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	<title>Walter Reder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Walter_Reder&amp;diff=489641&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: Kat: Österreichischer Emigrant in D</title>
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		<updated>2026-01-29T11:31:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat: Österreichischer Emigrant in D&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Walter Reder (1915-1991).jpg|mini|200px|Walter Reder, hier [[SS-Obersturmführer]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Walter Reder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Februar]] [[1915]] in [[Jeseník|Freiwaldau]]; † [[26. April]] [[1991]] in [[Wien]]) war ein österreichischer [[SS-Sturmbannführer]] im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] sowie Träger des [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes|Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Veit Scherzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger 1939–1945. Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S. 616.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er als [[Kriegsverbrecher]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Reder entstammte einer bürgerlich konservativen Familie. Nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] und dem [[Zusammenbruch der Habsburgermonarchie]] zog die Familie aus dem [[Schlesien (Tschechien)|schlesischen]] Freiwaldau nach [[Garsten]] bei [[Steyr]], dem Heimatort der Familie Reder. Sein Vater Rudolf arbeitete zunächst in der &amp;#039;&amp;#039;Brotfabrik Reders Söhne&amp;#039;&amp;#039; in Garsten und gründete 1925 eine Rechenmaschinenfabrik. Das Unternehmen erwies sich laut damaliger Presse als „Luftschloss“ und ging 1928 [[bankrott]], woraufhin Rudolf Reder wegen [[Fahrlässige Krida|fahrlässiger Krida]] eine kurze Freiheitsstrafe abbüßen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Reder: &amp;#039;&amp;#039;Deformierte Bürgerlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.rechenmaschinenlexikon.de/fr/artikel/Reisser_und_Reder |titel=Reisser und Reder |werk=rechenmaschinenlexikon.de |abruf=2019-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ein zusammengebrochenes Luftschloß |Sammelwerk=[[Oberösterreichisches Volksblatt|Linzer Volksblatt]]|Band=64 |Nummer=14 |Ort=Linz |Datum=1932-01-19 |Seiten=8 |Online=[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=lvb&amp;amp;datum=19320119&amp;amp;seite=8 Online] auf [[ANNO – AustriaN Newspapers Online]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Rechenmaschinenfabrik Reisser und Reder|Sammelwerk=[[Oberösterreichisches Tagblatt|Tagblatt]]|Band=17 |Nummer=16 |Ort=Linz |Datum=1932-01-21 |Seiten=9 |Online=[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tab&amp;amp;datum=19320121&amp;amp;seite=9 Online] auf [[ANNO – AustriaN Newspapers Online]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Walter Reder war der Bankrott seines Vaters eine einschneidende Wende. Er musste das Elternhaus verlassen und zu seiner Tante nach [[Wien]] ziehen. In Wien besuchte er das Bundesgymnasium in der Diefenbachgasse. 1932 zog er nach [[Linz]] und ging dort auf die [[Handelsakademie Linz|Handelsakademie]]. Im gleichen Jahr schloss er sich der [[Hitlerjugend]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Tóth: &amp;#039;&amp;#039;Der Handschlag. Die Affäre Frischenschlager-Reder.&amp;#039;&amp;#039; S. 24–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus und militärische Karriere ===&lt;br /&gt;
Zum 8. Februar 1933 trat er der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 58.074) und wurde der 37. SS-Standarte eingereiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/549431&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus seiner SS-Zugehörigkeit machte er keinen Hehl, so dass er bald wegen seiner Mitgliedschaft und wegen anderer politisch motivierter Vergehen festgenommen wurde und in Untersuchungshaft geriet. 1934 wurde er wegen seiner Betätigung für den [[Nationalsozialismus]] kurz vor der Abschlussprüfung der Schule verwiesen. Im Juni 1934 kam er der Internierung in das [[Anhaltelager Kaisersteinbruch]] durch Flucht nach Deutschland zuvor. In Deutschland schloss er sich zunächst der [[Österreichische Legion|österreichischen Legion]] an. Noch 1934 nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an und das Jahr darauf begann er eine Ausbildung zum SS-Offizier in der [[SS-Junkerschule]] in [[Braunschweig]]. 1936 wurde Reder als [[SS-Untersturmführer]] zur [[SS-Totenkopfverbände|SS-Totenkopfstandarte]] „Oberbayern“ in die Wachmannschaft des [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]] versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Tóth: &amp;#039;&amp;#039;Der Handschlag. Die Affäre Frischenschlager-Reder.