<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Walter_Simons</id>
	<title>Walter Simons - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Walter_Simons"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Simons&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-24T11:53:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Simons&amp;diff=151449&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Komma vor „sondern“, „indem“, „wobei“ etc.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Simons&amp;diff=151449&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-09T07:25:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Komma vor „sondern“, „indem“, „wobei“ etc.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-12279, Walter Simons.jpg|mini|Walter Simons, September 1931]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Simons&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. September]] [[1861]] in [[Elberfeld]] (heute Stadtteil von [[Wuppertal]]); † [[14. Juli]] [[1937]] in [[Nowawes]] bei [[Potsdam]]) war ein deutscher [[Jurist]] und parteiloser [[Politiker]]. Der frühere Ministerialbeamte im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] war von 1920 bis 1921 [[Reichsaußenminister]]. Von 1922 bis 1929 diente er als Präsident des [[Reichsgericht]]s. Nach dem Tod [[Friedrich Ebert]]s führte er von Februar bis Mai 1925  als Stellvertreter die Geschäfte des [[Reichspräsident]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Walter Simons wurde als Sohn des Fabrikbesitzers Louis Simons (1831–1905) und seiner Frau Helene geb. Kyllmann (* 1842) in Elberfeld ([[Rheinprovinz]]) in der [[Villa Simons]] geboren. Mütterlicherseits war er Enkel des Kaufmanns und Politikers [[Gottlieb Kyllmann]] und Neffe des Architekten [[Walter Kyllmann]]. Väterlicherseits war er Enkel des Unternehmers [[Friedrich Wilhelm Simons-Köhler]] und Großneffe des preußischen Justizministers [[Ludwig Simons]]. Er war ein Schüler des Juristen [[Rudolph Sohm]], vom [[Humanismus]] gebildet und vom [[Pietismus]] geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium von Geschichte, Philosophie, Recht und Nationalökonomie in [[Universität Straßburg|Straßburg]], [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]]. Er wurde im Sommersemester 1882 Mitglied im &amp;#039;&amp;#039;Bonner Kreis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Album des Bonner Kreises. Als Handschrift gedruckt. 1854–1906&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1906, S.&amp;amp;nbsp;41 (Nr. 256)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem ersten juristischen Staatsexamen 1882 leistete er Militärdienst. Nach dem zweiten  juristischen Staatsexamen 1888 war er zunächst Hilfsrichter, bis er 1893 Amtsgerichtsrat in [[Velbert]] wurde. Nach Positionen am [[Reichsjustizamt]] 1905 und am [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] 1911 wurde Simons im Oktober 1918 Chef der [[Reichskanzlei]]. Als solcher nahm er an den Verhandlungen zum [[Friede von Bukarest (1918)|Frieden von Bukarest]] mit Rumänien und zum [[Friede von Brest-Litowsk|Frieden von Brest-Litowsk]] mit [[Sowjetrussland ]] teil. Am 4. Oktober 1918 holte Reichskanzler [[Max von Baden]] Simons als seinen persönlichen Vertrauten im Amt eines [[Ministerialdirektor]]s in die Reichskanzlei. Von hier aus verkündete Simons [[Novemberrevolution|am 9. November 1918]], Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] habe auf den Thron verzichtet. Simons wollte mit dieser wahrheitswidrigen Verlautbarung der [[Ausrufung der Republik in Deutschland]] zuvorkommen und die Monarchie retten, was misslang.&amp;lt;ref&amp;gt;Hellmuth Auerbach: &amp;#039;&amp;#039;Simons, Walter, Richter&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]] und [[Hermann Graml]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck Verlag, München 1988, S. 314 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simons wechselte im Dezember 1918 in die Rechtsabteilung des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]]. In dieser Funktion war er Generalsekretär der deutschen Friedensdelegation in [[Versailles]] und trat zurück, weil er den [[Vertrag von Versailles]] ablehnte. 1919/1920 war Simons leitender Geschäftsführer im [[Reichsverband der Deutschen Industrie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hellmuth Auerbach: &amp;#039;&amp;#039;Simons, Walter, Richter&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Benz und Hermann Graml (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck Verlag, München 1988, S. 315 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 25. Juni 1920 bis zum 4. Mai 1921 war Walter Simons [[Auswärtiges Amt#Deutsches Reich (1919–1933, Weimarer Republik)|Außenminister der Weimarer Republik]] im [[Kabinett Fehrenbach]], einer Regierungskoalition aus [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]], [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]] und [[Deutsche Volkspartei|DVP]]. Der Historiker [[Hans