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	<title>Walther Arndt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walther_Arndt&amp;diff=307382&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bisam: falsche Abkürzung</title>
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		<updated>2025-11-02T13:05:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsche Abkürzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walther Arndt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Januar]] [[1891]] in [[Kamienna Góra|Landeshut]], [[Niederschlesien]]; † [[26. Juni]] [[1944]] in [[Brandenburg an der Havel]]; Schreibweise auch &amp;#039;&amp;#039;Walter&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Zoologe]] und Mediziner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Invalidenstr 43 (Mitte) Walther Arndt.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus, Invalidenstraße 43, in [[Berlin-Mitte]]]]&lt;br /&gt;
Sein Vater war der an Zoologie und Botanik interessierte [[Veterinärrat]] Fedor Arndt, der von 1890 bis zu seiner Pensionierung 1928 in Landeshut den städtischen Schlachthof leitete. Walther Arndt besuchte die Volksschule und das Realgymnasium seiner Geburtsstadt. Der Tod der Mutter an Arndts Geburtstag 1905 führte zu einer noch innigeren Bindung an seinen Vater und seine um fünf Jahre jüngere Schwester. Ab 1909 studierte er an der [[Universität Breslau]] Medizin und Naturwissenschaften. Schon während des Studiums wurde er von verschiedenen Gesellschaften eingeladen, an den unterschiedlichsten Expeditionen teilzunehmen. Auf diese Weise erforschte Arndt die [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]], [[Korsika]] und [[Norwegen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. August 1914 bestand er die medizinische Prüfung und erhielt kurz darauf seine [[Approbation (Heilberufe)|Approbation]]. Als Kriegsfreiwilliger und [[Feldunterarzt]] nahm er am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil und wurde an die Ostfront versetzt. Nach kaum zwei Monaten geriet er in [[Ostpreußen]] in russische Kriegsgefangenschaft und wurde nach [[Sibirien]] gebracht. Dort erlernte er die russische Sprache, studierte Land und Leute sowie die jagdlichen Verhältnisse und übernahm die ärztliche Betreuung deutscher Kriegsgefangener beim Bau der [[Atschinsk]]-[[Minussinsk]]er Eisenbahn. Später kam er nach Spasskoje und [[Chabarowsk]]. 1917 kehrte Arndt nach Deutschland zurück. Anfang Mai 1918 ging er als Mitglied der [[Kriegsgefangenenfürsorge]] erneut nach Russland. Da er damit rechnete, erneut festgenommen zu werden, deckte er sich vorsorglich mit wissenschaftlicher Literatur und zoologischem Sammelgerät ein. Er geriet tatsächlich erneut in russische Gefangenschaft und kehrte erst im August 1919 über Umwege nach Deutschland zurück. Seine für ihn auch wissenschaftlich äußerst interessante Reise in die Heimat führte über [[Wladiwostok]], [[Japan]], die [[Philippinen]], [[San Francisco]], [[New York City|New York]] und [[Schweden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurde Arndt zum Dr. med. und im darauf folgenden Jahr zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1920 berief man ihn für ein Jahr zum Volontär des Zoologischen Instituts und Museums der Universität Breslau. Dort veröffentlichte er seine ersten Forschungsergebnisse. 1921 folgte er seinem Lehrer [[Willy Kükenthal]] als Assistent an das [[Museum für Naturkunde (Berlin)|Zoologische Museum der Friedrich-Wilhelms-Universität]] in [[Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.diegeschichteberlins.de/geschichteberlins/persoenlichkeiten/persoenlichkeiteag/434-arndt.html&amp;lt;/ref&amp;gt; 1923 war er maßgeblich an groß angelegten hydrochemischen Untersuchungen an der [[Nordsee]] beteiligt. In Berlin avancierte er 1925 zum [[Wissenschaftlicher Mitarbeiter|Kustos]] und 1931 zum Titularprofessor. Ab 1926 fungierte Arndt als Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Fauna Arctica&amp;#039;&amp;#039;. 1938 berief man ihn in die [[International Code of Zoological Nomenclature|Internationale Zoologische Nomenklatur-Kommission]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner Schwester und seinem Vater, der 1928 nach Berlin übersiedelte, war er stets eng verbunden. Die Schwester betreute während seiner Studienzeit sein [[Formicarium]] und seine etwa 120 lebenden Wirbeltiere, wobei sie auch Messungen nach seinen Anweisungen durchführte. Der Vater half ihm von 1928 bis zu seinem Tod 1943 in Berlin bei der zeitraubenden Vorbereitung zu einigen Veröffentlichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen kritischer Äußerungen über den [[Nationalsozialismus]] wurde Arndt 1943 denunziert: zum einen vom Ehepaar &amp;#039;&amp;#039;Siegfried und Hanneliese Mehlhausen&amp;#039;&amp;#039; (eine Jugendfreundin und enge Freundin der Schwester Arndts) und zum anderen von seinem Kollegen [[Wolfgang Stichel]] (Zoologe, Spezialist für [[Wanzen]]). Trotz mehrerer Gnadengesuche von Kollegen, unter