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	<title>Walter von Medem - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_von_Medem&amp;diff=2136691&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grubenhagener: Familie.</title>
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		<updated>2026-01-01T23:29:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Familie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1994-090-05, Drechsler, Lohse, Rosenberg, v. Medem.jpg|mini| [[Otto-Heinrich Drechsler]], [[Hinrich Lohse]], [[Alfred Rosenberg]] und Walter-Eberhard von Medem (v.&amp;amp;nbsp;l.&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;r.) bei einer Veranstaltung in der Ruine der [[Ordensburg]] von [[Dobele|Doblen]], 1942]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter-Eberhard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Alexander Albert Freiherr &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Medem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Mai]] [[1887]] in [[Legnica|Liegnitz]]; † [[9. Mai]] [[1945]] in [[Prag]]) war ein deutscher Offizier, Freikorpsführer, [[Journalist]] und [[Sturmabteilung|SA]]-Führer, der einem Zweig des deutschbaltischen [[Medem (Adelsgeschlecht)|Adelsgeschlecht von Medem]] entstammte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Medem war der Sohn des preußischen Generals [[Kurt von Medem]] (1848–1920) und der Marie von Sellin (1856–1928) sowie Enkel des Generalleutnants [[Alexander von Medem (General)|Alexander von Medem]] (1814–1879). Walter von Medem war in erster Ehe mit Edith von Budde und in zweiter Ehe mit einer Gräfin von [[Rothkirch|Rothkirch und Trach]] verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stephan Malinowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom König zum Führer. Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat.&amp;#039;&amp;#039; Akademie, Berlin 2003, ISBN 3-05-003554-4, S. 355.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1914 bis 1918 nahm Medem als Offizier mit dem [[3. Garde-Feldartillerie-Regiment]] am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil, in dem er es bis zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde er Führer des nach ihm benannten [[Freikorps]] &amp;#039;&amp;#039;von Medem&amp;#039;&amp;#039;, das sich im [[Baltikum]] im [[Lettischer Unabhängigkeitskrieg|lettischen Unabhängigkeitskrieg]] engagierte und unter anderem an der Befreiung [[Riga]]s aus der Kontrolle revolutionärer Kräfte im Mai 1919 beteiligt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Weimarer Republik]] engagierte sich Medem politisch in der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] und seit 1924 im [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Frontsoldatenbund Stahlhelm]], dessen Bundesamt (Vorstand) er angehörte: Den Schwerpunkt seiner Tätigkeit legte er in diesen Jahren auf das journalistische Gebiet. So war er zunächst als [[Redakteur]] für die &amp;#039;&amp;#039;Ostpreußische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; und für die &amp;#039;&amp;#039;[[Allensteiner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; tätig, 1922 wechselte er zur &amp;#039;&amp;#039;[[Telegraphen-Union]]&amp;#039;&amp;#039;. Von 1926 bis 1940 war er schließlich Chefredakteur der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Tag&amp;#039;&amp;#039; in Berlin. Außerdem verfasste er seit 1926 die Leitartikel des &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Adelsblattes&amp;#039;&amp;#039;, des Organs der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|Deutschen Adelsgenossenschaft]]. Aufgrund der rechtsradikalen Artikel Medems verbot Reichswehrminister [[Wilhelm Groener]] im November 1929 Reichswehrangehörigen die Mitgliedschaft in der Adelsgenossenschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stephan Malinowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom König zum Führer. Sozialer Niedergang und politische Radikalisierung im deutschen Adel zwischen Kaiserreich und NS-Staat.&amp;#039;&amp;#039; Akademie, Berlin 2003, ISBN 3-05-003554-4, S. 355.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum [[Tag der nationalen Arbeit|1. Mai 1933]] trat Medem in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] (Mitgliedsnummer 2.580.698)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/28031470&amp;lt;/ref&amp;gt; und zugleich in die [[Sturmabteilung|SA]] ein, in der er am 1. Dezember 1933 den Rang eines SA-Standartenführers erhielt. Am 30. Januar 1942 wurde er zum SA-Oberführer befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Medem wurde von [[Alfred Rosenberg]] protegiert. Als dieser [[Reichsminister für die besetzten Ostgebiete]] wurde, galt Medem als einer der wenigen „ungefährlich[en]“, weil „durch den Nationalsozialismus erzogen[en]“ [[Deutsch-Balten|Deutschbalten]], die in ihre Heimat zurückkehren durften, um eine höhere Position im [[Reichskommissariat Ostland]] zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat bei Kārlis Kangeris: &amp;#039;&amp;#039;Die Rückkehr und der Einsatz von Deutschbalten im Generalbezirk Lettland.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Garleff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutschbalten, Weimarer Republik und Drittes Reich.