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	<title>Walter Ritz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Ritz&amp;diff=135256&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Walther Ritz.jpg|mini|Walter Ritz.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Ritz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Walther Ritz&amp;#039;&amp;#039;, * [[22. Februar]] [[1878]] in [[Sitten]]; † [[7. Juli]] [[1909]] in [[Göttingen]]) war ein [[Schweiz]]er [[Mathematiker]] und [[Physiker]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SPG-SPS-SSP |url=https://www.sps.ch/en/artikel/geschichte-und-philosophie-der-physik/walter-ritz-the-revolutionary-classical-physicist-2 |titel=Walter Ritz, the revolutionary classical physicist (2) |sprache=en |abruf=2021-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hls-dhs-dss.ch/articles/032001/2010-11-10/ |titel=Ritz, Walter |hrsg=Historischen Lexikons der Schweiz (HLS) |datum=2010-11-10 |sprache=de |abruf=2021-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Walter Ritz’ Vater [[Raphael Ritz]] war als Sohn von [[Lorenz Justin Ritz|Lorenz Justinian Ritz]] und dessen Ehefrau Josephine, geborene Kaiser, gebürtig im [[Kanton Wallis|Wallis]] und ein bekannter Kunstmaler. Seine Mutter Lina mit dem Geburtsnamen Nördlinger&amp;lt;ref&amp;gt;Deutschland, Württemberg, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Katholische Kirchenbücher, 1520–1975, database, &amp;#039;&amp;#039;FamilySearch&amp;#039;&amp;#039; (https://www.familysearch.org/ark:/61903/1:1:DQBZ-5F3Z: 30 September 2020), Lina Nördlinger in entry for Raphael Ritz, 1875.&amp;lt;/ref&amp;gt; war die Tochter des Ingenieurs Gottlieb August Noerdlinger aus [[Tübingen]] und von dessen Ehefrau Josephine, geborene Springer. Ritz war ein besonders begabter Schüler und besuchte das kommunale [[Gymnasium|Lyzeum]] in Sion. 1897 trat er in die [[ETH Zürich|polytechnische Schule]] in [[Zürich]] ein, wo er Ingenieurwesen studierte. Bald schon fand er heraus, dass er nicht mit den Näherungen und Kompromissen leben konnte, die mit dem Ingenieurwesen verbunden sind, und so wechselte er zu den mathematisch exakteren physikalischen Wissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 erkrankte Ritz an [[Tuberkulose]], möglicherweise auch an [[Pleuritis]] (Brustfellentzündung), an der er später auch sterben sollte. 1901 zog er aus gesundheitlichen Gründen nach Göttingen um. Dort wurde er von [[Woldemar Voigt (Physiker)|Woldemar Voigt]] und [[David Hilbert]] beeinflusst. Ritz schrieb eine Dissertation über Spektrallinien von Atomen und wurde mit [[summa cum laude]] promoviert. Das Thema führte später zum Ritzschen Kombinationsprinzip und 1913 zum Atommodell von [[Ernest Rutherford]] und [[Niels Bohr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühling 1903 hörte er in [[Leiden (Stadt)|Leiden]] Vorlesungen von [[Hendrik Antoon Lorentz]] über elektrodynamische Probleme und dessen neue [[Lorentzsche Äthertheorie|Elektronentheorie]]. Im Juni 1903 war er in Bonn am Heinrich-Kayser-Institut, wo er in [[Pottasche]] eine Spektrallinie fand, die er in seiner Dissertation vorhergesagt hatte. Im November 1903 war er in Paris an der École Normale Supérieure. Dort arbeitete er an Infrarot-Fotoplatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1904 verschlimmerte sich seine Krankheit, und er zog zurück nach Zürich. Die Krankheit hinderte ihn bis 1906 an weiteren wissenschaftlichen Veröffentlichungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1907 zog er nach Tübingen, dem Herkunftsort seiner Mutter, und 1908 wieder nach Göttingen, wo er Privatdozent an der Universität wurde. Dort veröffentlichte er sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Recherches critiques sur l’Électrodynamique Générale&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritz hatte als Schüler, Freund oder Kollege Kontakte zu vielen zeitgenössischen Gelehrten wie Hilbert, [[Andreas Heinrich Voigt]], [[Hermann Minkowski]], Lorentz, [[Aimé Cotton]], [[Friedrich Paschen (Physiker)|Friedrich Paschen]], [[Henri Poincaré]] und [[Albert Einstein]]. Er war in Zürich ein Kommilitone Einsteins, der ebenfalls dort studierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritz starb in [[Göttingen]] und wurde auf dem [[Friedhof Nordheim]] in [[Zürich]] beerdigt. Das Familiengrab wurde am 15. November 1999 aufgehoben. Sein Grabstein steht auf Feld 17 mit der Grabnummer 84457.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 wurde der Mondkrater [[Ritz (Mondkrater)|Ritz]] nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PlanetaryNames|5159}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schweizerische Physikalische Gesellschaft]] (SPS) und die [[Société française de physique|Société Française de Physique]] (SFP) verleihen seit 2016 (erste Verleihung 2017) den sog. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Charpak-Ritz Preis]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (siehe auch: [[Georges Charpak]]), als Zeichen der engen Verbundenheit der Gesellschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SPG-SPS-SSP |url=https://www.sps.ch/en/awards/charpak-ritz-award |titel=Charpak-Ritz Award |sprache=en |abruf=2021-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Leistungen ==&lt;br /&gt;
