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	<title>Walter Richard Gerlich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T11:53:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: https, deutsch</title>
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		<updated>2023-10-17T17:18:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https, deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WRG MdB.jpg|mini|Walter R. Gerlich 1964 als Mitglied des Deutschen Bundestages]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Richard Gerlich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Oktober]] [[1908]] in [[Opava|Troppau]]; † [[21. März]] [[1981]] in [[Neumünster]]) war ein deutscher [[Pädagoge]] und [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Geboren 1908 im österreichisch-schlesischen [[Opava|Troppau]] als erstes Kind&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bach systems s.r.o. |url=https://digi.archives.cz/da/permalink?xid=dd4acd7737c68136:628cd257:1275f91a57e:-5fb4&amp;amp;scan=162 |titel=Digitální archiv ZA v Opavě |zugriff=2018-11-08 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des Uniformschneiders Richard Gerlich und seiner Ehefrau Anna, geb. Lehnert, wuchs Gerlich in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Bruder war [[Gerhard Gerlich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem nahm er nach dem Abitur 1928 am Troppauer Humanistischen Gymnasium das [[Mathematikstudium|Studium der Mathematik]] und [[Physikstudium|Physik]] an der [[Karl-Ferdinands-Universität]] in [[Prag]] auf. Um in der Hochschulpolitik präsent sein zu können, gründete er – da er sich die Mitgliedschaft in einer der bestehenden [[Korporation]]en nicht leisten konnte – eine [[Studentenverbindung]], die 1931 als „KDB Falkenstein zu Prag“ in den [[Ring Katholischer Deutscher Burschenschaften]] aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des Studiums verlegte Gerlich die Studienschwerpunkte mehr und mehr auf die Physik, dort speziell [[Geophysik]], [[Meteorologie]] und [[Astronomie]]. 1931 beendete er sein Studium mit der philosophisch-pädagogischen Vorprüfung und promovierte mit einer Dissertation über Probleme der Lichtmessung zum [[Doktor|Doktor der Naturwissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1931 bis 1936 war Gerlich als Demonstrator, wissenschaftliche Hilfskraft und dann wissenschaftlicher Assistent von [[Leo Wenzel Pollak]] an der Prager Universität tätig – zuletzt mit Schwerpunkt am Meteorologischen Observatorium auf dem Donnersberg ([[Milešovka]]) in Tellnitz ([[Telnice]]). 1935 erhielt er die Lehrbefähigung für den höheren Schuldienst und arbeitete seit 1936 als Hilfslehrer am Deutschen Staatsgymnasium in [[Ústí nad Labem|Aussig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren von 1936 bis 1938 leistete Gerlich seinen Wehrdienst in der [[Tschechoslowakische Armee|Armee]] der [[Erste Tschechoslowakische Republik|Tschechoslowakei]]. Er absolvierte die Ausbildung zum [[Reserveoffizier]] in [[Litoměřice|Leitmeritz]] und erreichte den Dienstgrad eines [[Oberfähnrich]]s, die Beförderung zum [[Offizier]] war ihm als Volksdeutschen verwehrt. Ab der [[Mobilmachung in der Tschechoslowakei 1938|tschechischen Mobilmachung]] am 21. Mai 1938 während der [[Sudetenkrise]] bis zu seinem Dienstende Ende September 1938 war er in der [[Hohe Tatra|Hohen Tatra]] in der Slowakei eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab September 1938 war er zunächst als provisorischer Professor am Staatsgymnasium und dann als Professor an der Staatlichen Oberschule für Mädchen in [[Ústí nad Labem|Aussig]] tätig.&lt;br /&gt;
[[Datei:WRG ORRdLw.jpg|mini|Walter R. Gerlich 1944 als Oberregierungsrat der deutschen Luftwaffe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerlich nahm von Mai 1941 bis Mai 1945 als [[Wehrmacht]]sbeamter ([[Geophysik]]) auf deutscher Seite am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil und wurde während des Krieges bei der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] als Geschwader-[[Meteorologie|Meteorologe]] vorwiegend in Frankreich eingesetzt, zuletzt als Oberregierungsrat im [[Kampfgeschwader 2]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsende leistete Gerlich bis August 1945 Dienst im britischen Verband der C.O. Neumünster Airfield 8401 A.D. Wing. Anschließend trat er erneut in den Schuldienst ein und war seit 1946 als Studienrat an der [[Holstenschule]] in [[Neumünster]] tätig. 1956 erhielt er die Beförderung zum Oberstudienrat und wurde als Vertreter des Direktors an die [[Kieler Gelehrtenschule]] berufen. Von dort wechselte er an das Gymnasium in [[Bad Bramstedt]] und kehrte 1959 an die Holstenschule in Neumünster zurück, wo er bis zu seinem Eintritt in den Bundestag 1963 wirkte.&lt;br /&gt;