&amp;#039;&amp;#039; Band 2 (= Das Baltikum in Geschichte und Gegenwart, 1/2). Böhlau, Köln 2008, ISBN 978-3-412-12299-7, S. 385–428, hier S. 395; im Text auch die folgenden Informationen, passim&amp;lt;/ref&amp;gt; Rosenberg ernannte Medem am 25. Juli 1941 zum [[Gebietskommissar]] von [[Jelgava|Mitau]]. Medems Bemühungen, die lettische Bevölkerung zur Mitarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet zu gewinnen, fanden in den Berichten [[Albert Hoffmann (Gauleiter)|Albert Hoffmanns]] an [[Martin Bormann]] lobende Erwähnung, dagegen trafen Medems Umsiedlungspläne für das Baltikum, die auf eine Ansiedlung von ehemaligen Freikorpskämpfern hinausliefen, auf schärfste Ablehnung [[Heinrich Himmler|Himmlers]]. Medem erwartete die Übertragung von Rittergütern an die Freikorpskämpfer, wie sie die seinerzeitige lettische Regierung als Belohnung versprochen hatte. Auch der Adjutant Rosenbergs, [[Werner Koeppen]], lehnte dies ab, weil die baltische Bevölkerung nicht mit der Rückkehr der deutsch-baltischen Barone beunruhigt werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Zellhuber: &amp;#039;&amp;#039;„Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu ...“ : das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion 1941–1945&amp;#039;&amp;#039;. Vögel, München 2006, ISBN 3-89650-213-1, S. 175, 186f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb am 9. Mai 1945 in Prag, beim Einmarsch der [[Rote Armee|Roten Armee]] am Ende des [[Prager Aufstand]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Publizist veröffentlichte Medem unter anderem die Bücher &amp;#039;&amp;#039;Stürmer von Riga&amp;#039;&amp;#039; (1935) und &amp;#039;&amp;#039;Fliegende Front&amp;#039;&amp;#039; (1942). Er schrieb Jungenbücher wie das über Werner Franz, der als 14-jähriges Besatzungsmitglied das Unglück des [[LZ 129|Luftschiffes Hindenburg]] überlebte. 1940 gab er das Buch &amp;#039;&amp;#039;Ein Robinson der Wüste&amp;#039;&amp;#039; von [[Max Kirsch]] unter dem neuen Titel &amp;#039;&amp;#039;Abenteuer in der Wüste&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
Wohl ein letzter Hinweis (mit Foto) auf Frhr. von Medem betrifft die Gedenkveranstaltung auf die Befreiung Mitaus (18. März 1919) nach 25 Jahren („Deutsche Zeitung im Ostland“ vom 22. März 1944, S. 5); Medem war damals selbst als „Freikorpsführer“ an der Befreiung der Gefangenen in Riga 1919 beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele seiner Schriften wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-m.html|title=Buchstabe M, Liste der auszusondernden Literatur. Herausgegeben von der Deutschen Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone. Vorläufige Ausgabe nach dem Stand vom 1. April 1946 (Berlin: Zentralverlag, 1946).|website=www.polunbi.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-m.html|title=Buchstabe M, Liste der auszusondernden Literatur. Herausgegeben von der Deutschen Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone. Zweiter Nachtrag nach dem Stand vom 1. September 1948 (Berlin: Deutscher Zentralverlag, 1948).|website=www.polunbi.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Herbert Michaelis: &amp;#039;&amp;#039;Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart; eine Urkunden- und Dokumentensammlung zur Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, 1979, S. 476.&lt;br /&gt;
* Alexander Kruglov: &amp;#039;&amp;#039;Jelgava.&amp;#039;&amp;#039; In: Geoffrey Megargee (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The United States Holocaust Memorial Museum Encyclopedia of Camps and Ghettos. Vol. II: Ghettos in German Occupied Eastern Europe&amp;#039;&amp;#039;, Teil B. Bloomington 2012, S. 1006–1007&lt;br /&gt;
* [http://www.konkret-magazin.de/427/articles/kampf-dem-system-908.html Philipp Osten: „Kampf dem System“ &amp;#039;&amp;#039;Konkret&amp;#039;&amp;#039; 7/2012]&lt;br /&gt;
* Hauptmann Walter Eberhard Frh. von Medem: &amp;#039;&amp;#039;Die Befreiung der Gefangenen in der Zitadelle [1919]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Baltische Landeswehr im Befreiungskampf gegen den Bolschewismus. Ein Gedenkbuch&amp;#039;&amp;#039;. Riga, 1929, S. 163–165.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126596719}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|126596719}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126596719|LCCN=no/2008/30528|VIAF=1009710}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Medem, Walter Von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Lettlands 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebietskommissar (Ostland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugendliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptmann (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artillerist (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Lettischen Unabhängigkeitskrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Medem|Walter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Medem, Walter von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Medem, Walter Eberhard Alexander Albert Freiherr von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Offizier, Journalist und SA-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Mai 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Legnica|Liegnitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Mai 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grubenhagener</name></author>
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