Ritz lieferte mit dem [[Verfahren von Ritz]] ein Berechnungsverfahren der Technischen Mechanik und theoretische Vorarbeiten für die [[Finite-Elemente-Methode]]&amp;amp;nbsp;(FEM). Das Ritzsche Verfahren ist auch bekannt als Ritz-Verfahren, Ritzsches Variationsprinzip und [[Rayleigh-Ritz-Prinzip]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Ritz |Titel=Über eine neue Methode zur Lösung gewisser Variationsprobleme der mathematischen Physik. |Sammelwerk=Journal für die reine und angewandte Mathematik (Crelles Journal) |Band=1909 |Nummer=135 |Datum=1909-01-01 |ISSN=0075-4102 |Seiten=1–61 |DOI=10.1515/crll.1909.135.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ritz fand 1908 empirisch das nach ihm benannte [[Balmer-Serie #Ritzsches Kombinationsprinzip|Ritzsche Kombinationsprinzip]]. Danach ist die Summe oder Differenz der Frequenzen zweier [[Spektrallinie]]n häufig die Frequenz einer weiteren Linie. Welche dieser errechneten Frequenzen tatsächlich beobachtet wird, wurde erst später durch [[Auswahlregel]]n erklärt, die aus [[Quantenmechanik|quantenmechanischen]] Rechnungen folgen. Basis dafür war die Spektrallinienforschung ([[Balmer-Serie]]) von [[Johann Jakob Balmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Ritz vertrat wie andere die [[Korpuskeltheorie|Emissionstheorie]], eine „ballistische“ Theorie des Lichtes ähnlich der Newtonschen Emissionstheorie, als Alternative zur [[Lorentzsche Äthertheorie|Lorentzschen Elektrodynamik]] und der [[Spezielle Relativitätstheorie|Speziellen Relativitätstheorie]]. Die Emissionstheorie von Ritz befasste sich mit den [[Galileitransformation]]en von Geschwindigkeiten des Lichtes, statt der Struktur von Raum und Zeit, sowie den [[Lorentztransformation]]en der Geschwindigkeiten. Ritz diskutierte mit Einstein darüber und führte 1908/1909 bis zu seinem Tod in der [[Physikalische Zeitschrift|Physikalischen Zeitschrift]] einen wissenschaftlichen Streit mit ihm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert S. Fritzius |Titel=The Ritz-Einstein Agreement to Disagree. |Sammelwerk=Physics Essays |Band=3 |Nummer=4 |Datum=1990-12-01 |ISSN=0836-1398 |Seiten=371–374 |DOI=10.4006/1.3033451}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Korpuskeltheorie|Emissionstheorie]] gilt jedoch als widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Johannes Rydberg]] arbeitete Ritz an der [[Rydberg-Formel|Rydberg-Ritz-Formel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;On a New Law of Series Spectra&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Astrophysical Journal&amp;#039;&amp;#039; 28 (1908), S. 237–243 ([[doi:10.1086/141591|Digitalisat]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorien über Aether, Gravitation, Relativität und Elektrodynamik&amp;#039;&amp;#039;. Schritt-Verlag, Bern 1963 (&amp;#039;&amp;#039;Schritt-Reihe&amp;#039;&amp;#039;; Nr. 6).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Du rôle de l&amp;#039;éther en physique (Über die Rolle des Äthers in der Physik)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Scientia&amp;#039;&amp;#039; 3 (1908), Nr. VI, S. 260–274 ([http://hdl.handle.net/20.500.14008/80256 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Recherches critiques sur l&amp;#039;Électrodynamique Générale&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Annales Chemie et de Physique&amp;#039;&amp;#039; 13 (1908), S. 145–275 ([http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k349439.image.f143 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke – Oeuvres&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von der Société Suisse de Physique, Gauthier-Villars, Paris 1911 ([http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k33824 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P. Forman: &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Scientific Biography&amp;#039;&amp;#039;. Bd. XI. Charles Scribner&amp;#039;s Sons, New York 1975, S. 475.&lt;br /&gt;
* {{HLS|32001|Walter Ritz|Autor=Erwin Neuenschwander}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|673|674|Ritz, Walter|Claus Priesner|116574372}}&lt;br /&gt;
* Jean-Claude Pont (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Le Destin Douloureux de Walther Ritz (1878–1909), physicien théoricien de génie&amp;#039;&amp;#039;. Vallesia, Archives de l&amp;#039;Etat du Valais, Sion 2012, ISBN 978-2-9700636-5-0. (&amp;#039;&amp;#039;Cahiers de Vallesia&amp;#039;&amp;#039;; 24).  (= Proceedings of an International Conference in Honor of Walther Ritz&amp;#039;s 100th Anniversary).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=116574372}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116574372}}&lt;br /&gt;
* [http://shadetreephysics.com/ritz-bio.htm Abbreviated Biographical Sketch of Walter Ritz]&lt;br /&gt;
* [http://shadetreephysics.com/crit/1908a.htm Critical Researches on General Electrodynamics, Walter Ritz, 1908]&lt;br /&gt;
* [http://shadetreephysics.com/rtzein.htm The Ritz-Einstein Agreement to Disagree]&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/ritz.walter Walter Ritz] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
* {{MathGenealogyProject|id=299790|name=Walter (Walther) Heinrich Wilhelm Ritz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116574372|LCCN=no2001068515|VIAF=24719767}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ritz, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der ETH Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ritz, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Mathematiker und Physiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Februar 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sitten]], [[Kanton Wallis]], [[Schweiz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juli 1909&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]], [[Provinz Hannover]], [[Königreich Preußen]], [[Deutsches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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