Am Ende der Legislaturperiode 1965 verblieb Gerlich im Ruhestand und unterrichtete nur noch sporadisch an der [[Bundeswehrfachschule]] in Neumünster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerlich war seit 1938 verheiratet mit seiner Frau Ilse geb. Kastl, sie hatten zwei Kinder und sieben Enkel. Seit Kriegsende lebte er bis zu seinem Tod in Neumünster, Schleswig-Holstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Ob und inwieweit Gerlich vor 1945 politisch aktiv war, ist nicht hinlänglich erforscht. In der Eheschließungsakte seines Bruders wird er am 14. März 1940 als Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] im (untersten) Dienstgrad „[[SS-Mann]]“ genannt. Demnach erscheint es plausibel, im Einklang mit seiner beruflichen Position als Gymnasiallehrer und den historischen Abläufen eine Aufnahme in die [[Allgemeine SS]] am 1. November 1938 zu vermuten – eine Verifizierung steht noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den Gründungen war Gerlich Mitglied der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] und ihres 1950 entstandenen [[Landesverband Oder/Neiße|Landesverbands Oder/Neiße]]. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder [[Gerhard Gerlich]] war er maßgeblich beteiligt am Aufbau der Partei in seinem Wohnort [[Neumünster]] und im Land [[Schleswig-Holstein]]. Bis zu seinem Eintritt in den [[Deutscher Bundestag|Bundestag]] 1963 (s.&amp;amp;nbsp;u.) war er seit 1955 Mitglied der Ratsversammlung Neumünster, dabei von 1955 bis 1958 und von 1962 bis 1963 als Stadtrat und Dezernent für die Feuerwehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere öffentliche Tätigkeiten ==&lt;br /&gt;
Die Verbesserung der Lage der Flüchtige war Gerlich ein besonderes Anliegen. Am Aufbau der [[Sudetendeutsche]]n und [[Landsmannschaft Schlesien|schlesischen Landsmannschaft]] war er seit der Gründung am 15. Januar 1949 als Vorstandsmitglied beteiligt, nach der Teilung am 8. November 1950 war er Gründungsmitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Sudetendeutsche Landsmannschaft|Sudetendeutschen Landsmannschaft]] Neumünster&amp;#039;&amp;#039; und erhielt für seine Arbeit die Goldene Ehrennadel.&lt;br /&gt;
Die von ihm 1948 mitbegründete Bau-Union erstellte in Neumünster für Vertriebene und Flüchtlinge vier Eigenheimsiedlungen, die in Selbst- und Nachbarschaftshilfe errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Landesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes, heute [[DBB Beamtenbund und Tarifunion]], war er zudem stark in der Sozialpolitik engagiert und setzte sich für eine Verbesserung des Öffentlichen Dienstes ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein kommunalpolitisches Engagement führte ihn zum langjährigen Vorsitz sowohl der Interessengemeinschaft seines Wohnbezirkes [[Wittorf (Neumünster)|Wittorf]] als auch der von ihm gegründeten Interessengemeinschaft der Anwohner des [[Brahmsee]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als engagierter Katholik begründete und führte er in Neumünster einen Katholischen Lehrerverband und einen Katholischen Akademikerverband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Gerlich gehörte dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] vom 24. August 1963 bis zum Ende der [[Legislaturperiode]] 1965 an. Er war über die Landesliste [[Schleswig-Holstein]] für den verstorbenen Abgeordneten [[Heinrich Gerns]] nachgerückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mitglied des [[Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages|Verteidigungsausschusses]] setzte er sich ganz besonders für den Zivilen Bevölkerungsschutz ein und für die Stellung des Soldaten in der Gesellschaft. Ein spezielles Interesse galt der persönlichen Ausrüstung des Soldaten sowie den Rüstungsprojekten [[Transall C-160]] (Transportflugzeug) und [[EWR VJ 101]] (Senkrechtstarter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende der [[Legislaturperiode]] des Deutschen Bundestages 1965 zog sich Gerlich aus der Politik vollständig zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ralf Gebel: &amp;#039;&amp;#039;Heim ins Reich! – Konrad Henlein und der Reichsgau Sudetenland (1938–1945)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Heinz Höhne: &amp;#039;&amp;#039;Der Orden unter dem Totenkopf – Die Geschichte der SS&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1276234708|VIAF=9111167202620167930002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gerlich, Walter Richard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Verteidigungsausschusses (Deutscher Bundestag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär (DBB Beamtenbund und Tarifunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in katholischer Burschenschaft (RKDB/RKAB)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Luftwaffe der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gerlich, Walter Richard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pädagoge und Politiker (CDU), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Oktober 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Opava|Troppau]], [[Königreich Böhmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. März 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neumünster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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