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	<title>Walther Bierkamp - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T12:02:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walther_Bierkamp&amp;diff=573022&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-27T17:03:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walther Karl Johannes Bierkamp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Bierkamp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, (* [[17. Dezember]] [[1901]] in [[Hamburg]]; † [[15. Mai]] [[1945]] in [[Scharbeutz]]) war ein deutscher Jurist, [[SS-Brigadeführer]] und [[Generalmajor]] der Polizei. Als [[Oberregierungsrat]] war er Chef der Kriminalpolizeileitstelle Hamburg. Danach war er als [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] [[Düsseldorf]] und als Führer der [[Einsatzgruppe D der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe D]] in der [[Sowjetunion|UdSSR]] tätig und schließlich als [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] (BdS) in „Belgien-Nordfrankreich“, im [[Generalgouvernement]] und „Südwest“ sowie Höherer [[SS- und Polizeiführer]] „Südost“. Bierkamp und die von ihm befehligten Einheiten waren für die Ermordung von zehntausenden Juden im [[Holocaust]] verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Studium ==&lt;br /&gt;
Bierkamp war von 1919 bis 1920 Mitglied des [[Freikorps Bahrenfeld]] in Hamburg, mit dem er sich aktiv am Kapp-Putsch beteiligte. Er studierte in Göttingen und Hamburg [[Rechtswissenschaft]]en, legte 1924 das erste und 1928 das zweite Staatsexamen ab und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] zum [[Doktor der Rechte|Dr. jur.]] Im Anschluss trat er in den Staatsdienst ein und war bis 1937 als [[Staatsanwalt]] am [[Landgericht Hamburg]] tätig. Bereits zum 1. Dezember 1932 trat Bierkamp der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.408.449) bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2930486&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei der Kriminalpolizei und Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD ==&lt;br /&gt;
Anfang Februar 1937 wechselte er als [[Oberregierungsrat]] und Kriminaldirektor zur [[Kriminalpolizei (Deutschland)|Kriminalpolizei]] und wurde zum Leiter der Kriminalpolizeileitstelle Hamburg bestellt. Am 1. April 1939 wurde er Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 310.172). Er wurde am 15. Februar 1941 zum [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] (IdS) in Düsseldorf ernannt. Diese Funktion übte er, unterbrochen von einer Tätigkeit als [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] (BdS) „Belgien-Nordfrankreich“ mit Dienstsitz in Paris von September 1941 bis April 1942, bis zum 24. Juni 1942 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD in der UdSSR ==&lt;br /&gt;
Am 30. Juni 1942 löste Bierkamp [[SS-Standartenführer]] [[Otto Ohlendorf]] als Führer der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe D]] ab, die in der südlichen [[Ukraine]] und auf der [[Krim]] im Bereich der [[11. Armee (Wehrmacht)|11. Armee]] eingesetzt wurde. Sein Stellvertreter wurde (Johannes) [[Hans Leetsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier führte die Einsatzgruppe D im August 1942 erste größere Mordaktionen gegen [[Juden]] durch. So wurden in [[Krasnodar]] und [[Jeisk|Ejsk]] die Insassen von Kinderheimen in [[Gaskammer (Massenmord)|Gaswagen]] getötet. 500 Juden aus Krasnodar wurden am 21. und 22. August in einem Wald am Stadtrand erschossen. Gleiches geschah am 1. September 1942 in [[Mineralnyje Wody]]. Das Einsatzkommando 12 verbrachte die Juden von [[Jessentuki]] und [[Kislowodsk]] am 9./10. September ebenfalls nach Mineralnyje Wody zum Erschießen. Die Juden von [[Pjatigorsk]] wurden vom gleichen Kommando im Gaswagen umgebracht. Insgesamt wurden über 6000 Juden getötet. Die überlebenden und zunächst noch als Handwerker benötigten Juden wurden am 4./5. Januar 1943 in Kislowodsk umgebracht. Die Gesamtzahl der Morde der Einheit belief sich im betreffenden Zeitraum auf etwa 10.000 jüdische Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1942 startete die [[Wehrmacht]] die [[Fall Blau|deutsche Sommeroffensive]] und drang mit dem [[Unternehmen Edelweiß (Kaukasus)|Unternehmen Edelweiß]] in den [[Kaukasus]] ein. Im Mai 1943 wurde die Einsatzgruppe D in „Kampfgruppe Bierkamp“ umbenannt und führte diesen Namen bis zum 15. Juni 1943.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD ==&lt;br /&gt;