&amp;#039;&amp;#039; S. 25–28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Gentile: &amp;#039;&amp;#039;I crimini di guerra tedeschi in Italia 1943–1945.&amp;#039;&amp;#039; S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt; Offenbar zum 1. Mai 1937 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 5.020.869).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/549431&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandeur der SS-Totenkopfstandarte „Oberbayern“ war [[Max Simon (SS-Mitglied)|Max Simon]], dem Reder als Kommandeur auch später unterstehen sollte. Der sich selbst in einem Interview mit dem italienischen Journalisten [[Enzo Biagi]] 1969 als „einer der Besten in der SS“ bezeichnende Reder stieg bald die Karriereleiter aufwärts. Draufgängertum und Rücksichtslosigkeit zeichneten ihn aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Tóth: &amp;#039;&amp;#039;Der Handschlag. Die Affäre Frischenschlager-Reder.&amp;#039;&amp;#039; S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Gentile: &amp;#039;&amp;#039;I crimini di guerra tedeschi in Italia 1943–1945.&amp;#039;&amp;#039; S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Enzo Biagi: &amp;#039;&amp;#039;Il boia Reder: “Nelle SS fui subito il migliore.”&amp;#039;&amp;#039; In: [[Associazione Nazionale Partigiani d’Italia]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Patria indipendente n. 4 2012&amp;#039;&amp;#039;, Rom 2012 S. 16–21 ([https://anpi.it/media/uploads/patria/2012/16-21_BIAGI_SU_MARZABOTTO.pdf Online PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1938 nahm er mit der SS-Totenkopfstandarte „Oberbayern“ am Einmarsch deutscher Truppen nach Österreich und 1939 in die [[Zerschlagung der Tschechoslowakei|Tschechoslowakei]] teil. Mit der gleichen Einheit war er bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am [[Überfall auf Polen|deutschen Überfall auf Polen]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Überfall auf Polen wurde er als [[Verbindungsoffizier]] der [[SS-Division Totenkopf]] bei [[Heinrich Himmler]] eingesetzt und nach Berlin abkommandiert. Im Frühjahr 1940 wurde Reder als Stabsoffizier dem SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment 2 zugewiesen und nahm am [[Westfeldzug|Frankreichfeldzug]] teil. 1941 war er mit der Totenkopf-Division an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] zunächst als Kompaniechef, dann als Bataillonskommandeur eingesetzt. Im September 1941 wurde er auf den [[Waldaihöhen]] nordwestlich von [[Moskau]] verwundet. Nach seiner Genesung kehrte er im Januar 1942 zu seiner Einheit zurück und nahm an der [[Kesselschlacht von Demjansk]] teil, bis die Reste der aufgeriebenen Division im Oktober 1942 nach Frankreich abgezogen wurden. Nach der Besetzung der Südzone Frankreichs im [[Unternehmen Anton]] im November 1942 und einem anschließenden Fortbildungskurs in Paris war Reder ab Februar 1943 mit der neu aufgefrischten Totenkopf-Division erneut an der Ostfront eingesetzt und nahm an der [[Schlacht bei Charkow (1943)|Schlacht bei Charkow]] teil. Anfang März wurde er bei Charkow durch Granatsplitter schwer verwundet, dabei verlor Reder den linken Arm, während der rechte teilweise gelähmt blieb. In der Folge wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet und zum [[SS-Sturmbannführer]] befördert. Nach seiner Verwundung wurde er dem SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon 3 zugewiesen. Nach seiner Genesung meldete er sich im Dezember 1943 bei Max Simon, der den Befehl über die [[16. SS-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS“]] übernommen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Gentile: &amp;#039;&amp;#039;I crimini di guerra tedeschi in Italia 1943–1945.&amp;#039;&amp;#039; S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon übertrug ihm das Kommando über die SS-Panzer-Aufklärungsabteilung 16, die im Sommer 1944 in Italien bei [[Grosseto]] und [[Livorno]] in der Toskana kämpfte. Anschließend wurde sie im August und September 1944 in der sogenannten [[Bandenbekämpfung]] im [[Apennin]] nördlich von [[Florenz]] eingesetzt und war an den [[Massaker von Fivizzano|Massakern von Fivizzano]] und [[Massaker von Marzabotto|Marzabotto]] beteiligt, bei denen mehrere hundert Zivilisten ermordet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Schlamp: [http://www.spiegel.de/politik/ausland/verbrechen-der-wehrmacht-in-italien-165-morde-pro-tag-a-873944.html &amp;#039;&amp;#039;Verbrechen der Wehrmacht in Italien: 165 Morde pro Tag&amp;#039;&amp;#039;], &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Gentile: &amp;#039;&amp;#039;I crimini di guerra tedeschi in Italia 1943–1945.&amp;#039;&amp;#039; S. 316.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Reder geriet 1945 in einem österreichischen Lazarett in Gefangenschaft, wurde anschließend im [[Stalag XVIII A|Kriegsgefangenenlager Wolfsberg]] in Kärnten interniert und 1948 von Großbritannien&lt;br /&gt;
