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	<title>Walter Wallmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-10-04T15:05:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F063991-0019, Frankfurt, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.jpg|mini|Walter Wallmann (1982)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Wallmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. September]] [[1932]] in [[Uelzen]]; † [[21. September]] [[2013]] in [[Frankfurt am Main]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/politik/zum-tod-von-walter-wallmann-dem-gemeinwesen-dienen-12585556.html Günter Mick: &amp;#039;&amp;#039;Zum Tod von Walter Wallmann. Dem Gemeinwesen dienen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. September 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]] und [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war von 1977 bis 1986 [[Oberbürgermeister]] von [[Frankfurt am Main]], von 1986 bis 1987 [[Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit]], von 1987 bis 1991 der sechste [[Hessischer Ministerpräsident|Ministerpräsident]] des Landes [[Hessen]] und in dieser Funktion auch vom 15. Mai bis zum 31. Oktober 1987 der 39.&amp;amp;nbsp;[[Präsident des Bundesrates (Deutschland)|Präsident des Bundesrates]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Studium und Promotion ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Abitur]] 1952 begann Wallmann ein Studium der [[Rechtswissenschaft|Rechts- und Staatswissenschaften]] sowie Politik an der [[Philipps-Universität Marburg]], das er mit beiden juristischen [[Staatsexamen|Staatsexamina]] abschloss, die er in Frankfurt am Main machte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.cduhessen.de/home/lebenslauf.cfm?ID=89 |text=Ehrenvorsitzender Dr. Walter Wallmann |archive-is=20071222102822}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war evangelisch und trat im Sommersemester 1952 in die &amp;#039;&amp;#039;[[Marburger Burschenschaft Germania]]&amp;#039;&amp;#039; ein, aus der er im Verlauf der sogenannten [[Petri-Affäre]] im Wintersemester 1956/57 zusammen mit anderen Mitgliedern ausgeschlossen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=41758330 |Titel=Das Wort der Alten Herren |Jahr=1957 |Nr=34 |Seiten=29 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er trat mit den anderen ehemaligen Germanen daraufhin der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Wissenschafter-Verband|Wissenschaftlichen Verbindung]] Hohenstaufen Königsberg zu Marburg&amp;#039;&amp;#039; bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1965 wurde er beim Strafrechtler [[Karl Alfred Hall]] an der Universität Marburg mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Zur strafrechtlichen Problematik des Züchtigungsrechtes der Lehrer unter besonderer Berücksichtigung des geltenden Verfassungsrechtes&amp;#039;&amp;#039; zum [[Doktor|Dr.&amp;amp;nbsp;iur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeiten als Richter und Anfänge in der CDU ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1960 trat Wallmann in die CDU ein. Er wurde 1966 Kreisvorsitzender Marburg-Stadt, 1967 Bezirksvorsitzender der [[Junge Union|Jungen Union]] in [[Mittelhessen]] (bis 1974) und 1966 Abgeordneter des [[Hessischer Landtag|Hessischen Landtags]]. Gleichzeitig war er bis 1967 als [[Richter]] am [[Landgericht Kassel]] sowie am [[Amtsgericht Rotenburg an der Fulda]] und am [[Landgericht Gießen]] tätig. 1967 wurde Walter Wallmann stellvertretender Landesvorsitzender der [[CDU Hessen]] und 1968 auch Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter im Bundestag ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Bundestagswahl 1972]] schied er aus dem Hessischen Landtag aus und wurde bis 1977 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Hier wurde er 1973 Mitglied im Fraktionsvorstand (CDU/CSU). Von 1974 bis 1975 war er Vorsitzender des Untersuchungsausschusses der [[Guillaume-Affäre]], wofür er viel Lob und Anerkennung erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=21148&amp;amp;key=standard_document_29938166 |text=Walter Wallmann |wayback=20071026194421}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1976 wurde er [[Parlamentarischer Geschäftsführer]] der [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gescheiterte Wahl zum Marburger Oberbürgermeister ===&lt;br /&gt;
