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	<title>Walter Schlempp - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Schlempp&amp;diff=664141&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 21. Oktober 2025 um 08:59 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-21T08:59:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Schlempp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Juni]] [[1905]] in [[Freiburg im Breisgau]]; † [[30. Oktober]] [[1979]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein deutscher [[Architekt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Schlempp war der Sohn des Hotelbesitzers Gustav Schlempp und Lina Schlempp, geborene Nagel. Er wurde Mitglied des [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|NS-Studentenbundes]] und trat zum 1. November 1930 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 370.169).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37661563&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen 1932 und 1934 war er als Regierungsbauführer tätig und machte sich anschließend als Architekt selbstständig.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Rosskopf: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Karl Kaul. Anwalt im geteilten Deutschland (1906–1981)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Berliner juristische Universitätsschriften. Grundlagen des Rechts.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 19). Berlin-Verlag Spitz u. a., Berlin 2002, ISBN 3-8305-0130-7, S. 319 (Zugleich: Berlin, Humboldt-Univ., Diss., 2000).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ingenieurbüro im Dritten Reich ===&lt;br /&gt;
Walter Schlempp gründete 1934 ein eigenes nach ihm benanntes Ingenieurbüro, in welchem auch der spätere Bundespräsident [[Heinrich Lübke]], der 1944 Schlempps Stellvertreter wurde, tätig war. &lt;br /&gt;
Schlempp beteiligte sich am nationalsozialistischen Projekt zur Erbauung der „[[Welthauptstadt Germania]]“, das ab 1935 von [[Albert Speer]] geleitet wurde und die „Neugestaltung der Reichshauptstadt“ zum Ziel hatte. In den Jahren 1938 bis 1942 plante Schlempp im Rahmen dieses Projektes die Errichtung des Gebäudes für den [[Deutscher Gemeindetag|Deutschen Gemeindetag]], das heutige [[Ernst-Reuter-Haus]] in [[Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Eintrag in der Denkmalliste von Berlin (s. Link)&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde ihm „mit Zustimmung des Führers“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Monatshefte für Baukunst und Städtebau.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 24, Nr. 9, 1940, {{ZDB|536586-7}}, S. 227.&amp;lt;/ref&amp;gt; der hannoversche Stadtbaurat [[Karl Elkart]] zur Seite gestellt, dem die Fassadengestaltung zugeschrieben wird. Das Gebäude war als Bestandteil der Berliner Ost-West-Achse vorgesehen. Seine Form erinnert an den [[Neoklassizismus (Kunst)|neoklassizistischen]] Stil, der die [[nationalsozialistische Architektur]] bestimmte, und ist durch stringente Symmetrie und Monumentalität geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Peenemünde]] hatte die &amp;#039;&amp;#039;Baugruppe Schlempp&amp;#039;&amp;#039; des Ingenieurbüros Schlempp zusammen mit der [[Organisation Todt]] als wichtigsten Auftrag den Ausbau der [[Heeresversuchsanstalt Peenemünde|Heeresversuchsanstalt]] und der Luftwaffenerprobungsstelle&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The V2 and the German, Russian and American Rocket Program&amp;#039;&amp;#039;, Claus Reuter, S.R. Research &amp;amp; Publishing, 2. Aufl. 2000, ISBN 1894643054&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei mit der Bauleitung Schlempps Stellvertreter Heinrich Lübke beauftragt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Büro beteiligte sich am [[Jägerstab]]-Projekt des [[Reichsluftfahrtministerium]]s. Ziel war ab 1944, die Rüstungsmassenproduktion im Rahmen des Krieges zu fördern: Unter anderem wurde ein Zwangsarbeiterlager in [[Wolmirsleben]] und mehrere [[Konzentrationslager]] bzw. -außenlager – u.