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	<title>Walter Stucki - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Stucki&amp;diff=2461499&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Spyridon am 22. Oktober 2025 um 18:07 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-22T18:07:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Yvon_Delbos_and_Walter_Stucki_French_Foreign_Office_Paris.jpg|mini|Am Nachmittag des 8. März 1938 trafen sich Minister Walter Stucki, [[Gesandter]] der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Frankreich (rechts), und der französische Aussenminister [[Yvon Delbos]] (links) zu Gesprächen im Büro von Delbos im [[Ministerium für Europa und Äußeres|Aussenministerium]]. Eines der Gesprächsthemen war der bevorstehende Umzug der Schweizerischen Gesandtschaft in das [[Hôtel de Besenval]].]] &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Otto Stucki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. August]] [[1888]] in [[Bern]]; † [[8. Oktober]] [[1963]] ebenda; [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in [[Konolfingen]]) war ein [[Schweiz]]er [[Politiker]] ([[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]]) und [[Diplomat]]. Bekanntheit erlangte er vor allem durch sein Mitwirken an der unblutigen Befreiung der Stadt [[Vichy]]&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Lecomte: [https://www.letemps.ch/monde/2008/10/31/vichy-veut-tuer-vieux-fantomes &amp;#039;&amp;#039;Vichy veut tuer ses vieux fantômes.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Le Temps (Schweiz)|Le Temps]].&amp;#039;&amp;#039; 31. Oktober 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Festnahme des Staatschefs Vichy-Frankreichs [[Philippe Pétain]] sowie durch seine Verhandlungen beim [[Abkommen über deutsche Vermögenswerte in der Schweiz|Washingtoner Abkommen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Attribut «gross», mit dem sein Name von Zeitgenossen versehen wurde («der grosse Stucki»), diente zur Unterscheidung von seinem Kollegen [[Carl Stucki]] («kleiner Stucki»).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Aufstieg und Vorkriegsjahre ===&lt;br /&gt;
Walter Stucki studierte Rechtswissenschaften an der [[Universität Bern]] und erwarb das [[Rechtsanwalt (Schweiz)|Fürsprecherpatent]]. In seiner Studienzeit wurde er Mitglied im [[Schweizerischer Zofingerverein|Schweizerischen Zofingerverein]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mario König]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Interhandel]]: Die schweizerische Holding der IG Farben und ihre Metamorphosen – eine Affäre um Eigentum und Interessen (1910–1999)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der UEK.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Chronos, Zürich 2001, ISBN 3-03-400602-0, S. 283 ([https://www.uek.ch/de/schlussbericht/Publikationen/Zusammenfassungenpdf/02d.pdf Zusammenfassung]; PDF; 16&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1917 wurde er für zwei Jahre Generalsekretär des [[Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement|Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes]] (EVD). Von 1924 bis 1935 war er Chef der Verhandlungsdelegation für wirtschaftliche Fragen mit dem Ausland sowie 1925 Direktor der Handelsabteilung des EVD. 1933 wurde Stucki zum [[Minister#Schweiz|Minister]] ernannt und zwei Jahre später im [[Kanton Bern]] für die FDP in den [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] gewählt. Gleichzeitig begann er als Delegierter des [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrates]] für Aussenhandel tätig zu werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wehrli&amp;quot; /&amp;gt; Seine Söhne waren der früh verstorbene Musiker Jürg Stucki (1918–1943) und der spätere &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung|NZZ]]&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltwoche|Weltwoche]]&amp;#039;&amp;#039;-Journalist und Buchautor [[Lorenz Stucki]] (1922–1981).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dodis.ch/P35 |titel=Stucki, Walter Otto |hrsg=[[Dodis]] |abruf=2025-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit als Botschafter im besetzten Frankreich ===&lt;br /&gt;
Von 1938 bis 1944 war Stucki [[Liste der Schweizer Botschafter in Frankreich|Schweizer Gesandter in Paris]] und später am Sitz des [[Vichy-Regime]]s in Vichy. Nach dem [[Waffenstillstand von Compiègne (1940)|Fall der Dritten Republik]] im Juni 1940 zogen sich Stucki und ein grosser Teil der französischen Führungselite, unter ihnen auch der damalige Vizepremier Pétain, nach Vichy zurück. Von Vichy aus versorgte Stucki die Schweizer Behörden mittels eines geschmuggelten Kurzwellensenders mit Informationen.&amp;lt;ref&amp;gt;Urs Gehriger: [https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2011-42/artikel/minister-zwischen-allen-fronten-die-weltwoche-ausgabe-422011.html &amp;#039;&amp;#039;Minister zwischen allen Fronten.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltwoche]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Oktober 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19.