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	<title>Walter Reichel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Reichel&amp;diff=2774126&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;GT1976: Redundante Kategorie entfernt</title>
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		<updated>2024-10-22T13:00:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Redundante Kategorie entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Ingenieur Walter Reichel. Zum Archäologen siehe [[Walther Reichel]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Prof. Dr.Walter Emil Berthold Reichel.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Emil Berthold Walter Reichel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;vollständiger Name laut der [[Deutsche Biographische Enzyklopädie|Deutschen Biographischen Enzyklopädie]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[27. Januar]] [[1867]] in [[Laurahütte (Oberschlesien)|Laurahütte]]; † [[23. Mai]] [[1937]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Ingenieur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Reichel wurde als Sohn des Maschinendirektors Adolf Reichel und seiner Frau Malvine, geb. Munscheid,&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot;&amp;gt;[[Deutsche Biographische Enzyklopädie]]&amp;lt;/ref&amp;gt; geboren. Sein Vater starb, als Walter erst drei Jahre alt war. Kurz darauf zog seine Familie 1870 nach [[Dresden]]. Dort besuchte er ab 1881 die [[Jahrgangsstufe#Vom Sextaner zum Primaner|Untersekunda]] der [[Kreuzschule]] und erhielt in seinem letzten Schuljahr ein [[Stipendium]] der Crucianerstiftung. 1885 schloss er die Schule mit dem [[Abitur]] der Note „gut“ ab. Auf seinem Zeugnis ist vermerkt, dass er zunächst beabsichtigte, [[Medizin]] zu studieren. Reichel entschloss sich aber schlussendlich, ein Studium des [[Maschinenbau]]s an der [[Technische Hochschule Charlottenburg|Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg]] aufzunehmen. Dort besuchte er unter anderem Vorlesungen von [[Adolf Slaby]], dessen Forschungen durch [[Werner von Siemens]] unterstützt wurden. In seiner Freizeit besuchte Reichel ab dem Wintersemester 1885 den 1860 gegründeten [[Akademischer Turnverein|Akademischen Turnverein]] der Hochschule. Sein Studium schloss er nach neun Semestern im Jahr 1889 mit dem Examen zum [[Regierungsbauführer]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Jahr nahm er am 15. November 1889 die Arbeit als Konstrukteur für Fahrzeuge und [[Oberleitung|Fahrleitungsanlagen]] in der Bahnabteilung bei [[Siemens &amp;amp; Halske]] in [[Berlin]] auf und entwickelte dort im gleichen Jahr den [[Bügelstromabnehmer]] für elektrische Bahnen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reichel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Basil Silcove |url=http://iei.org.au/download.php?type=pdf&amp;amp;file=38 |titel=A Century of Traction. Electrical Inspections |seiten=7 |datum=2010 |format=PDF |sprache=en |abruf=2012-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siemens&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://new.siemens.com/global/de/unternehmen/ueber-uns/geschichte/news/aufs-gleis-gesetzt.html |wayback=20190415201608 |text=Aufs Gleis gesetzt – Siemens präsentiert die erste elektrische Eisenbahn der Welt}}. Siemens Historical Institute&amp;lt;/ref&amp;gt; – sein erstes [[Patent]], das er noch in der Probezeit entwickelte. Anschließend arbeitete er unter der Leitung von [[Heinrich Schwieger (Bauingenieur)|Heinrich Schwieger]] zunächst an der Lösung von weiteren Fragen der Stromzufuhr, später befasste er sich mit der Antriebstechnik und entwickelte Motoren für ein zweipoliges Magnetgestell aus [[Gusseisen]] mit [[Schneckengetriebe]]. In den folgenden Jahren leitete er den Bau elektrischer Bahnen in Genua, Dresden und Berlin. Zwischenzeitlich heiratete er seine Frau Elisabeth Lange; beide bekommen 1894 einen Sohn, Walter. Im Januar 1895 infizierte Reichel sich mit [[Typhus]] und kann zwei Monate lang nicht arbeiten. Die Familie erwarb ein Ferienhaus in [[Cínovec]] und nutzte dieses im März 1895 zur Erholung. 1896 kam der zweite Sohn, Martin, zur Welt, gefolgt von den Töchtern Erika im Jahr 1900 und Hildegard im Jahr 1902.