Ab Juni 1943 bis Februar 1945 wurde Bierkamp als BdS [[Generalgouvernement]] verwendet. In einem Runderlass vom 20. Juli 1944 ordnete er an, dass alle Gefängnisinsassen und Juden in der Rüstungsindustrie vor Eintreffen der [[Rote Armee|Roten Armee]] abzutransportieren seien. Bei „überraschender Entwicklung der Lage“, die einen Abtransport unmöglich mache, seien die Betreffenden auf der Stelle zu „liquidieren“ und ihre Leichen durch „Verbrennen, Sprengung der Gebäude o. ä.“ zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls als BdS war er anschließend kurzfristig in Stuttgart tätig, um schließlich bis 20. Februar 1945 zunächst als stellvertretender und bis 17. März 1945 als [[SS- und Polizeiführer|Höherer SS- und Polizeiführer]] (HSSPF) Südost mit Hauptquartier in [[Breslau]] zu fungieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war er bis Mitte April 1945 wieder als BdS beim HSSPF Südwest tätig. Vom 14. April 1945 bis Kriegsende war Bierkamp BdS Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bierkamp beging am 15. Mai 1945 [[Suizid]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diercks49&amp;quot;&amp;gt;Herbert Diercks: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation Stadthaus. Die Hamburger Polizei im Nationalsozialismus. Texte, Fotos, Dokumente&amp;#039;&amp;#039;, [[KZ-Gedenkstätte Neuengamme]], Hamburg 2012, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beförderungen ==&lt;br /&gt;
* SS-Hauptsturmführer (Eingangsrang bei Eintritt in die SS am 1. April 1939)&lt;br /&gt;
* SS-Sturmbannführer (20. April 1939)&lt;br /&gt;
* SS-Obersturmbannführer (15. Dezember 1940)&lt;br /&gt;
* SS-Standartenführer (20. April 1941)&lt;br /&gt;
* SS-Oberführer (1. Mai 1942)&lt;br /&gt;
* Oberst der Polizei (15. Mai 1942)&lt;br /&gt;
* SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei (9. November 1944)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orden und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern&lt;br /&gt;
* Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern&lt;br /&gt;
* Totenkopfring der SS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Krausnick/Hans-Heinrich Wilhelm: &amp;#039;&amp;#039;Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD 1938–1942&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1981, ISBN 3-421-01987-8.&lt;br /&gt;
* [[Andrej Angrick]]: &amp;#039;&amp;#039;Besatzungspolitik und Massenmord. Die Einsatzgruppe D in der südlichen Sowjetunion 1941–1943&amp;#039;&amp;#039;, [[Hamburger Edition]], Hamburg 2003, ISBN 3-930908-91-3.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Fischer, aktualisierte 2. Auflage, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Webarchiv | url=http://www.olokaustos.org/bionazi/leaders/bierkamp.htm | wayback=20110908001819 | text=Biographie von Walther Bierkamp}}&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/37 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bierkamp, Walther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS- und Polizeiführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Belgiens 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Russlands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaukasus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Kapp-Putsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalgouvernement]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bierkamp, Walther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bierkamp, Walter; Bierkamp, Walter Karl Johannes (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und SS- und Polizeifunktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Dezember 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Mai 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Scharbeutz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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