 28, 1906, S. 41–59 (Zitat S. 55).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walther-2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Walther Flemming: &amp;#039;&amp;#039;Ueber das subcutane Bindegewebe und sein Verhalten an Entzündungsherden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Virchows Arch&amp;#039;&amp;#039; 56, 1872, S. 146–176.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik-1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]]: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Universität zu Kiel 1876 / V.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften Universität Kiel&amp;#039;&amp;#039; 23 und 24, C. F. Mohr (P Peters), Kiel 1877.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Asmussen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Frauen hat die CAU ab 1892 zum Studium zugelassen.&amp;#039;&amp;#039; In: Georg Asmussen: &amp;#039;&amp;#039;Findbuch des Bestandes Abt 47: Christian-Albrechts-Universität Kiel, Teil 1: 1665–1945.&amp;#039;&amp;#039; University Press Hamburg 2007, ISBN 978-3-937816-43-2 ([http://hup.sub.uni-hamburg.de/ hup.sub.uni-hamburg.de] PDF).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flemming-2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
W. Flemming: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kenntnis der Zelle und ihrer Theilungserscheinungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften Naturw Verein Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; 3, 1, 1878, S. 23–27.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flemming-3&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
W. Flemming: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Kenntniss der Zelle und ihrer Lebenserscheinungen: II.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arch Mikr Anat.&amp;#039;&amp;#039; 18, 1880, S. 151–259.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spee-2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ferdinand Graf von Spee: &amp;#039;&amp;#039;Walther Flemming †.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anat Anzeiger.&amp;#039;&amp;#039; 28, 1906, S. 41–59 (Zitat S. 55).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Peters&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gudrun Peters: &amp;#039;&amp;#039;Walther Flemming 1843–1905. Sein Leben und sein Werk.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kieler Beiträge zur Geschichte der Medizin und Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Heft 6. Wachholtz, Neumünster 1967, S. 45.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kiel-1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
F Lindig (Hsgb): &amp;#039;&amp;#039;Adressbuch der Stadt Kiel sowie der Ortschaften Gaarden und Ellerbeck für das Jahr 1886.&amp;#039;&amp;#039; Foto IMGP 2298 im Archiv der Landeshauptstadt Kiel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kiel-2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kiel: &amp;#039;&amp;#039;Klassensteuer-Rolle der Stadt Kiel. Band IV: Düsternbrook. Laufende Nr 16192 Flemming Walter (sic!), 16193 Flemming Klara (sic!).&amp;#039;&amp;#039;  Archiv der Landeshauptstadt Kiel, Signatur P 48 a 77, Kiel 1886/87. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118691732|LCCN=n85800905|VIAF=57409073}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Flemming, Walther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zellbiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften in Uppsala]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Physiographischen Gesellschaft in Lund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Rostock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1843]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Flemming, Walther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Flemming, Walter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Anatom und Zellbiologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. April 1843&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Sachsenberg bei [[Schwerin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. August 1905&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian-Zet</name></author>
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