Im Februar 1970 wählte die [[Gemeindevertretung (Hessen)|Stadtverordnetenversammlung]] von [[Marburg]] Wallmann als Kandidat von [[CDU]], [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und eines Wählerblocks gegen den bisherigen Amtsinhaber [[Georg Gaßmann]] zum Oberbürgermeister. Diese Wahl erwies sich jedoch als ungültig. In der Wiederholungswahl setzte sich der nunmehrige [[SPD]]-Kandidat [[Hanno Drechsler]] gegen Wallmann durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberbürgermeister von Frankfurt am Main ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1977 legte Wallmann sein [[Mandat (Politik)|Bundestagsmandat]] nieder, nachdem die CDU bei der [[Kommunalwahlen in Hessen 1977|Kommunalwahl]] in [[Frankfurt am Main]] überraschend die [[absolute Mehrheit]] errungen hatte und der amtierende Oberbürgermeister [[Rudi Arndt]] (SPD) zurückgetreten war. Das Scheitern der SPD in Frankfurt wurde als Folge des &amp;#039;&amp;#039;roten Filzes&amp;#039;&amp;#039; (in Frankfurt der [[Spendenaffäre der Frankfurter SPD]]), der [[Gebietsreform in Hessen]], der Schulpolitik, aber auch als Nachwirkung des [[Frankfurter Häuserkampf]]s gesehen. Wallmann war bei der Kommunalwahl in Hessen gleichzeitig als [[Spitzenkandidat]] in Frankfurt und in [[Marburg]] angetreten und wurde nun [[Oberbürgermeister]] der Stadt Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wallmann verfolgte eine großzügige öffentliche Baupolitik, so setzte er beispielsweise den Wiederaufbau der [[Fachwerkhaus|Fachwerkhäuser]] auf dem [[Römerberg (Frankfurt am Main)|Römerberg]] (Ostzeile) durch und unterstützte die [[Bürgerinitiative]] zur Wiederherstellung der [[Alte Oper|Alten Oper]] zu einem Konzert- und Veranstaltungsgebäude.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hr-online3&amp;quot; /&amp;gt; Des Weiteren sorgte er für die [[Sanierung (Bauwesen)|Sanierung]] des [[Frankfurt-Bahnhofsviertel|Frankfurter Bahnhofsviertels]] und legte den Grundstein für das [[Museumsufer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hr-online2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er engagierte sich auch [[Außenpolitik|außenpolitisch]] und baute 1980 die deutsch-[[israel]]ischen [[Internationale Beziehungen|Beziehungen]] durch einen Freundschaftsvertrag zwischen Frankfurt und [[Tel Aviv]] weiter aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hr-online3&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&amp;amp;key=standard_document_29020372 |text=Tolerant und weltoffen – Auszeichnung für Walter Wallmann |archive-is=20070630005217}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf seine Initiative betreibt die Stadt Frankfurt seit 1980 auch ein Besuchsprogramm für jüdische sowie politisch oder religiös verfolgte ehemalige Frankfurter Bürger.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://frankfurt.de/service-und-rathaus/stadtpolitik/oberbuergermeister/chronik-der-oberbuergermeister frankfurt.de] abgerufen am 24. Feb. 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Jahr zuvor, 1979, hatte er in der Hoffnung auf [[Frieden]] im [[Naher Osten|Nahen Osten]] bereits ebenfalls einen Freundschaftsvertrag mit der [[Ägypten|ägyptischen]] Hauptstadt [[Kairo]] geschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hr-online&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1981 war er Präsident des [[Deutscher Bühnenverein|Deutschen Bühnenvereins]] in Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 wurde er zum [[Landesvorsitzender|Landesvorsitzenden]] der CDU in Hessen und 1985 zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Partei gewählt. Von 1985 bis 1986 war er in seiner Funktion als Oberbürgermeister außerdem seit 1984 Präsident des [[Deutscher Städtetag|Deutschen Städtetags]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Bundesumweltminister ===&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die [[Nuklearkatastrophe von Tschernobyl|Katastrophe von Tschernobyl]] wurde Wallmann von [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Helmut Kohl]] am 6. Juni 1986 als erster [[Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit|Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit]] ins [[Kabinett Kohl II|Kabinett]] berufen. Sein Amt als Oberbürgermeister von Frankfurt übernahm der bisherige Dezernent für Personal, Organisation und Recht [[Wolfram Brück]]. Wichtige staatliche Regelungen während seiner etwa elfmonatigen Amtszeit waren die Änderung des Kfz-Steuer-Gesetzes zur Einführung schadstoffarmer Autos sowie das [[Wasch- und Reinigungsmittelgesetz]] vom 5. März 1987, das im Mai 2007 von einem neuen Gesetz abgelöst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20070612041522/http://www.bfr.bund.de/cd/9378 |titel=BfR - Wasch- und Reinigungsmittel |datum=2007-06-12 |abruf=2025-05-04 |kommentar=Archivlink}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus seiner Amtszeit als Bundesumweltminister stammt auch die Bezeichnung „[[Wallmann-Ventil]]“ für das Überdruckventil, das im Falle einer [[Kernschmelze]] das Bersten des Volldruck-[[Containment (Nukleartechnik)|Containments]] verhindern soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die hessische CDU unter seiner Spitzenkandidatur die [[Landtagswahl in Hessen 1987|Landtagswahl]] zusammen mit der FDP knapp gewonnen hatte, schied Wallmann nach nicht mal einem Jahr Amtszeit als Umweltminister am 23. April 1987 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hessischer Ministerpräsident ===&lt;br /&gt;