&amp;amp;nbsp;a. in [[Neu Staßfurt]], in [[Stadt Hadmersleben|Hadmersleben]] sowie in [[Preußlitz|Leau]] und [[Plömnitz]] bei [[Bernburg]] sowie 1944 das [[KZ Langenstein-Zwieberge]] – geplant und gebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ingenieurbüro Walter Schlempp war für den Aus- und Umbau des Schachtes Marie der [[U-Verlagerung Bulldogge]] verantwortlich. Es organisierte den Um- und Ausbau des [[Kali- und Steinsalzwerk Bartensleben#Schachtanlage Marie|Schachtes Marie]], die Unterbringung des Luftfahrtgerätewerks Hakenfelde und den dazu erforderlichen Umbau von Schachtröhre und Fördereinrichtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ingenieurbüro Schlempp war in den letzten beiden Kriegsjahren eine Dienststelle des &amp;#039;&amp;#039;Sonderbeauftragten des Reichsluftfahrtministeriums für Fliegerschädenbeseitigung der Luftfahrtindustrie&amp;#039;&amp;#039;. Es hatte seinen Sitz zeitweilig in Hadmersleben und Bernburg und war u.&amp;amp;nbsp;a. für den Ausbau des Werkes [[KZ Beendorf|Bartensleben]] zuständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Büro 1946 in [[Höxter]] (Markt 8) abgewickelt, wo die Ingenieure Heinrich Lübke und [[Rudolf Wolters]] angesiedelt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiteres Leben ===&lt;br /&gt;
Später arbeitete Walter Schlempp gemeinsam mit [[Werner Hebebrand]] und [[Walter Freiwald (Architekt)|Walter Freiwald]] in einem Architekturbüro in Frankfurt (Main). Schlempp konzipierte mit anderen später auch das [[Klinikum der Universität München]] in [[Großhadern]]. Das Klinikum weist ebenfalls eine gewisse Massivität auf, verwendet jedoch auch modernes Material und enthält Elemente einer modernen Formensprache. Weitere bekannte Gebäude sind die Paracelsus-Klinik in [[Marl]] und das ab 1966 entstandene Krankenhaus für Sportverletzte in [[Hellersen|Lüdenscheid-Hellersen]].&lt;br /&gt;
Sein jüngerer Bruder [[Hans Schlempp]] war der Direktor der Hessischen Landkreistages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bild:Hellersen_001.JPG|Sportklinik in Lüdenscheid-Hellersen, Hauptgebäude&lt;br /&gt;
Bild:Muenchen Klinikum Grosshadern.jpg|[[Klinikum Großhadern]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Im November 1954 wurden zwei Projekte in Frankfurt am Main als „vorbildliche Bauten in Hessen“ ausgezeichnet:  ein neungeschossiges Wohnhaus [[Töngesgasse#Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg|Trierische Gasse]] – Ecke An der Paulskirche und eine Miethausbebauung Saalburgallee – Kettelerallee 1, 2, 3 und 4. Die Jury war vom [[Bund Deutscher Architekten]] und dem [[Hessisches Ministerium der Finanzen|Hessischen Minister der Finanzen]] einberufen. Ihr gehörten folgende Architekten an: [[Werner Hebebrand]], [[Konrad Rühl (Architekt)|Konrad Rühl]], [[Sep Ruf]] und [[Ernst Zinsser]]. Die Bauten hatte Schlempp zusammen mit Werner Hebebrand realisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister der Finanzen |titel=Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Lande Hessen |nr=4 |jahr=1955 |datum=1954-11-06 |seite=6 |seiten=70 |fundstelle=Punkt 75 |kbytes=3520}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Matthias Donath]]: &amp;#039;&amp;#039;Architektur in Berlin 1933–1945. Ein Stadtführer.&amp;#039;&amp;#039; 2., durchgesehene Auflage. Lukas-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-936872-26-2, S. 112f.&lt;br /&gt;
* [[Winfried Nerdinger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bauen in Nationalsozialismus. Bayern 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Klinkhardt &amp;amp; Biermann, München 1993, ISBN 3-7814-0360-2.&lt;br /&gt;
* Joachim Petsch: &amp;#039;&amp;#039;Kunst im Dritten Reich. Architektur, Plastik, Malerei.&amp;#039;&amp;#039; Vista Point, Köln 1983, ISBN 3-88973-001-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/hidaweb/getdoc.pl?LIST_TPL=lda_list.tpl;DOK_TPL=lda_doc.tpl;&amp;amp;KEY=obj%2009096449 Eintrag Schlempps in der Landesdenkmalliste von Berlin als Architekt des Ernst-Reuter-Hauses]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136851355|VIAF=81128213}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schlempp, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schlempp, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Juni 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Oktober 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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