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	<title>Walter Reppe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T14:12:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Reppe&amp;diff=382459&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 29. Juni 2025 um 12:43 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-29T12:43:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Walter Reppe.jpg|mini|hochkant|Walter Reppe]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Reppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Juli]] [[1892]] in [[Göringen]]; † [[26. Juli]] [[1969]] in [[Heidelberg]]) war als deutscher [[Chemiker]] ein Vertreter der modernen [[Verfahrenstechnik]], er hat die Chemie des [[Acetylen]]s wesentlich entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Walter Reppe begann 1911 mit seinem Studium der Naturwissenschaften, insbesondere der Chemie an der [[Universität Jena]]. Während seines Studiums wurde er 1911 Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Landsmannschaft Hercynia Jena]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Ohm und Alfred Philipp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anschriftenverzeichnis der Alten Herren der Deutschen Landsmannschaft.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1. Hamburg 1932, S. 247.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er musste sein Studium aufgrund des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] unterbrechen und setzte es dann in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] fort, wo er 1920 von [[Kurt Heinrich Meyer]] (1883–1952) mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Über die Reduktionsstufen von Derivaten der Salpetersäure&amp;#039;&amp;#039; zum [[Dr. phil.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== BASF ===&lt;br /&gt;
1921 ging Reppe zur [[BASF]], wo er zunächst im Hauptlaboratorium arbeitete. Ab 1923 beschäftigte er sich dort im [[Indigo]]-Labor mit der Farbstoffchemie und der katalytischen Dehydratisierung von [[Formamid]] zu [[Cyanwasserstoff|Blausäure]], wobei er dieses Verfahren für den großtechnischen Einsatz entwickelte. 1924 verließ er die Forschung, um zehn Jahre lang die Lösungsmittel- und Kunststoffbetriebe in der Indigo-Abteilung zu leiten, erst 1934 beschäftigte er sich wieder mit der chemisch-technologischen Forschung. 1937 wurde er Prokurist des nun als [[I.G. Farben]] erheblich erweiterten Unternehmens, 1938 Leiter des Hauptlaboratoriums des [[Ludwigshafen am Rhein|Ludwigshafener]] Werks der I.G.&amp;amp;nbsp;Farben und 1939 dessen Direktor. Am 2. Juli 1941 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde zum 1. Oktober desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 9.014.826).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34491131&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1942 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Acetylenchemie ===&lt;br /&gt;
1928 fing Reppe damit an, sich mit [[Acetylen]] zu beschäftigen, ein Gas, das sich mit seiner Reaktionsfreude für Synthesen aufdrängte, aus dem gleichen Grund aber leicht Explosionen verursacht. Wegen dieser Gefahr forschte man mit dem Gas nur wenig und stets ohne Anwendung hoher Drücke. Es war verboten, Acetylen über 1,5&amp;amp;nbsp;at zu komprimieren. Reaktionen mit solch niedrigen Drücken entsprachen allerdings ganz und gar nicht den Traditionen bei der BASF, auch konnte man so keine verfahrenstechnisch brauchbaren Resultate erwarten. Reppe äußerte sich hierzu 1949 rückblickend: „&amp;#039;&amp;#039;Es ergab sich deshalb die Notwendigkeit, mit allen überlieferten Anschauungen zu brechen und zunächst einmal den Acetylen-Zerfall unter Berücksichtigung der verschiedensten Versuchsbedingungen von Grund auf zu studieren, um geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu ermitteln, die ein gefahrloses Arbeiten auch im großtechnischen Maßstab ermöglichte.&amp;#039;&amp;#039;“ Hierzu konstruierte Reppe spezielle Reagenzgläser, die sogenannten „Reppe-Gläser“, das waren [[Edelstahl#WNr. 1.4301 (X5CrNi18-10), AISI 304, (V2A), SUS304|V2A]]-Edelstahl-Kugeln mit Schraubverschluss, die Hochdruck-Reagenzversuche erlaubten. Die Bemühungen endeten schließlich mit einer großen Anzahl an Reaktionen, die sich verfahrenstechnisch elegant miteinander verbinden ließen und zur Bezeichnung „Reppe-Chemie“ führten. Kennzeichnenderweise befanden sich die „Reppe-Labore“ immer im obersten Geschoss der BASF-Forschungsgebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Internierung durch die alliierten Besatzungsmächte leitete Walter Reppe von 1949 bis zu seiner Pensionierung 1957 die Forschung der BASF, von 1952 bis 1966 saß er im Aufsichtsrat, ab 1951 war er Honorarprofessor an der [[Universität Mainz]], ab 1952 auch an der [[TH Darmstadt]]. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.&amp;amp;nbsp;a. wurde ihm 1949 die [[Carl-Friedrich-Gauß-Medaille]], 1952 das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Verdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland und die [[DECHEMA-Medaille]] sowie 1960 der [[Siemens-Ring]] verliehen. 1949 wurde er Ehrendoktor der [[Technische Universität München|TU München]] und der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reppe-Chemie ==&lt;br /&gt;
