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	<title>Walter Trautzsch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T20:55:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Trautzsch&amp;diff=2433500&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: /* Literatur */ Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-25T09:08:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Ehrengott Trautzsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. März]] [[1903]] in [[Lengefeld]] (Erzgeb.); † [[23. September]] [[1971]] in [[Leipzig]])&amp;lt;ref&amp;gt;Nachruf in [[Neues Deutschland]] vom 25. September 1971.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Antifaschismus|antifaschistischer]] [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer]] und von 1936 bis 1939 Thälmann-Kurier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Walter Trautzsch wurde in einer Arbeiterfamilie als sechstes von sieben Kindern geboren. Der Vater arbeitete als Weber und Maurer, die Mutter war Weberin. Nach Abschluss der Volksschule lernte er Metalldrücker und arbeitete bis 1929 in seinem Beruf in verschiedenen deutschen Städten, dann wurde er erwerbslos. 1923 wurde er Mitglied der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und nahm am [[Hamburger Aufstand]] teil. Daraufhin wurde er verhaftet und blieb bis Dezember 1923 in Haft. Seit 1926 hatte Trautzsch Verbindung zum [[Deutsche Tscheka|Geheimapparat der KPD]]. 1929 wurde er Leiter des Erwerbslosenausschusses in Lengefeld, 1931 Leiter des örtlichen Antifaschistischen Kampfbunds. Als Mitglied einer Delegation der Universum-Bücherei reiste Trautsch in die [[Sowjetunion]]. Im November 1932 wurde Trautzsch zum KPD-Stadtverordneten in seiner Heimatstadt Lengefeld gewählt. Bereits am 3. März 1933 wurde Trauzsch von der [[Sturmabteilung|SA]] verhaftet und als einer der ersten [[Schutzhaft|„Schutzhäftlinge“]] ins [[KZ Colditz]] und später ins [[KZ Sachsenburg]] verschleppt. Nach der Entlassung im September 1934 wurde er Leiter einer illegalen kommunistischen Widerstandsgruppe in Lengefeld und Umgebung. Im September 1935 [[Auswanderung|emigrierte]] Trautzsch in die Sowjetunion und nahm unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Paul Wittig&amp;#039;&amp;#039; an der [[Brüsseler Konferenz der KPD]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend emigrierte er in die [[Tschechoslowakei]] und erhielt von [[Hermann Nuding]] den Auftrag, künftig als Kurier über [[Rosa Thälmann]] die Verbindung zu [[Ernst Thälmann]] herzustellen. Von September 1936 bis Februar 1939 war Trautzsch unter dem Parteinamen &amp;#039;&amp;#039;Edwin&amp;#039;&amp;#039; „Thälmann-Kurier“, reiste zwischen [[Paris]], [[Prag]], [[Berlin]] sowie [[Hamburg]] und hielt so über Rosa Thälmann die Verbindung zwischen dem verhafteten Ernst Thälmann und der Emigrationsleitung der KPD. Insgesamt reiste er so in Abständen von vier bis sechs Wochen etwa 18 mal illegal ins [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zeno Zimmerling: Ernst Thälmann - Leben und Kampf, Ein Dokumentarbericht, Verlag Neues Leben, Berlin 1974, S. 142–143&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen den Einsätzen lebte er abgeschottet in verschiedenen Hotels in Paris. Seine unmittelbaren Vorgesetzten waren u. a. [[Walter Ulbricht]], [[Franz Dahlem]], [[Anton Ackermann]], Hermann Nuding und [[Paul Bertz]]. Seine diktierten Berichte erhielt Hermann Nuding, der sie redigiert nach [[Moskau]] weiterleitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Walter Trautzsch am 16. Februar 1939 beim Grenzübertritt in [[Aachen]] festgenommen wurde, hatte er einen Schweizer Pass auf den Namen &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Bossard&amp;#039;&amp;#039; bei sich. Doch die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] nahm ihm nicht ab, dass er zum französischen Geheimdienst gehöre. Nun gab er zu, Mitglied der illegalen KPD in [[Frankreich]] zu sein, was mit der Pariser Leitung abgesprochen war, um zu verhindern, dass seine Tätigkeit als Thälmann-Kurier bekannt wurde. Er ging zum Schein auf das Angebot der Gestapo ein, als ihr V-Mann in Frankreich zu arbeiten, informierte darüber in Paris sofort die KPD-Leitung. Seine ausführliche Stellungnahme zur Festnahme und Anwerbung ging in den Wirren des Kriegsausbruchs verloren, und so konnte später die gefahrvolle Vermutung, Trautzsch sei ein Verräter, nicht glaubhaft entkräftet werden. Die für viele deutsche Kommunisten todbringende Einladung zum Rapport nach Moskau ignorierte der erkrankte „Doppelagent“ einfach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde er in Frankreich interniert. 1940 gelang ihm die Flucht über [[Belgien]] in die [[Schweiz]]. Hier arbeitete er als Tscheche &amp;#039;&amp;#039;Kurt Schneider&amp;#039;&amp;#039; u. a. mit [[Maria Weiterer]], [[Leo Bauer]] und [[Fritz Sperling (Politiker)|Fritz Sperling]] zusammen. Er heiratete die Schweizerin Rosemarie Muggli (1918–1974).&amp;lt;ref&amp;gt;Traueranzeige in Neues Deutschland vom 6. August 1974.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 kehrte er mit seiner Frau nach Deutschland zurück. Er war 1947/48 Vorsitzender der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] im Kreis Glauchau und anschließend in verschiedenen anderen Parteifunktionen tätig. 1954 wurde er jedoch nach einer Überprüfung durch die Zentrale Parteikontrollkommission aufgrund der Gestapoverpflichtung und als ehemaliger „Westemigrant“ aus dem Kontrollapparat der Partei entfernt. Er wurde Kaderleiter, Hilfsarbeiter in der Landwirtschaft und Fahrstuhlführer. Zuletzt wurde er nach häufigen Krankheiten 1959 Invalidenrentner. Erst 1964 wurde seine Tätigkeit mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Silber gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine [[Verwandtschaftsbeziehung#Neffe und Nichte|Nichte]] war die langjährige Leiterin des Büros des [[Politbüro]]s des ZK der SED [[Gisela Glende]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Egon Krenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Walter Ulbricht. Zeitzeugen erinnern sich&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Das Neue Berlin, Berlin 2013, ISBN 978-3-360-02160-1, S. 548.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=walter-ehrengott-trautzsch|lemma=Trautzsch, Walter Ehrengott|autor=[[Annette Leo]]|band=2|idNum=3559}}&lt;br /&gt;
* [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
* Charlotte Erxleben (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berichte des Thälmann-Kuriers W. T.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung.&amp;#039;&amp;#039; 1965.&lt;br /&gt;
* Annette Leo, Peter Reif-Spirek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Helden, Täter und Verräter.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2000, ISBN 3-932482-22-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gunter-Ulrich Wolfram: [https://www.nd-aktuell.de/artikel/207460.verdaechtigt-ein-doppelagent-zu-sein.html &amp;#039;&amp;#039;Verdächtigt, ein Doppelagent zu sein&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Neues Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; 24. September 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121907066|VIAF=62416550}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Trautzsch, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernst Thälmann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Hamburger Aufstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Trautzsch, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wittig, Paul (Pseudonym); Bossard, Wilhelm (Pseudonym); Schneider, Kurt (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher antifaschistischer Widerstandskämpfer und „Thälmann-Kurier“&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. März 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lengefeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. September 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wikijunkie</name></author>
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