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	<title>Walter Schiller - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Schiller&amp;diff=1434688&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2026-02-17T22:41:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Grafikdesigner Walter Schiller. Für den gleichnamigen Mediziner siehe [[Walter Schiller (Mediziner)]], für den Geologen siehe [[Walther Schiller]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Schiller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. März]] [[1920]] in [[Hamburg]]; † [[7. August]] [[2008]]) war ein deutscher [[Grafikdesigner]] und [[Typograf]] und in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] Hochschullehrer. Als Mitbegründer der Leipziger Typografie-Schule beeinflusste er Generationen von Buchgestaltern in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiller machte 1938 das Abitur und war danach in einer graphischen Kunstanstalt Volontär als Lithograf, ehe er im selben Jahr ein Studium an der [[Akademie der bildenden Künste Wien]] begann. 1939 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen, und er nahm am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil und war 1945 in Kriegsgefangenschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1947 bis 1951 studierte er bei [[Max Schwimmer]], [[Elisabeth Voigt (Malerin)|Elisabeth Voigt]] und Oskar Zech an der [[Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig]] (HGB). Von 1953 bis 1955 war er dort Aspirant. Nachdem [[Albert Kapr]] am 1. September 1955 an der HGB das &amp;#039;&amp;#039;Institut für [[Buchgestaltung]]&amp;#039;&amp;#039; (seit 1990 „Institut für Buchkunst“) gegründet hatte, war Schiller Sekretär Kaprs und bis 1964 [[Wissenschaftlicher Assistent|Assistent]] bzw. Oberassistent und Dozent. Ab 1964 bis zur Emeritierung 1985 hatte er eine Professur für [[Typografie]]. Von 1968 bis 1973 leitete er die Abteilung und ab 1983 das Institut für Buchgestaltung. Danach konnte er noch einige Meisterschüler fachlich begleiten. Bei mehr als 50 Büchern, die im Wettbewerb [[Schönste Bücher der DDR]] ausgezeichnet wurden, schuf er die Typografie. Schiller entwarf u. a. auch Plakate und Theaterprospekte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Walter Unbekannter Fotograf; Schiller |url=https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/30126074/df_hauptkatalog_0211880_013 |titel=Drei Doppelseiten Theaterprospekte |datum=1958 |abruf=2025-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 gab er mit Kapr im VEB [[Fachbuchverlag Leipzig]] das Buch &amp;#039;&amp;#039;Gestalt und Funktion der Typografie&amp;#039;&amp;#039; heraus. Es galt in der DDR als Fibel für Schriftsetzer und Typografen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.pirckheimer.org/members/public/wsch.htm&amp;lt;/ref&amp;gt; Seiner Arbeitsweise, mit Schere und Bleistiftzeichnung zu entwerfen, blieb er bis zuletzt treu, wenn auch inzwischen andere technische Mittel zur Verfügung standen. Er sah in der Gestaltung von Büchern einen Bereich des Künstlerischen. So formulierte er diese Bestimmung mit Kapr in seinem Standardwerk: „Die Einführung neuer Setztechniken und moderner Druckverfahren wird an dieser Tatsache nichts ändern. Eher wird sich durch die leistungsstarke Technik die Verantwortung des Typografen erhöhen, die Verantwortlichkeit für die [[Ästhetik|ästhetische]] und zweckmäßige Anwendung der Typografie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunsthistorikerin [[Anneliese Hübscher]] (1932–2018) nannte als Ausweise für sein erfolgreiches Wirken eine &amp;#039;&amp;#039;unvorstellbare Arbeitsintensität&amp;#039;&amp;#039; und ein &amp;#039;&amp;#039;unbestechliches Qualitätsgefühl&amp;#039;&amp;#039;. Damit habe Schiller der HGB wieder zu einem guten Ruf verholfen, eine herausragende Schule für die Buchkunst und Grafik zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiller war bis 1990 Mitglied des [[Verband Bildender Künstler der DDR|Verbands Bildender Künstler der DDR.]] Er war mehrere Jahre Mitglied dessen Zentraler Sektionsleitung Gebrauchsgrafik und ab 1978 des Bezirksvorstands Leipzig. Er war auf einer Vielzahl von Ausstellungen in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und im Ausland vertreten, u.&amp;amp;nbsp;a. von 1958 bis 1988 auf allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. [[Kunstausstellung der DDR|Kunstausstellungen der DDR]] in Dresden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studienreisen führten Schiller u. a. 1968 nach Kuba, 1974 nach London, 1976 nach Paris, mehrmals in die [[Sowjetunion|UdSSR]], nach Ungarn und Polen und in die [[Tschechoslowakei|CSSR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den &amp;#039;&amp;#039;Leipziger TypoTagen 2005&amp;#039;&amp;#039; trat Schiller als Gastredner auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde auf dem Friedhof [[Kirch Rosin]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachlass ist im [[Deutsches Buch- und Schriftmuseum|Deutschen Buch- und Schriftmuseum]] in Leipzig zugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.dnb.de/DE/Sammlungen/DBSM/Nachlaesse/nachlaesse_node.html Vor- und Nachlässe]&amp;#039;&amp;#039;. Website der Deutschen Nationalbibliothek. Zugriff am 22. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1968: [[Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig]]&lt;br /&gt;
* 1968: Verdienstorden der [[Volksrepublik Ungarn]] in Silber&lt;br /&gt;
* 1976: Preis der Biennale [[Brünn|Brno]]&lt;br /&gt;
* 1976: [[Nationalpreis der DDR|Nationalpreis]] der DDR III. Klasse&lt;br /&gt;
* 1977: Goldmedaille der [[Internationale Buchkunst-Ausstellung|Internationalen Buchkunst-Ausstellung]] Leipzig&lt;br /&gt;