Wallmann wurde erster christdemokratischer [[Hessischer Ministerpräsident|Ministerpräsident in Hessen]]. Zudem übernahm er die Aufgabe des [[Präsident des deutschen Bundesrates|Bundesratspräsidenten]] bis zum 31. Oktober 1987, die bereits bis zur Landtagswahl sein Amtsvorgänger [[Holger Börner]] (SPD) innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seine Amtszeit fiel 1987 ein ernstzunehmender [[Störfall]] im Reaktorblock A des [[Kernkraftwerk Biblis|Kernkraftwerks Biblis]], den der Betreiber [[RWE]] und die zuständigen Behörden über ein Jahr lang zu vertuschen versuchten. Das führte zu einem Vertrauensverlust in seine Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 war Wallmann zunächst zentral in einen Skandal verwickelt, der sich erst später auf seinen Kanzleichef [[Alexander Gauland]] verlagerte und als &amp;#039;&amp;#039;[[Affäre Gauland]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. 1987 hatte Wallmann dem wissenschaftlichen Mitarbeiter der CDU-Fraktion und seinem Duzfreund [[Wolfgang Egerter]] persönlich und auf Vorschlag der Sudetendeutschen Landsmannschaft das Bundesverdienstkreuz verliehen und ihm in der in seiner Staatskanzlei angesetzten Feierstunde die Zusage gemacht: „Du wirst mir auch in Zukunft als einer meiner engsten Mitarbeiter zur Seite stehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13494603 |Titel=Entkleidete Welt. Hessens christdemokratischer Ministerpräsident Walter Wallmann will einen Rechtsextremen zu seinem Kirchenfachmann machen. |Jahr=1989 |Nr=12 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alexander Gauland, der damalige Leiter der Staatskanzlei, berief Egerter 1989 zum Koordinator zwischen Landesregierung und den Kirchen. Im Zuge dieser Personalie wurde der bisherige langjährige Leiter der Verbindungsstelle zwischen Landesregierung und den Kirchen [[Rudolf Wirtz]], der de facto die Funktion ausgeübt hatte, gegen seinen Willen versetzt. Daraufhin klagte Wirtz. Die erste Instanz befand denn auch, die Berufung Egerters sei „aus sachfremden Gründen“ erfolgt und dass „parteipolitische Verdienste […] bei der Postenschaffung keine Rolle spielen“ dürften. Die Affäre gewann zunächst dadurch an Skandalkraft, dass der &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039; Wallmanns Vertrautem Egerter völkische Umtriebe vorwarf und titelte: „Hessens christdemokratischer Ministerpräsident Walter Wallmann will einen Rechtsextremen zu seinem Kirchenfachmann machen.“ Dass der Skandal später unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Affäre Gauland&amp;#039;&amp;#039; in die Annalen einging, lag daran, dass Alexander Gauland einen Meineid leistete, um die Versetzung von Wirtz zu begründen, dann in Berufung auf {{§|99|vwgo|juris}} [[Verwaltungsgerichtsordnung|VwGO]] erfolgreich die Akteneinsicht verweigerte, die Opposition 1990 die Entlassung Gaulands forderte und die Justiz den beiden Juristen Wallmann und Gauland, v.&amp;amp;nbsp;a. aber eben Gauland, letztlich alles durchgehen ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Skandal trug sich 1990 zu, als die sogenannte „Tulpenzwiebelaffäre“ publik wurde. Walter Wallmann hatte an seinem Privathaus Gartenarbeiten über die Staatskasse finanziert. Das führte zu einem weiteren Imageverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1986 bis 1990 war Wallmann zudem Präsident des [[Deutscher Turner-Bund|Deutschen Turner-Bundes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückzug aus der Politik ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Landtagswahl in Hessen 1991|Landtagswahl 1991]] erreichte seine [[Koalition (Politik)|Koalition]] aus CDU und [[Freie Demokratische Partei|FDP]] nicht mehr die erforderliche Mehrheit. Wallmann schied daher am 5. April 1991 aus dem Amt und verzichtete auf die Rolle des [[Oppositionsführer]]s. Auch legte er sein Landtagsmandat nieder und verlor den CDU-Landesvorsitz in einem internen Machtstreit an [[Manfred Kanther]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hr-online2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gunter Hofmann |Titel=Seine Schwäche ist Stärke |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=1993-07-09 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/1993/28/seine-schwaeche-ist-staerke |Abruf=2025-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war fortan in der Privatwirtschaft als [[Rechtsanwalt]] tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000014076|Abruf=2024-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1995 wurde Wallmann Kreisvorsitzender von Frankfurt am Main und zog sich offiziell aus gesundheitlichen Gründen 1997 zurück. Martin Walsers 1996 veröffentlichtes Buch „Finks Krieg“ dürfte bei dem endgültigen Rückzug wahrscheinlich auch eine Rolle gespielt haben. Walsers Buch stützt sich stark auf die umfangreichen Unterlagen von Rudolf Wirtz und deckte detailliert die [[Affäre Gauland]] mitsamt der fehlenden Rechtsstaatlichkeit bei ihrer juristischen Bewältigung auf. Es sorgte also auch über die Stadt- und Landespolitik hinaus für negative Aufmerksamkeit für Wallmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Wallmann lebte in [[Idstein]] zusammen mit seiner Frau Margarethe. Er hatte einen Sohn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://frankfurter-personenlexikon.de/node/4202 |titel=Wallmann, Walter {{!