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	<title>Walter Springorum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 22. Januar 2026 um 00:10 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Springorum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Oktober]] [[1892]] in [[Dortmund]]; † [[3. Februar]] [[1973]]) war [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsident]] des [[Regierungsbezirk Kattowitz |Regierungsbezirks Kattowitz]] und Mitglied des [[Aufsichtsrat]]es der [[Hoesch AG]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Walter Springorum entstammte der eng mit dem Hoesch-Konzern verbundenen westfälischen Industriellenfamilie Springorum. Er war Bruder von [[Otto Springorum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Springorum studierte an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Eberhard-Karls-Universität]] Rechtswissenschaft. Am 17. November 1911 wurde er im [[Corps Rhenania Tübingen]] [[Reception (Corps)|recipiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Walter Springorum II.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Tübinger Rhenanen&amp;#039;&amp;#039;, 5. Auflage (2002), S. 148&amp;lt;/ref&amp;gt; Als [[Inaktiver]] wechselte er an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] und die [[Westfälische Wilhelms-Universität]]. Von 1914 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil, zuletzt als Leutnant der Reserve. Er war seit 1921 [[Regierungsassessor]] bei der [[Regierungsbezirk Düsseldorf|Regierung in Düsseldorf]]. Seit 1925 [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] in [[Koszalin|Köslin]], wurde er im Juli 1931 zum [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] im pommerschen [[Landkreis Bütow]] ernannt – zunächst kommissarisch, im November desselben Jahres endgültig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Springorum trat zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.064.569).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/42220880&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 1936 leistete er eine Reservistenübung beim [[Heer (Wehrmacht)|Heer]]. Er wurde im August 1939 als [[Ministerialdirigent]] an das [[Reichsministerium des Inneren]] berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.territorial.de/pommern/buetow/landkrs.htm#fn19 Territoriale Veränderungen in Deutschland und angrenzenden Gebieten 1874 bis 1945: Landkreis Bütow/Pommern]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. Oktober 1939 – nur wenige Wochen nach dem [[Überfall auf Polen]] – wurde er kommissarischer, am 20. Mai 1940 festbestallter Regierungspräsident im [[Regierungsbezirk Kattowitz]] in [[Ostoberschlesien]]. Infolge mehrerer Einsätze bei der Wehrmacht wurde er ab 21. Oktober 1943 von Regierungsvizepräsident &amp;#039;&amp;#039;[[Erich Keßler (Verwaltungsjurist)|Erich Keßler]]&amp;#039;&amp;#039; kommissarisch vertreten und ab Oktober 1944 von Regierungspräsident &amp;#039;&amp;#039;[[Otto Müller-Haccius]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Behörde des [[Reichsstatthalter]]s in [[Graz]] ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.territorial.de/obschles/rbkattow.htm Territoriale Veränderungen in Deutschland und angrenzenden Gebieten 1874 bis 1945: Regierungsbezirk Kattowitz]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Regierungsbezirk Kattowitz lag das [[Oberschlesisches Industriegebiet|Oberschlesische Industriegebiet]], an dem die Hoesch AG großes Interesse hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.digitalis.uni-koeln.de/JWG/jwg_130_29-38.pdf Digitalis Uni Köln] (PDF; 3,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im zugeordneten [[Landkreis Bielitz]] lag das [[KZ Auschwitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktion des Landrates in den besetzten Gebieten beinhaltete von Anfang an neben den allgemeinen Verwaltungsaufgaben und der Aufsicht über die Polizeidienststellen eine enge Einbindung in die nationalsozialistische Politik hinsichtlich Juden und Polen, d. h. der Errichtung und Überwachung von [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghettos]] und [[Konzentrationslager]]n bzw. die Zur-Verfügung-Stellung von jüdischen [[Zwangsarbeiter]]n für die [[Dienststelle Schmelt]], die ihren Sitz im zum Regierungsbezirk Kattowitz gehörenden [[Sosnowiec]] ([[Powiat Będziński|Landkreis Będzin]]) hatte. Im Regierungsbezirk Kattowitz lebten 1939 rund 70.000 bis 80.000 Juden&amp;lt;ref&amp;gt;Ingo Loose: [http://books.google.de/books?id=R2Dr9gdFZoAC&amp;amp;pg=PA77&amp;amp;lpg=PA77&amp;amp;dq=Regierungsbezirk+Kattowitz+Juden+1940&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=WZFhwCJin9&amp;amp;sig=jdVYhlgbCc7N8XabFA-X2LkUUus&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=Regierungsbezirk%20Kattowitz%20Juden%201940&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Kredite für NS-Verbrechen: Die deutschen Kreditinstitute in Polen und die Ausraubung der polnischen und jüdischen Bevölkerung 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039;] München: Oldenbourg 2007, ISBN 978-3-486-58331-1, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;, deren Weg in den folgenden Jahren nach Umsiedlung und Ghettoisierung in den Arbeits- und Vernichtungslagern endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 kam es kurzfristig zu Differenzen zwischen Springorum und anderen