* 1982: [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Bronze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung Schillers in der bildenden Kunst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Heisig]]: Der Buchgestalter Prof. Schiller (Öl, 70 × 50 cm, um 1967)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bildindex.de/document/obj32029448/mi12461c05/?part=0 |titel=Der Buchgestalter Prof. Schiller {{!}} Bernhard Heisig {{!}} Bildindex der Kunst &amp;amp; Architektur - Bildindex der Kunst &amp;amp; Architektur - Startseite Bildindex |abruf=2022-07-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buchgestalterische Werke ===&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Heine]]. &amp;#039;&amp;#039;Deutschland – ein Wintermärchen.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;1764–1964 – Zweihundert Jahre Hochschule für Buchkunst Leipzi&amp;#039;&amp;#039;g, Leipzig 1964&lt;br /&gt;
* [[Walter Dietze (Germanist)|Walter Dietze]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;333 Limericks.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, 1977 (mit Illustrationen von [[Egbert Herfurth]])&lt;br /&gt;
* [[Georg Maurer (Schriftsteller)|Georg Maurer:]] &amp;#039;&amp;#039;Unterm Maulbeerbaum. Ausgewählte Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig (mit 15 Lithografien von [[Ursula Mattheuer-Neustädt]])&lt;br /&gt;
* [[Franz Fühmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel&amp;#039;&amp;#039;. Der Kinderbuchverlag Berlin, 1978&lt;br /&gt;
* [[Helmut Scherf]]: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Porzellan unter besonderer Berücksichtigung der Erzeugnisse des 18. u. frühen 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1980&lt;br /&gt;
* Heiner Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Bilderbogen, Papiersoldat, Würfelspiel und Lebensrad – Volkstümliche Graphik für Kinder aus fünf Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, 1981 (mit Aufnahmen von Joachim Petri)&lt;br /&gt;
* [[Walter Rheiner|Walter Rheiner:]] &amp;#039;&amp;#039;Kokain. Lyrik. Prosa. Briefe.&amp;#039;&amp;#039; Mit Illustrationen von [[Conrad Felixmüller]]. Verlag Philipp Reclam. jun. Leipzig, 1985&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Herbert; Schiller Boswank |url=https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/30135139/df_hauptkatalog_0260458 |titel=Buchgestaltung zu W. Rheiner &amp;#039;Kokain&amp;#039; (Illustrationen C. Felixmüller) |datum=1985 |abruf=2025-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Fünf Fabeln von [[Christian Fürchtegott Gellert]] und [[Abraham Gotthelf Kästner]] in fünf typographischen Bildern, Leipzig 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publizierter Essay ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eng verbunden mit den Forderungen der Zeit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bildende Kunst&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 1971, S. 93–99&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1991: Karlsruhe, Badische Landesbibliothek (&amp;quot;Typografie: Walter Schiller&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2006: Altenburg/Thür., Lindenau-Museum (&amp;quot;Wortspalterei&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Rademacher]] (Einführender Text): &amp;#039;&amp;#039;Gebrauchsgrafik in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Kunst, Dresden, Herausgeber Verband Bildender Künstler der DDR, 1975, S. 344 u. a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Magdalena George]]: &amp;#039;&amp;#039;Einfühlsam dem Werke dienend. Zum Schaffen des Buchgestalters, Typografen und Hochschullehrers Walter Schiller&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Bildende Kunst,&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 1976, S. 502–504&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anneliese Hübscher: &amp;#039;&amp;#039;Walter Schiller und die Tradition der Buchkunst an der Leipziger Hochschule für Grafik und Gestaltung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vorträge Badische Landesbibliothek&amp;#039;&amp;#039; 31). Karlsruhe 1991&lt;br /&gt;
* Gabriele Baumgartner, [[Dieter Hebig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Maassen – Zylla.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 1997, ISBN 3-598-11177-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schiller, Walter.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dietmar Eisold]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Künstler der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 826/827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|132524988}}&lt;br /&gt;
* https://www.boersenblatt.net/archiv/228169.html Nachruf&lt;br /&gt;
* https://www.bing.com/images/search?q=walter+schiller+typograf&amp;amp;qpvt=Walter+Schiller+Typograf&amp;amp;form=IQFRML&amp;amp;first=1 typografische Arbeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132524988|LCCN=n90602216|VIAF=28233757}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schiller, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Typograf (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchgestalter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafikdesigner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HGB Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schiller, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Grafikdesigner und Typograf&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. März 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. August 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
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