Mommsen]] sah in der Berufung des parteilosen Karrierejuristen Simons den Versuch, die Außenpolitik bei den anstehenden schwierigen [[Deutsche Reparationen nach dem Ersten Weltkrieg|Reparationsverhandlungen]] mit den Siegermächten von innenpolitischen Rücksichten auf den Reichstag freizuhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Mommsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg und Untergang der Republik von Weimar 1918–1933&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Berlin 1998, S. 119 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies gelang nur teilweise. Simons vertrat Deutschland bei der [[Konferenz von Spa]] im Juli 1920. Dabei gelang es den Deutschen zwar nicht, die Reparationsforderungen der Siegermächte zu senken, aber immerhin wurde ihnen zugestanden, zu den sich anschließenden Expertenberatungen eigene Vertreter zu entsenden. Die Zeit der einseitigen Diktate schien damit vorbei. Zu diesem Teilerfolg trug Simons mit seiner verbindlichen Art bei: er konnte den „üblen Eindruck“ ([[Peter Krüger (Historiker)|Peter Krüger]]) abmildern, den der deutsche Experte [[Hugo Stinnes]] mit einer auftrumpfenden Rede bei den Siegermächten hinterlassen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Krüger (Historiker)|Peter Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Außenpolitik der Republik von Weimar.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1985, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der [[Londoner Konferenz (1921)|Konferenz von London]] im Frühjahr 1921 erlebte die deutsche Delegation eine Niederlage, auch weil sie zerstritten war: Simons wollte Großbritannien, Frankreich, Italien, Belgien und Japan in der Reparationsfrage entgegenkommen und hoffte als Gegenleistung auf eine internationale [[Anleihe]] für Deutschland, doch die Interessenvertreter der Wirtschaft widersetzten sich. Der Plan, den Simons unter starkem innenpolitischem Druck am 1. März 1921 vorlegte, verband ein Zahlungsangebot in Höhe von 50 Milliarden [[Mark (1871)|Goldmark]] mit der Forderung nach Zugeständnissen der Siegermächte in der [[Kriegsschuldfrage]]. Als diese jedoch ultimativ eine Unterschrift unter ihren Zahlungsplan verlangten, weigerten sich Kanzler [[Constantin Fehrenbach]] und Simons: Sie reisten unter Protest ab, was in Deutschland zunächst als Geste der Festigkeit allgemein bejubelt wurde. Das Ergebnis war am 8. März 1921 [[Ruhrbesetzung|die Besetzung]] von [[Düsseldorf]], [[Duisburg]] und [[Ruhrort]] durch britische, französische und belgische Truppen. Simons’ Vermittlungsbitte an die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] verhallte ungehört. Am 4. Mai legten die Reparationsgläubiger den [[Londoner Zahlungsplan]] vor, der eine deutsche Reparationsschuld von 132 Milliarden Goldmark vorsah, die noch verzinst werden sollte. Dies glaubte Simons nicht verantworten zu können und trat mit dem ganzen Kabinett am selben Tag zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hagen Schulze]]: &amp;#039;&amp;#039;Weimar. Deutschland 1917–1933&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, Berlin 1994, S. 227 ff.; Peter Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Die Außenpolitik der Republik von Weimar.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1985, S. 122–132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das nachfolgende [[Kabinett Wirth I]] nahm das Londoner Ultimatum am 10. Mai 1921 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der britische Premierminister [[David Lloyd George]] hatte Simons während der Verhandlungen in einem Interview mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Petit Parisien]]&amp;#039;&amp;#039; als „sehr intelligent und sehr ehrlich, aber nicht stark genug“ bezeichnet; Deutschlands Problem sei es, dass es nach dem verlorenen Krieg noch keinen „starken Mann“ wie [[Léon Gambetta]] oder [[Adolphe Thiers]] gefunden habe. Diese Passage wurde 1926 von [[Adolf Hitler]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039; als Beleg für die angebliche Schwächlichkeit bürgerlicher Regierungen zitiert, die nicht entschieden den [[Marxismus]] bekämpften. Allerdings unterliefen Hitler dabei zwei Fehler, denn er schrieb von dem „ehemaligen [[Reichskanzler]] Simon [sic!]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Hartmann (Historiker)|Christian Hartmann]], Thomas Vordermayer, [[Othmar Plöckinger]], [[Roman Töppel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition&amp;#039;&amp;#039;. Institut für Zeitgeschichte München–Berlin, München 2016, Bd. 2, S. 1716 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr Simons (2).jpg|mini|Schreiben Dr. Simons als stellvertretender Reichspräsident mit Briefkopf „Der Reichspräsident“.]]&lt;br /&gt;
