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	<title>Walter Rheiner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:28:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Rheiner&amp;diff=201325&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Prüm: Änderungen von Prittstiftganzaufesser (Diskussion) auf die letzte Version von Ztirder2te zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-01-22T19:26:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Prittstiftganzaufesser&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Prittstiftganzaufesser&quot;&gt;Prittstiftganzaufesser&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Prittstiftganzaufesser&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:Prittstiftganzaufesser (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Ztirder2te&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Ztirder2te (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Ztirder2te&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Rheiner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Walter Heinrich Schnorrenberg&amp;#039;&amp;#039;, (* [[18. März]] [[1895]] in [[Köln]]; † [[12. Juni]] [[1925]] in [[Berlin-Charlottenburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Schriftsteller]] des [[Expressionismus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Evelyn Roth |Titel=Geschichte und Herstellung des Kokains und die Darstellung seines Konsums in den Texten deutscher Schriftsteller: ein intergenerationaler Vergleich am Beispiel von Walter Rheiner und Benjamin von Stuckrad-Barre |Hrsg=Universität Ulm |Ort=Ulm |Datum=2023-07-13 |Sprache=de |DNB=1302342215 |Seiten=117}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Frühe Jahre ===&lt;br /&gt;
Walter Rheiner besuchte die städtische [[Realschule]] in seiner Heimatstadt Köln. Im Anschluss begann er eine Ausbildung als Kaufmann, die er in [[Lüttich]], [[Paris]] und [[London]] fortsetzte. Als Angestellter war ihm jedoch wenig Erfolg beschieden. Bereits mit sechzehn Jahren wurde er deshalb und weil er das Berufsleben als quälend empfand schriftstellerisch tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er 1914 zum Kriegsdienst berufen wurde, nahm Rheiner erstmals Rauschmittel – er gab damit vor, drogensüchtig zu sein, um der [[Wehrpflicht]] zu entgehen. Trotz dieses Umstands wurde er eingezogen und mit Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] an die [[Russland|russische]] Front beordert. Eine Entziehungskur scheiterte, sein Täuschungsversuch kam 1917 ans Licht, worauf er vom Dienst suspendiert wurde und nach Berlin übersiedelte. 1918 heiratete er Friederike Amalie Olle (genannt „Fo“), die Tochter einer armen Jüdin, stieß damit allerdings auf Ablehnung bei seiner Mutter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auf dem Höhepunkt des Schaffens ===&lt;br /&gt;
In Berlin wurde Rheiner, den stets Geldsorgen plagten, zum literarischen Nomaden und fand zumeist bei Freunden oder in billigen Absteigen einen Unterschlupf. Viel Zeit verbrachte er bettelnd im [[Romanisches Café|Romanischen Café]], wo er mit bekannten Autoren wie [[Theodor Däubler|Däubler]], [[Salomo Friedlaender|Friedlaender]], [[Claire Goll|Claire]] und [[Iwan Goll]], [[Walter Hasenclever|Hasenclever]], [[Else Lasker-Schüler|Lasker-Schüler]], [[Oskar Loerke|Loerke]], [[Ludwig Meidner|Meidner]] und [[René Schickele|Schickele]] verkehrte. Zum Maler [[Conrad Felixmüller]], der einige seiner Werke illustrierte, pflegte er eine besonders enge Freundschaft, für [[Franz Pfemfert]]s Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Aktion]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb er einige Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1918 und 1921 wohnte er hauptsächlich in [[Dresden]]. Dort wurde Rheiner einer der führenden Köpfe der [[Expressionismus|spätexpressionistischen]] Künstlervereinigung [[Gruppe 1917]]. Er arbeitete als Redakteur für die Zeitschrift [[Menschen (Zeitschrift)|Menschen]] und fand im Verleger [[Heinar Schilling]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Anmerkungen in &amp;quot;Walther Rheiner Kokain&amp;quot; Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig, 1985, Seite 300 &amp;lt;/ref&amp;gt; jemanden, der sich bereit erklärte, seine Werke zu publizieren. Innerhalb dieser drei Jahre wurden sieben Bücher veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfall und Tod ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof Berlin Grab Walter-Rheiner.JPG|miniatur|Grab von Walter Rheiner auf dem [[Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof]]]]&lt;br /&gt;
Aus seinem anfänglich gemäßigten Drogenkonsum entwickelte sich jedoch mehr und mehr eine Sucht nach [[Kokain]] und [[Morphin]]en, die ihm letztendlich zum Verhängnis wurde. Er wurde [[Entmündigung|entmündigt]] und zwischenzeitlich sogar in eine geschlossene Anstalt in [[Bonn]] eingeliefert. Seine Frau und das gemeinsame Kind, die er längst nicht mehr ernähren konnte, verließen ihn, die künstlerische Schaffenskraft schwand dahin, drogenabhängig, verarmt und vereinsamt fristete er in seinen letzten Lebensjahren ein unstetes Dasein. Im Bewusstsein seiner Krankheit und des nahenden Endes schrieb er das folgende Gedicht, das den Abschluss seines schriftstellerischen Werkes bildete:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{Zitat|Komm, holder Schnee! Verschütte dies schwere Herz!&lt;br /&gt;
Mit deiner Gnade zaubre die Träne starr,&lt;br /&gt;
so aus der ewigen Quelle rinnet,&lt;br /&gt;
täglich geboren, geliebt noch immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
O gib, daß mir aus dieser verlorenen Qual,&lt;br /&gt;
der bittern, werde das große, das ernste Grab,&lt;br /&gt;
darin ich mich zur Ruhe finde:&lt;br /&gt;