an Italien ausgeliefert. 1951 stand er vor einem [[Italienische Militärjustiz|Militärgericht]] in [[Bologna]]. Seine Verteidiger waren der italienische Anwalt Giuseppe Schirò und dessen deutscher Kollege [[Claus-Joachim von Heydebreck]], später Landesminister in Schleswig-Holstein. Die Vorwürfe gegen Reder lauteten auf&lt;br /&gt;
* Zerstörung der Stadt [[Marzabotto]] und [[Massaker von Marzabotto|anderer Dörfer]] nahe Bologna im August und September 1944&lt;br /&gt;
* Erteilen des Exekutionsbefehls für 2700 italienische Zivilisten in der [[Toskana]] und [[Emilia-Romagna]] im selben Zeitraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reder wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, von der er 33 Jahre verbüßte. Im Bewusstsein der italienischen Öffentlichkeit wurde sein Name – wie der des zweiten in Italien inhaftierten NS-Täters [[Herbert Kappler]] – zum „Symbol des Kriegsverbrechers schlechthin“ und prägte wesentlich das Bild der deutschen Besatzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Gentile: &amp;#039;&amp;#039;Marzabotto 1944.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd R. Uerberschär: &amp;#039;&amp;#039;Orte des Grauens.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-232-0, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Fertigstellung der Anklage gegen Reder betrachtete sich Österreich als [[Schutzmacht]] für den Kriegsverbrecher, obwohl dieser schon 1934 die [[österreichische Staatsbürgerschaft]] zugunsten der [[Deutsche Staatsangehörigkeit|deutschen]] aufgegeben hatte. So stellte sich das Land Oberösterreich (auf Intervention des ehemaligen Gauinspektors von Oberösterreich) auf den Rechtsstandpunkt, dass Reder Österreicher sei. Anfechtungen durch Beamte des Innenministeriums wurden durch eine Weisung des SPÖ-Innenministers [[Oskar Helmer]] unterbunden, Reder somit 1956&amp;lt;ref&amp;gt;Tóth: &amp;#039;&amp;#039;Der Handschlag. Die Affäre Frischenschlager-Reder.&amp;#039;&amp;#039; 2010, S.&amp;amp;nbsp;7 u.&amp;amp;nbsp;a., insb. S.&amp;amp;nbsp;46 mit Fußnote&amp;amp;nbsp;137.&amp;lt;/ref&amp;gt; wieder österreichischer Staatsbürger. Anfang der sechziger Jahre stellte das Außenministerium schließlich fest, dass Reder der Status und die Behandlung eines Kriegsgefangenen im Sinn der [[Genfer Konventionen|Genfer Kriegsgefangenen-Konvention]] zukomme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige österreichische Zeitungen, zum Beispiel die &amp;#039;&amp;#039;[[Kronen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; („Keine Hoffnung für Walter Reder?“), und Medien der [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] Szene (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Die Kameradschaft,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Aula (Zeitschrift)|Die Aula]]&amp;#039;&amp;#039;) thematisierten den Verbleib Reders in „Kriegsgefangenschaft“ gerne. Daneben setzten sich vor allem die [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]], aber auch prominente Politiker anderer Parteien sowie Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft für seine Freilassung ein. Auch deutsche seriöse Presseorgane bezogen Stellung für Walter Reder; so &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; 1955 und die &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1985.&amp;lt;ref&amp;gt;DIE Zeit vom 2. Juni 1955; die FAZ vom 14. Januar 1985 - Carlo Gentile: &amp;#039;&amp;#039;Marzabotto 1944.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerd R. Uerberschär: &amp;#039;&amp;#039;Orte des Grauens.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-232-0, S. 143+146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 drückte Reder in einem Brief an die Bürger von Marzabotto „seine tiefe [[Reue]]“ aus. Er wurde am 24.&amp;amp;nbsp;Januar 1985 aus dem Gefängnis entlassen. Danach widerrief Reder alle Reuebekundungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Einreise nach Österreich wurde Reder durch den damals amtierenden FPÖ-[[Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport|Verteidigungsminister]] [[Friedhelm Frischenschlager]] mit einem Handschlag in Empfang genommen, was einen Skandal auslöste.