Simons war von 1922 bis 1929 Präsident des [[Reichsgericht]]s in [[Leipzig]], ernannt vom sozialdemokratischen Reichspräsidenten [[Friedrich Ebert]]. Ebert starb am 28. Februar 1925; als Präsident des Reichsgerichts nahm Simons gemäß Art. 51 der [[Weimarer Verfassung]] i.&amp;amp;nbsp;V.&amp;amp;nbsp;m. § 1 Gesetz über die Stellvertretung des Reichspräsidenten v. 10. März 1925&amp;lt;ref&amp;gt;RGBl. 1925 I, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; stellvertretend die Aufgaben des Reichspräsidenten wahr. Am 12. Mai 1925 wurde [[Paul von Hindenburg]] als neuer Reichspräsident vereidigt. Im Vorfeld der [[Reichspräsidentenwahl 1925]] war Simons mehrfach als Kandidat im Gespräch; die Überlegungen unterschiedlicher Parteienkonstellationen kamen aber zu keinem konkreten Ergebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1926 hielt Simons einen vielbeachteten Vortrag über die „Vertrauenskrise der deutschen Justiz“. Darin drehte er die Vorwürfe von SPD und DDP gegen einseitig rechtsgerichtete Urteile der Weimarer Justiz um und sprach über eine „Krise des Vertrauens der Justiz zum deutschen Staat“, ausgelöst durch eine Demokraten bevorzugende Personalpolitik. Er griff speziell den von [[Hugo Sinzheimer]], [[Robert Kempner]], [[Fritz Bauer]] und [[Ernst Fraenkel (Politikwissenschaftler)|Ernst Fraenkel]] gegründeten [[Republikanischer Richterbund|Republikanischen Richterbund]] an: Sozialdemokraten könnten, so Simons, aufgrund „innerer Hemmnisse“ niemals Richter sein, da sie weniger dem Recht als dem [[Klassenkampf]] verpflichtet seien. Justizminister [[Gustav Radbruch]] (SPD) entgegnete ihm in der sich anschließenden Kontroverse, der Klassenkampf von oben sei schädlicher als der sozialdemokratische Klassenkampf von unten, weil er unbewusst verlaufe und damit der Selbstkontrolle und Selbstkritik entzogen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Daniel Siemens]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Vertrauenskrise der Justiz“ in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Moritz Föllmer]], Rüdiger Graf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die „Krise“ der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;, [[Campus Verlag]], Frankfurt a. M. 2005, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Amt am Reichsgericht legte er 1929 aus Protest gegen eine seiner Ansicht nach verfassungswidrige Einmischung der [[Reichsregierung]] in ein schwebendes Verfahren nieder. Ab 1929 war Simons Professor für [[Völkerrecht]] in [[Universität Leipzig|Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simons engagierte sich im [[Deutsch-Französisches Studienkomitee|Deutsch-Französischen Studienkomitee]], das eine Verständigung zwischen zumeist konservativen Wirtschaftsführern und Politikern anzubahnen versuchte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Schulz (Historiker)|Gerhard Schulz]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3). Walter de Gruyter, Berlin, New York 1992, S. 907.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war er Mitglied des [[Deutscher Evangelischer Kirchenausschuss|Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses]] und von 1925 bis 1935 Präsident des [[Evangelisch-Sozialer Kongress|Evangelisch-Sozialen Kongresses]]. Simons vertrat die lutherische Konfession auch international öffentlich auf der [[Stockholm]]er Konferenz 1925. Im Januar 1932 engagierte sich Simons mit mehreren Adligen, Industriellen und Vertretern der politischen Rechten wie [[Detlof von Winterfeldt]], [[Adolf Tortilowicz von Batocki-Friebe]], [[Carl Duisberg]], [[Kuno Graf Westarp]] und  [[Georg Escherich]] für eine erneute Kandidatur Hindenburgs zum Amt des Reichspräsidenten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930–1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Demokratie und Diktatur. Verfassungspolitik und Reichsreform in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3). Walter de Gruyter, Berlin, New York 1992, S. 725 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simons bildete gemeinsam mit [[Hans von Seeckt]] und [[Wilhelm Solf]] den Vorstand des [[SeSiSo-Club]]s, der im Berliner [[Hotel Kaiserhof (Berlin)|Hotel Kaiserhof]] kulturelle Veranstaltungen für das [[Liberalismus|liberale]] [[Bildungsbürgertum]] veranstaltete, häufig gemeinsam mit der [[Deutsche Gesellschaft 1914|Deutschen Gesellschaft 1914]], deren Vorsitzender Wilhelm Solf war. So ein Treffen fand auch zum Zeitpunkt der [[Machtergreifung|Machtübergabe]] an Hitler statt, als [[Harry Graf Kessler]] im Hotel Kaiserhof den Clubmitgliedern einen Vortrag hielt. Die ehemaligen Angehörigen des SeSiSo-Clubs bildeten später zu weiten Teilen die [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsgruppe]] [[Solf-Kreis]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard von Vietsch: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Solf – Botschafter zwischen den Zeiten&amp;#039;&amp;#039;. Wunderlich Verlag, Tübingen 1961.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinen Veröffentlichungen zu Themen des [[Völkerrecht]]s unterstützte Simons in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] Hitlers Außenpolitik sowie die Positionen des faschistischen Italiens im [[Abessinienkrieg]] 1935 und der [[Falange|Falangisten]] im spanischen Bürgerkrieg.