anderen von [[Hanns von Lengerken]], [[Ferdinand Sauerbruch]], [[Oskar Heinroth]], [[Katharina Heinroth]], [[Franz Ruttner]] und [[Hans Hass]], wurde Arndt am 11. Mai 1944 vom [[Volksgerichtshof]] zum Tode verurteilt und am 26. Juni im [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]] im Alter von 53 Jahren hingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geus &amp;amp; Querner&amp;quot;&amp;gt;[[Armin Geus]], Hans Querner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zoologische Gesellschaft 1890-1990. Dokumentation und Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Gustav Fischer, Stuttgart 1990, ISBN 3-437-30648-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben des Medizinprofessors und Historikers Andreas Winkelmann wurde Arndts Leiche von [[Hermann Stieve]] seziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.slate.com/articles/life/history/2013/11/nazi_anatomy_history_the_origins_of_conservatives_anti_abortion_claims_that.html The Nazi Anatomists] Emily Bazelon auf www.slate.com (abgerufen am 27. April 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Urne wurde am Rande des Friedhofs von [[Berlin-Marzahn]] vergraben und bei Kriegsende geborgen. Sie wurde zunächst in Berlin-Wilhelmshagen beigesetzt und später von seiner Schwester, Ilse Habernoll, nach Bonn überführt und auf dem Südfriedhof bestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eisentraut&amp;quot;&amp;gt;Martin Eisentraut: &amp;#039;&amp;#039;Vom Leben und Sterben des Zoologen Walther Arndt - ein Zeitdokument aus Deutschlands schwärzesten Tagen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin (N.F.).&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1986, S. 161–187.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schwurgericht [[Moabit]] verurteilte die Eheleute Mehlhausen sowie Stichel am 22. September 1949 zu 15, 12 bzw. 8 Jahren Zuchthaus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pax&amp;quot;&amp;gt;Ferdinand Pax: &amp;#039;&amp;#039;Walther Arndt - ein Leben für die Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hydrobiologia&amp;#039;&amp;#039;. 4 (3), 1952, 302-315.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Botor: &amp;#039;&amp;#039;Das Berliner Sühneverfahren - Die letzte Phase der Entnazifizierung&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-631-54574-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1950 nahm die [[Deutsche Zoologische Gesellschaft]] Walther Arndt als ewiges Mitglied auf und bestimmte, dass sein Name in allen Mitgliederlisten als erster geführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm ist der [[Walther-Arndt-Preis]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Leistungen ==&lt;br /&gt;
Walther Arndt war insbesondere bekannt für seine Forschungen an [[Schwämme]]n und zur [[Hydrobiologie]]. Außerdem ist seine Arbeit als Museologe und Herausgeber bemerkenswert. Ein Haupt-Interesse Arndts war die möglichst genaue Feststellung der Zahl der Arten in den Ordnungen, Klassen usw. der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Spongilidenfauna Europas&amp;#039;&amp;#039;. Arch. f. Hydrobiol. 17 (1926) S. 337–365.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Porifera (Schwämme), Spongien&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Friedrich Dahl]] (Hrsg.): Die Tierwelt Deutschlands. Jena 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die biologischen Beziehungen zwischen Schwämmen und Krebsen&amp;#039;&amp;#039;. Mitt. Zool. Mus. Berlin 19 (1933) S. 221–305.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rohstoffe des Tierreichs&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. [[Ferdinand Albert Pax|F. Pax]] &amp;amp; W. Arndt). Berlin 1928–1940.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|362|363|Arndt, Walter|Johann-Gerhard Helmcke|116343419}}&lt;br /&gt;
* [[Günter Tembrock]]: &amp;#039;&amp;#039;Walther Arndt, eine Erinnerung an den 26. Juni 1944.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin (N.F.).&amp;#039;&amp;#039; Band 33, 1994, S. 3–7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116343419}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116343419|VIAF=37664498}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Arndt, Walther}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurator einer naturwissenschaftlichen Sammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums für Naturkunde Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Arndt, Walther&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Arndt, Walter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Zoologe und Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Januar 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kamienna Góra|Landeshut]], [[Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juni 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brandenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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