}} Frankfurter Personenlexikon |abruf=2025-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Anfang 2009 &amp;lt;!--(?) --&amp;gt;lebte das Ehepaar in Frankfurt am Main nahe dem [[Künstlerhaus Mousonturm|Mousonturm]] im Stadtteil [[Frankfurt-Ostend|Ostend]], bis zu seinem Tod.&amp;lt;ref&amp;gt;faz.net: [http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/im-portraet-walter-wallmann-das-war-ueberhaupt-deine-beste-rede-1781755.html &amp;#039;&amp;#039;Im Porträt: Walter Wallmann „Das war überhaupt deine beste Rede“&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== CDU-Spendenaffäre ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1983 wurden insgesamt acht Millionen DM von der hessischen CDU ins Ausland transferiert und Rücküberweisungen als Vermächtnisse oder Kredite getarnt. Zu diesem Zeitpunkt war Walter Wallmann CDU-Landesvorsitzender. Allerdings konnte ihm keine Verwicklung in die [[CDU-Spendenaffäre]] nachgewiesen werden. In seiner Zeugenaussage im November 2000 gab er an, dass er die Finanzangelegenheiten in den guten Händen des damaligen Generalsekretärs der hessischen CDU [[Manfred Kanther]] und des Schatzmeisters [[Casimir Johannes Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg|Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein]] gewusst habe, sodass ihm an der Kompetenz von Manfred Kanther nie Zweifel aufkamen. Er gab auch zu Protokoll, dass er sicher sei, dass auch [[Roland Koch]] nichts von dem Geld gewusst habe und somit wie Wallmann selbst vollkommen ahnungslos gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Berliner Zeitung]] vom 13. Nov. 2000: [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/ex-ministerpraesident-wallmann-bekraeftigt-unkenntnis-ueber-schwarze-konten-der-hessen-cdu--ich-dachte-immer--dass-wir-knapp-bei-kasse-waren-,10810590,9851600.html Ex-Ministerpräsident Wallmann bekräftigt Unkenntnis über schwarze Konten der Hessen-CDU]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
=== Ignatz-Bubis-Preis ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Walter-Wallmann-Grab-2015-Frankfurt-038.jpg|mini|Ehrengrab auf dem [[Frankfurter Hauptfriedhof]], 2015]]&lt;br /&gt;
Am 21. Januar 2007 erhielt er in der [[Frankfurter Paulskirche]] den mit 50.000 Euro dotierten [[Ignatz-Bubis-Preis|Ignatz-Bubis-Preis für Verständigung]]. Das Kuratorium begründete seine Entscheidung damit, dass sich Wallmann „in hervorragender Weise für Verständigung und Toleranz eingesetzt und sie vorgelebt“ habe.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.juedische-allgemeine.de/allgemein/verbunden/&amp;lt;/ref&amp;gt; Die damalige Oberbürgermeisterin von Frankfurt, [[Petra Roth]], sowie der Vizepräsident des [[Zentralrat der Juden in Deutschland|Zentralrates der Juden in Deutschland]] und Vorsitzender der [[Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main|jüdischen Gemeinde Frankfurt]], [[Salomon Korn]], lobten vor allem sein Engagement im Bereich der Städtepartnerschaften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hr-online&amp;quot;&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/walter-wallmann-auszeichnung-fuer-einen-der-grossen-1853646.html Tolerant und weltoffen – Auszeichnung für Walter Wallmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Auszeichnungen ===&lt;br /&gt;
1979 wurde ihm der Ehrenpreis der [[Hermann Ehlers Stiftung]] verliehen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hermann-ehlers.de/hermann-ehlers-preis.html Hermann Ehlers Preis]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1982 der [[Freiherr-vom-Stein-Preis]] und 1990 das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband]] der Bundesrepublik Deutschland. 