Institutionen hinsichtlich der [[Nationalsozialistische Europapläne#Lebensraum im Osten|deutschen Siedlungspolitik]] im Regierungsbezirk Kattowitz: Er bestand für den Siedlungsraum Auschwitz auf der Ausweisung sogenannter deutscher Bauernstellen kleineren Umfanges anstelle der geplanten [[Reichserbhofgesetz|Erbhöfe]], die jeweils mindestens 7,5 Hektar – zukünftig mit Verkaufsverbot belegtes – Land bedingten, da mit diesen eine langfristige Planungsfreiheit für das KZ Auschwitz eingeengt werden würde&amp;lt;ref&amp;gt;Niels Gutschow: &amp;#039;&amp;#039;Architekten planen im „eingedeutschten Osten“ 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Basel, Boston, Berlin: Birkhäuser 2001, ISBN 3-7643-6390-8, S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etliche Inspektionsbesuche führten Springorum in das Konzentrationslager Auschwitz, darunter am 1. März 1941&amp;lt;ref&amp;gt;Mary Fulbrook: &amp;#039;&amp;#039;A small town near Auschwitz. Ordinary Nazis and the Holocaust.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press 2012, ISBN 978-0-19-960330-5, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt;, am 14. Mai und am 17. Juli 1942 zusammen mit dem [[Reichsführer SS]] [[Heinrich Himmler]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Mary Fulbrook: &amp;#039;&amp;#039;A small town near Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; S. 227&amp;lt;/ref&amp;gt;. Und auch weitere Fragen zum KZ Auschwitz beschäftigten ihn: &amp;#039;&amp;#039;Der Regierungspräsident von Kattowitz, Walter Springorum, hatte die Möglichkeit eines bewaffneten Häftlingsaufstandes mit Unterstützung der [[Armia Krajowa]] bereits 1943 als ernstzunehmende Gefahr eingestuft.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Hinzert, Auschwitz, Neuengamme.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-52965-8, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen der Vorbereitung der „Evakuierung“ des KZ Auschwitz schlug er am 11. Dezember 1944 vor, auch für die [[Wehrmacht]] strategisch wichtige Straßen zu nutzen, was die hohe Priorität zeigt, die er dieser Aktion zubilligte.  Als der [[Gauleiter]] von Oberschlesien [[Fritz Bracht]] am 20. Januar 1945 erkrankte,  vertrat Springorum ihn ab dem 26. Januar in dessen Funktion als [[Reichsverteidigungskommissar]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945]], Band 16, S. 663&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 von den Tschechen interniert, erkrankte er im Gefangenenlager an [[Poliomyelitis]]. Im Juli 1946 wurde er entlassen. Als Regierungspräsident a. D. übersiedelte er später nach [[Bad Salzuflen]]. Verheiratet war er seit 1924 mit &amp;#039;&amp;#039;Stefanie Lutterbeck&amp;#039;&amp;#039; aus Düsseldorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im März 1945 als Mitglied des Aufsichtsrates der Hoesch AG gelistet, ist er in amerikanischen Militärakten im März 1946 als Vermisster vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fold3.com/image/#278068492 OMGUS External Assets Investigations Hoesch AG: Appendices to preliminal report]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Ab Mitte der 1950er Jahre bis zu seinem Tod ist er wieder in den Reihen der Aufsichtsratsmitglieder der Hoesch AG zu finden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=RuhrRevue |url=https://www.waz.de/kultur/article1163993/das-phantom-karl-hoesch.html |titel=Das Phantom: Karl Hoesch |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2008-11-09 |abruf=2025-04-30 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Mary Fulbrook]]: &amp;#039;&amp;#039;A small town near Auschwitz. Ordinary Nazis and the Holocaust.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press 2012, ISBN 978-0-19-960330-5.&lt;br /&gt;
* [[Sybille Steinbacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Musterstadt Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, ISBN 3-598-24031-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.territorial.de/obschles/rbkattow.htm Territoriale Veränderungen in Deutschland und angrenzenden Gebieten 1874 bis 1945: Regierungsbezirk Kattowitz.]&lt;br /&gt;
* [http://www.territorial.de/pommern/buetow/landkrs.htm#fn19 Territoriale Veränderungen in Deutschland und angrenzenden Gebieten 1874 bis 1945: Landkreis Bütow/Pommern.]&lt;br /&gt;
* [http://www.verbrechen-der-wirtschaft.de/texte/0014_arbeitshilfe.htm Rallye „Spurensuche Verbrechen der Wirtschaft 1933–1945“ Ein Projekt der VVN/BdA NRW.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landräte des Kreises Bütow}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-08-20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Springorum, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungspräsident (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Regierungsbezirk Köslin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirigent (NS-Staat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1973]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Springorum, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Regierungspräsident und Industrieller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Oktober 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dortmund]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Februar 1973&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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