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13512908.html &amp;#039;&amp;#039;Verlorener Sohn. Wiens Verteidigungsminister begrüßte einen entlassenen Kriegsverbrecher mit großem Verständnis. Nun kriselt es in der Koalition&amp;#039;&amp;#039;], &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 5/1985, 28. Januar 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oftmals wird behauptet, dass es gerade mit der Diskussion um den „Reder-Skandal“ zum ersten Mal zu einer breiteren Auseinandersetzung mit der [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Vergangenheit vieler Österreicher]] kam.&amp;lt;ref&amp;gt;zum Beispiel hier: [http://www.demokratiezentrum.org/wissen/timelines/der-opfermythos-in-oesterreich-entstehung-und-entwicklung.html www.demokratiezentrum.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich angekommen, wurde Reder vom [[ÖVP]]-[[Politiker]] und [[Gutsbesitzer|Großgrundbesitzer]] [[Wilhelm Gorton (Politiker, 1922)|Wilhelm Gorton]] aufgenommen, was einige Kritik auslöste.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gedenkdienst.at/index.php?id=535 &amp;#039;&amp;#039;„Von meinem politischen Leben bleibt die Affäre Reder“&amp;#039;&amp;#039;], Gespräch von [[Florian Wenninger]] mit Verteidigungsminister a.&amp;amp;nbsp;D. Friedhelm Frischenschlager über die FPÖ, den Krieg und das Händeschütteln. Auf der Website des [[Gedenkdienst]]es, Ausgabe&amp;amp;nbsp;1/08, Interview vom 14.&amp;amp;nbsp;Dezember 2007. Abgerufen am 27.&amp;amp;nbsp;November 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.meinbezirk.at/st-veit/lokales/ich-bin-fuer-toleranz-und-objektivitaet-d411806.html Ich bin für Toleranz und Objektivität], abgerufen am 29. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 starb Walter Reder in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carlo Gentile]]: &amp;#039;&amp;#039;I crimini di guerra tedeschi in Italia: 1943–1945.&amp;#039;&amp;#039; Einaudi, Turin 2015, ISBN 978-88-06-21721-1. Deutscher Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Wehrmacht und Waffen-SS im Partisanenkrieg: Italien 1943–1945.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2012, ISBN 978-3-506-76520-8.&lt;br /&gt;
* Carlo Gentile: &amp;#039;&amp;#039;Marzabotto.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd R. Ueberschär]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Orte des Grauens. Verbrechen im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Primus, Darmstadt 2003, ISBN 978-3-89678-232-8, S. 136–146.&lt;br /&gt;
* Carlo Gentile: &amp;#039;&amp;#039;Politische Soldaten. Die 16. SS-Panzer-Grenadier-Division „Reichsführer-SS“ in Italien 1944.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken.&amp;#039;&amp;#039; 81, 2001, S. 529–561. [https://www.academia.edu/711149/Politische_Soldaten_Die_16_SS_Panzer_Grenadier_Division_Reichsf%C3%BChrer_SS_in_Italien_1944 Online]&lt;br /&gt;
* Carlo Gentile: &amp;#039;&amp;#039;Walter Reder – ein politischer Soldat im „Bandenkampf“.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus-Michael Mallmann, Gerhard Paul (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien.&amp;#039;&amp;#039; (Veröffentlichungen der [[Forschungsstelle Ludwigsburg]] der Universität Stuttgart. Band 2.) Darmstadt 2004, ISBN 978-3-534-16654-1, S. 188–195.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* [[Christian Ortner (Journalist)|Christian Ortner]]: &amp;#039;&amp;#039;Am Beispiel Walter Reder. Die SS-Verbrechen in Marzabotto und ihre „Bewältigung“.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, Wien, ca. 1985.&lt;br /&gt;
* Christian Reder: &amp;#039;&amp;#039;Deformierte Bürgerlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; [[Mandelbaum Verlag]], Wien/Berlin 2016, ISBN 978-3-85476-495-3.&lt;br /&gt;
* [[Barbara Tóth]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Handschlag. Die Affäre Frischenschlager-Reder.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation an der [[Universität Wien]], Wien 2010 ([http://othes.univie.ac.at/10810/1/2010-06-10_9300522.pdf Volltext] [PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB], 10.&amp;amp;nbsp;Juni 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Carlo Gentile |url=https://www.ns-taeter-italien.org/de/taeter/walter-reder |titel=Walter Reder |werk=ns-taeter-italien.org |abruf=2023-12-19}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118598864}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118598864|VIAF=57407379}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reder, Walter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Nationalsozialismus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Italiens 1943–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reder, Walter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Sturmbannführer und Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Jeseník|Freiwaldau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. April 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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