Unter Reppe-Chemie versteht man das Arbeiten mit [[Acetylen]] unter erhöhtem Druck, wobei Schwermetallacetylide (insbesondere Kupferacetylid) oder Metallcarbonyle und -carbonylwasserstoffe als [[Metallorganische Komplexkatalyse|Katalysator]] Verwendung finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gossauer&amp;quot;&amp;gt;[[Albert Gossauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Struktur und Reaktivität der Biomoleküle&amp;#039;&amp;#039;. Helvetica Chimica Acta, Zürich, 2006, ISBN 978-3-906390-29-1, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei gibt es vier große Arbeitsgebiete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vinylierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reppe-chemnistry-vinylization.png|400px|Vinylierung von Azetylen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethinylierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reppe-chemistry-endiol-V1.svg|500px|Ethinylierung von Aldehyden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hydrocarboxylierung ===&lt;br /&gt;
Hier am Beispiel der Acrylsäure- und Acrylsäureester-Herstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reppe-chemistry-carbonmonoxide-01.png|500px|Hydrocarboxylierung von Azetylen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reppe-chemistry-carbonmonoxide-02.png|500px|Hydrocarboxylierung von Azetylen mit einem Alkohol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cyclisierung/cyclisierende Polymerisation ===&lt;br /&gt;
Hier am Beispiel Benzol- und [[Cyclooctatetraen]]-Herstellung:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Wilke]]: [http://media.iupac.org/publications/pac/1978/pdf/5008x0677.pdf &amp;#039;&amp;#039;Organo Transition Metal Compounds as Intermediates in Homogenous Catalytic Reactions&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 390&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reppe-chemistry-benzene.svg|rahmenlos|hochkant=1.2|Benzolherstellung aus Azetylen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reppe Synthesis COT.svg|300px|Cyclooctatetraen-Herstellung aus Azetylen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Hauptreaktionen ergeben sich zahlreiche Produkte, die zumeist für weitere Verfahren dienen, aus denen sich schließlich Lacke, Klebstoffe, Spritzgussmassen, Schaumstoffe, Textilfasern und Medikamente erzeugen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor=Walter Reppe, Otto Schlichting, Karl Klager, Tim Toepel&lt;br /&gt;
|Titel=Cyclisierende Polymerisation von Acetylen. I Über Cyclooctatetraen&lt;br /&gt;
|Sammelwerk=Justus Liebigs Annalen der Chemie&lt;br /&gt;
|Band=560&lt;br /&gt;
|Nummer=1&lt;br /&gt;
|Jahr=1948&lt;br /&gt;
|Seiten=1–92&lt;br /&gt;
|DOI=10.1002/jlac.19485600102&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor=Walter Reppe, Otto Schlichting, Herbert Meister&lt;br /&gt;
|Titel=Cyclisierende Polymerisation von Acetylen. II Über die Kohlenwasserstoffe C&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;10&amp;lt;/sub&amp;gt;, C&amp;lt;sub&amp;gt;12&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;12&amp;lt;/sub&amp;gt; und Azulen&lt;br /&gt;
|Sammelwerk=Justus Liebigs Annalen der Chemie&lt;br /&gt;
|Band=560&lt;br /&gt;
|Nummer=1&lt;br /&gt;
|Jahr=1948&lt;br /&gt;
|Seiten=93–104&lt;br /&gt;
|DOI=10.1002/jlac.19485600103&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor=Walter Reppe, Walter Joachim Schweckendiek&lt;br /&gt;
|Titel=Cyclisierende Polymerisation von Acetylen. III Benzol, Benzolderivate und hydroaromatische Verbindungen&lt;br /&gt;
|Sammelwerk=Justus Liebigs Annalen der Chemie&lt;br /&gt;
|Band=560&lt;br /&gt;
|Nummer=1&lt;br /&gt;
|Jahr=1948&lt;br /&gt;
|Seiten=104–116&lt;br /&gt;
|DOI=10.1002/jlac.19485600104&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* Walter Reppe: &amp;#039;&amp;#039;Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Chemie des Acetylen und Kohlenoxyds.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1949.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Eine Straße in der [[Maxdorf]]er BASF-Siedlung wurde ihm zu Ehren „Walter-Reppe-Straße“ benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wurde er mit dem [[Werner-von-Siemens-Ring]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://siemens-ring.de/preistraeger/ring1960-reppe/ Preisträger Werner-von-Siemens-Ring]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|440|441|Reppe, Walter Julius|Susan Becker|118599763}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118599763}}&lt;br /&gt;
* [http://www.siemens-ring.de/ringtraeger/reppe.html Walter Reppe – Ringträger 1960] im Archiv der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=44418801|Titel=Gerade kein Dummkopf|Jahr=1948|Nr=37|Seiten=5}}&lt;br /&gt;
* [http://plasticker.de/fachwissen/history_people_detail.php?id=18&amp;amp;PHPSESSID=6ae9563e4878e2d1933a3780aadcb055 Biografien von Pionieren der Kunststofftechnik: Walter Julius Reppe] auf plasticker.de&lt;br /&gt;
* [https://www.gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/personen/register/eintrag/walter-reppe.html Walter Reppe] im Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118599763|LCCN=no/2002/29243|NDL=00525494|VIAF=50018123}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reppe, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Werner-von-Siemens-Rings]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Carl-Friedrich-Gauß-Medaille]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (BASF)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reppe, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker, Mitbegründer der Acetylenchemie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Juli 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Göringen]] bei Eisenach&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juli 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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