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Otto: [https://www.deutsche-biographie.de/gnd118614541.html#ndbcontent &amp;#039;&amp;#039;Simons, Walter&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Deutsche Biographie]]&amp;#039;&amp;#039; 24 (2010), abgerufen am 12. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Simons war der Vater des Juristen [[Hans Simons]] und der Rechtsanwältin Tula Huber-Simons, Schwiegervater des Staatsrechtlers [[Ernst Rudolf Huber]] und Großvater des Theologen [[Wolfgang Huber]]. Sein Grab befindet sich auf dem [[Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1930: Ehrenmitgliedschaft der [[Amerikanische Gesellschaft für internationales Recht|Amerikanischen Gesellschaft für internationales Recht]]&lt;br /&gt;
* 1931: [[Adlerschild des Deutschen Reiches]]&lt;br /&gt;
* 1993: Benennung des Platzes vor dem [[Amtsgericht Velbert]] (wo er 1893 erster Amtsrichter wurde) nach ihm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simons ist der einzige Deutsche, den [[Nathan Söderblom]] in seiner Nobelpreisrede von 1930 als Förderer des Friedens in seiner Generation erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nobelprize.org/prizes/peace/1930/soderblom/lecture/#footnote41 Webseite des Nobelpreiskomitees].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christentum und Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religion und Recht&amp;#039;&amp;#039; (Vorlesungen gehalten an der [[Universität Uppsala]]), Berlin-Tempelhof 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirchenvolk und Staatsvolk&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1937 (= &amp;#039;&amp;#039;Leipziger rechtswissenschaftliche Studien&amp;#039;&amp;#039;, Band 100).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hellmuth Auerbach: &amp;#039;&amp;#039;Simons, Walter, Richter&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]], [[Hermann Graml]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck Verlag, München 1988, S. 314 f.&lt;br /&gt;
* [[Horst Gründer]]: &amp;#039;&amp;#039;Walter Simons als Staatsmann, Jurist und Kirchenpolitiker&amp;#039;&amp;#039;. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1975 (= &amp;#039;&amp;#039;Bergische Forschungen&amp;#039;&amp;#039;, Band 13).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Rudolf Huber]]: &amp;#039;&amp;#039;Walter Simons 1861–1937&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wuppertaler Biographien&amp;#039;&amp;#039;. 9. Folge, Wuppertal 1970 (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals&amp;#039;&amp;#039;, Band 17), S. 61–79.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|441|443|Simons, Walter|Martin Otto|118614541}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Walter Simons|Walter Simons}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118614541}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/016605}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Simons_338}}&lt;br /&gt;
* Genealogie [https://database.factgrid.de/wiki/Item:Q17814 FactGrid Item:Q17814]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/6b05f233-88a9-4cd8-a9a2-35bacf3a5aad/ Nachlass Bundesarchiv N 1504]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Reichsaußenminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Fehrenbach&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten des Reichsgerichts&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=Präsident der [[Neue Bachgesellschaft|Neuen Bachgesellschaft]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1930–1936&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Julius Smend]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Erwin Bumke]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118614541|LCCN=no/90/11231|VIAF=59395046}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Simons, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsminister (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Reichsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialdirektor (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutheraner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Wuppertal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der Amerikanischen Gesellschaft für internationales Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1861]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieverbandsfunktionär]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Simons, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher [[Jurist]] und [[Politiker]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. September 1861&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elberfeld]] (heute: [[Wuppertal]]-Elberfeld)&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juli 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Nowawes, [[Babelsberg]] (heute: [[Potsdam]])&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
	</entry>
</feed>