1996 erhielt er die [[Wilhelm-Leuschner-Medaille]] des Landes Hessen. Wallmann ist Ehrenvorsitzender der hessischen CDU und seit 2003 Träger des [[Hessischer Verdienstorden|Hessischen Verdienstordens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seinem 77. Geburtstag, dem 24. September 2009, wurde Wallmann zum Ehrenbürger der Stadt Frankfurt ernannt. Damit war er das erste Stadtoberhaupt Frankfurts der Nachkriegszeit, das mit der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet wurde. Außerdem war Wallmann [[Ehrenmitglied]] von [[Eintracht Frankfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Walter Wallmann entstammt einem politischen Elternhaus. Sein Vater, der Realschullehrer Walter Wallmann, verheiratet mit Anni Wallmann, geborene Riebesehl, war Mitglied der [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] (DVP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Bruder [[Wilhelm Wallmann]] war [[Wiesbaden]]er Bürgermeister, dessen Tochter, seine Nichte [[Astrid Wallmann]], wurde bei der [[Landtagswahl in Hessen 2009|Landtagswahl 2009]] in den hessischen Landtag gewählt und ist seit 2022 dessen Präsidentin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Wallmann heiratete 1960 Margarethe Höhle.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wallmann, Walter.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1301.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kas.de/de/web/geschichte-der-cdu/personen/biogramm-detail/-/content/walter-wallmann-v1 |titel=Walter Wallmann - Geschichte der CDU |hrsg=Konrad-Adenauer-Stiftung |abruf=2024-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der aus der Ehe hervorgegangene Sohn [[Walter Wallmann junior|Walter junior]] wurde am 19. März 2013 vom hessischen Landtag zum neuen Präsidenten des hessischen Landesrechnungshofs gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;amp;key=standard_document_47840017 |text=hr-online.de |archive-is=20130412075046}} hr-online.de; abgerufen am 24. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kabinette ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Kohl II]] – [[Kabinett Kohl III]]&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Wallmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Licht der Paulskirche. Memoiren eines Politischen.&amp;#039;&amp;#039; Goetz, Potsdam 2002, ISBN 3-00-009956-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gegenwart der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-7973-0769-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Preis des Fortschritts. Beiträge zur politischen Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1983, ISBN 3-421-06140-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wallmann, Walter.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1301.&lt;br /&gt;
* Philip Rosin: Walter Wallmann, in: https://www.kas.de/de/web/geschichte-der-cdu/personen/biogramm-detail/-/content/walter-wallmann-v1, Geschichte der CDU (mit Online-Findbuch)&lt;br /&gt;
* {{Hessen-Parlament 1946–1986|Seite=419–420}}&lt;br /&gt;
* Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 399.&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Dieter Osswald]], Barbara Peter: &amp;#039;&amp;#039;Walter Wallmann&amp;#039;&amp;#039;. In: Udo Kempf, Hans-Georg Merz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kanzler und Minister 1949–1998. Biografisches Lexikon der deutschen Bundesregierungen&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-531-13407-8, S. 721–723.&lt;br /&gt;
* [[Petra Roth]], [[Ernst Gerhardt]], Bernhard Mihm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bewahren und Erneuern. Walter Wallmann zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Societäts Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-7973-0650-4.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000014076|||in &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 12/2014 vom 18. März 2014}}&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; Koblenz 2021, S. 182–184. ([http://www.burschenschaftsgeschichte.de/pdf/biographisches-lexikon-deutsche-burschenschaft-dvorak-kaupp-politiker-nachtrag.pdf Online-PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118628828}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118628828}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |PPN=206759134 |GND=118628828}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|title:(&amp;quot;Walter Wallmann&amp;quot;) OR person:(&amp;quot;Wallmann, Walter&amp;quot;)|NAME=Walter Wallmann|SBB=1}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118628828|titel=Wallmann, Walter|datum=2020-06-26}}&lt;br /&gt;
* {{Frankfurter Personenlexikon|4202|Wallmann, Walter}}&lt;br /&gt;
* {{Parlamente in Hessen|Thema=Abgeordnete|Ident=118628828|Titel=Dr. jur. Walter Wallmann|Datum=2023-11-28|Abruf=2024-05-20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wallmann, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (CDU), MdL, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. September 1932&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Uelzen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. September 2013&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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