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acht Jahre nach seinem Eintritt in das Unternehmen wurde Reichel 1897 zum Oberingenieur ernannt. Nach einer Studienreise in die [[USA]] im Jahr 1899 leitete Reichel 1902 die Inbetriebsetzung der [[U-Bahn Berlin|Berliner Hoch- und Untergrundbahn]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://new.siemens.com/global/de/unternehmen/ueber-uns/geschichte/news/walter-reichel.html |titel=Walter Reichel – Ein Siemens-Ingenieur mit Mut und Weitblick |werk= |hrsg=Siemens Historical Institute |datum= |sprache=de |abruf=2019-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im gleichen Jahr legte Reichel an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg die Prüfung zum [[Diplomingenieur]] ab&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt; und erhielt [[Prokura]] als stellvertretender Leiter der Abteilung für elektrische Bahnen bei Siemens &amp;amp; Halske. Die mittlerweile sechsköpfige Familie zog in ein vom befreundeten Architekt Walter Franz neu errichtetes Wohnhaus in die [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Lankwitz#Übersicht der Straßen und Plätze|Beethovenstraße]] nach [[Berlin-Lankwitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Betrachtungen und Versuche über die Verwendung des Drehstromes für den Betrieb elektrischer Bahnen&amp;#039;&amp;#039; wurde Reichel 1903 bei [[Alois Riedler]] unter Mitwirkung von Slaby zum [[Dr.-Ing.]] mit Auszeichnung promoviert. Innerhalb der [[Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen]] war Reichel ab 1903 mit an der gemeinsamen Entwicklung von elektrischen Bahnen u.&amp;amp;nbsp;a. durch [[Siemens]] und die [[AEG]] beteiligt, bei der auf der Versuchsstrecke in [[Berlin-Marienfelde]] mit Drehstrom-Triebfahrzeugen Geschwindigkeiten bis 210&amp;amp;nbsp;km/h erreicht wurden. Parallel zu seiner Industrietätigkeit übernahm er ab Oktober 1904 eine ordentliche Professur für den neu geschaffenen Lehrstuhl für [[Elektrische Bahnen]] an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg. Durch die von ihm angeregte Trennung der Elektrotechnik aus dem Maschinenbau heraus kam es zu einem Zerwürfnis mit Slaby, das in der Schriftenreihe „Lebenswege“ des Siemens Historical Institut als „erbitterte Feindschaft“ bezeichnet wurde. Seine ehemaligen Lehrer warnten davor, Fachtechniker mit „ganz begrenztem Horizont“ zu „züchten“. Reichel konnte sich mit seiner Idee zunächst auch nicht durchsetzen und die Hochschule lediglich dazu bewegen, ein elektrotechnisches Versuchsfeld einzurichten. Bereits 1908 legte er daher seine Professur nieder und kehrte in das Unternehmen zurück. Während und nach seiner Hochschulprofessur war er ab 1908 Abteilungsdirektor des Dynamowerks von Siemens in Berlin und Mitglied des Vorstands.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Archiv der TU Berlin&amp;quot; /&amp;gt; Er beeinflusste die Konstruktion von elektrischen Großmaschinen, unter anderem der ersten Einphasen-Wechselstromgeneratoren für das [[Walchensee-Kraftwerk]] und von großen Motoren für [[Walzwerk]]e. Gemeinsam mit seinem Kollegen Emmerich Frischmuth verantwortete er weiterhin das Fachgebiet der elektrischen Bahnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an der Konstruktion der Lokomotiven für die erste elektrifizierte deutsche Hauptbahnstrecke ab 1911 von Dessau nach Bitterfeld war Reichel maßgeblich beteiligt. Er entwickelte auch ab 1930 die Elektrolok der [[DR-Baureihe E 44|DR-Baureihe&amp;amp;nbsp;E&amp;amp;nbsp;44]], die mit 78 Tonnen nur etwa die Hälfte einer seinerzeit vergleichbaren Lokomotive wog.