&amp;amp;nbsp;August 1944 kam es aufgrund der Forderung von [[Cécil von Renthe-Fink (Diplomat)|Cécil von Renthe-Fink]] nach der Festnahme Pétains beinahe zu einem deutschen Luft- und Artillerie-Angriff auf die Stadt Vichy, der dank eines beherzten Appells von Stucki an den deutschen Kommandanten General von Neuborn verhindert werden konnte. Pétain wurde nach Vermittlung Stuckis am 19. August kampflos festgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des Pétain-Regimes reiste Stucki ins [[Zentralmassiv]], um mit den vorrückenden &amp;#039;&amp;#039;Maquis&amp;#039;&amp;#039; der [[Résistance]] zu reden. Dank Stuckis Interventionen wurde Vichy beim Anmarsch der [[Alliierte#Zweiter_Weltkrieg|alliierten]] Streitkräfte von der [[Wehrmacht]] kampflos geräumt. Vergeltungsakte an der [[Kollaboration in Frankreich (1940–1944)|«kollaborierenden» Bevölkerung]] blieben fast vollständig aus. Am 24. April 1945 kam Pétain einen Tag in die Schweiz, da [[Charles de Gaulle]] mit dem Bundesrat über ein Exil Pétains in der Schweiz verhandelte. Stucki empfing Pétain dabei, wie der Historiker Jean-Yves Le Naour schreibt, «mit Schokolade».&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jean-Yves Le Naour |Titel=Pétain |Hrsg=Olivier Coquard |Verlag=Presses Universitaires de France |Ort=Paris |Datum=2024 |ISBN=978-2-13-086446-2 |Seiten=184}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegsjahre und Washingtoner Abkommen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Walter Stucki Graveyard.jpg|mini|Grabmal Walter Stuckis auf dem Berner [[Bremgartenfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
1945 wurde Stucki Chef der Abteilung für Auswärtiges des [[Politisches Departement|Politischen Departementes]] und der Kommission für schweizerisch-alliierte Verhandlungen. Im August 1945 vermittelte er die [[Kapitulation Japans]].&amp;lt;ref&amp;gt;Marc Tribelhorn: [https://www.nzz.ch/schweiz/wie-ein-schweizer-den-zweiten-weltkrieg-beendete-ld.1409079 &amp;#039;&amp;#039;Wie ein Schweizer half, den Zweiten Weltkrieg zu beenden.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 6. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr danach war er als Delegierter des Bundesrates für Spezialmissionen tätig und leitete die Kommission für die schweizerisch-alliierten [[Abkommen über deutsche Vermögenswerte in der Schweiz|Verhandlungen von Washington]].&amp;lt;ref&amp;gt;Guido Koller, Simone Chiquet: [https://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/blick-zurueck-der-befreiungsschlag-nach-dem-krieg-ld.84059 &amp;#039;&amp;#039;Der Befreiungsschlag nach dem Krieg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 23. Mai 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Stoll (Journalist)|Martin Stoll]]: [http://www.sueddeutsche.de/politik/bislang-geheime-hoover-akten-als-das-fbi-die-schweiz-ins-visier-nahm-1.1899791 &amp;#039;&amp;#039;Als das FBI die Schweiz ins Visier nahm.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche.de]].&amp;#039;&amp;#039; 6. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1947 nahm er als Delegierter an der Havanna-Konferenz für Welthandel und Beschäftigung, 1952 an der Londoner Konferenz über die deutschen Schulden sowie über die schweizerischen Guthaben gegenüber dem ehemaligen Deutschen Reich teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von Pétain zur Vierten Republik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Herbert Lang &amp;amp; Cie, Bern 1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|6700|Autor=[[Edgar Bonjour]], Konrad Stamm}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|616||Stucki, Walter|Sacha Zala|130044857}}&lt;br /&gt;
* Landry Charrier: [http://www.academia.edu/16077288/_Walter_Stucki_ministre_de_Suisse_%C3%A0_Vichy_1940-1944_ &amp;#039;&amp;#039;Walter Stucki, Ministre de Suisse à Vichy (1940–1944).&amp;#039;&amp;#039;] Internationale Tagung «La Suisse entre consensus et conflits. Enjeux et représentations», Clermont-Ferrand, 19. November 2015. Éditions et presses universitaires de Reims, Reims 2016, ISBN 978-2-37496-024-1.&lt;br /&gt;
* Konrad Stamm: &amp;#039;&amp;#039;Der «grosse Stucki». Eine schweizerische Karriere von weltmännischem Format. Minister Walter Stucki (1888–1963)&amp;#039;&amp;#039;. Biografie. NZZ Libro, Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2013, ISBN 978-3-03823-812-6.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wehrli&amp;quot;&amp;gt;Christoph Wehrli: [https://www.nzz.ch/ein-aussergewoehnlicher-diplomat-1.18049914 &amp;#039;&amp;#039;Ein aussergewöhnlicher Diplomat.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 20. März 2013 (Rezension).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000000368|Walter Stucki}}.&lt;br /&gt;
* Thierry Wirth: &amp;#039;&amp;#039;Vichy capitale de la France (1940–1944).&amp;#039;&amp;#039; In: Collection Mémoire d’Allier, Éditions Les trois Roses, 2015, ISBN 978-2-919431-11-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{Dodis|P35}}&lt;br /&gt;
*{{BAR-CH|4141}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=130044857}}&lt;br /&gt;
* Landry Charrier: [https://blog.nationalmuseum.ch/2021/07/walter-stucki-der-retter-von-vichy/ &amp;#039;&amp;#039;Der Retter von Vichy&amp;#039;&amp;#039;] Im Blog des [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseums]] vom 19. Juli 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130044857|LCCN=n88658972|VIAF=52784875 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stucki, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalrat (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Schweizerischen Zofingerverein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stucki, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stucki, Walter Otto (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker (FDP)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. August 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Oktober 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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