weinende, liebend erlöste Seele.}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Rauschgift hatte den Künstler vollständig ruiniert. In einer armseligen Unterkunft in der [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburger]] [[Kantstraße (Berlin)|Kantstraße]] setzte er seinem Leben am 12.&amp;amp;nbsp;Juni 1925 im Alter von 30&amp;amp;nbsp;Jahren mit einer Überdosis [[Morphin]] selbst ein Ende. Beigesetzt wurde er auf dem [[Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof]] in Charlottenburg (heutiger Ortsteil [[Berlin-Westend]]). Das Grab ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;479.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung Rheiners in der bildenden Kunst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Conrad Felixmüller]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Dichter Walter Rheiner&amp;#039;&amp;#039; (Holzschnitt, 30 × 23 cm, 1918)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bildindex.de/media/obj30132520/mi10435a11&amp;amp;medium=mi10435a11?part=0 |titel=Der Dichter Walter Rheiner {{!}} Conrad Felixmüller {{!}} Bildindex der Kunst &amp;amp; Architektur - Bildindex der Kunst &amp;amp; Architektur - Startseite Bildindex |abruf=2022-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Conrad Felixmüller: Der Tod des Dichters Walter Rheiner (Öl)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Rheiners Œuvre setzt sich aus etwa 80 Gedichten, der Novelle &amp;#039;&amp;#039;Kokain&amp;#039;&amp;#039; und einigen Prosaskizzen zusammen. Das Spektrum seiner Lyrik umfasst Themen wie das Großstadtleben, Nacht, Einsamkeit, Entfremdung, Lebensangst und die Errettung durch den Rausch, deren Darstellung zwischen Melancholie und Ekstase oszilliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine 1918 verfasste [[Novelle]] &amp;#039;&amp;#039;Kokain&amp;#039;&amp;#039; erlebte als einziges Werk Neuauflagen. In dieser einfühlsamen Studie einer Kokainpsychose beschrieb Rheiner das Elend eines Drogensüchtigen, dessen Leben von [[Halluzination]]en, einem immer stärker werdenden Drang nach Injektionen und der Angst, dass ihn sein Umfeld enttarnen würde, geprägt war. Am Ende sah der [[Protagonist]] keinen Ausweg mehr aus seiner Misere und beging Suizid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veröffentlichungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kokain&amp;#039;&amp;#039; (Novelle, 1918)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das tönende Herz&amp;#039;&amp;#039; (Lyrik, 1918)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Insel der Seligen. Ein Abendlied&amp;#039;&amp;#039; (Lyrik, 1918)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das schmerzliche Meer&amp;#039;&amp;#039; (Lyrik, 1918)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der inbrünstige Musikant&amp;#039;&amp;#039; (Lyrik, 1918)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der bunte Tag&amp;#039;&amp;#039; (Gedichte, Skizzen, Fragmente; 1919)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Fo-Buch&amp;#039;&amp;#039; (Lyrik, 1921)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Rheiner: &amp;#039;&amp;#039;Kokain. Lyrik, Prosa, Briefe.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Thomas Rietzschel]]. Mit Illustrationen von [[Conrad Felixmüller]]. Leipzig: Reclam 1985. Lizenzausgabe: Frankfurt/Main, Olten u. Wien: Büchergilde Gutenberg 1985. ISBN 3-7632-3129-3. (Umfassendste Werkausgabe)&lt;br /&gt;
* Michael Grimm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Walter Rheiner: KOKAIN.&amp;#039;&amp;#039; Tatto Verlag/TAIPAN CLASSIC, Wien 2008, ISBN 978-3-9502549-0-7 (Werkausgabe)&lt;br /&gt;
* [[Thomas B. Schumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Einer der literarischen Nomaden Berlins&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Asphaltliteratur&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1983, S. 167–168, ISBN 3-88220-152-5&lt;br /&gt;
* Hans J. Schütz: &amp;#039;&amp;#039;Walter Rheiner.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen&amp;#039;&amp;#039;. April 1997, S. 227–231, ISBN 3-406-33308-7&lt;br /&gt;
* [[Edition Apollon]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Walter Rheiner – Kokain, Biographie, Lyrik, Prosa, Briefe&amp;#039;&amp;#039; (Hörbuch), Königs Wusterhausen 2010, ISBN 978-3-941940-03-1&lt;br /&gt;
* Bo Osdrowski/Tom Riebe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Walter Rheiner.&amp;#039;&amp;#039; Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 1, Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.&lt;br /&gt;
* Hans Peter Buohler: &amp;#039;&amp;#039;Tradition und Avantgarde. Das Sonett im Expressionismus&amp;#039;&amp;#039;. Baden-Baden 2022, S. 415–469, ISBN 978-3-95650-833-2 (Die Sonette Walter Rheiners).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11874805X}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|489}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=Walter%20Rheiner Walter Rheiner] im Internet Archive&lt;br /&gt;
* [https://ngiyaw-ebooks.org/ngiyaw/author/rheiner.htm] &amp;#039;&amp;#039;Kokain&amp;#039;&amp;#039; sowie ein Band mit Prosa-Stücken als [[PDF]]-E-Books zum freien Download&lt;br /&gt;
* [https://archiv.adk.de/bigobjekt/11170 Walter-Rheiner-Archiv] im Archiv der [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste, Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11874805X|LCCN=n/85/344927|VIAF=59879428}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rheiner, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Expressionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dichterarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1925]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rheiner, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schnorrenberg, Walter Heinrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. März 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juni 1925&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Prüm</name></author>
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