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Archiv der TU Berlin&amp;quot;&amp;gt;[http://archiv.pressestelle.tu-berlin.de/doku/200jahre/ausstellung/2.etage/flure/nr.17/nr17.7.htm Archiv der TU Berlin]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre universale Einsetzbarkeit wurde für die damalige Zeit als Pionierleistung betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siemens&amp;quot; /&amp;gt; Reichel setzte sich mit dafür ein, dass im November 1912 ein einheitliches Stromsystem im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] eingeführt wurde. Durch den Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] konnte er von einem geplanten Großprojekt in [[Schweden]] nur noch eine Erzbahn errichten lassen. Auch in seinem Werk an der [[Nonnendammallee]] wurden zunehmend Kriegsgüter hergestellt. Nach dem Ende des Krieges nahm Reichel zahlreiche der begonnenen Forschungsaktivitäten wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner [[Emeritierung]] 1926 und dem Ausscheiden bei Siemens 1932 arbeitete Reichel noch einige Jahre als Sachverständiger u. a. für elektrische Bahnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt; In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war Reichel nach Angaben aus einer Schriftenreihe „Lebenswege“ des Siemens Historical Institut nicht um eine „große Distanz“ bemüht. So erschien zum Beispiel eine Publikation Reichel in der Gauzeitung [[Der Angriff]]. Die Schriftenreihe weist aber auch darauf hin, dass ihn die „antimodernen Töne“ nicht interessierten. Reichel starb rund vier Monate nach seinem 70. Geburtstag nach dem Besuch eines Sportfestes in [[Berlin-Grunewald]]. Die Trauerfeier fand im Krematorium in [[Berlin-Wilmersdorf]] statt; die Trauerrede hielt [[Carl Friedrich von Siemens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patente ==&lt;br /&gt;
1901 wurden von Walter Reichel mehrere Patentanträge für die Verbindung der elektrischen Systeme von Eisenbahnwagen (Means for Electrically Connecting of Railway Cars)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=688337| Code=A| Titel=Means for electrically connecting railway-cars| A-Datum=1900-02-19| V-Datum=1901-12-10| Anmelder=Siemens &amp;amp; Halske Electric Company of America| Erfinder=Emil Berthold Walter Reichel}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und für Wellenlager und weitere Konstruktionen beim US-Patentamt eingereicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=472810| Code=A| Titel=Electric-railway-wire suspension| A-Datum=| V-Datum=1892-04-12| Anmelder=Siemens &amp;amp; Halske| Erfinder=Alexander Philipsborn, Walter Reichel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1916 &amp;lt;!-- In den Lebenswegen ist von Oktober 1917 die Rede --&amp;gt; wurde Reichel zum Geheimen Regierungsrat ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ihm wurden 1916 der schwedische [[Wasaorden]] sowie die Goldene Medaille der [[Weltausstellung 1904]] in St. Louis, USA 1904 verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DBE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geheimrat Prof Dr Walter Reichel 70 Jahre alt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitung des Vereins Mitteleuropäischer Eisenbahnverwaltungen&amp;#039;&amp;#039;, 77. Jahrgang, Nr. 5 (4. Februar 1937), S. 99.&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|299|300|Reichel, Emil Berthold Walter|Kurt Jäger|141514426}}&lt;br /&gt;
* [https://assets.new.siemens.com/siemens/assets/api/uuid:5819d7c5-55a0-4ec6-9d1d-2fd8dcd6962c/077-201812-lebenswege-7-walter-reichel-deutsch.pdf Dr. Susanne Kill: Lebenswege: Walter Reichel.] In: Siemens Historical Institute (Hrsg.): Lebenswege. Band 7. Berlin 2018. (PDF 5,2 MB), abgerufen am 12. Dezember 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=141514426|VIAF=122198376}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reichel, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeit der Elektrotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Technischen Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenbahningenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Wasaordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1867]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reichel, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reichel, Emil Berthold Walter (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ingenieur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Januar 1867&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Laurahütte (Oberschlesien)|Laurahütte]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Mai 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;GT1976</name></author>
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